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#454: Godzilla Monday - 2004

Nachdem das Interesse an Godzilla wieder stark zu sinken begann, beschloss man bei Toho die Millennium-Ära zu beenden und voraussichtlich frühestens zum 60-jährigen Jubiläum erneut einen Film zu machen. Doch nicht, bevor man im letzten Film, da er genau zum 50-Jährigen erschien, noch mal mit einem ordentlichen Spektakel gefeiert hat.

Umweltverschmutzung und Krieg haben so einige Riesenmonster hervor gebracht, die die Menschheit mehr oder weniger regelmäßig terrorisieren. Um sie zu bekämpfen wurde die EDF, Earth Defense Force, gebildet, bestehend aus dem besten technischem Know How und Mutanten als Supersoldaten.

Gerade wurde ein 12.000 Jahre altes Monster, das nicht irdischen Ursprungs ist, entdeckt. Genannt hat man es Gigan und anscheinend hat es das M-Gen, das auch die Mutanten in sich tragen. Mothras Elfen erzählen auch gleich, dass diese vor vielen tausend Jahren gegen ihn gekämpft und gewonnen hat. Da tauchen plötzlich rund um die Welt viele Monster gleichzeitig auf. Und werden auch schon wieder weg gezapt. Von Aliens des Planeten X, wie sich heraus stellt. Sie wollen der Menschheit helfen, da ein Planet auf Kollisionskurs mit der Erde ist.


Letztendlich finden Ozaki von der EDF und die Wissenschaftlerin Miyuki raus, dass die evil looking Aliens evil sind und Führungspersönlichkeiten ausgetauscht haben. Als sie diese damit konfrontieren, zeigen die ihr wahres Gesicht: Sie legen mit den Monstern und ihren Raumschiffen die Erde kurzerhand in Schutt und Asche und die Menschheit darf sich ab nun als Schlachtvieh ansehen.

Doch eine kleine Widerstandgruppe Gallier sind noch übrig, genau wie ein Kriegsschiff, die Gotenga. Mit der machen sie sich auf den Weg zum Südpol, wo Godzilla eingefroren wurde, und erwecken ihn. Der macht sich dann auch auf den Weg nach Tokyo, während er sich durch eine Reihe von Monster, die der Alienoberfutzi auf ihn hetzt, kämpft.

In Tokyo angekommen stellt sich Monster X und ein verbesserter Gigan zum Kampf mit Godzilla und Mothra. Die Gotenga dringt derweil ins Mutterschiff der Aliens ein. Gigan und Mothra werden ausgeschaltet. Ozaki und Crew werden vor den Alienfutzi gezerrt, der ihm offenbart, dass er besondere Kräfte hat. Die lässt Ozaki dann auch frei, um ihn zu besiegen. Godzilla hat derweil Monster X besiegt, der zu Kaiser Ghidorah wird, welcher dann auch noch besiegt werden muss.

Doch da Godzilla bekanntlich kein Freund der Kriegstreibenden Menschheit ist, geht er nach dem Sieg selbst auch auf Zerstörungstour. Minilla taucht auf, beruhigt ihn und die beiden entschwinden gen Sonnenuntergang.

Holy Guacamole! Ich habe einen neuen Lieblings-Godzillafilm. Final Wars ist einfach 2 Stunden purer Spaß. Story und Charaktere sind erneut nur dazu da, um stage setting für das ganze Spektakel zu betreiben. Stattdessen wird auf Action gesetzt, big time. Ständig kämpft jemand, explodiert was, zerstört ein Monster eine Stadt, oder kämpft gegen ein anderes. Alles schnell geschnitten und mit cooler Mucke unterlegt. Der ganze Film hat was von einem langen Musikvideo. Und bedient sich vom Stil und Optik her stark an Anime bzw. an ähnlich inspirierte Filme, ein wenig Matrix hier, ein bisschen Advent Children da, noch etwas Casshern dazu und oben drauf Monster. Durchschütteln, fertig.

Alles ist schnell, stylish, cool, spektakulär, laut, hektisch, coole Outfits und Gepose, am Ende kann man sich kaum noch dran erinnern, was noch mal genau am Anfang los war, so viel passiert so schnell – eben ganz Style over Substance. Und das ist hier mal nichts schlechtes, immerhin ist das ein Godzilla Film, kein Citizen Kane. Unterhaltungswert ist erst Mal vorrangig am Wichtigsten und unterhalten tut der Film verdammt gut. Wer braucht schon eine durchschnittliche Story und langweilige Charaktere, die einem 70 von 100 Minuten anderer Godzilla-Filme vorgekaut werden, wenn man stattdessen auch gleich 120 Minuten ein Nonsens-Spektakel geboten bekommen kann, das einfach durchgängig gut unterhält und einem keine Zeit zum Verschnaufen lässt. Und so überzeichnet witzig-unterhaltsame Charaktere durch die Gegend hopsen wie Gordon oder der Xilian Leader, bei deren Schauspiel man sich ein breites Grinsen nicht verkneifen können wird. Substanz ist bei Godzillafilmen halt einfach von vorneherein kein Reißer und nach fast 30 Filmen zusätzlich ordentlich ausgelutscht, da kann man dem Ganzen wenigstens ordentlich unterhaltsamen Style aufdrücken. Und das sage ich als einer, der die ernsteren Filme wie Godzilla 54, Godzilla 85, Destoroyah etc. durchaus vielen der seichteren Filme vorzieht, da die bisher häufig eher dämlich denn unterhaltsam waren.


Neben viel Kampfchoreographie bei den menschlichen Akteuren und Explosionen en masse, werden auch so viele Monster wie seit den Showa-Riesenbrawls nicht mehr zu sehen waren geboten: Godzilla und Mothra kennt man ja schon, doch dazu gesellen sich zum ersten Mal seit langer Zeit neu designte Ghidorah, Monster X, Gigan x 2, Rodan, Anguirus, Manda, King Caesar, Hedorah, Ebirah, Kamacuras, Spigar, sogar Minilla und Zilla. Plus ein Schnelldurchlauf an Stock Footage bei der anfänglichen Erklärung der EDF und ihrem Kampf gegen Riesenmonster. Kein Wunder, dass der Film der teuerste aller Godzillafilme ist.

Im Prinzip muss man sich nur den Trailer zum Film anschauen. So gut hat nämlich noch keiner gepasst – Final Wars ist genau wie der Trailer, nur 120 Minuten statt Sekunden lang. Mad fun. Und weil's so schön ist, noch mehr Screenshots. Und noch ein paar.
24.5.10 17:30
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Muad (26.5.10 20:12)
Ist das jetzt der Letzte?


Kaoru (26.5.10 20:58)
Jau, vorerst zumindest. Mal schauen, wie lange Toho ihn noch ruhen lässt - angeblich mindestens bis zum 60-Jährigen in 2014.

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