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#433: Let's Play ~ Strange Journey - 03. Mine, mine, mine!

Während Zelenin übrigens ablehnt mit Dämonen zu kämpfen, beginnt Jimenez sich mit einem, den er aus Bootes gerettet hat, anzufreunden. Grundsteine der Law und Chaos Wege?

So, Carina ist also ein Einkaufszentrum. Der erste Dämonen-NPC begrüßt einen dann auch in etwa mit „Wir hoffen du genießt das Einkaufen hier, bis die Ressourcen der Erde aufgebraucht sind“. Sprich die moderne Konsum- und Überflussgesellschaft wird angeprangert. Boss ist dann auch ein der Völlerei frönendes Schwein. Carina führt übrigens die allseits gehassten dunklen Areale ein, durch die man sich blind tasten muss. Der Engel Mastema hilft uns hier erneut und übergibt Zelenin einen Power zum Schutz. Zudem können wir kurz Kontakt mit der Außenwelt aufnehmen und bekommen nicht so gute Nachrichten: Die Schwarzwelt hat bereits den ganzen Südpol eingenommen und Dämonen beginnen sich auch außerhalb von ihr breit zu machen. Zudem haben wir einen kurzen Traum mit einem mysteriösen Mädel namens Louisa Ferre (die weibliche Version von Louis Cypher a.k.a Lucifer in seiner menschlichen Gestalt? Höchstwahrscheinlich).

Was ich übrigens recht gut finde ist, dass man in jeder Welt eine Reihe an Storymissionen hat, die aufeinander aufbauen, statt nur eine für das ganze Teil. So groß wie die Welten sind, wäre das wohl sonst doch etwas lang, aber so hat Strange Journey ein vergleichsweise gutes Pacing für Dungeoncrawler-Verhältnisse.

Sektor 4 nennt sich Delphinus und ist eine Müllhalde. Wegwerfgesellschaft und so. Und beginnt direkt mit einer Überraschung: Die Leiche des Kommandanten ist verschwunden. Zudem werden Zelenins und Jimenez „Dämonen sind scheiße“ „Gar nicht wahr. Autorität ist scheiße“ Argumente häufiger. Die werden definitiv zu den Law- und Chaos-Anführern. Nach Bodenfallen und Falltüren in Bootes und dunklen Arealen in Carina kommen nun in Delphinus Laufbänder zum Zuge. Gnar. Zudem bricht kurz nach Betreten des neuen Sektors eine Krankheit aus, durch die Crewmitglieder sich gegenseitig umzubringen beginnen. Unter ihnen auch Jimenez. Dank der eigenen Technologie zur Gehirnwäsche (wozu hatten wir das an Deck?) und den Daten von Mitras Tests an Menschen, können wir ein Gegenmittel entwickeln und müssen alle Betroffenen zappen. Eine nette Demonica-Erweiterung macht ab jetzt die dunklen Areale un-dunkel, hurray! Nachdem wir Bekanntschaft mit der besessenen Leiche des Kommandanten und mehreren Geistern, die mit uns Psychospielchen treiben wollen, gemacht haben, erreichen wir irgendwann den Boss: Asura. Wer hätte gedacht, dass der so früh verheizt wird. Der ist scheiße schwer. Alle paar Runden macht er Asura Roga. Geht auf die ganze Gruppe, und belegt sie mit dem Rage Status – im Prinzip eine Mischung aus Berserker (extrem erhöhter Angriff, aber keine Kontrolle mehr über den Charakter) plus Konfusion (kann auch eigene Gruppe angreifen) – mit Pech darf man also dabei zusehen, wie sich die eigene Gruppe gegenseitig dahin meuchelt. Passt immerhin zur Krankheit, mit der die Crewmitglieder belegt waren.

In Strange Journey gibt es übrigens Trophies! Also nix mit online E-Penis-Vergleich wie auf HD-Konsolen, aber das Spiel gibt einem schon Einträge für eine Vielzahl unterschiedlicher „Errungenschaften“. Wie z.B. 10% vom Demon Compendium gefüllt, 50.000 Macca im Geschäft ausgegeben, 30 x aus einem Kampf geflohen, gewisse Dungeonstockwerke komplett ausgemapt etc. pp. Eines kann man allerdings sehr wohl mit anderen Spielern teilen: Dämonen. Im Kompendium gibt es nun eine neue Funktion, die für den gewählten Dämon ein Passwort ausspuckt. Wird das von einem anderen Spieler in seinem Spiel eingegeben, taucht genau dieser Dämon, Level und Skillsets gleich, auch in dessen Kompendium auf. Sie kosten allerdings viel mehr Macca zum Beschwören, als die eigenen, sobald man sie jedoch aufgelevelt und so zu seinem eigen macht und den alten Eintrag überschreibt, gehen die Macca-Kosten fürs nächste Mal runter. Ganz nützlich, wenn man ins MegaTen-Problem läuft, dass man die absolut falschen Dämonen zum Besiegen eines Bosses hat, aber nicht die Geduld aufbringt mehrere Stunden zum Züchten des perfekten Teams zu verbringen. Die meisten Passwörter sind natürlich Buchstaben/Zahlen/Symbole Gibberisch, allerdings gibt es von ein paar NPCs im Spiel und offiziell von Atlus Spezialpasswörter. „Madoka Ueno“ eingegeben erschafft z.B. als Tribut an Nocturne eine Pixie mit Megidolaon und Mediarahan - den stärksten Almighty- und Heilzaubern der Serie.

Mein liebster EX-Mission-NPC bisher ist übrigens Anthony. Der hat eine ganze Reihe Missionen, die sich jeweils darum drehen, dass er sich in eine Dämonin verliebt hat, man diese nun aufsucht, sie sagt, wie scheiße sie Anthony doch findet, und man dies ihm dann beibringen muss. Nur, damit er direkt eine andere Dämonin toll findet. Besonders witzig war Lilim, in die er sich verliebt hat, nachdem er davon geträumt hat, mit ihr Sex zu haben (was so auch zur Mythologie passt, da Lilim angeblich im Traum mit Männern schlafen und so ihnen Energie entziehen). Sobald man die nächste Lilim anspricht, lässt sie einen nun ausrichten, dass Anthony nie im leben eine Frau befriedigen können wird, so schlecht war er :D

1.5.10 01:28


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#434: A viper in Rome's bosom

Heute geht es mal nicht ums Asia-Kino, sondern um Hollywood. Und zwar dem umstrittenen Film Caligula, der damals durch Gewalt, Sex und Groteske die Leute vor den Kopf gestoßen hat. Und von dem es dadurch gut ein dutzend verschiedene Schnittfassungen gibt, um sie auch jüngeren Zuschauern und fürs TV nutzbar zu machen. Die '79 mit 156 Minuten in die Kinos gekommen (und längste) Version ist dabei nicht mal zwangsläufig die, die der Vision des Machers am nahesten kommt. Denn da nur Penthouse Geld für die Produktion gegeben hat, musste er Hardcore-Szenen einfügen, die ursprünglich nicht geplant waren - nur damit das Film, weil er dem Penthouse-Scheffe immer noch nicht gefiel, von einem Dritten neu geschnitten und weitere Szenen eingefügt wurden. Trotzdem ist dies letztendlich die Version, die ich mir angeschaut habe.

Der Film setzt dabei kurz vor der Ernennung Caligulas als neuen Caesar an und endet natürlich mit seiner Ermordung, 37-41 AD. Und möchte wohl tatsächlich ein ausschweifendes und schockendes Drama sein. Immerhin war Caligula dafür bekannt ein Tyrann zu sein, ständig Feste und Orgien zu feiern, den Staat ruiniert zu haben und verrückt gewesen zu sein, so wollte er seine Schwester heiraten und sein Lieblingspferd zum Senator machen. Wie viel davon nun stimmt und wie viel die damals übliche Propaganda gegen ungeliebte Caesaren war, sei dabei mal dahin gestellt.

Aber ja, der Film zeigt eben diese ausschweifenden Orgien und den langsam wachsenden Wahnsinn Caligulas. Das Problem dabei ist lediglich, dass man sich nicht wahnsinnig dafür interessiert. Letztendlich kommen die wenigen Versuche auch die Tragik hinter Caligula in Form des Todes der geliebten Schwester und des ewigen Zweifels, wer ein Mordkomplett planen könnte, nie so wirklich in Bewegung. Der Film ist dabei erstaunlich inhuman, als das nie wirklich Emotionen glaubwürdig aufkommen und neben den ganzen Festen, Orgien und Caligulas Wahnsinn auch nichts "Gutes" aufkommen will. Es gibt nur zwei reine Themen im Film. Zum einen Macros absolute Treue zu Caligula. Doch der wird ziemlich zeitig umgebracht. Und die Liebe zwischen Caligula und Drussila, die man aber auch eher mit einem hochgezogenen Augenbraue nimmt, da der Film nie aufhört einen daran zu erinnern, dass selbst im ansonsten so vulgär und verkommen porträtierten Rom Inzest ein Tabu ist.

Abolute Macht korrumpiert absolut. Und als solches könnte der Film durchaus interessant sein. Caligula als Herrscher der fast ganzen damalig bekannten Welt, dessen jegliches Wort Gesetz war. Ihn langsam in den Wahnsinn verfallen zu sehen könnte interessant sein - dafür müsste man sich aber auch erst Mal für den Menschen dahinter interessieren. Und das tut man nicht. Man interessiert sich für keinen der vorkommenden Charkatere. Dabei macht sein Schauspieler seine Sache doch sehr gut und das Spiel ist halbwegs unterhaltsam dadurch. Gerade die Szene, wo er sich vom Senat zum Gott ernennen und anschließend alle wie eine Schaafsherde mähen lässt. Nur benimmt sich Caligula eben den ganzen Film über so extrem unberechenbar bis verrückt und kommt einem deswegen nicht als normaler Mensch dahinter nahe.

Und als groteskes Theater der Obszönitäten unterhällt der Film ehrlich gesagt auch nicht, da er da einfach nicht weit genug geht und in der Darstellung nicht abgedreht genug ist. Dabei gibt es durchaus einige sehr interssante Sets. Direkt zu Beginn das kleine Reich des wahnsinnigen Tiberius ist ein tolles Set und bietet reichlich groteske Dinge anzuschauen wie seltsames Sexspielzeug, Transvestiten, siamesische Zwillinge usw. in tollen Kostümen und Sets. Gleiches bei der öffentlichen Geburt von Caligulas Tochter oder dem imperialen Bordell-Schiff. Dazwischen ist der Film weitestgehend normal anzuschauen, trotz hin und wieder mal einem Todesopfer (aber blutige Szenen gibt es letztendlich nur drei oder so im ganzen Film), reichlich Softcore- und hin und wieder kurzer Hardcore-Szene.

Letztendlich ist der Film halt gar nicht so schockierend. Wie gesagt gibt es blutigere Szenen kaum und die sind weit von dem entfernt, was man heutzutage in den Begriff Gorno prägenden Filmen sieht. Und der Sex, ja von dem gibt es reichlich im Film, eigentlich viel zu viel, um interessant zu sein. Und auch wenn Hardcore-Szenen selbst heutzutage noch ein no go sind, so reichlich sind sie gar nicht mal, das meiste ist Softcore und insgesamt bekommt man auch recht ordinäre Sachen zu sehen. Der ganze Film ist vergleichsweise normal, wäre er komplett im Stil des Tiberius-Anfangs gewesen, wäre er wesentlich interessanter.

Letztendlich fließen die Szenen halt so an einem vorbei, man nimmt wahr, was da passiert aber so richtig berühren tut einen das alles nicht. Zeug passiert, mehr Zeug passiert und nach doch etwas langen 2 1/2 Stunden ist es dann recht abrupt beendet. So richtig absolut schlecht ist der Film dabei noch nicht mal, aber sicherlich auch nicht gut, sondern einfach irgendwie nur da.


2.5.10 22:38


#435: Godzilla Monday - 2001

Es dauert nie lange, bis Toho die beliebtesten Monster neu auftauchen lässt. Und da die Millennium-Reihe nicht sonderlich erfolgreich begonnen hatte, mussten für den dritten Film große Geschütze aufgefahren und gleich zwei reingestopft werden. Gelohnt hat es sich, Godzilla, Mothra and King Ghidorah: Giant Monsters All-Out Attack ist der erfolgreichste Millennium-Film.

1954 ist Godzilla aufgetaucht und wurde seither nie wieder gesehen. Doch mittlerweile kommt es zu seltsamen Vorfällen, für deren geschehen er verantwortlich zu sein scheint. Auch eine Möchtegernreporterin eines Schundsenders, die gerade eh im Gebiet einen bericht über die 3 legendären Yamato-Schutzgottheiten machen wollte, geht der Geschichte auf die Spur.

Allerdings tauchen gleich zwei Monster auf: Godzilla aus dem Meer und Baragon zu Land (der war nicht beliebt genug, ums in den Titel zu schaffen). Heilloses Durcheinander garantiert. Die beiden treffen aufeinander, kämpfen und Godzilla besiegt Baragon. Mittlerweile glaubt man auch zu wissen, was Godzilla so unzerstörbar macht: Er ist nicht einfach nur ein mutierter Saurier, sondern in ihm stecken die Rachsüchtigen Geister aller Opfer des Zweiten Weltkrieges.

Kurz nachdem Baragon besiegt ist, erwachen die beiden anderen Schutzgötter. Mothra trifft zuerst auf Godzilla, der nun bereites in Tokyo eingetroffen ist. Beide kämpfen etwas, bis Ghidorah eintrifft. Godzilla schaltet zuerst Ghidorah aus und tötet dann Mothra. Deren freigesetzte Energie lässt King Ghidorah auferstehen, der Godzilla unter Wasser bekämpft.

Das Militär sieht mittlerweile seine letzte Chance: Per Kamikazeeinsatz einfach einen Sprengsatz innerhalb Godzillas zünden. Der Vater der Reporterin, welcher der Einsatzleiter ist, erklärt sich dazu bereit, lässt sich von Godzilla schlucken, sprengt ihn und schafft es doch wieder aus der ganzen Sache unbeschadet hervorzukommen.

Endlich mal ein guter Film in der Millennium-Ära. Jetzt wo sie bereits halb rum ist, wurde das auch langsam mal Zeit. Auffällig dabei, dass man erneut eine neue Timeline erfindet: Das 1954er Original ist geschehen, alles andere nicht (allerdings werden die Ereignisse des US-Filmes angesprochen, aber stark angezweifelt, dass es sich dabei um den echten Godzilla handelte). Überhaupt versucht man stark, an den glorreichen Ursprung anzuknüpfen. Weniger abgedrehte Ideen, da die Monster diesmal relativ „gewöhnliche“ Schutzgottheiten sind und keine singenden Feen vorkommen. Lediglich die Idee, dass Godzilla die ganzen Seelen des WWII in sich trägt, schluckt sich eher schlecht, hält aber für die etwas übertriebenen Antikriegs-Untertöne her. Zudem ist der Suspense-Teil zu Beginn des Filmes, wenn die seltsamen Ereignisse beginnen, aber noch keiner so richtig Ahnung hat, was sie verursacht und das daraus resultierende Chaos nett gemacht (in dieser Timeline hat man es ja seit 50 Jahren mit keinerlei Monstern zu tun bekommen). Nur leider etwas lang, da man als Zuschauer sowohl durch den Titel wie auch der Legende innerhalb des Filmes direkt weiß, welche Monster auftauchen werden. Man wird also natürlich nicht so überrascht wie die Leute im Film und der Suspens-Teil ohne wirkliche Suspense zieht sich etwas.

Wenn's dann mit dem Auftreten der Monster so richtig losgeht, dann aber immerhin richtig und hört auch nie für lange auf. Da fällt es dann auch nicht schwer ins Gewicht, dass man sich um den eingestreuten menschlichen Teil der Geschichte zwischen Vater und Tochter nicht wirklich zu interessieren beginnt. Die Action-Shots sind alle extrem cool in Szene gesetzt  und die Monsterkämpfe spannend, ohne zu lang zu sein. Gerade Mothra profitiert davon, da es dadurch zu keinen der üblichen Interaktionsschwierigkeiten kommt. Die Schutzgötter mögen etwas schwach wirken, aber dafür sind sie ja auch zu Dritt und Godzilla als Racheengel soll nun mal übermächtig und Furcht einflößend sein. Das kommt durch die komplett weißen, Pupillenlosen Augen auch sehr gut zur Geltung. Zudem hat man sich mit dem Design wieder etwas an die Showa-Zeit angelehnt, von Färbung, gut abgesetzten Kopf und dem Aussehen von Rückenstacheln und Beam (nun wieder Blau statt Rot wie in den vorigen Filmen). Die beiden vorigen Versionen haben mir allerdings doch etwas besser gefallen. Lediglich der Leuchteffekt beim wiedergeborenen King Ghidorah mag etwas too much sein.

Trotz schwacher Story, etwas lange bis er ins Rollen kommt und seltsamer Godzilla-Entstehungsgeschichte, ist All-Out Attack der bisher beste und sehenswerteste Millennium-Film. Noch nicht ganz ein Highlight der Gesamtserie, sondern „nur“ ganz gut, aber das ist bei einer 30 Filme umfassenden Serie ja auch nicht übel.


3.5.10 09:46


#436: Let's Play ~ Strange Journey - 04. Painting the roses red

Irgendwann während Delphinus ist mein Alignment von Neutral auf Law gerutscht. Hahum. Ich geh zwar schon häufig in MegaTens zum Law-Ende, aber da ich momentan viele gute Neutral-Dämonen dabei hätte, wäre dieses Alignment rein für Co-Op-Attacken besser.

Mittlerweile hat man Außerhalb einen neuen Plan gefasst: Die Zerstörung der Schwarzwelt durch das Zünden mehrerer atomarer Sprengsätze an dessen Grenzen, um hoffentlich eine Kettenreaktion auszulösen und die Paralleldimension so auszulöschen.

Der neue und anscheinend letzte (ja… sicherlich) Sektor Eridanus sieht aus wie ein… Garten. Oder besser gesagt ein Labyrinth, denn bei den vielen Schachtelgängen, Türen und versteckten Durchgängen verliert man schon schnell den Überblick. Sich ständig gegen die Wände drehen, um zu schauen, ob dort ein Durchgang versteckt ist, ist dann doch nicht so spannend. Außerdem gibt es wieder dunkle Areale! Gerade erst eine Erweiterung im vorigen Dungeon bekommen, wird es hier schon wieder obsolet.

Während wir bereits den weißen Obelisken in der Mitte erklimmen, werden wir zurück gerufen, um ein seltsames Vorkommnis in Carina zu untersuchen. Dort treffen wir einen weiteren Panzer mit dem Jack Squad an, die nicht zum Militär gehören, sondern aus privater Hand finanziert werden und nach Wertsachen in der Schwarzwelt suchen sollen. Ich frag mich, was für ein Gehalt die bekommen, damit sie sich auf eine solche Mission einlassen. Einen gegenseitigen Hilfspackt geschlossen und wir können endlich zum Boss Orouboros. Der unsterblich ist, wie uns auch Kommandant Gore versichert. Natürlich gibt es einen Weg, dies auszuschalten und Orouboros dann doch zu besiegen. Gore zieht den Schwanz ein und der Vanishing Point zur Flucht aus der Schwarzwelt kann betreten werden. Natürlich ist das noch nicht das Ende, immerhin sind wir gerade mal in den 40er Levels. Die Flucht wird blockiert und wir sehen die drei Figuren im weißen Zimmer vom Beginn des Spieles wieder. Diesmal erklären sie uns, dass wir Exotic Matter brauchen, damit die Flucht glücken kann und das in der Mitte der Schwarzwelt Mem Aleph (Hauptcharakter aus SMT2 oder nur Namensreferenz? Wir werden sehen… ) auf uns wartet. Zudem zeigen sie uns, dass die Atomsprengköpfe gezündet wurden, die Schwarzwelt aber ganz offensichtlich nicht weiter gejuckt haben. Also ab in den nächsten Sektor.

Laut Demon Analysis (während das Demon Compendium nur die registriert, die man bereits im Team hatte, sind hier alle, die man bereits angetroffen hat), habe ich übrigens bereits 60% aller Gegner gesehen. Im Kompendium allerdings nur 30. Sind diesmal aber auch verdammt viele, über 300. Darunter viele, die es lange nicht gab, da die PS2-Teile ja großzügig die gleichen 3D-Modelle wiederverwertet haben, während man hier mal wieder jede Menge frisches (altes) Blut reinbringen konnte. Einige Designs davon habe ich dabei bisher noch gar nicht gesehen, entweder sind es sehr selten genutzte, oder Kaneko hat tatsächlich erstaunlich viele Dämonen re-designt. Wahrscheinlich eher ersteres ;P Die 32-bit Devil Summoner benutzten glaub ich recht ungewohnt Designs und bei denen hätte ich sie auch nicht schon irgendwo mal gesehen.

Die Fiends sind natürlich auch wieder mit dabei. Bisher habe ich David, Matador, White Rider und Red Rider besiegt. Waren gar nicht mal schwer, besonders im Vergleich mit Nocturne. Sie gehören allerdings zu den höher leveligen Spezialkämpfen, die man über die Analyse im Dungeon suchen muss, sind keine Bosse oder normale Encounter.

Neuerdings ist es sehr en vogue neue Frosts zu erfinden. Nocturne hat Black Frost (und danach fast jedes andere MegaTen auch), Devil Summoner PS2 hat Raihou Frost, wenn man will kann man noch die Event-Frosts von Imagine dazu zählen und Strange Journey erfindet wieder einen neuen. So will in einer EX-Mission ein Jack Frost eine Rüstung gebracht bekommen, damit er seine Familie rächen kann. Tut man dies, verwandelt er sich in den Superhelden Frost Ace, der ab da an fusioniert werden kann.

4.5.10 00:37


#437: Lone Wolf Wednesday - Demons

Diesmal wird es Ogami etwas schwerer gemacht, an seinen Auftrag zu kommen: 5 Mitglieder des Kuroda Klans werden ihn zu unterschiedlichen Zeiten zum Test angreifen. Besiegt er sie, bekommt er einen Teil seines Geldes und einen Teil der Informationen. Letztendlich gestaltet sich die Sache so: Das Oberhaupt des Klans favorisiert seine Konkubine so sehr, dass er seinen Sohn und eigentlichen Erben wegsperren lies und die Tochter, die er mit der Konkubine hat, nun als diesen ausgibt. Dummerweise hat er dies in einem Dokument festgehalten, das einem vertrauenswürdigen Priester anvertraut wurde – nur ist der nicht vertrauenswürdig und schon auf dem weg zum Yagyu Klan mit diesem Dokument. Ogami soll ihn also umbringen und das Dokument holen.

Nebenbei gibt es noch einen Subplot, in dem eine Diebin durch Daigoro wieder auf den ehrlichen Pfad zurück findet. Und Ogami bekommt von einer weiteren Botin des Klans einen zweiten Auftrag: Die falsche Prinzessin und ihre beiden Eltern ermorden.

Zuerst geht es also erst Mal zum Priester und diesen töten. Das endet in einer kurzen Massenschlacht mit dem Yagyu Klan, bei der ihm die Kurodas helfen. Gleiches noch mal auf dem Weg zum Oberhaupt des Klans. Dort angekommen bringt er Prinzessin und Eltern um, nachdem er in einer dritten Massenschlacht sich gegen den Rest des Klans behauptet hat. Und zum Schluss segelt Ogami ausnahmsweise mal gen Sonnenuntergang, statt zu gehen, während ihm eine Schickse hinterher schaut.


Baby Cart in the Land of Demons fand ich nun wieder etwas schwächer, als den Vorgänger. Der Plot ist diesmal wesentlich einfacher gestrickt, wodurch er etwas verstückelt wirkt, um doch die 90 Minuten gefüllt zu bekommen. Halbe Stunde Anfang, halbe Stunde Auffüllen, halbe Stunde Finale. Zudem sind diesmal die Kämpfe zu Beginn auch nicht so spannend anzusehen, sondern erst gegen Ende die drei aufeinander folgenden Massenkämpfe. Dafür wird der Ehrenkodex der Klans diesmal wieder ganz groß geschrieben und zieht sich als dickes Leitmotiv durch den Fim.

Ogami ist aber irgendwie schon interessant, wenn man mal drüber nachdenkt. Typisch 70er halt, der stoische etwas zottelige Ronin. Heutzutage wäre er 15 Jahre jünger, 30 Kilo leichter und vor allem entweder wesentlich emotionaler oder wenn ganz gefühlsarm, dann der ganze Film Style over Substance total over the top und durchgestyled.

So, ein Film noch. Wird Ogami jemals seine Rache bekommen? Wird Retsudo, Oberhaupt des Yagyu Klans und Erzfeind Ogamis, je mehr in einem Film zu tun bekommen als „Dieser verdammte Ogami“ ins Bild zu Knurren?


5.5.10 08:11


#438: Queen of Egypt

Ich hab mir mal Cleopatra angesehen. Die 1970er Anime-Version, die beim US-Release den verkaufsträchtigen Untertitel Queen of Sex angedichtet bekommen hat. Da er allerdings von Tezuka Osamu ist, der sowohl Kindergeschichten wie seriöse Stories aufs Papier gebracht hat (Astro Boy, Kimba der weiße Löwe, Black Jack, Metropolis, Phoenix Saga) und 1970 bereits ein großer Name war, ist wohl klar, dass es kein billiges Schmuddelfilmchen sein wird.

Die englischen Fansubs fangen dann auch erst mal mit folgender Belehrung ob ihre Akkuratheit an: “Some artistic liberties have been taken for the story so make some sense. Frankly, this movie is batshit-crazy in any language.” Na wenn das nicht ne Fahrt werden kann ;P

Batshit-crazy würde ich dabei als etwas übertrieben einstufen, auch wenn die ersten Minuten des Filmes einen durchaus nicht vom Gegenteil überzeugen. Es beginnt in der Zukunft. Eine den Erdlingen nicht wohlgesonnene Rasse hat den „Cleopatra Plan“ gestartet. Da man nicht wirklich eine Ahnung hat, was das nun bedeuten soll, hat eine Gruppe die glorreiche Idee, einfach eine Maschine zu nutzen, mit der sie in die Zeit Cleopatras reisen, um das alles mit zu erleben. Es wird übrigens nur ihr Geist in den Körper einer schon damals lebenden Person verfrachtet. Das ein Codename „Cleopatra“ nicht zwangsläufig so wahnsinnig viel mit ihrem Leben zu tun hat und das so ein ganzes Leben wohl doch etwas arg viel Informationen bereit stellt, um zu wissen, wovon sich die Idee ableitet, darauf kommt wohl keiner. Die Sache mit dieser Anfangsszene ist, dass sie nicht animiert ist. Es sind Realaufnahmen, nur das über die Gesichter der Schauspieler animierte Gesichter gesetzt wurden. Das die ganze Sache dadurch natürlich total batshit wirkt, ist klar.

Sobald Cleopatras Geschichte dann beginnt, weicht das allerdings auch einer komplett animierten Optik und wird wesentlich normaler. Nun, wirklich normaler nicht, es ist immer noch sehr seltsam, aber batshit-insane wäre übertrieben. Rom ist gerade in Ägypten eingefallen, doch man hat bereits einen Plan: Cleopatra soll sich an Caesar ran machen und mit ihren Sexpraktiken umbringen. Dummerweise ist Cleo potthässlich, was sich aber durch den Spruch eines Schamanen schnell ändern lässt. Sie schläft auch mit Caesar, bringt ihn aber nicht um, sondern lässt sich von ihm im Liebestaumel zur Königin über Ägypten ernennen. Als nächstes soll sie ihn mit Gift töten, doch wie sich heraus stellt, hat Caesar eine seltsame Krankheit, die Gift für seinen Körper zu Medizin werden lässt. Und dann ist Cleo auch noch von ihm schwanger. Bei der Geburt ihres Kindes soll sie ihn nun erstechen, doch dies bringt sie aus Liebe nicht mehr über sich. Und er nimmt sie mit nach Rom.

Kaum in Rom angekommen, schenkt uns der Film noch mal ein paar Minuten batshit insanity, die unzusammenhängende, verwirrende, teils psychedelische Szenen aneinanderreihen, die keinen Sinn ergeben. Nach ein paar Minuten ist das rum und der Film geht weiter, als hätte es sie nie gegeben.

In Rom angekommen geht die Sache so langsam den Bach runter, da Caesars römische Frau und Octavian die ägyptische Hure natürlich nicht sonderlich begeistert aufnehmen. Letztendlich kann sich Caesar nicht zwischen den Frauen entscheiden und Cleopatra unterstützt in ihrer verschmähten Liebe die Senatoren beim Planen Caesars Ermordung.

Mark Anton kommt an die Macht und Cleopatra umgarnt auch ihn. Das führt ihn in den Krieg gegen Octavian, den er auch verliert, weil seine Soldaten zu viel Sex mit den Ägypterinnen hatten, um noch standhaft im Kampf zu sein. Alles eine List, um Ägypten in die Freiheit zu führen. Doch auch Mark Antons Tod verhilft dem Land nicht dazu, da nun Octavian auf der Schwelle steht. Und diesen kann Cleopatra nicht verführen, weswegen sie den Tod durch Schlangengift wählt.

Viel Geschichte, immerhin geht der Film auch fast 2 Stunden. Die Sache ist nur die, dass er eine riesige Identitätskrise hat. Der Storyabriss klingt jetzt erst Mal ganz nüchtern, aber die Umsetzung ist einfach nur… seltsam. Manchmal ist der Film lustig, dann wieder ernst, dann seltsam und sinnfrei, dann dramatisch, dann ist wieder Slapstick angesagt. Der Film weiß ja noch nicht mal, ob er die Geschichte richtig erzählen will, oder nicht. Alle wichtigen Eckpunkte Cleopatras Lebens sind nämlich drin. Doch dazwischen macht der Film einfach sein eigenes Ding. Caesar, der Zigarre raucht. Moderne Toiletten und Pistolen im alten Rom. Gladiatoren, die sich mit Fliegenklatschen bekämpfen. Schlachten, die durch eine Runde Stein-Schere-Papier entschieden werden. Caesars Ermordung dargestellt wie ein Kabuki-Theaterstück. Caesar und Cleopatras Siegeszug durch Rom in einem Porsche. Und dann ist Cleopatra doch plötzlich wieder groß am Heulen, weil ihre Leben ja so eine Tragödie ist.

Erotik gibt es dabei nicht wirklich. Sicherlich hängen den hässlichen Frauen häufig die schlecht gezeichneten Brüste raus, und es wird viel unter der Gürtellinie gewitzelt, aber das war es schon. Drei Mal im Film hat sogar jemand Sex, was dann aber so abstrakt und symbolisch dargestellt wird, dass man genauso gut auch eine Sequenz mit wachsendem Gras einfügen könnte. Oder halt ein Feuerwerk – aber das wäre wohl zu offensichtlich und plump gewesen.

Mal wird geheult, mal wird gekämpft, mal gibt es überzeichneten Slapstick a la Asterix, mal macht alles wenig bis gar keinen Sinn und am Ende passt das alles nicht zusammen. Gerade die erste Hälfte des Filmes ist sehr überzeichnet, während die zweite Stunden dann plötzlich viel dramatischer und ernster wird. Cleopatra kann sich einfach nicht entscheiden, was es nun sein will. Also probiert er einfach mal alles aus, teilweise auch alles gleichzeitig, am Ende resultiert das für den Zuschauer dann aber in Nichts.


6.5.10 06:28


#439: Let's Play ~ Strange Journey - 05. Be prepared

Mit dem neuen Sektor Fornax hört die Imitation der menschlichen Welt nun auf und er schaut stattdessen sehr noch einer der Dämonenhochburgen in Nocturne aus. Zudem überrascht uns schon direkt auf dem ersten Stockwerk der wiedergeborene Morax (Boss des ersten Sektors), der für diesen Kampf zu Moloch wird. Nachdem wir die nächsten beiden neu geborenen Bosse besiegt haben, kommt eine Notmeldung rein. Der Jack Squad verhält sich äußerst verdächtig und der sie ausspionieren gegangene Jimenez ist in Schwierigkeiten.

In deren HQ angekommen sehen wir dann auch, dass sie dort Experimente an Dämonen vornehmen. Und Jimenez mit seinem Dämon fusionieren, a la SMT1. Chaos-Leader born, eh? Nach dem Ausschalten des Jack Squads geht es wieder zurück nach Fornax. Zwischendurch haben wir auch Louisa Ferre zwei Mal getroffen, letztendlich hatte sie bisher aber noch nichts von Wichtigkeit zu sagen, sondern eher auf stating the obvious gemacht. Asuras neue Form ist übrigens erneut durch Asura Roga recht schwer, irgendwie sogar schwerer wie der Hauptboss des Sektors, Tiamat. Sobald sie ausgeschaltet ist geht es dann auch wie üblich in den nächsten Sektor, Grus.

Das Design von Grus nutzt einfach veränderte Versionen des Dekors aller vorigen Sektoren durcheinander. Außerdem macht der Rest des Jack Squads erneut Probleme. Diesmal ist Zelenin an der Reihe sich gegen sie zu stellen, nachdem sie von Mastema Engelskräfte bekommt und als Law Leader neu geboren wird. Kommandant Gore ist auch wieder mehr oder weniger bei Sinnen, um uns zu helfen. Genauer gesagt erzählt er uns lediglich, dass es insgesamt 4 Mütter der Schwarzwelt gibt, von denen wir schon zwei hinter uns haben. Und nach besiegen des Bosses dieses Sektors, Maya, sogar 3.

Erneut gibt es eine Übertragung der Drei Weisen, die uns erklären, dass die Schwarzwelt schon früher aufgetaucht ist, um Zivilisationen auszulöschen, die zu stark vom rechten Wege abgekommen sind. Da wir aber eine reelle Chance haben, die Schwarzwelt zu vernichten, fänden sie es toll, wenn wir uns ihrem Weg anschließen würden. Nämlich Law: Ein von Engeln geleitetes, streng reguliertes Utopia zu schaffen. Louisa Ferre mischt sich ein, findet den Weg blödsinnig und meint wir sollten lieber ihr folgen. Den Chaos-Weg gehen, die Schwarzwelt ihr Ding machen und nach dem Naturgesetz des Stärkeren unter den Dämonen leben. Zelenin und Jimenez verlassen jeweils mit einem Teil der Crew das Schiff, um den Weisen bzw. Louisa zu folgen.

Der Rest setzt erst Mal zum finalen Kernsektor der Schwarzwelt über, Horologium, in dem die letzte Mutter, Mem Aleph, auf uns wartet. Zudem kommt eine Übertragung von Kommandant Gore rein, der sich mit uns unterhalten will.

7.5.10 18:56


#440: Godzilla Monday - 2002

Nach Mothra und King Ghidorah kommen wir nun mit Godzilla against Mechagodzilla direkt zum dritten obligatorischen Film, der in keiner Ära fehlen darf.

1999 startet Godzilla seinen zweiten Angriff auf Japan. Dabei verliert Akane auf Grund einer Unachtsamkeit Mitglieder ihres Spezialteams und wird zu Archivarbeit degradiert. Da die Waffe, die sich gegen Mothra und Gaira als nützlich erwiesen hatte, gegen Godzilla versagt, muss eine neue entwickelt werden. Und zwar, in dem man durchs Klonen des Skeletts vom 1954 zerstörten Godzilla einen biologischen Cyborg erschafft.

2003: Geboren ist Mechagodzilla Typ 3, Codename Kiryu. Und Akane soll sogar die Steuerung übernehmen. Beim nächsten Angriff Godzillas geht zunächst auch alles gut, doch nachdem Godzilla gebrüllt hat, gerät Kiryu plötzlich außer Kontrolle und zerstört Teile der Stadt, bis ihm endlich der Strom ausgeht. Akane ist niedergeschlagen, zumal sie bei ihrem Team wegen der 1999er Ereignisse sowieso nicht gut da steht. Kiryu wird überarbeitet, die ihre Mutter verlorene Tochter eines beteiligten Wissenschaftlers redet Akane Mut zu, ihr Team lernt sie zu akzeptieren, yadda yadda yadda.

Beim nächsten Angriff Godzillas ist die Obrigkeit zunächst skeptisch Kiryu erneut einzusetzen, aber da sonst nix hilft, bleibt ihnen letztendlich keine Wahl. Die beiden kämpfen, Kiryu geht allerdings mittendrin der Saft aus und seine Fernsteuerung wird zerstört. In Kanto wird der Strom ausgeschaltet und auf Kiryu geleitet, Akane klettert in Kiryu rein, übernimmt die manuelle Steuerung, appelliert an Kiryu und zusammen können die beiden Godzilla zurück schlagen. Jedoch nicht vernichten, Godzilla zieht sich lediglich zurück, auf das er einen anderen Tag seine Entscheidungsschlacht mit Kiryu haben möge.

Ich mag Godzilla against Mechagodzilla alleine schon deswegen, weil er die Ehrlichkeit besitzt unter 90 Minuten zu bleiben, anstatt über 100 zu gehen. Das gibt ihm ein schnelle, angenehmes Pacing und geradlinigen Plot. Interessanterweise sag ich allerdings immer, dass man gut 10-15 Minuten Story raus schneiden könne, da den Filmen damit nix genommen wäre. Und Mechagodzilla scheint eher so, als hätte man vorrangig Action eingespart, man verbringt nämlich erneut mehr Zeit damit die Hintergrundgeschichten von Akane und dem kleinen Mädchen erzählt zu bekommen, als mit Monster Action. Allerdings sind diesmal die Charaktere wenigstens ganz unterhaltsam und sympathisch. Erstaunlicherweise wirken sie, sowie einige andere Szenen des Filmes, eher wie typische Anime-Klischees, denn wie ein Live Action Movie.

Wenn Godzilla und Mechagodzilla dann doch mal kämpfen, ist das immerhin sehr gut inszeniert, vor allem das Finale. Allerdings wirkt Godzilla hier etwas arg steif und unbeweglich, gerade in der ersten Auseinandersetzung mit Kiryu. Und das Ende wirkt etwas plötzlich und schwach, da Godzilla ja im Prinzip einfach den Rückzug einschlägt und auch Kiryu noch steht – normalerweise wird wenigstens eine Seite (scheinbar) ausgeschaltet. Hier jedoch wird Godzilla von Kiryus Absolute Zero Strahl getroffen, taucht wieder auf, zuckt mit der Schulter und geht von dannen.

Übrigens erneut eine neue Timeline, erneut gibt es offiziell nur die Ereignisse aus dem 1954er Original vor diesem Film. Dafür aber auch Mothra (1961) und War of the Gargantuas, wie Stock Footage der anderen Monster, die Japan so zwischendrin bekämpfen musste, zeigen.

Einreihen würde ich Godzilla against Mechagodzilla noch ein Stück über Giant Monsters All-Out Attack vom Vorjahr.


10.5.10 09:06


#441: More Movie Quickies

Free-TV Film schauen.

Die purpurnen Flüsse, mit dem immer tollen Jean Reno. Interessante Geschichte um eine übliche Verschwörungsschoße eines elitären Kreises und einem Mörder, der versucht darauf aufmerksam zu machen. Sehr spannend und interessant gemacht, auch wenn ich mir leider so ungefähr eine halbe Stunde vor Ende schon denken konnte, wer was wieso warum getan hat. Hat mir trotzdem sehr gut gefallen.

Von Frankreich auf die Insel mit Severance, einer britischen Horrorkomödie. Mit Laura Harris, die auch in einer anderen recht guten Horrorkomödie, The Faculty, mitgespielt hat. Eine Gruppe Mitarbeiter einer Waffenhandelsfirma ist auf einen Teamausflug in Ungarn, wo sie sich verlaufen, in einer abgewrackten Hütte landen und plötzlich von einem Killer verfolgt werden. Überraschenderweise abgesehen von einigen Stellen gar nicht mal so extrem witzig… und leider zu Beginn auch erst Mal gar nicht so super spannend, da es recht lang dauert, bis die Sache, dass die Gruppe gejagt wird, so richtig ins Rollen kommt. Dann isses aber ganz OK.

Blessed, ein weiterer britischer Horrorfilm. Mit Heather Graham. Über ein Paar, das bisher auf normalen Wege nicht schwanger geworden ist und deswegen in eine Kleinstadt mit hervorragender Klinik für künstliche Befruchtungen fährt. Eingepflanzt wird ihr die Saat Lucifers und die Gemeinde tut ihr bestes, den beiden ein tolles Heim und Jobs zu vermitteln, damit sie dort und zufrieden bleiben. Vom Grundprinzip her also lose einer modernen Version von Rosemary's Baby nicht unähnlich… nur in unglaublich langweilig.

Transformers, mit Megan „way overrated“ Fox. Gestern geschaut, Heute kann ich mich schon kaum noch an was erinnern. Rein gegangen und selbstverständlich nichts erwartet, außer halt einfach nur ein unterhaltsames Actionspektakel. Und trotzdem war ich ein wenig gelangweilt. Hilft natürlich auch nicht, dass der Film zum einen zu lang ist und zum anderen die Hälfte der Action-Shots so schnell geschnitten und die Kamera so spastisch ist, dass man nicht erkennt, was abgeht. Der Bay-sche übertriebene Militär-Heroismus und die dick aufgetragenen Moralzaunpfahle wirken selbst für einen an ein junges Publikum gerichteten Film zu stark aufgetragen, aber unterm Stich bleibt's wohl ein solider Film, zumal man in den Film gehend ja sowieso erwartet, dass Story und Charaktere Mist sein werden.

11.5.10 00:26


#442: Lone Wolf Wednesday - Hell

Während sich Ogami auf den Weg gen Edo zum finalen Konflikt mit Retsudo macht, gehen diesem langsam die Kinder aus, die er Ogami auf den Hals hetzten kann. Tochter Kaori ist der letzte legitime Spross der Familie, aber auch sie wird von Ogami besiegt. Also macht sich Retsudo auf in den Wald, um das uneheliche Kind Hyoei, den er mit 5 hier ausgesetzt hat, auf sein Erbe zu eichen.

Der hingegen sieht sich aber nicht als Teil des Yagyu Klans und lehnt ab. Stattdessen will er den Tsuchigumo Klan, der ihn großgezogen hat, ins Rampenlicht verhelfen, in dem er mit dessen Hilfe Ogami töten will. Letztendlich scheinen sie das auch fast zu schaffen, da sie mit unfairen Mitteln kämpfen. Als Ogami allerdings an die Samurai-Ehre Hyoeis appelliert, lässt dieser sich wirklich auf ein Duell Mann gegen Mann ein, das natürlich Ogami gewinnt.

Der schwer verletzte Hyoei versucht seine Schwester zu vergewaltigen, damit sie dem Tsuchigumo Klan einen Nachfahren gebären kann, doch Retsudo erlöst beide mit dem Schwert aus dieser Schmach. Weder eheliche noch uneheliche Kinder mehr verbleibend haben, geht Retsudo mit seinem Klan in die finale Massenschlacht gegen Ogami. Ogami schnetzelt natürlich alle Angreifer dahin, doch Retsudo kann in letzter Minute vom Schlachtfeld fliehen.


Da haben wir ihn nun, Lone Wolf and Cub: White Heaven in Hell, das Finale der 6 Filme in 3 Jahren Reihe der 70er. Und leider enttäuscht er etwas. Zuerst sei gesagt, dass ich durchaus die ruhige, melancholische Stimmung vor herbstlichem/winterlichem Hintergrund mag, da es diese gewisse Endzeitstimmung rüber bringt. Leider passiert deswegen aber auch die ersten 50 Minuten nicht wirklich viel, sondern dreht der Film erst auf die letzte halbe Stunde auf. Das macht ihn zu einem der langweiligeren, gleichzeitig aber auch atmosphärischsten Einträge der Reihe.

Zudem wirkt der ganze Film wie ein großes Build up, das komplett die Tatsache hyped, dass wir hier im finalen Film sind und wir somit endlich das Ende der Rachestory erreichen und den finalen Konflikt zwischen Ogami und Retsudo erleben werden. Doch dann entzieht sich der Film dem auf letzter Sekunde doch wieder und lässt Retsudo entkommen. Das ist etwas schade und wirkt deplaziert. Eigentlich müsste man der finalen Massenschlacht (der größten der Serie) im Schnee (ziemlich cool, teilweise sogar auf Skiern und Schlitten) lediglich 5 Minuten für ein Duell der beiden anfügen, um der Serie den runden Schluss zu bieten, auf den der ganze Film so angestrengt hinzuarbeiten scheint. Hat nur leider nicht sollen sein.

Ein schlechter Film ist er freilich dennoch nicht. Das ist keiner der Reihe. Er ist aber wie die anderen mit vergleichsweise wenig Action einer der schwächeren gegenüber den Actionspektakeln.


12.5.10 00:14


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