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#462: S&M Special - Situation: Comedy

In Episode 2, Situation: Comedy, ist die Talkshow-Moderatorin Myra durchgedreht und hält ihr Publikum gefangen. Neben einem Weg, wie man sie aufhält, muss also vorher erst auch noch überhaupt mal ein Weg gefunden werden, wie man überhaupt in das Studio kommt.

Die Folge gefällt mir besser als die erste, hauptsächlich weil es etwas cleverer geschrieben scheint und vor allem noch um Einiges witziger ist. Besonders British Bosco oder die Direktorin bei den TV-Sets waren unglaublich witzig. Genau wie natürlich sich durch die verschiedenen Sets/Shows (Idol Casting, Kochshow, Spielshow, Sitcom) zu bewegen und selbst als Hosts/Teilnehmer einspringen zu müssen. Zudem wirkt die ganze Episode einfach wesentlich… kohärenter als die doch etwas verstückelte Erste.

Beim Spielen bekomme ich immer so ein wenig den Gedanken, dass Grim Fandango genau so hätte sein müssen: Zwar 3D, aber immer noch per Point & Click zu spielen. Das wäre toll gewesen.

Um etwas Action rein  zu bringen – letztendlich gibt es ja keine wirklichen stark getimten Events, da man bei Telltale nicht nur die Lucasarts-Franchises wieder aufleben lässt, sondern auch die Lucasarts-Regel folgt, nicht sterben oder an points of no return gelangen zu können – gibt es in Season One übrigens Autoverfolgungsjagden, um das Spielgeschehen etwas aufzulockern. Nette Idee.

1.6.10 20:31


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#463: S&M Special - The Mole, the Mob and the Meatball

Diesmal bekommen Sam und Max den Auftrag, sich in die Toy Mafia einzuschleusen, die im Mafia-freien Casino zu finden sind und dort die Teddybären herstellen, die Leute hypnotisieren, wie wir es am Ende der vorigen Episode mit Myra gesehen haben. Nachdem sie das natürlich geschafft haben, erscheint allerdings eine Figur, die  Plan B einleitet. Dun dun dun!

Ich hoffe wirklich, dass die Episoden nicht so schematisch bleiben, wie sie sich bisher dargestellt haben. Eigentlich bekommt man immer recht früh gesagt, wo bzw. zu wem man hin muss und den Großteil der Episode verbringt man damit, einen Weg dorthin zu suchen. Dann noch ein wenig Story Exposition Time und das war es dann auch schon. Eine obligatorische Verfolgungsjagd, ein Besuch bei Sybill und Bronsco, dem man sein neuestes Spielzeug abkaufen muss, nachdem man irgendwie an Geld gekommen ist… bisher war sich das schon erstaunlich gleich.

Episode 3: The Mole, the Mob and the Meatball fand ich dabei nicht ganz so witzig, wie die vorige. Allerdings waren French Bosco und der Käfer ziemlich witzig, genau wie das das kleine Mutter-beleidigen-Spielchen, das natürlich Erinnerungen an die Beleidigungsduelle in Monkey Island aufkommen lässt. Genau wie die Tatsache, dass man anscheinend in Adventure Games immer drei Aufgaben gestellt bekommt, egal ob man Mafioso, Pirat oder Zauberer werden will.

2.6.10 00:06


#464: S&M Special - Abe Lincoln must die!

Der Präsident scheint nicht so ganz er selbst zu sein und erlässt lauter seltsame Gesetze. Wie zum Beispiel Umarmungspflicht. Und für Sam und Max wesentlich schlimmer: Schärfere Waffengesetze! Und was wären die US of A ohne die Möglichkeit, dass jeder Wahnsinnige ohne Probleme an eine Knarre kommen könnte, um seinen Grund und Boden vor einfallenden Kleinkindarmeen zu verteidigen. It's personal now! Beim Weißen Haus angekommen, müssen sie wie üblich erst Mal einen Weg hinein finden und anschließend den Präsidenten ausschalten, der wie sich herausstellt nur ein Roboter war, welcher die Nation hypnotisieren soll.

Damit ist es aber noch nicht rum, es wird die Statue von Abraham Lincoln zum Leben erweckt und als Präsidentenkandidat aufgestellt, um den Roboter zu ersetzen. Also stellt sich Max als Gegenkandidat und nun muss man es irgendwie schaffen den populärsten Präsidenten aller Zeiten in Ungnade und den Psychohasen in Gnade fallen zu lassen, damit Max gewinnt. Was aber nur dazu führt, dass die Statue eins auf Godzilla macht und durch die Stadt wütet und aufgehalten werden muss.

Eine sehr gute Episode. Nicht nur recht witzig, sondern diesmal kommt es einem auch so vor, als hätte man endlich auch mal ausreichend zu tun, obwohl sie nicht wirklich wesentlich länger als die vorigen Episoden ist. Es wirkt einfach weniger kurz und seicht. Was auch dadurch geholfen wird, dass das Schema der vorigen Episoden etwas umgestellt wird. Obwohl man letztendlich immer noch ein Mal was im Büro erledigen, ein Mal bei Sybill vorbeischauen (immerhin einer der Running Gags was wie jetzt gerade für einen Laden führt), Bosco sein neuestes Spielzeug abkaufen (zwei Running Gags: Welchen einfachen Alltagsgegenstand verkauft er uns als Supergadget und welche Nationalität hat er diesmal) und eine Autoverfolgungsjagd absolvieren muss. Auch immer wieder seltsam: Jedes Mal, wenn man ins Auto steigt, fragt Max, wo es denn hin geht und man darf es aus der Liste aussuchen… nur hat man in jeder Episode nur eine Lokalität, zu der gefahren werden kann. Was auch die einzige besondere ist, während der Rest lediglich die Straße mit Büro und zwei Läden ist, die man in jeder Episode recycelt bekommt. Hier gibt es nun gegen Ende immerhin schon Mal ganze zwei Auswahlmöglichkeiten! Progressiv!

3.6.10 00:30


#465: S&M Special - Reality 2.0

Max kann es kaum genießen Präsident des zweit meist gehassten Landes der Welt nach Frankreich zu sein, denn nun spielen die Computer verrückt! Und zwar, weil das Internet böse ist. Also nicht im übertragenden Sinne von wegen soziale Vereinsamung trotz Social Networks, MMO-Sucht und Raubkopiererei, die eine Generation heran züchtet, die es einfach nicht mehr gewohnt ist, für etwas auch zahlen zu müssen, weil es eh über ein schnelle Google-Suche umsonst gefunden werden kann. Nein, wirklich böse, so hypnotisiert es mit Hilfe der Online-Erfahrung Reality 2.0 die Menschen! The Internet must die! Auch wenn wir uns damit den lebenswichtigen Nachschub an Pornographie und Lolc@ts abschneiden, Opfer müssen nun eben gebracht werden!

Wieder eine sehr unterhaltsame Episode, da wie schon im Vorgänger zum charmanten Witz nun erneut ein wesentlich involvierteres Gameplay vorherrscht. Nicht zu vergessen natürlich die ganzen nerdigen Anspielungen, häufig noch nicht mal so sehr gen aktuelles Online-Gaming und Second Life Bullshit, sondern Gaming der 80er/90er. Letztendlich ist sogar Reality 2.0 im Prinzip nur eine ver-Tron-te Version der Reality 1.0. Was immerhin auch etwas Frische in die Welt bringt, anstatt die immer gleichen 3 Lokalitäten + 1 Episoden-spezifisches präsentiert zu bekommen. Auch wenn es die üblichen 3 Copypasta in Neonlicht sind.

4.6.10 04:02


#466: S&M Special - Bright Side of the Moon

Und wer steckt nun hinter der ganzen Hypnosescheiße? Natürlich derjenige, von dem man es sich denken kann: Hugh Bliss! Also ab und sein HQ gestürmt. Und wo hat der Oberschurke von Heute sein Hauptquartier? In einem gotischen Schloss auf einen Kliff? In einer 30er-Utopie-Stadt am Meeresgrund? Im Zentrum eines Paralleldimension, die sich über den Südpol ausbreitet? Nein, wir leben im Raumfahrtzeitalter und dementsprechend ist der Mond natürlich total in. Zumal man von da aus auch gut die ganze Welt zu grenzenloser Glückseeligkeit hypnotisieren kann. Aber da hat er die Rechnung ohne Sam und Max gemacht, die beim Versuch seinen Plan zu vereiteln auch sein größtes Geheimnis entdecken werden… dun dun dun!

Ich mag die finale Episode. Sie gibt einem ein Einhorn-Plüschie. Wie kann man so eine Episode nicht mögen :3 Nebenbei setzt sie auch den Trend der beiden Vorgänger fort und hat halbwegs viel, was man zu tun hat. Dennoch ist es wohl viel sagend, was den Abwechslungsreichtum der Lokalitäten bzw. die Ermanglung an dieser in Season One angeht, wenn man total aus dem Häuschen ist, nur weil es in der Straße vorm Büro, die in jeder Episode absolut gleich vor kommt, im Finale plötzlich statt Tag Nacht ist.

Abschließend gesagt ist Season One gut. Aber kein Reißer und begeistert mich jetzt nicht so grenzenlos, dass ich sofort Season Two und Three holen muss, weil ich ohne S&M Marke Telltale nicht mehr leben kann. Dafür ist vor allem die erste Hälfte zu durchwachsen. Hätte ich nicht die ganze Season auf Disc, sondern es damals wirklich beim Erstrelease sofort als Download in Episodenform geholt, hätte ich schon nach Episode 1 meine Zweifel bekommen und spätestens nach Episode 3 aufgehört, mir die Dinger weiter zu holen. Etwas schade, da Episode 4-6 wirklich um einiges besser sind. Aber dennoch, im Gesamtbild sind mir die Einzelepisoden doch etwas kurz und schal, ein wenig länger und noch ein Stück mehr Umfang/Abwechslung wäre nett gewesen.

5.6.10 01:36


#467: Superhero Sunday - Watchmen

Who watches the Watchmen? I did! Oh ze bad joke iz bad.

Genau genommen habe ich den Ultimate Cut geschaut. Watchmen ist da ähnlich wie ein Herr der Ringe: Schon die Kinoversion ist etwas über 2 1/2 Stunden lang und der Ultimate Cut ähnlich den Extended Editions schmeißt noch mal fast eine Stunde drauf. Allerdings nicht unbedingt immer an sinnvollem Material. Eigentlich würde ich keine Szene des Hauptfilmes missen wollen, versteht mich nicht falsch, im Ultimate Cut kommen allerdings auch noch animierte Szenen des Tales of the Black Freighter Comics hinzu. Das ist an und für sich schon ein ganz netter kleiner Plot, hat aber mit dem Hauptfilm absolut nix zu tun, wirkt in ihm teilweise geradezu deplaziert und bläht ihn nicht zuletzt eben auf satte 215 Minuten auf. Ohne wäre der Film doch etwas besser dran, also lieber den 186-minütigen Director's Cut schauen und Black Freighter als Einzelrelease irgendwann mal.

Ansonsten war ich von der Qualität von Watchmen etwas überrascht, einfach nur, weil er von Zack Snyder ist, dem wir auch 300 zu verdanken haben. Und der hat ja eher Unterhaltungswert, weil er unfreiwillig komisch ist, denn wegen seiner Genialität. Watchmen ist zum Glück viel seriöser umgesetzt, was bei dem Material auch bitter nötig ist. Denn es ist eigentlich so ein unglaublich untypischer Superheldenfilm.

In der alternativen Realität von Watchmen sind Superheld nämlich etwas ganz Normales, wird von niemandem wirklich als was Außergewöhnliches angesehen – und außer Manhattan haben sie ja letztendlich ähnlich Batman alle keine Superkräfte, sondern weitestgehend nur ihre Gadgets und gutes Training. Was wohl dran liegt, dass Superhelden schon vor Jahrzehnten aufgetaucht sind, eine Sache, die im Szenenschnelldurchlauf des Vorspanns schon komplett abgehandelt wird. Über den Jubel in den 40ern über die erste Superheldentruppe, zu deren Auflösung, einige getötet, andere in der Klapse, andere nur gealtert und desillusioniert, zum Aufkommen der zweiten Superheldengruppe, die dort weitermachen sollte, wo diese aufhörten, bis zum Tag, an dem Superhelden sogar ganz verboten wurden, für die Propaganda missbraucht und genauso schnell beim Stimmungsumschwung fallengelassen. Und viel im Film ist so, man muss echt aufpassen, da viel Material in fast zu wenig Zeit rüber gebracht werden muss, wenn man eine Szenen nicht gut aufpasst oder einen Zeitungsartikel übersieht, fehlt einem schon eine Nuance an Hintergrundinformation.

Und von daher ist Watchmen absolut nicht das, was man sich von einem Superheldenfilm erwartet, die Zeiten, in denen Leute im Kostüm Verbrecher gejagt haben sind nämlich schon vorbei. Stattdessen ist es eher eine Mischung aus Crime-Story und Polit-Thriller. Watchmen spielt nämlich zu Zeiten des Kalten Krieges, in der ständig um einen atomaren Schlag gefürchtet werden muss und die beiden Seiten langsam so paranoid werden, dass z.B. die ganze amerikanische Ostküste zu verlieren, gar nicht so ein übler Preis dafür zu sein scheint, die Gegenseite auszuschalten, bevor sie es tun können. Die (ehemaligen) Watchmen werden eher dort hinein gezogen, da auch die (ehemaligen) Superhelden nach und nach ausgeschaltet werden, damit sie sich in die wahren Pläne dahinter nicht einmischen können. Der Film ist also düster, ernst und fast manchmal deprimierend. Desillusionierte Charaktere in einer Welt der Endzeitstimmung. Und gerade Endzeitstimmung kommt beim Publikum sowieso immer gut an. Die Menschheit denkt, kurz vor ihrem Untergang zu stehen, seit es sie gibt, aber in heikleren Zeiten wie dem Kalten Krieg oder der aktuellen Weltwirtschaftskrise kommt das natürlich noch besser.

Und dann das überraschende Finale, das einen erst tricksen will zu glauben es ware nun doch nur ein enttäuschendes, übliches Supervillain, der die Welt vernichten will, weil die Menschheit doch so verkommen ist, nur um dann die wahren Beweggründe dahinter, die unkomfortable Wahrheit bar jeglichen Idealismus zu bringen.

Ich muss sagen, ich liebe Watchmen. Düster, ernst, so vollkommen anders wie erwartet, komplex, intelligent und trotz enormer Länge ist jede Szene wichtig. Einige werden sich sicherlich dran stören, denn er ist eben nicht, was man erwartet, wenn man einen Superheldenfilm schaut. Für manche zu düster und brutal, für andere mit zu wenig Action und zu vielen Gesprächszenen. Aber ich war begeistert.


6.6.10 01:25


#468: Mothra Monday - 1996

Mothra ist eines der beliebtesten Toho-Monster, weswegen sie nach ihrem 1961er-Film auch in so vielen Godzilla-Filmen eingebunden wurde. Und während dieser zwischen der Heisei- und Millennium-Ära 3 Jahre Pause machte, nutzte Toho diese, um eine neue Mothra-Trilogie zu starten.

Während er auf Hokkaido gerade die Wälder abholzt, stößt ein Bautrupp auf ein seltsames Artefakt. Der Bauleiter steckt das Amulett einfach in seine eigene Tasche und schenkt es seiner Tochter. Seltsam. Das bringt eine kleine Mini-Japanerin auf den Plan, die auf einem Minidrachen reitet und es stehlen will. Fairy Mothra und ihre zwei Minis tauchen auf, um sie aufzuhalten, schaffen es aber nicht.

Belvera, die böse Mini, fliegt damit zur Ausgrabungsstätte und erweckt Desghidorah (Death-Ghidorah?). Die beiden guten Minis sind mit der ganzen Menschenfamilie hinterher gereist, kommen aber zu spät. Sie erklären noch schnell, dass Desghidorah vor Ewigkeiten aus dem All kam, den Mars unbewohnbar machte und anschließend der Erde die Lebensenergie aussaugen wollte, aber von Mothra besiegt und versiegelt wurde. Mothra taucht auf und kämpft mit Desghidorah. Es entbrennt ein langer Kampf, bei dem die Minis ungefähr alle 5 Minuten geschockt schreien, dass Mothra stirbt, diese nach einem Rückschlag aber doch weiter Desghidorah angreift. Nachdem sie das ungefähr zum hundertsten Mal tun, schlüpft eine Larve aus dem zurückgebliebenen Mothra-Ei und mischt sich im Kampf ein.

Letztendlich können sie Desghidorah nicht besiegen, ziehen sich zurück und die ursprüngliche Mothra verreckt endlich. Die Larve macht sich auf zum verpuppen, da sie aber sehr hohe Ansprüche an den Wohnungsmarkt stellt, dauert es ne Weile, bis sie den passenden 10.000 Jahre alten Baum gefunden hat. Mothra Leo schlüpft und besiegt Desghidorah.


Nachdem die Monster nun aus dem Weg sind, erinnert sich der Film noch schnell dran, dass er ja die erste halbe Stunde so sehr auf einer Umweltbotschaft rum geritten ist, den er über Desghidorah total vergessen hat, und hält es für angebracht, diese noch mal mit dem Zaunpfahl herauszuholen. Die Familie steht im zerstörten Wald und hat einen „Was haben wir nur getan“-Moment, obwohl es ja eigentlich Desghidorah war, der den ganzen Wald mit seinen Angriffen abgefackelt hat. Die Kinder wollen Belvera bestrafen, doch die beiden anderen Minis halten sie davon ab und lassen Belvera entkommen, da sie ihre Schwester ist. Und wer hat schon nicht einen kleinen Unruhestifter in der Familie. Die beiden brauchen dringend mal einen Reality Check, kleiner Unruhestifter ist gut, das Weib hätte beinahe den Planeten zerstört.

Den ersten Film der Trilogie, einfach nur Mothra genannt, mag ich nicht sonderlich. Denn er ist ein Kinderfilm und mehr nicht. Keine Familienunterhaltung, sondern wirklich nur Kitsch für Kinder. Liegt wohl daran, dass Mothra hauptsächlich beim jungen und weiblichen Publikum so beliebt ist. Schade, denn der 1961er Film hatte mir sehr gut gefallen.

Zudem ist der Film für das, was er ist, viel zu lang. 105 Minuten, wenn es 75 auch getan und einen besseren – wenn auch noch immer keinen guten – Film gemacht hätten. Der Anfang, bis Desghidorah auftaucht, dauert zu lang. Der Kampf gegen ihn auch, da er wie gesagt nur ein ständiges Mothra niederschlagen, „Oh Gott, sie stirbt“ stöhnen, und dann doch wieder Stehaufmännchen machen ist. Und wenn Mothra dann doch endlich tot ist, muss sich die Larve nur noch schnell verwandeln und ihn besiegen. Jeder dieser drei Teile sollte nicht wirklich über 30 Minuten in Anspruch nehmen, wie sie hier gezogen werden. Aufgefüllt wird's mit Moral per Zaunpfahl gegen Umweltverschmutzung, Kapitalismus und für Familienzusammengehörigkeit. Denn die sich zankenden beiden Kinder und Eltern dürfen auch überall unnütz dabei stehen, alle 10 Minuten mal dumm in die Kamera schauen und sich am Ende schön vertragen.


7.6.10 10:27


#469: It's no wonder you hear no bells, you have no tinkler!

Quickies!

Die purpurnen Flüsse 2: Die Engel der Apokalypse, mit Sir Christopher Lee! Anstatt einer Verschwörung eines elitären Kreises wird diesmal religiöser Fanatismus aufgetischt. Versucht wirklich angestrengt möglichst young & edgy zu sein und bewegt sich dadurch ständig nahe an der style over substance Linie. Trotzdem ganz cool und unterhaltsam anzuschauen, aber eben nicht mit der Klasse des Vorgängers.

Sex and the City: Der Film. Carrie und Big wollen heiraten. Das war es auch schon. Das füllt natürlich keinen Film von viel zu langen 145 Minuten, also ist es ein bisschen komplizierter. Aber nicht viel. Im Prinzip ist der Film die Serie in Kurzform: Carrie und Big sind zusammen, Carrie und Big trennen sich (welch Überraschung), Carrie und Big kommen wieder zusammen (welch Überraschung). Und zum Schluss heiraten sie dann doch (welch Überraschung). Ich kann ja eh beide Charaktere leiden wie Fußpilz, aber das die ichbezogendste, oberflächlichste Frau der Serie den ichbezogendsten, oberflächlichsten Mann der Serie heiratet passt immerhin. Die beiden haben sich verdient. Nebenbei hat Samantha die üblichen Bindungsprobleme, Charlotte darf als einzig attraktive Frau der Gruppe hübsch aussehen und nichts erleben. Und zusätzlich gibt es noch ein paar weitere Subplots, um den Film zu füllen. Wovon gewohnt erstaunlich wenig Zeit an die einzige Frau mit einem wirklichen Problem geht: Mirandas Mann geht fremd. Ansonsten ist der Rest eher gut darin, sich Probleme zu machen, denn wirklich ernsthafte zu haben. Und alles in seiner eigenen Realität, wo Carrie zwar erstaunt ist, wie viel ihr Luxusapartment kosten soll, aber in jeder Szene ein neues Outfit anhat, das sie sich nicht leisten können dürfte und mit dem man ein Dritteweltland Jahre versorgen könnte. Von daher schon häufig erstaunlich doof und langweilig, aber doch hin und wieder witzig und charmant. Ist halt kein Kopfkino. Ich fand es sowieso schon immer interessant, dass Sex and the City als so die unabhängige Frau zeigend angesehen wird, weil die Weiber ja ach so unverblümt über Sex reden, letztendlich es aber nur darum geht, teure Schuhe und Kleider zu kaufen, um hübsch auszusehen und endlich den Mann zu finden, der das Leben lebenswert macht. Echte Feministinnen würden sich im Grabe umdrehen und ähnlich Twilight's Bella ist es fast etwas beunruhigend, dass moderne Frauen gern so wären.

Der WiXXer, das Witz-Nonsens-Feuerwerk mit vielen deutschen Comedians, und wer halt sonst mal wieder vor ne Kamera wollte. Dummerweise zünden ungefähr so viele Witze, wie in einem Scary Movie Sequel, ergo eher selten. Vielleicht ist es einfach nicht mein Humor, vielleicht muss man doch die Edgar Wallace Filme kennen (eher nicht), aber wenn die letzten paar Minuten an Outtakes witziger sind, als die 80 Minuten Film davor, läuft was schief.

Neues vom WiXXer wollte zuerst gar nicht schauen, hab es dann aber doch gemacht und bin ganz froh drüber. Mehr Action, mehr Charme, diesmal gibt es sogar einen kleinen Funken Story, der den ganzen Klamauk zusammen hält, man kann sich im Gegensatz zum Vorgänger nicht mehr schon nach 5 Minuten denken wer der Wixxer ist und obwohl der Humor immer noch ziemlich infantil ist, hat es mir diesmal sogar häufig Spaß gemacht. Vielleicht war ich Sonntag auch in besserer Stimmung für so was, als am Freitag.

Deep Throat, der berühmtberüchtigte Film, wenig gekostet, viel eingespielt und dadurch die kurzlebige Porn-Chic-Welle ausgelöst. Eigentlich ganz witzig, weil er sich nie ernst nimmt und einige herrlich dämliche Sprüche bringt. Allerdings absolut nicht sexy. Und in der zweiten Hälfte dann doch langsam etwas langweilig, obwohl er den Anstand hat, gerade mal einen Stunde zu gehen.

8.6.10 09:16


#470: Deep Blue Sea

The Blue Planet ist eine der teuren, umfangreichen BBC-Dokureihen von David Attenborough, der sie zwischen den Einträgen in seine umfangreiche Life-Reihe (von der ich allerdings glaub ich nie eine gesehen habe, außer The Private Life of Plants vor über 10 Jahren) produzierte. Jahrelang gedreht, 8 Episoden von je 50 Minuten füllend, dreht es sich um das Leben im und um das Wasser. Genauer gesagt der Meere, Lebensraum Flüsse und Seen bleiben weg. Wem die 6 1/2 Stunden zu viel sind, kann es wohl auch als 1 1/2-stündige Version Deep Blue bekommen. Aber wenn schon das Wissen erweitern, dann doch bitte gleich die ganze Serie, nich? ;P

In der ersten Episode gibt es erst Mal eine allgemeine Übersicht über die Thematik und vor allem, was das Leben im Meer beeinflusst/erst ermöglicht und wie sich der dortige Lebenskreislauf verhält. Die weiteren sieben Episoden behandeln dann jeweils einen spezifischen Lebensraum: Von der immer noch kaum erforschen Tiefsee, zum offenen und außer den Lebensadern der Meeresströme und Inseloasen nur schwach bevölkerten Ozean, über das Leben in den meist gefrorenen arktischen und antarktischen Meeren, zu den jahreszeitlich beeinflussten Meeren und wie sie sich über das Jahr hinweg ändern, Leben in den überbevölkerten Korallenriffen, die Auswirkung der Gezeiten und letztendlich das Leben an den Küsten.

Die Serie unterbricht dabei die spektakulären Naturaufnahmen nie, sondern bietet einen ständig erklärenden Sprecher aus dem Off, was ich sowieso viel mehr mag, als wenn eine Doku ständig von Interviewsessions von Wissenschaftlern, die einem das Zeug erklären, unterbrochen werden. Dazu gibt es natürlich passende, klassisch getrimmte Musik, mal verspielter wenn es z.B. um Krabben geht oder nur Ambiente des Nachts oder in der Tiefsee. Unterstützt werden die Aufnahmen von eingespielten Soundeffekten, nachträglichen Szenenzusammenschnitten bei Attacken etc. und hin und wieder sogar ein kleiner Special Effect, um die Aufnahmen interessanter zu machen.

Also ich fand die Serie echt toll. Aber das ich die Meereslebensräume interessant finde, ist ja nun auch nicht neu. Sollte mich vielleicht mal nach den Dokus der Life-Serie umschauen. Außerdem hab ich jetzt enorme Lust bekommen, Endless Ocean wieder rauszukramen. Vielleicht sollte ich mir endlich mal den zweiten Teil besorgen oder sehen, ob ich an Aquanaut's Holiday: Hidden Memories ran komme.


9.6.10 13:26


#471: Lost Souls

Irgendwie ist die letzte Woche zur Staffel-Beendigungs-Woche geworden, da ich nach und nach endlich die letzten Folgen von Scrubs Season 8, How I Met Your Mother Season 5, The Big Bang Theory Season 3 und The New Adventures of Old Christine Season 5 geschaut habe. Und natürlich das TV-Ereignis des Quartals überhaupt: Lost Final Season.

Wie geht also die Serie mit dem cheapen Title-Font zu Ende, nach all dem Hype und den vielen Rätseln? Es war wohl zu erwarten, dass diese nicht wirklich alle mehr gelöst werden können, dafür hat sich über die Staffeln zu viel angesammelt. Stattdessen nimmt man den einfachen Weg raus, klärt ein paar grundlegende Dinge auf und macht klar, dass der Rest der Rätsel und seltsamen Ereignisse keiner Begründung gebrauchen bzw. es wohl gar keine gibt. Letztendlich war es im Großen und Ganzen ein Spiel zweier Wesen gegeneinander und was so schräges passiert ist zum Großteil nur Schall und Rauch, um die Charaktere dazu zu bringen, dass sie tun, was diese von ihnen wollen. Die Serie zeigt dabei die übliche self awareness, wie in der Szene, in der Hurley Jack zum Leuchtturm bringt, dieser sich wundert, warum sie den nie vorher gesehen haben und Hurley einfach mit der Schulter zuckt und meint, sie hätten ihn wahrscheinlich einfach bisher nicht sehen sollen. Schön, wenn sich die Macher weiterhin darüber im Klaren sind, wie verdammt random ihre Serie doch geworden ist. Ähnlich auch mit den ganzen toten Charakteren, die dann doch wieder auftauchen, was letztendlich zur Folge hat, dass z.B. Locke gleichzeitig tot ist UND durch die Gegend stapft – das der eine nicht wirklich er ist mal außer Acht gelassen.

Überhaupt fand ich den Beginn der Staffel etwas zerstückelt und fragmentartig. Die Leute scheinen schon fast unmotiviert und kopflos durch die Gegend zu stapfen und über Plot Points zu stolpern. Immerhin unterhalten Evil Locke und Crazy Claire ganz gut. In der zweiten Hälfte zeigt es dann aber doch wesentlich mehr Stringenz und schaukelt sich wieder recht spannend hoch. Zudem gibt es auch wieder zwei Erzählebenen, zum einen die übliche Gegenwart auf der Insel, dann aber auch einen Ausblick in ein Leben der Charaktere, wenn es die Insel nicht gegeben hätte. Sogar der Running Gag, dass sich trotzdem alle mal irgendwie über den Weg laufen, bekommt in der finalen Staffel nun eine Bedeutung. So interessiert war ich dann doch seit Staffel 3 nicht mehr.

Ich hätte es ja sowieso besser gefunden, wenn die Serie eher 3 denn 6 Staffeln gehabt hätte, so ein auf den ständigen Überraschungsmoment ausgelegtes Konzept wird nämlich schnell too much und läuft sich tot, wenn es zu lange dauert. Man verliert einfach ein Stück das Interesse. Von daher bin ich ganz froh, dass es jetzt endlich rum ist. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich die Serie über die letzten 6 Monate, nicht Jahre, gesehen habe.

Und ich glaube auch, dass Lost einfach zu weitläufig und groß für sich selbst geworden ist. Ich weiß zwar nicht wirklich, was für ein Ende ich mir vorgestellt oder toll gefunden hätte, aber irgendwie denke ich fast, dass man nach dem, was so alles in den 5 Staffeln passiert ist, schon fast überhaupt nicht mehr der ganzen Sache ein zufrieden stellendes Ende aufdrücken konnte. Das Finale find ich dann auch etwas halbgar, zum einen ist es unglaublich rührend und bringt zumindest die menschliche Seite der Serie zu einem tollen Abschluss, aber von Story-Seiten her ist es etwas unbefriedigend.

10.6.10 07:46


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