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Gojira

#482: Mothra Monday - 1998

King Ghidorah taucht auf! Yay! Er ist der Grund, warum die Dinosaurier verschwunden sind. O-kay…? Und nun macht er eins auf Rattenfänger von Hameln und entführt alle Kinder Japans. O-kay…? Da wir in einem Kinderfilm sind, frisst er sie natürlich nicht einfach, sondern zappt sie nur unter eine Kuppel. Um sie später zu fressen. Oder ihnen ihre Energie zu entziehen. Oder so was, denke ich mal.

Ach ja, und Belvera hat ein Drittel vom Triforce gestohlen, dummerweise nicht ihres, sondern eines der anderen zwei Elias. Die rufen Rainbow Mothra, damit sie gegen King Ghidorah kämpft, den das aber nicht weiter juckt. Ach und ein Junge, Shota, dessen beiden Geschwister unter der Kuppel sind, springt auch dabei rum. Und deren Eltern suchen sie. Und Lola, eine der Elias, bekommt von King Ghidorah eine Gehirnwäsche. Ihre Schwester Moll schickt Mothra zurück zur Zeit der Dinosaurier, weil King Ghidorah nur in seiner dortigen Form besiegt werden kann. Da sie die Hilfe ihrer Schwester nicht hat, verwandelt sie sich danach in Kristall.

Im Zeitalter der schlechten Spielzeugdinos kämpfen Mothra und King Ghidorah etwas, Mothra scheint zu unterliegen. Shota hat mittlerweile Lola gefunden und mit Hilfe von Belvera wieder gut gemacht, also kann sie ihre Energie durch Raum und Zeit zappen, damit Mothra doch gewinnt – in dem sie King Ghidorah in einen Vulkan wirft. Wow. Die Kuppel und der heutige King Ghidorah verschwinden. Allgemeiner Jubel.

Jetzt sind wir bei 75 Minuten. Der Film geht aber die üblichen 100. Also taucht King Ghidorah einfach wieder auf, der Spielverderber. Rainbow Mothra in der Vergangenheit wird von prähistorischen Mothra-Larven eingesponnen, was dazu führt, dass sie in unsrer heutigen Zeit als Eternal Mothra wieder auftauchen kann. Spätestens hier sollte man aufhören zu Zählen, wie viele unerklärte Kräfte sich der Film noch aus dem Arsch ziehen wird, damit der Plot weiter funktioniert. Mothra und King Ghidorah kämpfen, King Ghidorah wird besiegt und bleibt diesmal auch weg, Belvera und Lola erwecken mit dem Triforce Moll wieder zum Leben, die Familie ist wieder vereint und das war's.

Mit Mothra 3: King Ghidorah Attacks geht die Serie nun also zu Ende. Und immerhin ist das der beste der drei Filme, wenn auch immer noch ein recht großes „Meh“. Erneut ist er zu lang, was er erzählt könnte in 75 Minuten über die Bühne gebracht werden, dauert aber 100 und fühlt sich an wie 150. Diesmal gibt es immerhin mehr Action als im Vorgänger, auch etwas mehr als im auf Abenteuer und Entdeckung ausgelegten zweiten Film, aber irgendwie wirken die Action-Shots in der Trilogie nie sonderlich spektakulär. Das Hauptkind der Story nervt diesmal immerhin nicht so viel, da er etwas älter als üblich ist und auch vor nicht funktionierendem Witz bleiben wir weitestgehend verschont. Eternal Mothra sieht gut aus, der prähistorische King Ghidorah noch mehr, dafür ist der der Gegenwart etwas klobig.


21.6.10 00:13


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#475: Mothra Monday - 1997

Mosura ya Mosura, Dongankasa kuyan indo muu, Rusuto riadoaa hamba hamba muyan randa bangu radan tounjukanra, kasakuyumne.

Auch der zweite Film vermittelt eine starke Umweltbotschaft. Indem er nämlich die dümmsten, nervigsten Kinder zu Hauptcharakteren macht (sonderlich hübsch sind sie übrigens auch nicht), scheint eine Sterilisation plötzlich eine ziemlich gute Option zu sein. Und wer keine Kinder mehr zeugt, hilft gegen die Überbevölkerung. Ach ja, außerdem zeigt er, dass es vielleicht nicht so toll ist, das Meer zuzumüllen, da sich dadurch nämlich eine enorme Population von Seesternen verbreitet, die Leuten das Gesicht weg ätzen.

Die Kinder finden auf jeden Fall ein Furby, hinter dem auch Belvera her ist, was kein gutes Zeichen sein kann. Das Vieh lotst sie dann auch zu den Ruinen einer versunkenen Zivilisation. Ein paar hundert Meter vor der Küste Okinawas, von der Wasseroberfläche aus sichtbar. Japaner müssen blind sein. Oder sie schauen wegen der ganzen Wasserverschmutzung ungern hin. Muss die Wal- und Delfinjagd echt erschweren. Die Tempelpyramide taucht wieder aus dem Wasser aus, allerdings auch das Monster Dagahra. Eigentlich ist es dazu da, Wasserverschmutzung zu fressen, was ja ganz praktisch wäre, doch leider ist es auch der Grund für die Seesterne. Und das es auf Stadtzerstörungstour geht ist auch nicht so prickelnd.

Die Elias rufen Leo Mothra her, die mit Dagahra kämpft, während die Kinder in der Pyramide nach dem Schatz suchen und sich ein Versteckspiel mit zwei Bösewichten liefern, die ihnen das Fury abluchsen wollen, um es Hasbro zu verkaufen und reich zu werden. Dagahra hat allerdings einen Vorteil, im Gegensatz zu Leo Mothra kann er tauchen und so scheint er zu gewinnen.

Währenddessen gelangen die Kids in die Schatzkammer, wo die Prinzessin auf sie wartet und fragt, was sie denn wollen. Die Elias bitten um die Rettung des Planeten vor Dagahra, Elvera für die Rettung des Planeten vor der Menschheit. Sie scheint allerdings Elvera auf Ignorelist zu haben, denn wirklich Beachtung schenkt ihr mal wieder keiner. Die Prinzessin eröffnet den Kids, dass das Furby der Schatz ist, die bringen es zur halbtoten Leo Mothra, die dadurch zu Rainbow Mothra wird. Zusätzlich kann sie sich nun auch in Aqua Mothra transformieren und so Dagahra besiegen, der zusammen mit dem Tempel wieder versinkt.

Mothra 2: The Undersea Battle ist nur unwesentlich besser, als der schwache Vorgänger. Erneut ist's halt nur ein ziemlich lahmer und kitschiger Kinderfilm. Wobei es wohl ganz nett ist, dass er diesen immerhin mit dem Zaunpfahl ein Umweltbewusstsein einzutrichtern versucht. Zudem ist er zumindest ein bisschen interessanter, auch wenn er immer noch viel zu lang für das braucht, was er tut und die Charaktere sogar noch nerviger und die Witze noch dümmer sind. Auch das Design von Dagahra ist ziemlich dämlich, dafür das von Aqua Mothra ganz nett (Rainbow Mothra hingegen sieht im Prinzip aus wie Leo nur mit mehr Farben im Flügelmuster).


14.6.10 03:12


#468: Mothra Monday - 1996

Mothra ist eines der beliebtesten Toho-Monster, weswegen sie nach ihrem 1961er-Film auch in so vielen Godzilla-Filmen eingebunden wurde. Und während dieser zwischen der Heisei- und Millennium-Ära 3 Jahre Pause machte, nutzte Toho diese, um eine neue Mothra-Trilogie zu starten.

Während er auf Hokkaido gerade die Wälder abholzt, stößt ein Bautrupp auf ein seltsames Artefakt. Der Bauleiter steckt das Amulett einfach in seine eigene Tasche und schenkt es seiner Tochter. Seltsam. Das bringt eine kleine Mini-Japanerin auf den Plan, die auf einem Minidrachen reitet und es stehlen will. Fairy Mothra und ihre zwei Minis tauchen auf, um sie aufzuhalten, schaffen es aber nicht.

Belvera, die böse Mini, fliegt damit zur Ausgrabungsstätte und erweckt Desghidorah (Death-Ghidorah?). Die beiden guten Minis sind mit der ganzen Menschenfamilie hinterher gereist, kommen aber zu spät. Sie erklären noch schnell, dass Desghidorah vor Ewigkeiten aus dem All kam, den Mars unbewohnbar machte und anschließend der Erde die Lebensenergie aussaugen wollte, aber von Mothra besiegt und versiegelt wurde. Mothra taucht auf und kämpft mit Desghidorah. Es entbrennt ein langer Kampf, bei dem die Minis ungefähr alle 5 Minuten geschockt schreien, dass Mothra stirbt, diese nach einem Rückschlag aber doch weiter Desghidorah angreift. Nachdem sie das ungefähr zum hundertsten Mal tun, schlüpft eine Larve aus dem zurückgebliebenen Mothra-Ei und mischt sich im Kampf ein.

Letztendlich können sie Desghidorah nicht besiegen, ziehen sich zurück und die ursprüngliche Mothra verreckt endlich. Die Larve macht sich auf zum verpuppen, da sie aber sehr hohe Ansprüche an den Wohnungsmarkt stellt, dauert es ne Weile, bis sie den passenden 10.000 Jahre alten Baum gefunden hat. Mothra Leo schlüpft und besiegt Desghidorah.


Nachdem die Monster nun aus dem Weg sind, erinnert sich der Film noch schnell dran, dass er ja die erste halbe Stunde so sehr auf einer Umweltbotschaft rum geritten ist, den er über Desghidorah total vergessen hat, und hält es für angebracht, diese noch mal mit dem Zaunpfahl herauszuholen. Die Familie steht im zerstörten Wald und hat einen „Was haben wir nur getan“-Moment, obwohl es ja eigentlich Desghidorah war, der den ganzen Wald mit seinen Angriffen abgefackelt hat. Die Kinder wollen Belvera bestrafen, doch die beiden anderen Minis halten sie davon ab und lassen Belvera entkommen, da sie ihre Schwester ist. Und wer hat schon nicht einen kleinen Unruhestifter in der Familie. Die beiden brauchen dringend mal einen Reality Check, kleiner Unruhestifter ist gut, das Weib hätte beinahe den Planeten zerstört.

Den ersten Film der Trilogie, einfach nur Mothra genannt, mag ich nicht sonderlich. Denn er ist ein Kinderfilm und mehr nicht. Keine Familienunterhaltung, sondern wirklich nur Kitsch für Kinder. Liegt wohl daran, dass Mothra hauptsächlich beim jungen und weiblichen Publikum so beliebt ist. Schade, denn der 1961er Film hatte mir sehr gut gefallen.

Zudem ist der Film für das, was er ist, viel zu lang. 105 Minuten, wenn es 75 auch getan und einen besseren – wenn auch noch immer keinen guten – Film gemacht hätten. Der Anfang, bis Desghidorah auftaucht, dauert zu lang. Der Kampf gegen ihn auch, da er wie gesagt nur ein ständiges Mothra niederschlagen, „Oh Gott, sie stirbt“ stöhnen, und dann doch wieder Stehaufmännchen machen ist. Und wenn Mothra dann doch endlich tot ist, muss sich die Larve nur noch schnell verwandeln und ihn besiegen. Jeder dieser drei Teile sollte nicht wirklich über 30 Minuten in Anspruch nehmen, wie sie hier gezogen werden. Aufgefüllt wird's mit Moral per Zaunpfahl gegen Umweltverschmutzung, Kapitalismus und für Familienzusammengehörigkeit. Denn die sich zankenden beiden Kinder und Eltern dürfen auch überall unnütz dabei stehen, alle 10 Minuten mal dumm in die Kamera schauen und sich am Ende schön vertragen.


7.6.10 10:27


#458: Godzilla Friday Special - Unleashed

Kommen wir nun also zum Ende der Godzilla-Wochen, nach 29 Filmen und ein paar Specials. Am Ende der langen Reise steht das 2007er Fighting Game Godzilla: Unleashed. Für Wii, wobei es auch eine PS2-Version gibt, die für die Wii aber wesentlich billiger zu haben war, was so ziemlich der einzige Grund ist, warum ich die vorgezogen haben.

Viele taten es allerdings auch, weil die Wii schlichtweg mehr Monster hat. 26 auf der Wii gegen 20 auf der PS2. Beide haben Angiuirus, Baragon, Rodan, Godzilla 2000, Godzilla 90s, Mothra, Jet Jaguar, Mechagodzilla 2, Kiryu, Moguera, Mecha King Ghidorah, King Ghidorah, Gigan, Megalon, Orga, Destoroyah, Megaguirus, Spacegodzilla und Obsidius (Schöpfung extra für das Spiel). Die Wii-Version hat zusätzlich noch Godzilla 1954, King Caesar, Varan, Mechagodzilla, Biollante, Titanosaurus und Krystalak (ebenfalls fürs Spiel erfunden). Der einzige PS2 Exclusive ist Battra.

Das ist immerhin eine beachtliche Anzahl an Monster, zumal abgesehen von 3 x Godzilla und Mechagodzilla auch keines mehrmals in unterschiedlichen Formen untergebracht ist. Nicht mal Mothra nimmt zwei Plätze ein, sondern startet als Larve und kann im Kampf jederzeit zur Motte gewandelt werden. Zudem haben alle unterschiedliche Moves und Statuswerte zu bieten. Dafür gibt es dann aber leider nur 9 Kampfarenen, hier hat man also etwas gespart.

Hauptstück des Spieles ist erneut ein Storymodus. Auf der Erde tauchen plötzlich überall Kristalle auf, die Naturkatastrophen auslösen und den Monstern besondere Kräfte verleihen. Gleichzeitig greifen Aliens die Erde an, um sie zu übernehmen. Die Angelegenheit geht über 20 Tage a 1 Kampf und die Besonderheit ist, dass sich der Blickwinkel der Story ändert, je nachdem, welche Fraktion man spielt. Die Monster werden nämlich in 4 davon einkategorisiert: Earth Defenders (verteidigen die Erde vor anderen Monstern, geben aber nicht zwangsläufig auch was auf die Menschen), Global Defense Force (Verteidigen die Menschheit vor anderen Monstern), Aliens (die von den Alien-Invasoren kontrollierten Monster) und die Mutanten (helfen niemanden, wollen nur zerstören). Godzilla wäre also ein typisches Beispiel der Earth Defenders, Kiryu der GDF, Gigan der Aliens und Destoroyah der Mutanten. Wie gesagt ändert sich Story/Blickwinkel je nach Fraktion, zu der das gewählte Monster gehört, genau wie das Ende des Spieles. In den 20 Kämpfen können dabei bis zu 4 Monster der verschiedensten Fraktionen beteiligt sein, die sich gegenseitig bekämpfen oder helfen. Zudem ist auch das Erdenmilitär in den (zerstörbaren) Städten vertreten und beschießt die Monster etwas, was grundsätzlich nicht wesentlich juckt, solange es nicht der nervige Gefrierstrahl ist. Die Kristalle, die in den Arenen auftauchen, sind übrigens zerstörbar und geben nebst Health- und Beamleistenboosts auch noch die Möglichkeit, sobald man genug von ihnen zerstört hat, in den Critical Mass Zustand überzugehen. Die Monster sehen dann im Prinzip aus wie Godzilla in Destoroyah: Größer und voller roter Risse, nebst ordentlich Damage-Boost.


Neben dem Story-Modus gibt es natürlich das übliche Training, um die verschiedenen Monster auszuprobieren und ein umfangreicher Multiplayer. Hier können erneut bis zu 4 Monster gegeneinander antreten und eine Vielzahl von Siegesbedingungen festgelegt werden: Normales VS, wer am Ende als einziger stehen bleibt oder auch wer am meisten Punkte über verschiedenen Kriterien (am meisten KOs, häufigste Knock Downs, am meisten Gebäude zerstört) gesammelt hat.

Was zu Beginn allerdings schnell auffällt ist, dass fast keine Monster und Arenen frei geschaltet sind. Alles muss über Punkte, die man hauptsächlich im Storymodus und eher marginal in den anderen gesammelt bekommt, gekauft werden. Und die vielen Monster und Arenen können echt teuer werden. Zudem sind noch Artworks, Trailer und Hints kaufbar. Hints dahingehend, weil ein paar der Monster (und eine Arena) erst über kryptische Aktionen in den Stages des Storymodus frei geschaltet werden müssen, bevor sie überhaupt im Shop kaufbar sind. Statt sich mit dem ganzen Unlocking-Mist zu beschäftigen sollte man lieber gleich den eingebauten Cheat aktivieren, der einem all das direkt auf einen Schlag gibt. So hab ich es zumindest gemacht.

Ein anderes, und das viel größere Problem, sind die Motion Controls. Ich habe zwar eine Wii, aber grundsätzlich bin ich kein großer Fan von ihnen. Zum einen sind sie, egal wie gut sie gemacht sind, immer ein wenig ungenau und verzögert, was Spiele mit einem etwas gesengtem Schwierigkeitsgrad und langsameren/wenigeren Gegnern kompensieren müssen – so was wie ein Ninja Gaiden Black wäre mit Motion Controls undenkbar. Abgesehen davon wird es auf Dauer halt auch einfach anstrengend, wenn man ein Spiel für mehrere Stunden am Stück spielen will, aber dabei ständig durch die Gegend fuchtelt. Nun gibt es Spiele, bei denen das Kontrollschema durchaus funktioniert, wie z.B. Endless Ocean, da man kaum „fuchteln“ muss, oder Dragon Quest Swords, weil kurzweilig und komplett um Motion Controls herum gebaut, selbst bei Madworld als Action-Game funktionieren sie erstaunlich gut, weil es eben mit einen kleinen Move-Set und langsameren und weniger Gegner auf einmal gegenüber Sachen wie God of War oder Devil May Cry dafür kompensiert.

Ein Genre, bei denen Motion Controls aber grundsätzlich extrem unangebracht sind, sind eben Fighting Games. Und obwohl es auch eine PS2-Version gibt, hielt man es bei Godzilla: Unleashed nicht für angebracht, optional den Classic Controller zu bedienen. Stattdessen wird es ausschließlich über Wiimote + Nunchuck gesteuert. A ist ein schwacher Schlag, B ein schwacher Tritt, Z ist verteidigen und C eine Beamattacke. Jede starke Attacke und Kombos werden über das Rumfuchteln von Wiimote und/oder Nunchuk mit verschiedenen Buttonkombinationen und Richtungsgeschwenke ausgelöst. Springen ist den Nunchuck auf und ab zu schwenken. Das ist anstrengend und furchtbar unintuitiv. Dazu kommt noch, dass Unleashed was die Registrierung angeht besonders Wischiwaschi zu sein scheint und man so eigentlich sowieso wie ein Blöder Fuchteln und dabei Buttonmashing machen kann, da was auf dem Bildschirm passiert häufig nicht das zu sein scheint, was man dachte nun korrekt Gefuchtelt zu haben. Kompensieren tut das Spiel das mit verschieden einstellbaren Schwierigkeitsgraden und der Tatsache, dass das Gameplay so langsam und zähflüssig ist, dass man sich wie unter Wasser vorkommt. Klar mögen Riesenmonster etwas behäbiger sein als die Leutz in einem Dead or Alive, aber Unleashed übertreibt es echt.

Was also durchaus ein spaßiges Spiel sein könnte, wird zumindest für mich durchgehend durch die extreme Langsamkeit und das total in die Hose gegangene Kontrollschema kaputt gemacht. Lieber auf die 6 exklusiven Monster verzichten und zur PS2-Version greifen.


28.5.10 02:25


#454: Godzilla Monday - 2004

Nachdem das Interesse an Godzilla wieder stark zu sinken begann, beschloss man bei Toho die Millennium-Ära zu beenden und voraussichtlich frühestens zum 60-jährigen Jubiläum erneut einen Film zu machen. Doch nicht, bevor man im letzten Film, da er genau zum 50-Jährigen erschien, noch mal mit einem ordentlichen Spektakel gefeiert hat.

Umweltverschmutzung und Krieg haben so einige Riesenmonster hervor gebracht, die die Menschheit mehr oder weniger regelmäßig terrorisieren. Um sie zu bekämpfen wurde die EDF, Earth Defense Force, gebildet, bestehend aus dem besten technischem Know How und Mutanten als Supersoldaten.

Gerade wurde ein 12.000 Jahre altes Monster, das nicht irdischen Ursprungs ist, entdeckt. Genannt hat man es Gigan und anscheinend hat es das M-Gen, das auch die Mutanten in sich tragen. Mothras Elfen erzählen auch gleich, dass diese vor vielen tausend Jahren gegen ihn gekämpft und gewonnen hat. Da tauchen plötzlich rund um die Welt viele Monster gleichzeitig auf. Und werden auch schon wieder weg gezapt. Von Aliens des Planeten X, wie sich heraus stellt. Sie wollen der Menschheit helfen, da ein Planet auf Kollisionskurs mit der Erde ist.


Letztendlich finden Ozaki von der EDF und die Wissenschaftlerin Miyuki raus, dass die evil looking Aliens evil sind und Führungspersönlichkeiten ausgetauscht haben. Als sie diese damit konfrontieren, zeigen die ihr wahres Gesicht: Sie legen mit den Monstern und ihren Raumschiffen die Erde kurzerhand in Schutt und Asche und die Menschheit darf sich ab nun als Schlachtvieh ansehen.

Doch eine kleine Widerstandgruppe Gallier sind noch übrig, genau wie ein Kriegsschiff, die Gotenga. Mit der machen sie sich auf den Weg zum Südpol, wo Godzilla eingefroren wurde, und erwecken ihn. Der macht sich dann auch auf den Weg nach Tokyo, während er sich durch eine Reihe von Monster, die der Alienoberfutzi auf ihn hetzt, kämpft.

In Tokyo angekommen stellt sich Monster X und ein verbesserter Gigan zum Kampf mit Godzilla und Mothra. Die Gotenga dringt derweil ins Mutterschiff der Aliens ein. Gigan und Mothra werden ausgeschaltet. Ozaki und Crew werden vor den Alienfutzi gezerrt, der ihm offenbart, dass er besondere Kräfte hat. Die lässt Ozaki dann auch frei, um ihn zu besiegen. Godzilla hat derweil Monster X besiegt, der zu Kaiser Ghidorah wird, welcher dann auch noch besiegt werden muss.

Doch da Godzilla bekanntlich kein Freund der Kriegstreibenden Menschheit ist, geht er nach dem Sieg selbst auch auf Zerstörungstour. Minilla taucht auf, beruhigt ihn und die beiden entschwinden gen Sonnenuntergang.

Holy Guacamole! Ich habe einen neuen Lieblings-Godzillafilm. Final Wars ist einfach 2 Stunden purer Spaß. Story und Charaktere sind erneut nur dazu da, um stage setting für das ganze Spektakel zu betreiben. Stattdessen wird auf Action gesetzt, big time. Ständig kämpft jemand, explodiert was, zerstört ein Monster eine Stadt, oder kämpft gegen ein anderes. Alles schnell geschnitten und mit cooler Mucke unterlegt. Der ganze Film hat was von einem langen Musikvideo. Und bedient sich vom Stil und Optik her stark an Anime bzw. an ähnlich inspirierte Filme, ein wenig Matrix hier, ein bisschen Advent Children da, noch etwas Casshern dazu und oben drauf Monster. Durchschütteln, fertig.

Alles ist schnell, stylish, cool, spektakulär, laut, hektisch, coole Outfits und Gepose, am Ende kann man sich kaum noch dran erinnern, was noch mal genau am Anfang los war, so viel passiert so schnell – eben ganz Style over Substance. Und das ist hier mal nichts schlechtes, immerhin ist das ein Godzilla Film, kein Citizen Kane. Unterhaltungswert ist erst Mal vorrangig am Wichtigsten und unterhalten tut der Film verdammt gut. Wer braucht schon eine durchschnittliche Story und langweilige Charaktere, die einem 70 von 100 Minuten anderer Godzilla-Filme vorgekaut werden, wenn man stattdessen auch gleich 120 Minuten ein Nonsens-Spektakel geboten bekommen kann, das einfach durchgängig gut unterhält und einem keine Zeit zum Verschnaufen lässt. Und so überzeichnet witzig-unterhaltsame Charaktere durch die Gegend hopsen wie Gordon oder der Xilian Leader, bei deren Schauspiel man sich ein breites Grinsen nicht verkneifen können wird. Substanz ist bei Godzillafilmen halt einfach von vorneherein kein Reißer und nach fast 30 Filmen zusätzlich ordentlich ausgelutscht, da kann man dem Ganzen wenigstens ordentlich unterhaltsamen Style aufdrücken. Und das sage ich als einer, der die ernsteren Filme wie Godzilla 54, Godzilla 85, Destoroyah etc. durchaus vielen der seichteren Filme vorzieht, da die bisher häufig eher dämlich denn unterhaltsam waren.


Neben viel Kampfchoreographie bei den menschlichen Akteuren und Explosionen en masse, werden auch so viele Monster wie seit den Showa-Riesenbrawls nicht mehr zu sehen waren geboten: Godzilla und Mothra kennt man ja schon, doch dazu gesellen sich zum ersten Mal seit langer Zeit neu designte Ghidorah, Monster X, Gigan x 2, Rodan, Anguirus, Manda, King Caesar, Hedorah, Ebirah, Kamacuras, Spigar, sogar Minilla und Zilla. Plus ein Schnelldurchlauf an Stock Footage bei der anfänglichen Erklärung der EDF und ihrem Kampf gegen Riesenmonster. Kein Wunder, dass der Film der teuerste aller Godzillafilme ist.

Im Prinzip muss man sich nur den Trailer zum Film anschauen. So gut hat nämlich noch keiner gepasst – Final Wars ist genau wie der Trailer, nur 120 Minuten statt Sekunden lang. Mad fun. Und weil's so schön ist, noch mehr Screenshots. Und noch ein paar.
24.5.10 17:30


#447: Godzilla Monday - 2003

Mit Godzilla: Tokyo S.O.S liegt nun das bisher erste direkte Sequel zu einem anderen Millennium-Film vor, da er genau ein Jahr nach Godzilla against Mechagodzilla angesiedelt ist.

Zuerst tauchen einmal die Minifeen auf, die erklären, dass es wichtig ist, Godzillas Skelett, aus dem Kiryu gebaut wurde, wieder im Meer zu versenken, wo es hingehört. Sollte Godzilla auftauchen, wird sich Mothra schon drum kümmern. Da Kiryu die bisher einige Waffe ist, die erfolgreich gegen Godzilla war, und Mothra 1961 Teile Tokyos zerstört hat, lässt man sich natürlich nicht wirklich auf den Handel ein.

Derweil ist der Großteil der Reparaturarbeiten an Kiryu abgeschlossen. Godzilla zeigt gutes Timing, da er nämlich genau jetzt Anzeichen zeigt, dass er wieder auf dem Weg gen Tokyo ist. Sobald er auftaucht, stellt sich erst Mal Mothra zum Kampf. Als dieser ordentlich zugesetzt wird, wird Kiryu zur Hilfe ausgesendet. Mothra unterliegt, doch wie immer gibt es direkt schon ein Ei, aus dem die nächste Generation schlüpft. Während Kiryu weiter gegen Godzilla kämpft, machen sich die Larven auf den Weg nach Tokyo.

Dummerweise wird Kiryu erneut angeschlagen und kann nicht mehr über Fernsteuerung bewegt werden. Der Lead des Filmes, der zum Reparaturteam gehört, ist allerdings bereit dazu, sich ins Gefahrengebiet zu begeben und Kiryu von innen wieder funktionstüchtig zu machen. Dummerweise kann er anschließend nicht mehr raus. Kiryu kämpft also mit ihm noch drin weiter gegen Godzilla, kann ihn auch ausschalten. Die Larven spinnen Godzilla ein. Während man ihm nun den Todesstoß geben will, widersetzt sich Kiryu erneut dem Befehl und fliegt stattdessen mit Godzilla davon und versenkt sich mit ihm im Meer. Vorher spuckt er aber seinen unfreiwilligen Passagier noch aus.

Ich muss zugeben, dass ich bisher von der Millennium-Ära ein wenig enttäuscht war. Die ersten zwei Filme waren nicht sonderlich berauschend. All-Out Attack war immerhin dann endlich mal gut, hatte aber noch einige Probleme. Mechagodzilla hat den Großteil dieser sogar ausgemerzt und war damit wirklich gut… aber irgendwas hat mir gefehlt. Ich war nicht unbedingt enttäuscht, weil Film 3 und 4 schlecht waren, sondern weil ich einfach mehr erwartet hatte. Nach 50 Jahren und über 20 Filmen dachte ich einfach, man wüsste mittlerweile genau, was Godzilla-Filme toll macht und was nicht. Und in den 2000ern sollte man dies doch alles auch so spektakulär wie nie umsetzten können. Stattdessen waren es zwei durchaus gute Filme, die aber an die besten der 10 Jahre + alten Heisei-Filme nicht rankommen konnten. Oder ich hab halt doch einfach eine ganz andere Vorstellung über die Filme, als alle anderen.

Tokyo S.O.S schafft es nun endlich. Der Spaß beim Schauen ist einfach wieder so richtig voll da. Der Film ist mit ca. 90 Minuten von angenehmer Länge, der Plot ist geradlinig und schnell erzählt, die Charakterseite kurz und schmerzlos und stattdessen bekommen wir den größten Teil des Filmes coole Monster-Action zu sehen, die so spektakulär wie hier noch nie inszeniert war. Weiter so!


17.5.10 05:12


#444: Godzilla Friday Special - Domination

Godzilla Domination für GBA ist kein 2D-Fighter wie Monster War oder Battle Legends nach Street Fighter und Co. sondern der Marke King of the Monsters. Sprich man kann sich frei in der Arena bewegen, statt nur nach links und rechts. Und zusätzlich werden die Gebäude, die dabei im Weg sind, platt getrampelt. Manchmal lässt das Power Ups erscheinen.

Hier gibt's dann sogar drei Modi: Story, Versus und Custom. Wobei Versus und Custom beides Mehrspieler-Modi sind, ersteres nur für echte Mitspieler, letzterer gegen den Computer. Übrigens für bis zu 4 Spieler gleichzeitig.

Diesmal hat der Storymodus sogar ein wenig Text, der eine Story erzählt. Üblicher Godzilla-Kram: Meteor-X taucht auf und hat alle Monster in einen Zerstörungswahn geführt. Lediglich ein Monster – nämlich das, welches der Spieler auswählt – ist davon verschont geblieben. Anschließend geht es über 7 Kampfarenen gegen diese. Dabei mal 1 gegen 1, 2 gegen 1, 2 gegen 2, 3 gegen 1, oder 4er jeder gegen jeden. Besonders ist dann das 8. Finalstage, wo es gegen den Boss Mecha King Ghidorah geht. Der ist absolut stationär und hat nur einen Schwachpunkt. Anstatt einfach wild auf ihn einzuprügeln, muss man also gezielt ein Körperteil treffen.

Alle Monster sind erneut direkt anwählbar, diesmal muss überhaupt keines frei gespielt werden. Die üblichen Verdächtigen sind: Godzilla, Anguirus, Mothra, King Ghidorah, Mechagodzilla, Rodan und Megalon.

Schwierigkeitsstufen gibt es hier sogar geschlagene 9 Stück! Nebenher können auch der Timer und Friendly Fire ein- bzw. ausgestellt werden. Und natürlich sind die Moves einfacher auszuführen, wobei weiterhin 4 Buttons belegt und kombinierbar sind. Kombinationen werden allerdings hauptsächlich von den Spezialattacken eingenommen, für die diesmal die Rage-Leiste aufgefüllt werden muss, was durchs Attackieren und die Zerstörung von Gebäuden geschieht. Es ist also ein mehr auf Offensive getrimmtes Spiel.

Grafisch sieht's natürlich nicht so toll aus, wie das SNES-Spiel. Was eben auch am anderen Gameplay liegt, immerhin hat man es hier mit einer Arena zu tun, in der sich die Monster frei bewegen können, zerstörbare Gebäude rum stehen und bis zu 4 Charaktere gleichzeitig im Bild sein müssen. Entsprechend minimalistisch ist die Landschaft und auch die Monstersprites sind nicht allzu groß und etwas mehr gen SD.

Mir hat Godzilla Domination von allen Fighting Games bisher allerdings am Besten gefallen. Für Battle Legends und Monster War war ich als Niete was 2D-Fighter angeht einfach zu unfähig, auch wenn sie sicherlich schnieke sind, wenn man die Geduld/das Können für sie mitbringt. Domination hingegen da einfacher und minimalistischer hat mir auf seine pick up and play Art wesentlich mehr Spaß gemacht. Besonders  wenn 4 Monster gleichzeitig für Chaos sorgen, ist das auch richtig unterhaltsam.

Dafür fehlt es allerdings dann wieder etwas an Langzeitmotivation. Wer das Können für 2D-Fighter mit bringt bzw. die Motivation sich in die steile Lernkurve einzuarbeiten um ein solches zu erspielen, kann mit den Spielen für PC-Engine und SNES bestimmt eine ganze Weile seine Freude haben. Mit Domination hat man gleich Spaß, dafür aber eher für ein oder zwei Runden, maximal einer halben Stunden und anschließend legt man es dann eher wieder weg und kramt es alle paar Tage oder Wochen für ne erneute Runde mal raus. Also trotz Spaß eher ein Kauf vom Krabbeltisch denn annähernd Vollpreis.


14.5.10 00:33


#440: Godzilla Monday - 2002

Nach Mothra und King Ghidorah kommen wir nun mit Godzilla against Mechagodzilla direkt zum dritten obligatorischen Film, der in keiner Ära fehlen darf.

1999 startet Godzilla seinen zweiten Angriff auf Japan. Dabei verliert Akane auf Grund einer Unachtsamkeit Mitglieder ihres Spezialteams und wird zu Archivarbeit degradiert. Da die Waffe, die sich gegen Mothra und Gaira als nützlich erwiesen hatte, gegen Godzilla versagt, muss eine neue entwickelt werden. Und zwar, in dem man durchs Klonen des Skeletts vom 1954 zerstörten Godzilla einen biologischen Cyborg erschafft.

2003: Geboren ist Mechagodzilla Typ 3, Codename Kiryu. Und Akane soll sogar die Steuerung übernehmen. Beim nächsten Angriff Godzillas geht zunächst auch alles gut, doch nachdem Godzilla gebrüllt hat, gerät Kiryu plötzlich außer Kontrolle und zerstört Teile der Stadt, bis ihm endlich der Strom ausgeht. Akane ist niedergeschlagen, zumal sie bei ihrem Team wegen der 1999er Ereignisse sowieso nicht gut da steht. Kiryu wird überarbeitet, die ihre Mutter verlorene Tochter eines beteiligten Wissenschaftlers redet Akane Mut zu, ihr Team lernt sie zu akzeptieren, yadda yadda yadda.

Beim nächsten Angriff Godzillas ist die Obrigkeit zunächst skeptisch Kiryu erneut einzusetzen, aber da sonst nix hilft, bleibt ihnen letztendlich keine Wahl. Die beiden kämpfen, Kiryu geht allerdings mittendrin der Saft aus und seine Fernsteuerung wird zerstört. In Kanto wird der Strom ausgeschaltet und auf Kiryu geleitet, Akane klettert in Kiryu rein, übernimmt die manuelle Steuerung, appelliert an Kiryu und zusammen können die beiden Godzilla zurück schlagen. Jedoch nicht vernichten, Godzilla zieht sich lediglich zurück, auf das er einen anderen Tag seine Entscheidungsschlacht mit Kiryu haben möge.

Ich mag Godzilla against Mechagodzilla alleine schon deswegen, weil er die Ehrlichkeit besitzt unter 90 Minuten zu bleiben, anstatt über 100 zu gehen. Das gibt ihm ein schnelle, angenehmes Pacing und geradlinigen Plot. Interessanterweise sag ich allerdings immer, dass man gut 10-15 Minuten Story raus schneiden könne, da den Filmen damit nix genommen wäre. Und Mechagodzilla scheint eher so, als hätte man vorrangig Action eingespart, man verbringt nämlich erneut mehr Zeit damit die Hintergrundgeschichten von Akane und dem kleinen Mädchen erzählt zu bekommen, als mit Monster Action. Allerdings sind diesmal die Charaktere wenigstens ganz unterhaltsam und sympathisch. Erstaunlicherweise wirken sie, sowie einige andere Szenen des Filmes, eher wie typische Anime-Klischees, denn wie ein Live Action Movie.

Wenn Godzilla und Mechagodzilla dann doch mal kämpfen, ist das immerhin sehr gut inszeniert, vor allem das Finale. Allerdings wirkt Godzilla hier etwas arg steif und unbeweglich, gerade in der ersten Auseinandersetzung mit Kiryu. Und das Ende wirkt etwas plötzlich und schwach, da Godzilla ja im Prinzip einfach den Rückzug einschlägt und auch Kiryu noch steht – normalerweise wird wenigstens eine Seite (scheinbar) ausgeschaltet. Hier jedoch wird Godzilla von Kiryus Absolute Zero Strahl getroffen, taucht wieder auf, zuckt mit der Schulter und geht von dannen.

Übrigens erneut eine neue Timeline, erneut gibt es offiziell nur die Ereignisse aus dem 1954er Original vor diesem Film. Dafür aber auch Mothra (1961) und War of the Gargantuas, wie Stock Footage der anderen Monster, die Japan so zwischendrin bekämpfen musste, zeigen.

Einreihen würde ich Godzilla against Mechagodzilla noch ein Stück über Giant Monsters All-Out Attack vom Vorjahr.


10.5.10 09:06


#435: Godzilla Monday - 2001

Es dauert nie lange, bis Toho die beliebtesten Monster neu auftauchen lässt. Und da die Millennium-Reihe nicht sonderlich erfolgreich begonnen hatte, mussten für den dritten Film große Geschütze aufgefahren und gleich zwei reingestopft werden. Gelohnt hat es sich, Godzilla, Mothra and King Ghidorah: Giant Monsters All-Out Attack ist der erfolgreichste Millennium-Film.

1954 ist Godzilla aufgetaucht und wurde seither nie wieder gesehen. Doch mittlerweile kommt es zu seltsamen Vorfällen, für deren geschehen er verantwortlich zu sein scheint. Auch eine Möchtegernreporterin eines Schundsenders, die gerade eh im Gebiet einen bericht über die 3 legendären Yamato-Schutzgottheiten machen wollte, geht der Geschichte auf die Spur.

Allerdings tauchen gleich zwei Monster auf: Godzilla aus dem Meer und Baragon zu Land (der war nicht beliebt genug, ums in den Titel zu schaffen). Heilloses Durcheinander garantiert. Die beiden treffen aufeinander, kämpfen und Godzilla besiegt Baragon. Mittlerweile glaubt man auch zu wissen, was Godzilla so unzerstörbar macht: Er ist nicht einfach nur ein mutierter Saurier, sondern in ihm stecken die Rachsüchtigen Geister aller Opfer des Zweiten Weltkrieges.

Kurz nachdem Baragon besiegt ist, erwachen die beiden anderen Schutzgötter. Mothra trifft zuerst auf Godzilla, der nun bereites in Tokyo eingetroffen ist. Beide kämpfen etwas, bis Ghidorah eintrifft. Godzilla schaltet zuerst Ghidorah aus und tötet dann Mothra. Deren freigesetzte Energie lässt King Ghidorah auferstehen, der Godzilla unter Wasser bekämpft.

Das Militär sieht mittlerweile seine letzte Chance: Per Kamikazeeinsatz einfach einen Sprengsatz innerhalb Godzillas zünden. Der Vater der Reporterin, welcher der Einsatzleiter ist, erklärt sich dazu bereit, lässt sich von Godzilla schlucken, sprengt ihn und schafft es doch wieder aus der ganzen Sache unbeschadet hervorzukommen.

Endlich mal ein guter Film in der Millennium-Ära. Jetzt wo sie bereits halb rum ist, wurde das auch langsam mal Zeit. Auffällig dabei, dass man erneut eine neue Timeline erfindet: Das 1954er Original ist geschehen, alles andere nicht (allerdings werden die Ereignisse des US-Filmes angesprochen, aber stark angezweifelt, dass es sich dabei um den echten Godzilla handelte). Überhaupt versucht man stark, an den glorreichen Ursprung anzuknüpfen. Weniger abgedrehte Ideen, da die Monster diesmal relativ „gewöhnliche“ Schutzgottheiten sind und keine singenden Feen vorkommen. Lediglich die Idee, dass Godzilla die ganzen Seelen des WWII in sich trägt, schluckt sich eher schlecht, hält aber für die etwas übertriebenen Antikriegs-Untertöne her. Zudem ist der Suspense-Teil zu Beginn des Filmes, wenn die seltsamen Ereignisse beginnen, aber noch keiner so richtig Ahnung hat, was sie verursacht und das daraus resultierende Chaos nett gemacht (in dieser Timeline hat man es ja seit 50 Jahren mit keinerlei Monstern zu tun bekommen). Nur leider etwas lang, da man als Zuschauer sowohl durch den Titel wie auch der Legende innerhalb des Filmes direkt weiß, welche Monster auftauchen werden. Man wird also natürlich nicht so überrascht wie die Leute im Film und der Suspens-Teil ohne wirkliche Suspense zieht sich etwas.

Wenn's dann mit dem Auftreten der Monster so richtig losgeht, dann aber immerhin richtig und hört auch nie für lange auf. Da fällt es dann auch nicht schwer ins Gewicht, dass man sich um den eingestreuten menschlichen Teil der Geschichte zwischen Vater und Tochter nicht wirklich zu interessieren beginnt. Die Action-Shots sind alle extrem cool in Szene gesetzt  und die Monsterkämpfe spannend, ohne zu lang zu sein. Gerade Mothra profitiert davon, da es dadurch zu keinen der üblichen Interaktionsschwierigkeiten kommt. Die Schutzgötter mögen etwas schwach wirken, aber dafür sind sie ja auch zu Dritt und Godzilla als Racheengel soll nun mal übermächtig und Furcht einflößend sein. Das kommt durch die komplett weißen, Pupillenlosen Augen auch sehr gut zur Geltung. Zudem hat man sich mit dem Design wieder etwas an die Showa-Zeit angelehnt, von Färbung, gut abgesetzten Kopf und dem Aussehen von Rückenstacheln und Beam (nun wieder Blau statt Rot wie in den vorigen Filmen). Die beiden vorigen Versionen haben mir allerdings doch etwas besser gefallen. Lediglich der Leuchteffekt beim wiedergeborenen King Ghidorah mag etwas too much sein.

Trotz schwacher Story, etwas lange bis er ins Rollen kommt und seltsamer Godzilla-Entstehungsgeschichte, ist All-Out Attack der bisher beste und sehenswerteste Millennium-Film. Noch nicht ganz ein Highlight der Gesamtserie, sondern „nur“ ganz gut, aber das ist bei einer 30 Filme umfassenden Serie ja auch nicht übel.


3.5.10 09:46


#428: Godzilla Monday - 2000

Wie üblich ein Jahr nach dem Vorgänger, kam mit Godzilla vs. Megaguirus der Film raus, der in Japan am wenigsten Profit erwirtschaften konnte.

1954: Godzilla greift zum ersten Mal Tokyo an. 1966: Zur Eröffnung des ersten Atomkraftwerkes, erscheint auch Godzilla, um dieses zu zerstören. Man beschränkt sich von nun an also auf saubere Energie, um Godzilla nicht erneut anzulocken. 1996: Mit Plasma-Energie hofft man nun jegliche Energieprobleme gelöst zu haben, doch erneut greift Godzilla an.

Mittlerweile wurde eine Spezialeinheit zur Bekämpfung Godzillas gegründet, die eine neue Waffe entwickeln: die Black Hole Cannon. Jup, man will Godzilla besiegen, in dem man einfach mal schnell ein schwarzes Loch auf ihn wirft. Erste Tests scheinen auch erfolgreich.

Derweil findet ein kleiner Junge dort, wo der Test vonstatten ging, ein seltsames Ei. In Tokyo wird ihm jenes dann aber doch zu unheimlich und er entsorgt es in der Kanalisation. Kurz darauf ist ganz Shibuya überflutet. Man entdeckt dort die Larven von prähistorischen Insekten, deren Eier irgendwie durch den Test der Kanone in die heutige Zeit geraten sind.

Godzilla soll derweil auf eine unbewohnte Insel gelockt und von einem Satteliten aus beschossen werden. Da schlüpfen die Insekten, fliegen zu Godzilla und saugen an seiner Energie. Die Kanone wird abgefeuert, verfehlt Godzilla allerdings. Die Insekten fliegen nach Shibuya zurück und füttern eine riesige Larve mit der Energie, aus der Megaguirus schlüpft.

Godzilla macht sich auf nach Tokyo, kämpft mit Megaguirus und siegt. Doch sein Tokyo-Ausflug mit zugehöriger Zerstörung ist damit noch nicht rum. Anstatt wie bei Millennium nun in unsinniges Sinnieren zu verfallen, will man in Megaguirus sogar was dagegen unternehmen. Wie sich heraus stellt wurde die Erforschung der Plasma-Energie heimlich fortgeführt und Godzilla so angelockt. Die Kanone wird erneut abgeschossen und Godzilla verschwindet.

Megaguirus ist immerhin schon mal besser als Millennium. Hat aber viele ähnliche Probleme. Ich werde nie verstehen, warum eine Filmreihe, bei der es um einen Gummisaurier geht, der Pappstädte umwirft, sich so manisch um die Handlung bemüht. Den meisten Godzilla-Filmen um die 100 Minuten könnte man locker 15-20 Minuten Handlung entnehmen, ohne den sowieso nicht überragenden Plots wirklich wesentlich was zu nehmen, dafür die Angelegenheit aber weniger langweilig zu machen.

Megaguirus beginnt stark, sowohl mit der Erklärung der neuen Timeline (für den 54er Angriff wird sogar Stock Footage aus dem Original genommen, in die der neue Godzilla digital eingefügt wurde), als auch mit dem längeren 96er-Angriff. Auch das Finale ist wieder ganz ordentlich, doch dazwischen gibt es erneut viel Zeit, in der wenig passiert, Action schon mal gleich fast gar nicht. Ganz so langweilig wie Millennium ist's zum Glück dann aber auch wieder nicht. Zumal der Beweggrund warum der Charakter, der Godzilla unbedingt besiegen will, eben jenes will, diesmal erklärt wird. Auch andere Nods an frühere Filme gibt es, wie die Forscherin, die sicher geht, dass ihre Erfindung nach Vernichtung Godzillas ebenfalls vernichtet wird, um nicht missbraucht zu werden. Und der Kampf gegen Megaguirus ist vor ähnlicher Kulisse wie gegen Battra.

Was die Effekte angeht, haben sie sich gegenüber Millennium ebenfalls etwas gebessert. Die CGI-Effekte und –Insekten schauen immer noch etwas low budget aus (ja, eine gewisse low budget Optik gehört in die Godzilla-Filme, aber die sind echt mies), werden aber eher in Szenen genutzt, wo die Diskrepanz nicht so auffällt. Das Design von Megaguirus ist auch ganz nett, hat aber wie alle fliegenden Gegner Godzillas erneut so einige Interaktionsprobleme, was den finalen Kampf leider weniger spannend aussehen lässt, als möglich gewesen wäre.


26.4.10 08:25


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