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#473: Absolute power corrupts absolutely

Myst. Das Adventure Game schlechthin. Immerhin das meistverkaufte PC-Spiele aller Zeiten, bis die Sims um die Ecke kamen. So eine Bildungslücke will doch geschlossen werden. Nachdem ich die Masterpiece Edition nicht zum fehlerfreien Laufen bringen konnte, realMyst nicht probieren und schon gar nicht mein Glück mit der ursprünglichen Version und DOSBox versuchen wollte, die DS-Version angeblich Dreck ist, griff ich übrigens zum PlayStation-Port. Nur mal so am Rande bemerkt, falls interessiert, welche der paar Dutzend Versionen ich gespielt habe.

Myst war damals der Grund ein CD-Rom-Laufwerk zu haben, denn das Spiel bietet vorgeränderte 3D-Bildschirme und ein paar eingestreute FMVs. Das war damals bombig, mittlerweile sieht's natürlich nicht mehr toll aus. Was dafür mittlerweile umso mehr auffällt, ist die Schattenseite davon: Myst ist leer. In 1st-Person klickt man sich von einem vorgeränderten Bildschirm, in dem es keinerlei Interaktionsmöglichkeiten gibt, zum nächsten, bis halt doch mal ein Ort gefunden ist, an dem man was machen kann. Immerhin gibt es den Zip-Mode, durch den leere Bildschirme später überspringen werden können.

Womit Myst das wettmachen will, ist Atmosphäre. So spielt nur selten Musik, sondern meist lediglich natürliche Geräusche im Hintergrund und die Isolation ist in der Story begründet, denn die Insel und die von ihr aus erreichbaren Zeitalter sind durch die Niederschrift in Büchern erschaffene Welten. Und warum keiner diese Bücher mehr nutzt, um in die Zeitalter zu kommen, ist im Plot verarbeitet, den es herauszufinden gilt. Und der ehrlich gesagt eher zweitrangig ist, denn so viel Worte um ihn werden nicht verloren und die ganze Sache kann man sich früh selbst denken.

Stattdessen geht es in Myst viel stärker um Rätsel. Im Prinzip erinnert es etwas an The 7th Guest, wo man sich ja auch durch ein vorgerändertes Haus geklickt und in jedem Raum ein Puzzle gelöst hat. In Myst sind sie nur weiter verteilt, haben weniger Minigame-Charakter und vor allem wesentlich weniger Hinweise, was zu tun ist. Es ist eigentlich erstaunlich, wie logisch und gleichzeitig konfus die Lösungen in Myst sind. Dadurch, dass eher wenig bis gar keine Hinweise dahingehend herrschen, was zu tun ist, klickt man sich halt durch die leeren Bildschirme, bis eine Interaktionmöglichkeit gefunden ist. Und sobald man alle Interaktionsmöglichkeiten entdeckt und herausgefunden hat, was sie tun, muss nun zusammengereimt werden, wie einem das jetzt überhaupt beim Weiterkommen helfen soll. Wenn man die Lösung endlich herausgefunden hat, ist man ganz überrascht, wie durch und durch logisch der ganze Aufbau ist (zumindest die Lösung in sich, die Maschinerie ist es nicht immer). Aber wie gesagt, erst nachdem man es endlich raus hat, was schon teilweise arg schwer sein kann. Und die Lösung zu wissen, macht deren Ausführung auch nicht immer zum Kinderspiel, ich kann gar nicht sagen, wie lang ich für das Noten-/Orgel-Puzzel beim Luftschiff gebraucht habe, bis ich endlich die richtigen Töne eingestellt hatte. Zum Glück war das das letzte Zeitalter, das ich besucht habe, hätte ich dies als erstes gewählt, hätte ich das Spiel gleich dort aufgegeben.

Ich mag das Konzept von Myst. An der Entstehung der Welt sind einige nette Ideen verbaut und das Spiel hauptsächlich auf Atmosphäre und Puzzle aufzubauen klingt auch nett. Doch die Ausführung hat mir im Gegensatz zu z.B. The 7th Guest überhaupt keinen Spaß gemacht. Mir fehlt einfach zu sehr die Anleitung und der rote Faden zu alldem. Einfach an allem rumwerkeln, bis ich irgendwann dann doch plötzlich checke, wie dies alles zusammenarbeiten kann, ist mir oft zu obskur und anstatt atmosphärisch wirkte die Welt für mich ehrlich gesagt nur schrecklich leer. Ich bin kein Fan.

12.6.10 00:29
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Rothemd (12.6.10 16:50)
Probier mal die Fortsetzung aus, ich glaube die hieß Riven oder so xD
Soweit ich mich erinnern kann hatte Riven gefühlte 12 CD-Roms (für Mac und Windows) und war auch so extrem schwer.
Außerdem war da etwas mehr los, man stieß an manchen Ecken doch mal auf Eingeborene, oder professionelle Auftragskiller.

Grüße, Rothemd


Kaoru (12.6.10 20:14)
5 CDs, was viel ist - nicht so viel wie späteres, aber nicht wenig.

Das Problem mit Riven ist - genau wie mit allen läteren Mysts -, dass es teilweise so verdammt schwer ist, auf WinXP zum Laufen zu bringen. Und die PSX-Version zu spielen und ständig die 5 Discs wechseln zu müssen, klingt diesmal auch nicht so pralle xD Einen Versuch wollt ich ihm aber eventuell irgendwann in den nächsten Wochen mal geben. Wenn ich es zum Laufen kriege, ich bin da beim Rumfummeln weder sonderlich geschickt, noch lange motiviert, sondern geb gern schnell genervt auf xD

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