Startseite
    Gojira
    Let's Play
    MegaTen Online
    Point & Click
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   Ze New Blog!
   iReview
   iTwitter



http://myblog.de/tsuki.no.yume

Gratis bloggen bei
myblog.de





Gojira

#424: Godzilla Monday - 1999

Nachdem der US-Film in Grund und Boden gehasst wurde, dachten sich die Japaner wohl, uns zeigen zu müssen, was ein wirklich schlechter Film ist und brachten ein Jahr später Godzilla 2000: Millennium auf die Leinwände.

Godzilla geht gerade wieder gemütlich seiner Beschäftigung nach einige Kraftwerke zu zerstören, während das Militär ihrer Routine nachgehen, dagegen nutzlos zu sein. Die kleine Gruppe vom Godzilla Network, die ihn studieren und sein Auftreten vorhersehen wollen, zeigen dies einer Reporterin, die hofft mit der Story groß raus zu kommen.

Währenddessen wird im Meer ein seltsamer Felsbrocken entdeckt, der eine enorme Energie ausstrahlt. Eine saubere, riesige Energiequelle in Aussicht, wird dieser natürlich sofort geborgen. Doch da macht er sich selbstständig, fliegt zu Godzilla und greift ihn an. In Wirklichkeit ist es nämlich ein UFO, das vor Millionen von Jahren gelandet ist und sobald es mit Licht in Berührung kam, erneut aktiv wurde. Es fliegt anschließend nach Shinjuku und nistet sich auf dem City Tower ein.

Shinoda vom G Network findet derweil heraus, was Godzilla so unkaputtbar macht: Seine regenerativen Organizer G-1 Zellen, hinter denen anscheinend auch die Aliens her sind. Die hacken sich derweil in die Computer ein, um einen Y2K heraufzubeschwören und die Erde zu übernehmen. Der City Tower soll gesprengt werden, obwohl Shinoda noch darin ist. Er kann der Explosion allerdings entkommen (und man weiß nicht wirklich, warum das ganze Gebiet weiträumig evakuiert wurde, denn die Raketen zerstören gerade mal die obersten Stockwerke), nur hat sie leider auch keine Auswirkung auf das Raumschiff, das dafür das Gebäude Idependence Day Style explodieren lässt.


Godzilla taucht auf, kämpft gegen das UFO. Das entzieht ihm seine Organizer G-1 und kann so dem Alien wieder eine Form geben. Die ist jedoch instabil, da sie die G-1 nicht kontrollieren kann und kollabiert. Godzilla vernichtet das Raumschiff, doch das Alien hat endlich seine Form zu Orga stabilisiert. Die beiden kämpfen etwas, Godzilla gewinnt und verwandelt, während alle Zuschauer über die Nachteile von außer Kontrolle geratener Wissenschaft sinnieren, noch schnell Tokyo in ein Flammenmeer.

Das war wirklich ein mäßiger Start in eine neue Ära. Kein Vergleich zum Anfang der Showa- und Heisei-Zeit. Hauptsächlich ist der Film einfach nur lang und langweilig. Das ungeschriebene Gesetz befolgend, dass ein Godzilla-Film mindestens um die 100 Minuten lang sein soll, kommt er einem dennoch noch länger vor, als der US-Film.

Denn es passiert einfach nicht viel. Der Anfang ist eigentlich ganz viel versprechend, denn Godzilla taucht innerhalb kürzester Zeit auf und geht ein paar Dinge klein kloppen. Doch danach kommt eine lange Strecke mit viel Charakterinteraktion und Story, aber nur herzlich wenig Action. Und sowohl Story wie Charaktere geben einfach nicht sonderlich viel her. Besonders die Charaktere sind schlecht geschrieben. Shinoda als derjenige, der Godzilla lieber studieren statt töten will und auf der Gegenseite Katagiri, der ihn unbedingt tot sehen will, erinnern an Seiten aus früheren Filmen. Doch so richtig versteht man nicht, wie Shinoda seinen Standpunkt trotz anscheinend regelmäßiger Zerstörungstouren Godzillas aufrechterhalten kann – da ist Katagiris schon logischer, aber sein extremer Fanatismus wird auch nie wirklich hinterfüttert. Ganz zu schweigen von der Szene gegen Ende, wo er sich bereitwillig von Godzilla töten lässt, die einfach nur total out of the blue kommt und keineswegs begründet rüber kommt, wie eine ähnlich Szene aus Godzilla vs. King Ghidorah. Für einen Film, der so wenig Action, dafür aber so viel Story und Charaktere zeigt, zeigt er einem davon erstaunlich wenig.

Das Godzilla-Design ist immerhin ziemlich cool, dafür sehen das Raumschiff und die Pre-Orga Alienform eher langweilig aus. Zudem sind die Speciel Effects extrem mau. Die Blue Screen Aufnahmen von Godzilla, durch die er dann in Realaufnahmen, statt Pappmodelle, gesetzt wird, sehen wesentlich schlimmer aus, als in allen Heisei-Filmen. Und die CG-Explosionen sowie –Raumschiff und –Alien schauen extrem Low Budget aus. Zudem merkt man die Diskrepanz gegenüber dem Rest extrem, was vor allem Godzillas Kampf gegen das Raumschiff sehr dürftig aussehen lässt. Später mit dem Orga-Suit ist das immerhin etwas besser, der aber eh viel zu spät erst auftaucht. Insgesamt sind die Action-Shots, von denen es noch nicht mal sonderlich viele gibt, eher lahm anzuschauen.


19.4.10 01:40


Werbung


#421: Godzilla Friday Special - still 1998

Mit dem Kinofilm war man in den USA noch längst nicht fertig mit Godzilla, so musste er kurz darauf nämlich erneut für einen Cartoon her halten, der sich immerhin 40 Folgen in 2 Staffeln halten konnte. Ist angeblich recht gut angekommen, anstatt den universellen Hass des Filmes zu teilen.

Es setzt bei der finalen Szene des Filmes an: Zilla ist besiegt, ein Ei bleibt. Da Nick genau dies befürchtet, wird eine Suche nach verbliebenen Eiern gestartet und gerade als Nick über jenes stolpert, schlüpft Zilla Junior und verschwindet. Kurz darauf taucht er als ausgewachsenes Exemplar wieder auf, da er allerdings auf Nick geprägt ist, kann dieser ihn unter Kontrolle halten.

Was anschließend kommt, ist fast eine moderne Version des Hanna Barbera Cartoons: Nick schart ein Forscherteam um sich und überall auf der Welt tauchen Riesenmonster auf, die sie mit Hilfe Zillas bekämpfen. Dabei sind einige Dinge gegenüber des Filmes leicht geändert, wie zum Beispiel das Verhalten einiger Charaktere (Nick ist wesentlich heldenhafter und verliert seine Trotteligkeit) und neue Charaktere kommen zum Team hinzu, um die üblichen Serien-Stereotypen abgedeckt zu haben (heroic Guy, tough Bitch, sarcastic Bitch, cool Kid, clumsy Comic Relief) und Godzilla bekommt seinen Atomic Breath zurück, den er im Film nicht hatte.

Die Serie ist dabei absolut episodisch, lediglich der Anfang ist eine Doppelfolge und später gibt es mit „Monster Wars“ eine Trilogie, alle anderen Folgen sind in sich geschlossen. Ein gewisses Schema zeichnet sich dabei zwar ab, allerdings ist es nicht ganz so starr und langweilig, wie im 1978er Cartoon, da sie doch wesentlich mehr pro Story zu bieten hat. Viel davon sind natürlich übliche Cartoon-Storylines wie die obligatorische Folge, in der sie in eine apokalyptische Zukunft geraten, in der die Mutationen die Welt übernommen haben; oder die Folge, in der wir erfahren, dass ein Mitglied des Teams Probleme damit hat, dass ihre Eltern sie trotz ihrer beruflichen Leistung nicht respektieren, nachdem diese aber vor einer Mutation gerettet werden, sich mit ihr versöhnen; oder eine Folge, in der ein anderer Forscher Zilla entführen und aus ihm eine Superwaffe machen will. Doch es gibt auch Hommagen an die japanischen Filme: Ein Monster,das aus Müll fressenden Mikroorganismen besteht und außer Kontrolle geraten ist, erinnert z.B. etwas an Hedorah; eine Riesenraupe hat das gleiche Farbschema wie Battra und wird sogar in einem Vergnügungspark bekämpft; irgendwann kommt jemand auf die Idee, alle Mutationen zu Studienzwecken auf eine Insel zu verfrachten a la Monster Island der Showa-Ära; und die „Monster Wars“-Trilogie erzählt in ihrer 60-minütigen Laufzeit eigentlich einen typischen japanischen Godzilla-Plot nach mit den Aliens, die die Mutationen unter Kontrolle bringen und zur Welteroberung nutzen wollen.

Unterm Schnitt ist es eigentlich eine wirklich ganz unterhaltsame Serie. Nicht jede Storyline ist der absolute Burner, an das kotzhässliche Charakterdesign muss man sich erst gewöhnen und die One Liner und Witze zünden selten, an sowas wie Gargoyles kommt es insgesamt auch nicht ran, aber unterhaltsam ist die Serie allemal.


16.4.10 01:15


#418: Godzilla Monday - 1998

Da sind wir nun, nach 22 japanischen Filmen ist Godzilla US erreicht. Der Film, der bei Godzilla-Fans als schlechtester der Reihe angesehen wird, oder eher schlechtester Film mit dem Godzilla-Titel, denn zur Reihe gehörig darf man ihn ja gar nicht wirklich zählen, sonst verliert man Street Credit. Mit einem Monster, das GINO – Godzilla In Name Only – getauft wurde. Ein Film, dem man nach sagt, dass es so wenig Godzilla ist, dass er ebenso gut ein Remake von Beast of 20.000 Fathoms sein könnte.

Und übrigens der einzige Godzilla-Film, den ich vor diesem kleinen Projekt hier schon kannte. Von den japanischen Filmen hatte ich zuvor nie einen komplett gesehen, bei diesem hier war ich sogar im Kino. Und fand ihn damals gar nicht so übel. Aber das ist lange her.

Französisch Polynesien hat so einige Atomtests über sich ergehen lassen müssen. Und nun ist etwas aufgetaucht, das riesige Fußabdrücke hinterlässt, Boote und U-Boote versenkt und von einem Überlebenden Gojira genannt wird. Dr. Nick, der Tests bezüglich der rapiden Größenveränderung von Regenwürmern auf Grund der atomaren Verseuchung Tschernobyls untersucht, wird vom Militär hinzu gezogen, um das Geheimnis dahinter zu lüften.

Die riesige Echse taucht in New York auf und verwüstet die Stadt etwas, ist danach plötzlich spurlos verschwunden. Hat halt grad irgendwie keiner hingeschaut. Manhattan wird evakuiert und Nick kommt auf die Idee, das Monster mit seiner Nahrung, Tunfischen, anzulocken. Funktioniert auch, doch sobald das Feuer auf Zilla eröffnet wird, flieht er.

Nick trifft derweil auf seine alte College-Liebe, die ihn vor 8 Jahren hat sitzen lassen und die es noch nicht fertig gebracht hat, ihren Traum Reporterin zu werden zu erfüllen. Zudem findet er heraus, dass Zilla sich asexuell fortpflanzt, schwanger ist und wohl schon Eier gelegt hat. Seine ehemalige Freundin Audrey klaut ein streng geheimes Video, da sie hier ihre Chance sieht, Reporterin zu werden. Sobald es über die Bildschirme flimmert, wird Nick aus dem Projekt geworfen.

Da keiner nach dem Nest suchen will, nimmt der französische Geheimdienst Nick auf und macht sich auf die Suche danach. Währenddessen liefert sich das US-Militär eine erneute Auseinandersetzung mit Zilla und gewinnt (und macht dabei erneut mehr von New York kaputt, als es die Riesenechse je geschafft hat). Hier sind wir nun bei ungefähr 85 Minuten. Doch der Film ist noch längst nicht rum.

Im Madison Square Garden finden Nick und die Franzosen über 200 gelegte Eier, die auch prompt schlüpfen. Sie versuchen die Baby Zillas einzusperren und dabei irgendwie am Leben zu bleiben. Audrey ist ihnen gefolgt und hat die rettende Idee, wie man dies der Außenwelt mitteilen kann: Ihr Nachrichtensender hat eine Station im Stadion, von dem aus sie Live über das Schlüpfen berichten und das Militär dazu auffordern, den Garden zu sprengen, bevor die Minimonster entfliehen können.

Das tun sie auch, dramaturgisch günstig ein paar Sekunden, nachdem dem Trupp die Flucht aus dem Stadion gelungen ist und bevor die Minizillas hinterher kommen können. Doch der Film geht noch 25 Minuten. Zilla taucht auf, sieht seine toten Kinder und wird sauer. Der Film bringt es tatsächlich fertig so noch schnell eine Autoverfolgungsjagd unterzubringen, die anscheinend in jeden amerikanischen Actionstreifen gehört. Zilla wird letztendlich ein für alle mal besiegt und alle sind Happy. Doch ein Zilla-Ei hat überlebt. Dun dun dun.

Godzilla ist kein extrem schlechter Film. Auch kein wirklich guter. Aber halbwegs unterhaltsam. Typisch Roland Emmerich halt: Großes, seelenloses Actionspektakel, das gut unterhält, an das man sich aber 3 Wochen später kaum noch erinnern wird. Popcornkino.

Natürlich hat der Film ein paar Probleme. Die relativ schnörkellose Story hält nicht ganz der Logik stand, die Charaktere sind Stereotypen und nicht allzu gut geschauspielert (der immer göttliche Jean Reno ausgelassen), Sprüche und Humor nicht wirklich witzig und ein paar Szenen irgendwie dämlich (trotz U-Bahn-Schächte - wie kann das riesige Vieh inmitten Manhattan spurlos verschwinden? Oder so konstant mit allen Waffen verfehlt werden?). Aber genau das ist auch in einigen japanischen Godzilla-Filmen nicht besser.

Zudem ist er etwas arg lang. Mit über 130 Minuten der längste aller Godzilla-Filme und auf Dauer doch etwas ermüdend. Kürzer hätte er also ruhig sein können. Aber der langatmigste Godzilla-Film ist er auch wieder nicht, da sich Story und Action eine gute Waage halten.

Das neue Godzilla-Design, dass so sehr gehasst wird, weil es mit dem japanischen kaum mehr was zu tun hat, finde ich eigentlich sehr cool und die Effekte sind natürlich erster Güte. Auch ein paar Hommagen an die vorigen Filme gibt es, wie z.B. Godzillas Nachwuchs und überhaupt erinnert die Szene im Madison Square Garden mich etwas an eine Szene in Destoroyah – obwohl wohl eher Alien und Jurrasic Park als Vorbild hergehalten haben. Genau wie Zillas Bindung an die Kleinen. Oder das Problem mit Zillas Kaltblütlernatur, wodurch die Wärmesuchraketen ihn nicht erfassen, an eine Problematik aus Biollante.

Wenn man sich also ohne groß nachzudenken oder den Stil der japanischen Filme erwartend (er ist wirklich ganz anders) auf den Film einlässt, wird man ganz gut unterhalten. Kein Reißer, aber in der Showa-Ära gab es schlimmere Filme. Vielleicht lässt der extrem schlechte Ruf des Filmes ihn auch einfach nur besser wirken, als er ist, da man plötzlich mit einen „So what? So schlimm war es doch gar nicht“ da sitzt. Ähnlich wie man sich nach dem Spielen von Kingdom Hearts wundert, wie ein so mittelmäßiges Spiel so in den Himmel gehyped werden kann – nur andersrum.


12.4.10 04:00


#416: Godzilla Friday Special - 1997

Zwischen dem Ende der Heisei- und dem Beginn der Millennium-Ära blieb man in Japan nicht ganz vor Godzilla verschont. Denn im Fernsehen lief ein knappes Jahr lang täglich eine Episode Godzilla Island. Ja, täglich, nicht wöchentlich, denn so eine Episode ist nur 2 1/2 Minuten lang, wobei noch mal fast eine ganze Minute an Opening, Ending und Recap weg fällt.

Zudem ist das ganze sowieso eher eine große Marketing-Maschinerie, die die Godzilla-Spielzeuge an die Kinder bringen soll. Denn alle Monsterszenen (abgesehen von ein wenig Stock Footage aus den Filmen) sind mit eben jenen Spielzeugmonstern gedreht. Inklusive schlechter bis gar keiner Special Effects und menschlichen Akteuren vor scheußlichen Papp- oder CG-Hintergründen.

Die Story-Arcs gehen durch die Kürze der Folgen jeweils über eine stattliche Zahl von ihnen, drehen sich aber letztendlich immer darum, dass die Aliens mit bösen Monstern die Erde übernehmen wollen und die Leute der G-Guard ihre Monster Island Monster dagegen schicken. Wie gesagt liegt der Hauptfokus darauf die Spielzeuge zu präsentieren – und später auch etwas auf den hübschen Akteurinnen, nachdem die ersten beiden nicht sonderlich ansehnlichen ausgetauscht sind.

Von daher ist die Serie natürlich ziemlich blöd, aber aus reinem Camp Value zumindest mal ein paar Folgen ganz unterhaltsam. Aber halt wirklich nur ein paar wenige.


9.4.10 19:20


#412: Godzilla Monday - 1995

Nach drei sehr guten und drei etwas schwächeren Filmen kommt die Heisei-Ära mit Godzilla vs. Destoroyah nun zu seinem Ende. Wer hat die übertrieben genauen offiziellen Romanisierungen Angurius und Destoroyah eigentlich für eine gute Idee gehalten?

Godzilla taucht auf und zerstört Teile Hong Kongs, macht sich anschließend auf den Weg gen Japan. Durch einen Vorfall ist der Kernreaktor in seinem Inneren mittlerweile außer Kontrolle geraten – in Godzilla staut sich mehr und mehr Energie an, bis er irgendwann explodieren und den ganzen Erdball in ein Flammenmeer verwandeln wird. So hat es zumindest der Sohn des Waisen aus dem 1954er Film errechnet.

Mittlerweile hat ein Wissenschaftler eine Technologie entwickelt, die dem Oxygen-Destroyer aus dem ersten Film nahe kommt – einen neuen zu bauen ist evtl. die einzige Chance gegen Godzilla, doch er möchte seine Erfindung nicht als Bombe nutzen. An der Stelle, an der Godzilla 1954 von jenem zur Strecke gebracht wurde, entdeckt man derweil einen prähistorischen Mikroorganismus, der komplett ohne Sauerstoff überleben kann. Bei Versuchen im Labor entkommt dieser allerdings und beginnt zu mutieren.

Während in Tokyo die daraus mutierten Monster bekämpft werden, wird die Super X3 geschickt, um Godzilla mit ihren Waffen einzufrieren. Dies setzt ihn zumindest für einige Stunden außer Gefecht. Doch nachdem er wieder auftaut, hat sich die Problematik in seinem Inneren verändert: Er wird nicht mehr explodieren, sondern einer Kernschmelze erliegen, die ebenfalls die Erde zerstören wird.

Godzilla Junior, mittlerweile fast zu einem erwachsenen Exemplar herangewachsen, taucht auf und Godzilla folgt ihm. Die Destoroyah-Monster vereinen sich zu einem riesigen Exemplar. Da dieses quasi ein lebendiger Oxygen-Destroyer ist, lautet der neue Plan Godzilla durch Junior zu ihm zu locken, damit er ihn besiegt.

Junior und Destoroyah liefern sich einen erbitterten Kampf, Junior siegt. Doch Destoroyah mutiert einfach zu einer noch stärkeren Form und bringt Junior um. Godzilla und Destoroyah liefern sich einen erbitterten Kampf, Super X3 greift ein, Destoroyah wird besiegt doch die Kernschmelze Godzillas beginnt. Durch die Freeze-Gun des Militärs kann die Radioaktivität allerdings auf Tokyo beschränkt werden, sie zieht sich sogar plötzlich ganz zurück – Junior hat sie absorbiert und lebt nun als vollwertiger Godzilla weiter.

Die Geschichte ist straff gestrickt, gut erdacht und weitestgehend in sich logisch. Aufgesetzte Charakter-Subplots, die nirgendwo hin führen, gibt es nicht, alle sind damit beschäftig einen Weg aus der nahenden Katastrophe zu finden. Charakterisierung findet nur statt, um zu erklären, warum sie mit dabei sind. Zudem werden Plotpoints und Charaktere vom 1954er Film und der kompletten Heisei-Ära aufgegriffen, um die ganze Timeline zu einem möglichst runden Schluss zu bringen. Cheese-Faktor gibt es gleich gar keinen, der Film ist komplett ernst und einer der düstersten der Serie.

Godzilla, den die letzten beiden Filme – nicht zuletzt auch durch seine Bindung an Junior – versucht haben in ein etwas besseres Licht zu rücken wird hier überraschend gut gehandhabt. Zum einen wirkt er so bedrohlich wie noch nie und letztendlich ist ja auch die Gefahr, die von ihm ausgeht noch nie größer gewesen. Gleichzeitig ist das aber nicht wirklich seine Schuld, erneut wie eine Naturkatastrophe ist er halt einfach unverschuldet, was er ist. Seine Bindung an Junior und der Tod der beiden werden auch sehr gut und mit viel Tragik eingebunden.

Ständig wird irgendwo gekämpft, gehen Dinge zu Bruch, kommt es zu Explosionen. An Action bekommt man also erneut viel geboten und die Special Effects haben eher selten einen Durchhänger. Godzillas Zerstörungstour direkt zu Beginn des Filmes, die fast Horrorfilm-esque Jagd auf die kleineren Destoroyah-Formen sowie die finalen Kämpfe sind wirklich gut gesetzte Film-Highlights. Das Design der verschiedenen Destoroyah-Formen ist Respekt einflößend, gleiches gilt für den neuen Godzilla Suit mit seinen rot glühenden Augen, Zacken und über den Körper verteilten Rissen.

Godzilla vs. Destoroyah ist ein fulminanter Abschluss der Heisei-Filme. Sogar der beste unter ihnen. Und einer der besten in der kompletten Serie.


5.4.10 03:30


#409: Godzilla Friday Special - Kaijuu Daikessen

Das beim AVGN zumindest kurz gezeigte Fighting-Game für SNES, Godzilla: Monster War, ist von Alfa System, von denen auch die PC-Engine-Version stammt. Und doch ist es ein ganz neues Spiel, bei weitem kein direkter Port.

Kein Intro. Schade, wäre eigentlich auch auf dem SNES möglich gewesen. An Spiel-Modi wurde zwar nicht gekürzt, aber da es eh nur zwei gab, wäre das auch sehr schlecht gewesen. Normal Mode, früher bekannt as Story Mode (nicht, dass es in Battle Legends wirklich Story gegeben hätte), ist komplett umgeändert. Anstatt nur Godzilla auswählen zu können und jedes Stage zwischen zwei vorgegebenen Monstern zu wählen, kann beliebig aus den 8 Monstern ein Spielercharakter gewählt werden. Anschließend dann auch der Gegner, letztendlich müssen eh alle 7 besiegt werden. Danach geht es gegen Mechagodzilla II bzw. Super Mechagodzilla oder sogar das Schlachtschiff Gotengo als Endgegner, je nachdem auf welchem Schwierigkeitsgrad man spielt und wie viele Punkte sich angesammelt haben.

Diese drei werden nach Besiegen auch für den Versus-Modus frei gespielt. Die normalen 8 sind es natürlich von vorneherein. Auch hier geht es nur 2 Spieler zur Sache, statt gegen den Computer spielen zu können. Aber dafür hat man ja im Prinzip jetzt den Normal Modus.

Die 8 vorhandenen Monster sind übrigens Godzilla, Anguirus, King Ghidorah, Gigan, Megalon, Mechagodzilla, Biollante (ja, jetzt spielbar) und Mothra (ja, endlich dabei). Also so ziemlich die üblichen Verdächtigen und ein paar weniger, als die 15 auf PC Engine.

Die Steuerung ist nun wesentlich besser. Immerhin werden alle 4 Buttons genutzt, was das Herausfinden der Moves vereinfacht. Sie dann auch konsequent zu machen ist dann wieder was anderes, aber ich rechne das jetzt einfach mal meiner Unfähigkeit bei 2D-Fightern zu. Zumal die Gegner-AI erneut sehr stark ist. Die Leiste, um Spezialattacken machen zu dürfen, muss sich diesmal übrigens erst auffüllen, was sie durchs Einstecken von Attacken tut. Zudem erhöht dies aber auch die konstant absinkende Stun-Leiste, sollte sie sich komplett füllen, kann das Monster kurzzeitig bewegungsunfähig gemacht werden. Also ein zweischneidiges Schwert mit den beiden Leisten. Im Gegenzug braucht man sie nur noch für einen Supermove, nicht alle stärkeren Specials.

Grafisch sehen Hintergründe wie Monstersprites natürlich ne Ecke detaillierter aus, dafür ist die Midi-Qualität des Soundtracks schlechter als wenn er von CD käme. Was leider etwas fehlt, ist die Extra-Meile, die man im Spiel fürs PC-Engine gegangen ist. Godzilla verändert das Aussehen nicht mehr je nach Gegner, und obwohl die Kampfarenen technisch besser ausschauen, stehen sie was Vielseitigkeit und Imagination angeht hinten an. Obwohl sie erneut denen aus den Filmen nachempfunden sind.

Von daher an Technik und Gameplay das bessere der beiden Spiele, nagt an einem halt trotzdem ständig der Gedanke, dass es überall ein wenig weniger ist und man sich beim PC-Engine-Spiel mehr… Mühe?... gegeben hat.


2.4.10 13:54


#405: Godzilla Monday - 1994

Ein neues Jahr, ein neuer Film.

Mittlerweile werden zwei Projekte vorangetrieben: Projekt T soll Godzilla via Telepathie unter Kontrolle bringen und sollte dies nicht klappen Projekt M ihn im neuen Mecha Moguera bekämpfen. Während die Gruppe von Projekt T auf einer Insel mit Baby Godzilla rum hüpft, befindet sich Spacegodzilla im Anflug auf die Erde und räumt den gegen ihn kämpfenden Moguera aus dem Weg.

Als Godzilla auf der Insel auftaucht, scheint Projekt T zunächst zu funktionieren, nachdem Spacegodzilla allerdings auf der Erde ankommt, verliert man die Kontrolle über ihn prompt wieder. Spacegodzilla und Godzilla kämpfen etwas, Spacegodzilla zieht sich zurück, Godzilla ebenso.

Die Entstehungstheorie zu Spacegodzilla ist wie folgend: Beim Kampf gegen Biollante und/oder Mothra sind Godzillazellen ins All gelangt, haben dort immer mehr Energie gesammelt, bis Spacegodzilla geboren war.

Spacegodzilla taucht in der Stadt auf, Godzilla kommt hinterher gestapft, der reparierte Moguera wird auch aus geschickt. Spacegodzilla scheint zunächst überlegen, da er sich immer wieder neue Energie aus dem Fukuoka Tower zieht. Godzilla und Moguera vereinen ihre Kräfte, der Tower fällt und über einen längeren weiteren Kampf letztendlich auch Spacegodzilla. Wobei Moguera allerdings ziemlich geschrotet wird.

Godzilla vs. Spacegodzilla ist erneut ein ganz solider Film, allerdings wie immer same old, same old.

Der Plot ist etwas dürftig, wie schon bei Mechagodzilla II läuft es sich weitestgehend tot bzw. auf der Stelle. Zudem gibt es einige Subplots, die irgendwie nirgendwo hin führen. Die ganze Inselepisode zu Beginn ist zum Großteil Padding. Genauso eine kurze Entführung des Female Leads durch die Yakuza. Baby Godzilla – mittlerweile arg gewachsen, aber im neuen Design trotzdem wesentlich niedlicher/jünger wirkend – wird zu Beginn auch ausreichend Screentime gegeben, macht letztendlich aber im ganzen Film nix und wird ziemlich schnell vom Plot vergessen. Mothra taucht auch kurz auf, tut letztendlich den ganzen Film aber nicht wirklich was. Der Subplot mit dem Veteran, der einen Freund an Godzilla verloren hat und sich zunächst dafür rächen will, dann letztendlich aber doch diesem hilft Spacegodzilla zu besiegen, läuft ebenfalls sehr unspektakulär am Rande mit, statt wirklich wichtig zu wirken. Gleiches gilt für die zwei notdürftig rein geschusterten Romanzen. Und auch hier sinnieren die Charaktere auf die letzten Minuten plötzlich aus dem Nichts darüber, dass Spacegodzilla eine Warnung gegen die Verschmutzung des Alls ist, ohne das dies je vorher erwähnt worden wäre.

Das alles wirkt insgesamt sehr halbherzig. Oder unfertig. Und das, obwohl man erneut über 100 Minuten zu füllen hat, letztendlich aber dadurch, dass so viel so kurz gehalten wird oder im Sande verläuft, zu einigen Längen führt.

Immerhin sind die Actionszenen weitestgehend cool, allerdings einige Special Effects zu Beginn dürftig. Und während Spacegodzilla am Boden ein recht ansehnliches Design hat, sieht er fliegend irgendwie doof aus. Moguera schaut auch etwas goofy und eher wie ein Mecha aus einem Showa-Film, denn der Heisei-Periode aus.


29.3.10 16:10


#402: Godzilla Friday Special - Bakutou Retsuden

Der AVGN hat sich darüber beklagt gehabt, dass in seiner Jugend keines der normalen Fighting Games erschienen ist, da die erst auf 3D-Konsolen waren und das SNES-Spiel in Japan blieb. Das stimmt so nicht, denn auf dem PC Engine kam ein entsprechendes Spiel sogar in den Westen.

Godzilla: Battle Legends bietet sowohl einen Versus- wie einen Story-Modus. Im Story-Modus (3 verschiedene Schwierigkeitsgrade wählbar) ist lediglich Godzilla steuerbar und man darf sich in jedem Stage zwischen zwei Schauplätzen/Monsterkämpfen entscheiden. Ist das Monster besiegt, geht es zum nächsten Stage, ohne das andere auch bekämpfen zu müssen. Spezialattacken kosten dabei natürlich mehr oder weniger viel einer entsprechende Leiste, die zu Beginn des Kampfes komplett gefüllt ist und sich auch nach und nach langsam wieder auflädt.

Versus ist dann ausschließlich 2 Spieler, gegen den Computer kann nicht gekämpft werden. Hier ist natürlich frei wählbar, welches Monster gesteuert wird, allerdings sind nur die frei geschaltet, die bereits im Story-Modus besiegt wurden.

Wer nun nach rechnet, kommt darauf, dass der Story-Modus also mindestens zwei Mal bestritten werden muss, um jedes Monster zu bekommen, da nur eines von zwei möglichen pro Stage bekämpft werden kann. Das stimmt nur nicht. Nach den 5 regulären Stages geht es nämlich im Finale gegen einen von maximal 6 Bossen. Zusätzlich werden diese nur anwählbar, je nachdem, wie viele Punkte man gesammelt hat. Wer also alle Monster haben will, muss 6 Mal durch die Story und auch zusätzlich dabei noch die nötigen Punkte gesammelt haben, um die Bosse auswählen zu können, die man noch nicht hat. Punkte werden nach jedem Kampf danach errechnet, wie gut man war, werden aber nicht übertragen – jedes neue Bestreiten des Story-Modus setzt wieder bei 0 an.

Schafft man es wirklich, alle Monster zu ergattern, besteht der Versus-Reigen aus 15 Stück: Godzilla, Anguirus, Rodan, Gigan, King Ghidorah (Showa), Hedorah, Megalon, Mechagodzilla (74), King Ghidorah (Heisei), Battra (Larve), Super X2, Mechagodzilla (75), Mecha King Ghidorah, Battra (Flug) und Super Mechagodzilla. Die letzten 5 davon sind die Bosse.

Ja, 3 Mal Ghidorah, Mechagodzilla und 2 Mal Battra, aber keine Mothra. Zusätzlich ist noch Biollante im Spiel (beide Formen), allerdings nur als Kampf im Story-Modus, nicht anschließend auch in Versus.

Was man den Machern lassen muss ist, dass sie wirklich viel Liebe zum Detail bewiesen haben. So wird jedes Monster in einem Schauplatz bekämpft, in denen sie Godzilla auch in den Filmen gegenüberstanden (Anguirus in Osaka, King Ghidorah mit Jupiter im Hintergrund etc.). Selbst der Sprite Godzillas ändert sich leicht ab, um sein Aussehen im entsprechend Film wiederzuspiegeln! Und bei Kämpfen, wo es im Film Unterstützung gab, wie z.B. gegen Gigan, sieht man auch hier im Hintergrund Anguirus gegen King Ghidorah kämpfen.

Soweit, so gut. Mein Hauptproblem mit dem Spiel ist leider das Kontrollschema. Das PC Engine hat nur 2 Buttons. Button I zum Springen, Button II zum Angreifen. Jegliche Moves bestehen entsprechend aus mehr oder weniger komplizierten Steuerkreuz-Bewegungen in Kombination mit einem der beiden. Ich habe zumindest so meinen Krampf damit, irgendwas gezielt auszuführen, selbst nach Übung. Kann natürlich auch daran liegen, dass ich in 2D-Fightern eh eine Niete bin. Aber es „richtig“ zu spielen hat mich selbst auf Easy grundsätzlich ins Grab befördert, lediglich mit wildem Button-Mashing und der Hoffnung so irgendwie eine coole Attacke hinzubekommen und möglichst auch nah genug am Gegner zu sein, damit diese trifft, konnte ich halbwegs Fortschritt im Spiel machen. Und das macht keinen Spaß. Zumindest nicht auf Dauer. Führt natürlich auch dazu, dass ich nie genug Punkte zusammen hatte, um mehr als Super X2 im Finale gegenüberzutreten.


26.3.10 10:21


#400: Godzilla Monday - 1993

Weiter geht's mit Godzilla vs. Mechagodzilla II. Anscheinen muss es in jeder Staffel einen Film mit diesem Namen geben.

Die Überreste von Mecha King Ghidorah werden geborgen, um die Technologie zur Entwicklung einer neuen Waffe gegen Godzilla zu nutzen. Zuerst wird Garuda entwickelt und darauf aufbauend dann der wesentlich stärkere Mechagodzilla, der Garuda unnütz macht.

Währenddessen finden Wissenschaftler zwei Sauriereier auf einer Insel, eines davon bereits geschlüpft zu Rodan. Godzilla taucht auf und die beiden liefern sich einen Kampf, bei dem Godzilla gewinnt. Die Wissenschaftler machen sich derweilen mit dem anderen Ei aus dem Staub. Aus diesem schlüpft ein Baby Godzilla, der nun auf eine der Wissenschaftlerinnen geprägt ist.

Godzilla taucht erneut auf und stapft Richtung Kyoto, wo sich Baby G befindet. Mechagodzilla stellt ihn und schießt Godzilla zunächst in Grund und Boden, da seine Speziallegierung dessen Atomic Beam unschädlich macht. Letztendlich gewinnt Godzilla aber doch und stapft durch Kyoto. Baby G wurde mittlerweile allerdings abgeschirmt und so verschwindet er wieder.

Der Entwickler Garudas kommt derweil auf die Idee, diesen mit Mechagodzilla koppeln zu können. Zudem wurde herausgefunden, dass Godzilla ein zweites Hirn im Arsch hat (no, really). Godzilla soll mit Baby G als Lockmittel zu einer verlassen Inselgruppe geführt werden. Doch Rodan taucht wieder auf und entführt Baby G, um ihn zu retten. Mechagodzilla besiegt Rodan. Godzilla taucht auf. Mechagodzilla und Garuda werden zu Super Mechagodzilla, der erneut die Oberhand hat und Godzillas Schwachstelle, sein zweites Hirn, attackiert. Baby G schreit, Rodan wird davon aufgeweckt und opfert seine letzte Lebensenergie, um Godzilla zu heilen. Godzilla macht Super Mechagodzilla fertig und verschwindet mit Baby G gen Sonnenuntergang.


Hmmm… ja… ich glaub das größte Problem bei Godzilla vs. Mechagodzilla II ist, dass er einfach mittlerweile schon der fünfte Heisei-Film ist. Die tun sich zwar alle qualitativ nicht viel, aber hauptsächlich dadurch, dass sie vom Aufbau her sehr ähnlich sind. Und das wird nach einigen Filmen einfach etwas arg samey. Mechagodilla II auf sich allein gestellt ist nicht wirklich langweiliger als die Vorgänger, aber eben mittlerweile schon der fünfte Film nach bekanntem Muster. Von daher durchaus noch sehenswert, aber so langsam könnte sich auch mal was am Konzept ändern.

Es ist auf jeden Fall bisher der Film mit dem dünnsten Plot. Weitestgehend wirkt es fast so, als gäbe es gar keinen. Die Moral möchte diesmal sein, dass auch Godzilla ein Recht zu leben hat und ob es wirklich nötig ist, ihn überhaupt zu bekämpfen. Das wird aber nur sehr aufgesetzt ganz zu Ende des Filmes eingeworfen, wenn plötzlich alle Charaktere aus dem Nichts anfangen, darüber zu sinnieren. Abgesehen davon, dass es Blödsinn ist. Natürlich bekämpft man einen Riesensaurier, wenn der jährlich Japans Metropolen kaputt schlägt (zugegebenermaßen tut er es in diesem Film allerdings nur, um zu Baby G zu kommen). Gut gemacht ist allerdings, dass man tatsächlich etwas Mitleid mit Godzilla bekommt, wenn er von Mechagodzilla wirklich nach Strich und Faden verhauen wird.

So schlimm ist ein dürftiger Plot in einem Giant Monster Flick dann aber auch wieder nicht, solange die Aciton stimmt. Und das tut sie. Zumindest meistens. Die Kämpfe zwischen Godzilla und Mechagodzilla sind wirklich cool, die gegen Rodan haben allerdings das gleiche Problem, wie die gegen Mothra: Fliegendes Monster agiert eher schlecht mit Bodenmonster.

Und zwar ist mir Baby Godzilla relativ egal, doch immerhin nervt es im Gegensatz zu Showas Minilla auch nicht wirklich, ist vom Design her sogar ganz niedlich.


22.3.10 06:13


#397: Godzilla Friday Special - Kaijuu Oh

So, wir spielen demnächst auch mal ein paar Godzilla-Games. Natürlich nicht alle, „Godzilla“ bei GameFAQs eingegeben spuckt schon eine viel zu lange Liste aus und das setzt voraus, dass diese komplett ist und nicht irgendein obskures Japan-Release fehlt. Ich spiele nur 5. Darunter nicht die, die der AVGN verrissen hat, mit denen muss ich mich nicht auch noch quälen. Sondern welche, die sogar interessant aussehen.

Den Anfang macht der GameBoy, allerdings nicht der vom AVGN gezeigte Port des MSX-Puzzel-Games in SD. Obwohl ich zugeben muss, dass dies auch ganz unterhaltsam aussah. Ich meine das Japan only Release King of the Monsters: Godzilla.

Hier haben wir es mit einem reinrassigen Action-Game zu tun, der Marke Sidescrolling. Der überhaupt nicht SD-isierte Godzilla stampft von links nach recht durch 5 Stages und wird dabei sowohl vom Militär wie auch in regelmäßigen Abständen von Monstern angegriffen.

Drei Angriffe gibt es dabei: Pranke, Schwanz und Beam. Der Beam nagt allerdings an der Lebensleiste. Die sich praktischerweise bei Stillstand langsam wieder füllt, genau wie nach Monsterkämpfen. Das macht den großen Teil der Stages recht einfach. Militär ist schnell ausgeschaltet und da sie nicht endlos respawnen und es auch kein Autoscrolling gibt, muss man, wenn man angeschlagen ist, also nur ne Weile rum stehen, um wieder aufgefüllt zu werden.

Mehr Köpfchen verlangen da schon die Kämpfe gegen die ungleich stärkeren anderen Monster. Hier geht es darum die Attack-Patterns zu beobachten, um zu sehen wann eine gute Zeit zum Angriff ist und wann sich eine Möglichkeit bietet fürs HP-Aufladen zu verschnaufen. Ein wenig Finesse kommt nämlich noch zusätzlich hinein, da nach links drücken Godzilla blocken lässt, was zumindest den genommen Schaden vermindert. Zudem zerstört sein Atomic-Breath viele Distanzangriffe der Gegner. Und in der Vertikalen kann sich Godzilla etwas nach oben und unten bewegen.

Minimalistisch wie das ist, führt es zu einem echt unglaublich launigen Spiel. Stages sind weder zu lang noch zu kurz, alle thematisch unterschiedlich und in jedem gibt es mehrere Monster aus den Filmen zu besiegen. Dadurch werden so einige untergebracht. Alleine im Raffinerie/Monster Island Stage kämpft man gegen 3 Riesenheuschrecken, Spigar, Gabara, Manda, Hedorah (Flug) und Hedorah (Final). Im ersten Stage der Marke Wasser/Stadt-Hybrid gegen Ebirah, 2 Mal Battra (Larve), Mothra (Larve), Battra (Flug) und Mothra (Flug).

Es werden also so einige Monster untergebracht, mit ihren Markenattacken versehen, in thematisch zu ihnen passenden Stages und zusätzlich sehen sie für GB-Verhältnisse sogar noch cool aus. Wenn ich mich nicht täusche, müssten sogar alle Monster aus allen Godzilla-Movies bis einschließlich 93 drin sein. Ich mein, wenn man schon Gabara rein nimmt…

Spielempfehlung! Sowas von!


19.3.10 00:34


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung