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#408: Let's Play ~ Final Fantasy VIII - 05. Rinoa is silent no more

Ellione ist nicht wirklich in der Stadt Esthar, sondern in einer Raumstation, zu der Squall und Rinoa geschossen werden. Währenddessen taucht die Lunatic Pandora auf und überfliegt die Stadt. Die Zurückgebliebenen können sie zwar entern, werden dann aber doch raus geschmissen.

Auf der Raumstation erfahren wir auch deren Daseinsberechtigung: Die vor 17 Jahren gestürzte Adell wird hier versiegelt. Und der Mond überwacht, weil von dort die Monster kommen o.O Rinoa, unter Artemisias Kontrolle, löst die Siegel Adells und die Monster fallen in einem riesigen Tropfen gen Erde, Zielpunkt Lunatic Pandora, und nehmen Adell mit.

Rinoa verdanken wir nun die langweiligste Szene des ganzen Spieles: Gute 10 Minuten driftet sie durchs All, ohne das was passiert. Da erbarmt sich Squall unser und fängt sie ein, und da sehr praktischerweise die Ragnarök direkt nebenan durchs All driftet, finden die beiden dort Unterschlupf. Rinoa will Squall umarmen, doch der redet ihr das sofort wieder aus. Wow, was ne tolle Liebesgeschichte Final Fantasy VIII doch ist. Ich glaub Squall mochte sie mehr, als sie noch im Koma war und das Maul gehalten hat. Vielleicht ist er auch nur nekrophil. Rinao ist übrigens wieder komplett geheilt, jetzt wo Artemisia sie anscheinend nicht mehr braucht.

Ein Mischung aus Kämpfen und Puzzeln später (8 Aliens, von denen je 2 die gleiche Farbe haben und nacheinander umgebracht werden müssen, damit sie nicht auferstehen) sind die beiden auch schon wieder auf dem Weg zur Erde, da die Ragnarök - erneut unglaublich praktischerweise - nach 17 Jahren im All rum driften trotzdem noch komplett funktionstüchtig ist. In Esthar angekommen soll Rinoa versiegelt werden, da sie ja ne Hexe ist und so, doch Squall lässt das nicht zu. Artemisias Plan ist übrigens die Zeitkompression – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf eine Ebene zu bringen.

Das Hauptproblem von Final Fantasy VIII ist gar nicht mal, dass es hauptsächlich eine Love Story ist. Sondern das es eine miserable ist. Squall und Rinoa sind beide unsympathische Stereotypen, Rinoa nur nervig und muss ständig gerettet werden, Squall ist ein Arsch zu ihr dann doch plötzlich verliebt stößt sie teilweise trotzdem hin und wieder noch von sich weil zu ihrem Besten und yadda yadda buhuhu, dazu fehlt zwischen beiden jede Chemie, und die Dialoge zwischen ihnen sind auch dämlich. Final Fantasy VIII erreicht wenn es um die Romanze geht fast Twilight-Niveau.

Dank der Ragnarök kann nun endlich die ganze Welt besichtigt und alle Sidequests erledigt werden. Das ist nun der Punkt, wo ich vor 10 Jahren ungefähr war – alles danach ist neu.

Die Ragnarök fliegt ganz schön langsam, fällt mir dabei auf. Nujo, die Summons Boko, Tonberry, Kaktor und Bahamuth geholt, einige gute Zauber auf der Insel zu Himmel und Hölle gezogen und dann ging es auch irgendwann mit der Hauptstory weiter, da mir mittlerweile ehrlich gesagt das Spiel langweilig wird und ich fast gar nicht mehr weiter gemacht hätte.

In Esthar treffen wir auf dessen Präsidenten: Laguna hat es dazu gebracht, nachdem er die Adell-Widerstandbewegung zu Ruhm geführt hat. Und unser Plan gegen Artemisia? Lunatic Pandora stürmen, Ellionne retten, Adell töten, Artemisia in Rinoa eindringen lassen, sie ihre Zeitkompression veranstalten lassen und so zu ihr in die Zukunft gelangen, um sie zu töten. Wenn wir nur stark genug an Mut, Liebe und Freundschaft glauben, wird das schon klappen. Nein wirklich, das sagt er so, und das schlucken alle so.

1.4.10 04:54


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#409: Godzilla Friday Special - Kaijuu Daikessen

Das beim AVGN zumindest kurz gezeigte Fighting-Game für SNES, Godzilla: Monster War, ist von Alfa System, von denen auch die PC-Engine-Version stammt. Und doch ist es ein ganz neues Spiel, bei weitem kein direkter Port.

Kein Intro. Schade, wäre eigentlich auch auf dem SNES möglich gewesen. An Spiel-Modi wurde zwar nicht gekürzt, aber da es eh nur zwei gab, wäre das auch sehr schlecht gewesen. Normal Mode, früher bekannt as Story Mode (nicht, dass es in Battle Legends wirklich Story gegeben hätte), ist komplett umgeändert. Anstatt nur Godzilla auswählen zu können und jedes Stage zwischen zwei vorgegebenen Monstern zu wählen, kann beliebig aus den 8 Monstern ein Spielercharakter gewählt werden. Anschließend dann auch der Gegner, letztendlich müssen eh alle 7 besiegt werden. Danach geht es gegen Mechagodzilla II bzw. Super Mechagodzilla oder sogar das Schlachtschiff Gotengo als Endgegner, je nachdem auf welchem Schwierigkeitsgrad man spielt und wie viele Punkte sich angesammelt haben.

Diese drei werden nach Besiegen auch für den Versus-Modus frei gespielt. Die normalen 8 sind es natürlich von vorneherein. Auch hier geht es nur 2 Spieler zur Sache, statt gegen den Computer spielen zu können. Aber dafür hat man ja im Prinzip jetzt den Normal Modus.

Die 8 vorhandenen Monster sind übrigens Godzilla, Anguirus, King Ghidorah, Gigan, Megalon, Mechagodzilla, Biollante (ja, jetzt spielbar) und Mothra (ja, endlich dabei). Also so ziemlich die üblichen Verdächtigen und ein paar weniger, als die 15 auf PC Engine.

Die Steuerung ist nun wesentlich besser. Immerhin werden alle 4 Buttons genutzt, was das Herausfinden der Moves vereinfacht. Sie dann auch konsequent zu machen ist dann wieder was anderes, aber ich rechne das jetzt einfach mal meiner Unfähigkeit bei 2D-Fightern zu. Zumal die Gegner-AI erneut sehr stark ist. Die Leiste, um Spezialattacken machen zu dürfen, muss sich diesmal übrigens erst auffüllen, was sie durchs Einstecken von Attacken tut. Zudem erhöht dies aber auch die konstant absinkende Stun-Leiste, sollte sie sich komplett füllen, kann das Monster kurzzeitig bewegungsunfähig gemacht werden. Also ein zweischneidiges Schwert mit den beiden Leisten. Im Gegenzug braucht man sie nur noch für einen Supermove, nicht alle stärkeren Specials.

Grafisch sehen Hintergründe wie Monstersprites natürlich ne Ecke detaillierter aus, dafür ist die Midi-Qualität des Soundtracks schlechter als wenn er von CD käme. Was leider etwas fehlt, ist die Extra-Meile, die man im Spiel fürs PC-Engine gegangen ist. Godzilla verändert das Aussehen nicht mehr je nach Gegner, und obwohl die Kampfarenen technisch besser ausschauen, stehen sie was Vielseitigkeit und Imagination angeht hinten an. Obwohl sie erneut denen aus den Filmen nachempfunden sind.

Von daher an Technik und Gameplay das bessere der beiden Spiele, nagt an einem halt trotzdem ständig der Gedanke, dass es überall ein wenig weniger ist und man sich beim PC-Engine-Spiel mehr… Mühe?... gegeben hat.


2.4.10 13:54


#410: Let's Play ~ Final Fantasy VIII - 06. Courage, Friendship & Love

In der Lunatic Pandora stellen wir nun zum letzten Mal Fu-Jin und Rai-Jin zu einem Kampf (Biggs und Wedge sind auch da, entschließen sich aber zu Desertieren, statt erneut die Hucke voll gehauen zu bekommen xD), genau wie Cifer. Der zuerst wie ne coole Sau daher kommt, da er Odin kaputt schlägt, aber doch extrem einfach ist und anschließend von Gilgamesh zur Strecke gebracht wird. Der schlechte Verlierer entführt Rinoa und bringt sie zu Adell. Es sollte zu FF8 ein Trinkspiel geben: Jedes mal, wenn Rinoa in Schwierigkeiten gerät, hebt man einen. Volltrunkenheit garantiert – damit erträgt man das Spiel dann auch gleich viel leichter. CD3 Ende.

Adell verleibt sich Rinoa ein und zieht sich im anschließenden Bosskampf jede Runde einige HP von ihr. Sie darf natürlich nicht sterben. Was wesentlich schwieriger wäre, wenn Adell nicht in 3 Runden tot geschlagen wäre :D

Anschließend geschieht die psychedelische Zeitkompression und wir landen vor einem ziemlich coolen Enddungeon: Ein riesiges gotisches Schloss a la Castlevania. Hat auch mal was, keinen riesigen Turm erklimmen oder durch ne aus Zeitgründen notdürftig zusammengeworfene Anderswelt zu laufen. Das einzige bisschen Schwierigkeit kommt in diesem allerdings nur davon, dass es das Kopplungssystem cheated. Alle 8 Befehle werden gesperrt und nach jedem Zwischenboss darf man auswählen, welcher davon wieder frei geschaltet wird. Da die Statuskopplungen aber noch gelten sind doch alle Bosse sehr einfach gewesen – es dauert nur evtl. etwas länger einen tot zu schlagen, der gegen Zauber anfällig ist, man den Zauber- und GF-Befehl aber noch nicht frei geschaltet hat.

Alle Zwischenbosse besiegt geht es gegen Artemisia in 4 Formen. Auch hier die einzige Schwierigkeit, dass sie das System cheated. Das Kopplungssystem ist so ausgelegt, dass man die GFs und Zauber alle auf 3 aktive Charaktere stopft, damit diese möglichst gute Kopplungen haben – wenn Charaktere ausgetauscht werden, kann man all diese mit einem Menübefehl übertragen. Also hat man immer drei ungekoppelte Leute dabei, weil die eh keine brauchen. Artemisia wählt allerdings zufallsgeneriert aus den 6 Charakteren die 3 aus, die gegen sie antreten sollen.

Ist einer davon für mehrere Runden tot, wird ein neuer eingewechselt, hat man also ne Null dabei, muss man nur warten, bis diese nach dem ziemlich schnellen Ableben gegen einen gekoppelten Charakter ausgetauscht wird. Mein Problem war nur, dass Artemisia mir 2 Tröten ins Team gepackt und dann den einzig guten tot geschlagen bekommen hatte, bevor diese ausgewechselt waren xD Und beim zweiten Anlauf erneut, nur dass ich diesmal den einen Charakter am Leben gehalten bekommen hatte. Zudem kann sie Zauber der Charaktere löschen, und wenn's ein an einen Wert gekoppelter ist, ist die entsprechend futsch, was also ein Problem werden könnte, wenn die Formen nicht alle in wenigen Runden das Zeitliche segnen würden. Sobald man alle 3 gekoppelten Charaktere im Team hat, sind die diversen Formen dann auch wieder kein Problem. Die letzte Form ist ironischerweise die einfachste gewesen: Sie macht Höllengericht, das alle Charaktere auf 1HP setzt. Quistis sich wieder hoch heilen lassen bedeutet aber, dass sie ihre nächste Runde erneut an ein Höllengericht verschwendet, um sie wieder auf 1HP zu bekommen – nach 4 Runden Limit Breaks von Squall und Xell war sie dann auch schon futsch.

Am Ende sind dann alle Charaktere zwischen Raum und Zeit verschollen, finden aber doch wieder zueinander, da sie ganz doll aneinander denken und so Blödsinn. Und alle sind glücklich. Edea und Cid sind wieder vereint, Laguna hat Ellione zurück, Cifer angelt mit Fu-Jin und Rai-Jin, Squall und Rinoa sind glücklich vereint und bekommen einen Haufen bildhübscher aber selten dämliche Kinder, Selphie verdient sich eine goldene Nase, in dem sie ihre gebrauchten Höschen an Irvine verkauft, Xell überfrisst sich und bekommt Diabetes und Quistis macht ein erfolgreiches Domina-Studio auf, in dem sie ihre sexuelle Frustration ausleben kann. Wahrscheinlich sind selbst Wedge und Biggs eine Lebenspartnerschaft eingegangen und haben ein nigerianisches Waisenkind adoptiert.

3.4.10 00:39


#411: One by one

Ma schaun, wie lang die Kette an Blogeinträgen anhält (wahrscheinlich bis Strange Journey eintrifft und mich konsumiert :D). Ich hab mir jetzt Harper's Island angeschaut, da es ganz interessant geklungen hat und mit 13 Folgen auch nicht sonderlich lang ist. Und bei der einen Staffel wird's wohl auch bleiben, letztendlich hat es so ziemlich weltweit nicht gerade gut Quote gebracht.

Abby Mills hat vor 7 Jahren Harper's Island verlassen, nachdem ihre Mutter eines der Opfer John Wakefields wurde. Nun ist sie zurück, da ihr bester Freund auf der Insel heiraten wird. Und natürlich beginnt direkt eine weitere Mordserie.

Das ganze ist im Prinzip ein Slasher Movie, nur länger. Die Hauptfrage natürlich, wer der Mörder ist, oder ob es eventuell mehr als einen gibt, wer als nächstes stirbt und warum das Ganz überhaupt stattfindet. Die meisten Charaktere legen nämlich entweder ein etwas seltsames Verhalten an den Tag oder haben sonstig eine Leiche im Keller. Von der Ehefrau, die fremdgeht, zum psychisch angeknacksten Mädel, die ebenfalls ihre Mutter bei den Morden verloren hat. Im Prinzip wird fast jeder der über 20 Charaktere mal so hingestellt, das man ihn kurzzeitig als Mörder mit einrechnet. Zudem hat natürlich alles noch Verbindungen zur Wakefield-Mordserie, deren Geheimnisse bis Heute nicht komplett gelöst sind.

Extrem gory wird die Serie dabei nie, Blut und ein paar abgetrennte Körperteile bekommt man allerdings schon zu sehen. Überraschenderweise fast ausschließlich post mortem, während bei den eigentlichen Morden fast immer sofort weg geblendet wird, wenn Waffe auf Opfer trifft. Zudem setzt die Serie enorm auf Jump Scares.

Ein absolutes Highlight ist die Serie allerdings nicht, aber doch sehr solide. Halbwegs spannend, halbwegs überraschend, halbwegs interessant, halbwegs vorhersehbar und eine ziemlich gute Finalepisode – gesehen haben muss man's nicht, unterhalten tut's aber schon gut.

Viral Marketing ist unglaublich beliebt und auch zu Harper's Island gab es das, genannt Harper's Globe. Auf der fiktiven Webside dieses Nachrichtenzeitung Harper's Islands konnte man sich anmelden und so miteinander und den Rollen in den Harper's Globe Webisodes interagieren. Diese haben regelmäßig kurze VLogs online gestellt, die dann am Ende der Woche zu am Ende insgesamt 16 Episoden von je ca. 5 Minuten zusammengenommen wurden. Die Story dreht sich dabei um Robin, die das College geschmissen hat und beim Harper's Globe dazu angestellt wurde, Newsartikel auf deren Internetpräsenz zu übertragen. Ihr Leben auf Harper's Island stellt sie als VLog online, allerdings tauchen auch Videos zwei weiterer User auf: Einer postet Entführungen, der andere scheint Robin zu verfolgen.

Das ganze war halt wie gesagt sehr interaktiv mit den richtigen Usern der Internetpräsenz gestaltet und all den Schmarn. Die Homepage ist sogar noch online, allerdings hab ich mich darauf für nix interessiert, außer den eigentlichen Folgen. Und die kommen eher wie das Projekt eines Filmstudenten daher, sind also nicht sonderlich gut, aber immerhin kurz und schmerzlos.

4.4.10 02:24


#412: Godzilla Monday - 1995

Nach drei sehr guten und drei etwas schwächeren Filmen kommt die Heisei-Ära mit Godzilla vs. Destoroyah nun zu seinem Ende. Wer hat die übertrieben genauen offiziellen Romanisierungen Angurius und Destoroyah eigentlich für eine gute Idee gehalten?

Godzilla taucht auf und zerstört Teile Hong Kongs, macht sich anschließend auf den Weg gen Japan. Durch einen Vorfall ist der Kernreaktor in seinem Inneren mittlerweile außer Kontrolle geraten – in Godzilla staut sich mehr und mehr Energie an, bis er irgendwann explodieren und den ganzen Erdball in ein Flammenmeer verwandeln wird. So hat es zumindest der Sohn des Waisen aus dem 1954er Film errechnet.

Mittlerweile hat ein Wissenschaftler eine Technologie entwickelt, die dem Oxygen-Destroyer aus dem ersten Film nahe kommt – einen neuen zu bauen ist evtl. die einzige Chance gegen Godzilla, doch er möchte seine Erfindung nicht als Bombe nutzen. An der Stelle, an der Godzilla 1954 von jenem zur Strecke gebracht wurde, entdeckt man derweil einen prähistorischen Mikroorganismus, der komplett ohne Sauerstoff überleben kann. Bei Versuchen im Labor entkommt dieser allerdings und beginnt zu mutieren.

Während in Tokyo die daraus mutierten Monster bekämpft werden, wird die Super X3 geschickt, um Godzilla mit ihren Waffen einzufrieren. Dies setzt ihn zumindest für einige Stunden außer Gefecht. Doch nachdem er wieder auftaut, hat sich die Problematik in seinem Inneren verändert: Er wird nicht mehr explodieren, sondern einer Kernschmelze erliegen, die ebenfalls die Erde zerstören wird.

Godzilla Junior, mittlerweile fast zu einem erwachsenen Exemplar herangewachsen, taucht auf und Godzilla folgt ihm. Die Destoroyah-Monster vereinen sich zu einem riesigen Exemplar. Da dieses quasi ein lebendiger Oxygen-Destroyer ist, lautet der neue Plan Godzilla durch Junior zu ihm zu locken, damit er ihn besiegt.

Junior und Destoroyah liefern sich einen erbitterten Kampf, Junior siegt. Doch Destoroyah mutiert einfach zu einer noch stärkeren Form und bringt Junior um. Godzilla und Destoroyah liefern sich einen erbitterten Kampf, Super X3 greift ein, Destoroyah wird besiegt doch die Kernschmelze Godzillas beginnt. Durch die Freeze-Gun des Militärs kann die Radioaktivität allerdings auf Tokyo beschränkt werden, sie zieht sich sogar plötzlich ganz zurück – Junior hat sie absorbiert und lebt nun als vollwertiger Godzilla weiter.

Die Geschichte ist straff gestrickt, gut erdacht und weitestgehend in sich logisch. Aufgesetzte Charakter-Subplots, die nirgendwo hin führen, gibt es nicht, alle sind damit beschäftig einen Weg aus der nahenden Katastrophe zu finden. Charakterisierung findet nur statt, um zu erklären, warum sie mit dabei sind. Zudem werden Plotpoints und Charaktere vom 1954er Film und der kompletten Heisei-Ära aufgegriffen, um die ganze Timeline zu einem möglichst runden Schluss zu bringen. Cheese-Faktor gibt es gleich gar keinen, der Film ist komplett ernst und einer der düstersten der Serie.

Godzilla, den die letzten beiden Filme – nicht zuletzt auch durch seine Bindung an Junior – versucht haben in ein etwas besseres Licht zu rücken wird hier überraschend gut gehandhabt. Zum einen wirkt er so bedrohlich wie noch nie und letztendlich ist ja auch die Gefahr, die von ihm ausgeht noch nie größer gewesen. Gleichzeitig ist das aber nicht wirklich seine Schuld, erneut wie eine Naturkatastrophe ist er halt einfach unverschuldet, was er ist. Seine Bindung an Junior und der Tod der beiden werden auch sehr gut und mit viel Tragik eingebunden.

Ständig wird irgendwo gekämpft, gehen Dinge zu Bruch, kommt es zu Explosionen. An Action bekommt man also erneut viel geboten und die Special Effects haben eher selten einen Durchhänger. Godzillas Zerstörungstour direkt zu Beginn des Filmes, die fast Horrorfilm-esque Jagd auf die kleineren Destoroyah-Formen sowie die finalen Kämpfe sind wirklich gut gesetzte Film-Highlights. Das Design der verschiedenen Destoroyah-Formen ist Respekt einflößend, gleiches gilt für den neuen Godzilla Suit mit seinen rot glühenden Augen, Zacken und über den Körper verteilten Rissen.

Godzilla vs. Destoroyah ist ein fulminanter Abschluss der Heisei-Filme. Sogar der beste unter ihnen. Und einer der besten in der kompletten Serie.


5.4.10 03:30


#413: Re

Ein Buch gelesen. Genauer gesagt sogar zwei: Gut gegen Nordwind und Alle sieben Wellen. Sind beide im Prinzip eine durchgängige Geschichte.

Durch einen Zufall geraten Emmi und Leo in E-Mail-Kontakt zueinander und da sie sich sympathisch sind, brechen sie den auch nicht sofort wieder ab. Das ganze Buch ist nun deren hin und her gemaile. Natürlich verlieben sie sich ineinander, gestehen sich das aber nicht unbedingt sofort ein und gleichzeitig wissen sie nicht, ob sie ihre spezielle Mail-Beziehung potentiell durch ein echtes Treffen zerstören wollen. Von wegen Illusion zerstören und so. Nebst anderen Problemen.

Im Prinzip sind es Wohlfühl-Bücher. Der verbale Brunfttanz der beiden umeinander, die Neckereien, die zynischen Kommentare, die Scheicheleien, der Sarkasmus, die Witzeleien - beides sind sehr charmante Persönlichkeiten, denen man einfach gerne zu liest.

Das erste Buch endet dann auch auf eine ziemlich bitterböse Art. Aber eine sehr passende. Für eine Beziehung, die nur durch Mails gelebt wird, in denen beide tunlichst vermeiden dem anderen wirklich nahe zu kommen, ein Treffen immer unausweichlicher zu wollen und doch panisch zu vermeiden zu versuchen, ist ein Ende, wo all dies ganz abrupt und plötzlich abbricht irgendwie perfekt. Auch wenn es ja im nächsten Buch weiter geht.

Hin und wieder ist es allerdings schon irgendwie anstrengend mit den beiden. Da sie sich eben ständig im Kreise drehen und auf der Stelle treten. Kaum haben sie sich mal ein paar Schritte angenähert, versteht einer der beiden eine eigentlich harmlose Mail total falsch und ist angepisst, der andere ist dann angepisst, weil derjenige so überreagiert und et voila, hat sich alles zwischen den beiden wieder zurückentwickelt. Das ist manchmal echt wie in einer Telenovela oder einem Lovecomedy-Anime, wo beide genau wissen, dass sie sich zueinander hingezogen fühlen, es sich selbst und den anderen aber 100 Folgen nicht eingestehen wollen und partout nicht vom Fleck kommen.

Das liegt letztendlich wohl auch ein bisschen am Konzept der Bücher. Dadurch, dass sie komplett aus den Mails bestehen, kann sich die Beziehung über diese nicht hinaus entwickeln, da es ja sonst nix mehr zu schreiben gäbe. Im zweiten Buch treffen sie sich nämlich ein paar Mal, und diese Treffen stehen so direkt nicht im Buch, sondern erst die anschließende Analyse derer, die sich die beiden per Mail zukommen lassen. Entwickelt sich die Beziehung also weiter, bedeutet das regelmäßiger persönlicher Kontakt, gleich kaum noch Mail, gleich kein Buch.

Zum Glück ist diese Problematik mit dem auf der Stelle treten dann nicht ganz so nervig, da die Bücher mit je knapp über 200 Seiten nicht arg lang sind - wenn man beide, so wie ich, hintereinander liest, fällt es aber halt doch auf. Aber dennoch: Zwei wirklich charmante Wohlfühl-Bücher :3

6.4.10 06:37


#414: Lone Wolf Wednesday - Vengeance

Ich habe beschlossen, mich jetzt durch eine weitere japanische Kultfilm-Serie zu schauen: Lone Wolf and Cub. Basierend auf dem erfolgreichen über 20 Bände fassenden Manga und in Rekordzeit abgedreht (6 Filme in 3 Jahren, 4 davon in ein und demselben).

Der erste Film Sword of Vengeance legt dabei eindeutig die (Story-)Grundlagen der Serie.

Der Shogun regiert mit eiserner Hand und hat überall Spione, die seine Lords ausspionieren. Wecken sie sein Missfallen, muss die ganze Familie ausgemerzt werden, vom persönlichen Attentäter des Shoguns. Itto Ogami ist ein solcher. Doch diese Position bringt viel Prestige mit sich und so spinnt eine andere Familie eine Intrige gegen ihn. Seine Familie wird gemeuchelt und er selbst des Hochverrates bezichtigt. Anstatt den verlangten Ehrentod zu begehen sagt sich Ogami allerdings vom Shogun los, schwört Rache und streift nun mit seinem überlebenden Sohn im Schlepptau als Söldner durch die Lande.

Er bekommt den Auftrag eine feindliche Bande, die sich in einem Dorf mit heißen Quellen eingenistet hat, zu töten. Dort angekommen, sind die auch gut damit beschäftigt zu töten und zu vergewaltigen. Als sie das Dorf gerade verlassen und Zeugen ihrer Taten umbringen wollen, greift Ogami ein und erledigt seinen Auftrag. Eine Diebin und Hure, die sich in ihn verguckt hat, lässt er zurück, während er sich mit seinem Kinderkarren erneut auf Wanderschaft begibt.

Es ist ziemlich eindeutig, dass Sword of Vengeance der Beginn einer Reihe ist. So ist man hauptsächlich damit beschäftigt die Hintergrundgeschichte Ogamis in vielen Rückblenden zu erzählen, während die Geschichte in der Gegenwart eher kurz und oberflächlich bleibt. Zudem kommt das Finale etwas abrupt und gehetzt rüber. Doch gerade die Geschichte des Verrats an ihm ist interessant erzählt und obwohl es weder so blutig noch so Action geladen ist, wie man es der Reihe nach sagt, wird man gut unterhalten. Es musste halt erst die Grundlage gelegt werden, bevor es in den nächsten Filmen dann so richtig rund geht.

Dominiert wird das ganze natürlich stark vom Ehrenkodex. Ogami hatte immerhin eines der höchsten Ämter des Shoguns inne, durfte sogar dessen Emblem tragen, welches allein schon ganz Japan in Ehrfurcht versetzte. Da hinterfragt er auch nicht, wenn er ganze Familien, selbst Kleinkinder, in dessen Auftrag hinrichten muss. Umso tragischer, wenn dies dann auch mit seiner Familie geschehen soll. Ogami ist schon ein sehr stoischer Antiheld, bei dem man nicht weiß, ob man wirklich unreflektiert für ihn sein soll. Selbst seinem eigenen Sohn, noch fast ein Baby, stellt er der Ehre wegen vor die Wahl: Schwert oder Ball, ein Leben für die Rache oder sterben und mit der toten Mutter vereint sein.


7.4.10 08:32


#415: Great Planet Monster Negadon

Negadon: The Monster from Mars beginnt direkt mit einem kurzen Einleitungstext, der erklärt, wie der Film zu verstehen ist: Als Hommage zur Zelebrierung von 50 Jahren Kaijuu-Film.

Und zwar in Form eines 25-minütigen CGI-Independent-Streifens. Die ganze Angelegenheit geht dann auch sehr zügig vorran, anstatt die nutzlosen Subplots und das ganze andere unwichtige Fett eines vollwertigen Kaijuu-Films von 100 Minuten zu haben.

Im Jahr 2025 wird beim Mars-Terraforming-Projekt ein setsames Artefakt geborgen, das zur Erde geschafft werden soll. Doch daraus schlüpft ein riesiges Monster, das auf Stadtzerstörungstour geht. Ein Wissenschaftler der Robotik, der seinen Beruf an den Nagel gehängt hat, nachdem seine Tochter bei einem Test tödlich verunglückt ist, muss nun über seinen Schatten springen, in einen Drill-Mecha steigen und das Vieh besiegen.

Das ganze spielt in einer alternativen Timeline, in der die Showa-Zeit nie geendet hat und dementsprechend besteht die ganze Welt trotz Zukunft teilweise aus Showa-Nostalgie, Geräten der 50er und 60er und den üblichen Zukunfstfantasien der damaligen Filme. Im Gegensatz zu Gehara ist Negadon dann auch wirklich reine Hommage, nicht zusätzlich noch Parodie, nimmt sich also ziemlich ernst. Aber funktioniert, dadurch, dass es sich keine Längen erlauben kann. Nett und charmant ist er allemal, wenn auch nicht so kultig wie Gehara.


8.4.10 10:56


#416: Godzilla Friday Special - 1997

Zwischen dem Ende der Heisei- und dem Beginn der Millennium-Ära blieb man in Japan nicht ganz vor Godzilla verschont. Denn im Fernsehen lief ein knappes Jahr lang täglich eine Episode Godzilla Island. Ja, täglich, nicht wöchentlich, denn so eine Episode ist nur 2 1/2 Minuten lang, wobei noch mal fast eine ganze Minute an Opening, Ending und Recap weg fällt.

Zudem ist das ganze sowieso eher eine große Marketing-Maschinerie, die die Godzilla-Spielzeuge an die Kinder bringen soll. Denn alle Monsterszenen (abgesehen von ein wenig Stock Footage aus den Filmen) sind mit eben jenen Spielzeugmonstern gedreht. Inklusive schlechter bis gar keiner Special Effects und menschlichen Akteuren vor scheußlichen Papp- oder CG-Hintergründen.

Die Story-Arcs gehen durch die Kürze der Folgen jeweils über eine stattliche Zahl von ihnen, drehen sich aber letztendlich immer darum, dass die Aliens mit bösen Monstern die Erde übernehmen wollen und die Leute der G-Guard ihre Monster Island Monster dagegen schicken. Wie gesagt liegt der Hauptfokus darauf die Spielzeuge zu präsentieren – und später auch etwas auf den hübschen Akteurinnen, nachdem die ersten beiden nicht sonderlich ansehnlichen ausgetauscht sind.

Von daher ist die Serie natürlich ziemlich blöd, aber aus reinem Camp Value zumindest mal ein paar Folgen ganz unterhaltsam. Aber halt wirklich nur ein paar wenige.


9.4.10 19:20


#417: Not Scary

Auf der DVD von Paranormal Activity steht - nebst anderen Werbephrasen, die sowieso schon längst für niemanden mehr Bedeutung haben, da sie bei jedem Film drauf geklatscht werden - "Don't watch it alone!". Da fehlt nur der Rest, besser wäre "Don't watch it alone, or it will bore you to death!"

Paranormal Activity ist im Prinzip Blair Witch Project, nur das die Leutz die ganze Zeit zu Hause sitzen, statt von jedem Grillenzirpen in unaussprechliche Panik versetzt ziellos durch die Wälder zu rennen. Von der Story her geht es um ein Pärchen, wobei sie seit sie ein Kind ist von irgendeiner unsichtbaren Präsenz verfolgt wird, die halt hin und wieder in der Nacht durchs Haus geht, an die Tür klopft oder ihr ins Ohr bläst. Und da er das irgendwie ausgesprochen cool findet und dahingehend hibbelig wie eine 12-Jährige beim Twilight schauen wird, stellt er Kameras auf, um dies zu filmen.

Und so bestehen die ganzen 80 Minuten aus langweiligen Alltagsszenen, in denen nix passiert und alle 10 bis 15 Minuten mal - meist nachts - dem Hören eines Klopfens oder Schritten. Ähnlich wie Blair With Project halt alles in Amateur-/Shakycam und halt ohne das wirklich je wirklich irgendwas passiert oder zu sehen ist. Auch die Geräusche bringen nicht wirklich suspense Spannung rein, alles ist irgendwie wahnsinnig dröge. Erschrecken tut man sich vielleicht maximal 3 Mal im Film - und nicht wirklich, weil man Angst hat, sondern weil ein plötzliches Geräusch in totaler Stille einen halt kurz überrascht. Vielleicht ist das auch einfach in Soundkulisse eines Kinos unheimlicher.

Dark Water, das US-Remake eines japanischen J-Horro-Filmes, basierend auf einen Roman vom Author, der auch die Ring-Bücher geschrieben hat. Ich hab ja vor Kurzem geschriben, dass J-Horror ziemlich tot ist. Aber der Film ist eigentlich eh kein Horrorfilm. Schon im japanischen Original ist eigentlich bis kurz vor Ende nicht wirklich viel passiert, doch (anders als Paranormal Activity) hat der Film das mit einer durchgehen unheimlichen Atmosphäre wett gemacht. Die US-Version fährt das noch weiter zurück und dafür die Gewichtung auf das Scheidungsdrama hoch, wodurch daraus letztendlich mehr Psychodrama mit leichten übernatürlichen Elementen wird. Und den Film dadurch leider auch nicht übermäßig spannend, aber - sofern kein Horrorfilm erwartet wird - halbwegs brauchbar macht.

11.4.10 13:52


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