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#505: Superhero Sunday - Batman Begins

Bruce Wayne ist ein gefallener Mann. Indirekt Schuld am Tod seiner Eltern und der Chance auf Rache an ihrem Mörder beraubt, verschwindet er aus Gotham und landet über kriminelle Aktionen in einem asiatischen Gefängnis. Eine Gruppe Ninjas haut ihn da raus, unterweist ihn in ihrem Training, baut ihn psychisch wieder auf – und wird es von ihnen gedankt, in dem er ihren falschen Weg der krassen Selbstjustiz, die geradezu terroristische Ausmaße annimmt, abweist und sich wieder nach Hause absetzt.

Gotham City ist mittlerweile allerdings zum Verbrechenssündenpfuhl geworden und so nutzt Bruce sein Training, um als Batman verkleidet eben jenes zu bekämpfen. Darunter auch Scarecrow, der anscheinend was Größeres zu planen scheint.

Den ersten Batman nach Batman & Robin zu machen, muss eine eigentlich eher dankbare Position gewesen sein, denn eigentlich kann man verglichen mit diesem nicht viel falsch machen. Batman Begins tut dann auch sein Möglichstes, um sich vom bunten Comicfest abzuheben und wird zum ernstesten Batman. Mehr noch, als die Burton-Filme, die durchaus auch düster waren und die Materie ernst nahmen, gleichzeitig aber auch Spaß mit ihr hatten – der erste mehr, als der zweite. Batman Begins hat selten Spaß mit sich selbst, sondern ist viel zu sehr damit beschäftigt möglichst DEEP, Düster, Ernst, Episch und Pompös zu sein.

Alles möglichst realistisch zu halten, zieht sich wirklich durch den ganzen Film. Der Charakter des Bruce Wayne hat hier so viel Tiefgang wie noch nie. Dem sind nicht einfach die Eltern ermordet worden, er hat ein wenig in einer Ecke geschmollt und dann entschieden, nun als Superheld alle Bösewichte zu stellen. Hier hat ihn das fast aufgerieben und er Selbstjustiz am Mörder geplant. Etwas schade, dass der Film aber dann bei der Szene, wo er sich entscheiden muss, ob er Mitglied bei der Ninjaorganisation wird, oder doch den Weg als gerechter, nicht mordender Rächer einschlägt, dies dann nicht wirklich sonderlich gut rüber bringt, warum er sich letztendlich für die richtige Seite entscheidet. Er tut es halt einfach, weil er ja der Gute ist. Und diesmal wird auch alles möglichst realistisch erklärt: Wo Batman sein Training her hat, wie er an die Gadgets kommt, wie er die Batcave entdeckt, warum er die Fledermaus wählt. Gotham City ist eine moderne Großstadt, nicht die Film Noir Welt eines Burtons. Der Bösewicht ist kein maskierter Irrer, sondern eine fehlgeleitete Terrorgruppe. Trockener Realismus über alles.

Batman Begins ist dann auch komplett die Bruce/Batman-Show, alles andere kommt etwas kurz. Scarecrow ist nicht nur nicht der ultimative Gegner Batmans, sondern genau genommen kaum im Film. Katie Holmes (der Film lässt sich leider die Chance entgehen, sie umzubringen) taucht nur hier und da kurz auf, weil zu einem Batman anscheinend auch eine Schickse gehört, in die er sich verlieben kann und damit nicht jegliche seiner Motivationen von den toten Eltern her rührt. Denn auch sie ist kaum im Film. Hier geht es um Bruce und wie er zum Batman wird und wenig mehr.

Über die ganze Charakterstudio Bruce Waynes vergisst der Film dann hin und wieder auch wirklich gute Action einzubringen, die eher weniger spektakulär ist, inklusive einem eher dürftigen Finale. Sicher weiß er Batman jederzeit cool in Szene zu setzen, aber die eigentlichen Action-Shots sind eher wenig episch. Und musste diese dämliche Batman Voice wirklich sein, die Christina Bale hier macht?

Das mag jetzt alles klingen, als fände ich den Film schrecklich. Aber das tue ich nicht. Denn irgendwie ist er doch ein eigentlich ganz guter Film der zumindest meistens auch unterhält. Neben den am besten ausgearbeiteten Bruce Wayne/Batman Charakter hat er aber eben auch reichlich Fehler aufzuweisen, und wenig mehr. Mir gefallen die verspielteren Filme eines Tim Burtons eben besser.


25.7.10 01:35
 


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