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#526: Enchanters' End Game

Ich habe über die letzten Wochen und Monate ganz gemütlich und langsam hier und da ein wenig meine Lieblings-Fantasy-Roman-Reihe erneut gelesen, die ich irgendwann mit 11 oder 12 zum ersten Mal in die Finger bekam und damals zur Schulzeit jedes Jahr mindestens ein Mal (manchmal sogar eher alles Vierteljahr) durchgelesen habe: David und Leigh Eddings Belgariad und Malloreon Saga in je 5 Büchern (allerdings recht kurze, keine Rad der Zeit-Totschläger, früher, als ich die zügig gelesen hab, hielt ein solches Buch maximal einen Tag vor).

Natürlich ist es in den Grundzügen alles der üblichen Fantasy-Kram. Mächtige Artefakte, eine heilige Suche, der Kampf gegen das ultimative Böse, der Heranwachsende aus einem ausgestorbenen Heldengeschlecht, Zauberer und Gefährtentruppe.

Und dennoch kamen mir die Bücher immer wesentlich... realistischer... vor. Wahrscheinlich, weil Leigh Eddings ihren Mann beim Schreiben daran erinnert hat, wann die Charaktere mal wieder was Essen oder ein Bad nehmen müssen :D Monster werden nicht ständig bekämpft und auch Zauberei eher in den "anders geht's nicht"-Situationen genutzt, statt ständig.

Was die Bücher für mich aber immer so richtig interessant gemacht hat, sind die so unterschiedlichen Charaktere und das Zusammenspiel unter ihnen. Jeder hat seine Stärken und Schwächen und die Gruppe ist sich nie zu schade sie deren willen auch permanent zu necken. Man muss diese von ständigen Witzeleien, Sarkasmus und zynischen Kommentaren begleitete Reise einfach lieben ;P

Stellen wie:

  • Der seltsame Appetit auf ungewöhnliche Nahrungsmittel, der manche Damen in guter Hoffnung befällt, bereitete der rivanischen Königin nicht halb so viel Spaß wie den meisten anderen Damen in ihrem Zustand. In der männlichen Hälfte der Bevölkerung schwelte schon lange der Verdacht, daß diese eigenartigen feinschmeckerischen Gelüste im Grunde genommen für ihre Ehehälften nichts weiter sind als eine merkwürdige Form der Unterhaltung. Je exotischer und schwieriger zu beschaffen eine bestimmte eingebildete Delikatesse ist, und je mehr ein liebender Ehemann sich anstrengen muss, sie zu besorgen, desto hartnäckiger besteht seine Gemahlin darauf, dass sie nicht mehr leben könne, wenn sie ihr nicht im Überfluß zur Verfügung stünde. Ce'Nedra bereitete das gar nicht so viel Spaß, denn jedesmal, wenn sie einen scheinbar unerfüllbaren Wunsch äußerte, trat Garion (Anm. d. Red. er ist Zauberer) lediglich ins Nebengemach, erschuf das Gewünschte an Ort und Stelle und brachte es ihr - gewöhnlich auf einem Silbertablett. Das ganze machte Ce'Nedra immer mürrischer, und schließlich gab sie es auf, Gelüste nach ausgefallenen Dingen vorzutäuschen.

bringen mich immer wieder zum schmunzeln. Das wie bereits erwähnt David Eddings seine eigene Ehefrau beim Schreiben ständig zur Seite stand, hat bestimmt geholfen, die Beziehungen und Streitereien zwischen den verschiedenen Geschlechtern die besondere Würze zu geben. 

Was mir jetzt beim Lesen auch erst so richtig wieder aufgefallen ist, ist wie sich doch die Charaktere teilweise entwickeln. Gerade zwischen den beiden Sagen. Besonders an Hauptcharakter Garion zu sehen. Immerhin ist er in Belgariad gerade mal 15 und somit manchmal etwas arg Ich-bezogen und weinerlich, da er ja ein Teenager ist. Oder ein Haranwachsender, wie es David Eddings eher bezeichnen würde:

  • "Teenager" ist eine linguistische Verirrung, die sich Werbeagenturen und Sozialarbeiter ausgedacht haben, um eine unangenehme Wahrheit zu vertuschen. Der richtige Begriff ist "Heranwachsender" und das einzig Gute daran ist, dass jeder darüber hinweg kommt - irgendwann einmal.

Im Malloreon hingegen ist er Anfang-Mite Zwanzig und gleich viel bestimmter und abgebrühter. Eben wesentlich erwachsener. Realistische Charaktere und Charakterentwicklungen ftw.

Mit den 10 Belgarion-Romanen ist die Sache aber noch nicht ganz abegschlossen. Anschließend gibt es noch Belgarath der Zauberer und Polgara die Zauberin, die in je fast 1.000 Seiten die drei- bis siebentausend Jahre Vorgeschichte erzählen. Ähnlich wie das Simarillion beim Herr der Ringe, aber nicht so trocken und langweilig, weil es ja von einem durchgängigen unsterblichen Erzähler niedergeschrieben wird. Und oben drauf dann zuguter letzt noch den Riva Kodex, der tatsächlich etwas trocken ist, da es einfach alle Vorstudien David Eddings zu den vorigen 12 Büchern zusammen sammelt - wie ist welche Nation geformt, wer hat welche Religion etc. Eben das, dem die siebentausend Jahre Weltentwicklung zugrunde lagen, bevor es sich überhaupt lohnte, mit der eigentlichen Geschichte anzufangen.

Und nach all den Jahren bin ich von den Romanen so begeistert wie eh und jeh. Da ich mir so viel Zeit gelassen habe, sie zu lesen, war ich nach Ende des Riva Kodex fast schon in Versuchung, einfach direkt erneut von vorn mit dem ersten Band des Belgariad zu beginnen x3

26.8.10 10:22
 


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