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#383: Godzilla Monday - 1989

Return of Godzilla hatte gut Leute in die Kinos gebracht (in Japan zumindest), umso erstaunlicher ist es, dass nicht sofort jährlich ein Film nachgeschoben wurde, sondern ganze 5 Jahre bis zu Godzilla vs. Biollante vergehen sollten.

Direkt nach dem Angriff Godzillas in 84 besorgt sich eine amerikanische Spezialeinheit Godzillazellen aus dem zerstörten Tokyo, nur um selbst dabei über den Haufen geschossen zu werden. Letztendlich landen die Zellen in einem fiktiven Land im Mittleren Osten, das Vorsorge leisten will, falls die Ölquellen mal versiegen. Unter ihnen arbeitet auch ein japanischer Wissenschaftler mit seiner Tochter. Doch die Amerikaner starten kurzerhand einen Bombenangriff aufs Labor, durch den die Tochter stirbt.

5 Jahre später schlägt in Japan das Gozilla-Frühwarnsystem an, da sich im Vulkan etwas regt. ESP-begabte Kinder prophezeien die Rückkehr Godzillas. Ein Forscherteam hat mittlerweile Anti-Nuklear-Bakterien gezüchtet, die gegen Godzilla eingesetzt werden könnten, aber für deren Zucht Zellen Godzillas selbst nötig sind. Zudem könnten diese nebenbei das Kräftegleichgewicht der Welt kurzerhand zerstören. Terroristen drohen derweil damit, den Vulkan zu sprengen und so Godzilla endgültig zu wecken, wenn ihnen diese Bakterien nicht übergeben werden.

Auch der japanische Wissenschaftler vom Beginn des Filmes beteiligt sich an den Forschungen der Godzillazellen, allerdings um einen Rosenstock, in dem irgendwie das Bewusstsein seiner toten Tochter gelandet ist, unsterblich zu machen. Stattdessen wird das Riesenpflanzenmonster Biollante draus.


Godzilla erwacht, schlägt Biollante kurz und klein. Begibt sich dann auf den Weg zum nächsten Kraftwerk, um neue Nuklearenergie zu tanken, wobei er auch durch Osaka kommt und die Stadtplanung dort gleich mal etwas umarrangiert. Die verbesserte Version der Superwaffe des Vorfilmes, Super X2 liefert sich einen Kampf mit ihm, unterliegt aber. Anti-Nuklear-Bakterien werden auf Godzilla gefeuert, fruchten allerdings nicht, da er ein Kaltblüter ist und dadurch das Bakterienwachstum lahm gelegt wird. Also wird er in ein Gebiet gelotst, wo man ihn mit Strahlenkanonen beschießen kann, die seine Körpertemperatur erhöhen sollen.

Funktioniert nicht so ganz, Biollante erscheint erneut, bespuckt Godzilla ein wenig, die Bakterien zeigen endlich Wirkung, Godzilla zieht sich zurück, Biollante stirbt und erblüht im All erneut. Ende.

Godzilla vs. Biollante war ein überraschend guter Film. Mit 104 Minuten der bislang längste Godzilla-Film seit dem Erstling und sehr Story-zentriert, wird er im Gegensatz zu den anderen Filmen, die starken Wert auf die Plots legen, nie wirklich langweilig. Zum einen, weil in der Handlung wie man oben sehen kann, doch sehr viel passiert und dies durchaus auch interessant gestrickt ist – genug suspension of disbelief für die etwas seltsameren Einfälle mal vorausgesetzt. Zuviel nachdenken sollte man wohl grundsätzlich bei einer Fim-Serie um einen Gummisaurier, der Pappstädte umwirft, nicht unbedingt.

Zum anderen wird auch viel Action geboten. Godzilla taucht zwar erst nach 40 Minuten auf, aber schon davor hat man Bombenanschläge und sich bekämpfende Organisationen (leider nicht immer überzeugend dargestellt). Und sobald Godzilla auftaucht, verschwindet er nie für lang von der Leinwand, trampelt durch Osaka, kämpft zwei Mal gegen Super X2 und auch recht blutig gegen Biollante. Das einzige was auffällig ist, ist das Biollante vergleichsweise wenig Screentime hat. Ein Kampf kurz nach Godzillas Auftauchen und einer zum Finale, beide nicht sonderlich lang, und ansonsten sieht man die Mutantenpflanze nicht.

Bravo an die schön dunkle Atmosphäre, die gegenüber dem Vorgänger wesentlich besseren Special Effects und dafür, eine mutierte Rose Respekt einflößend ausschauen zu lassen (zumindest in der zweiten Form). Zudem ist der aktuelle Godzilla Suit der bisher coolste und beweglichste aller Filme. Lediglich die Musik wirkt hin und wieder etwas deplaziert und vom eigentlichen Geschehen ablenkend.

Unter Strich einer der besten Godzilla-Filme bisher. Yay.


1.3.10 01:10


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#384: Let's Play ~ Final Fantasy VIII - 03. Prison break

Mir fällt gerade auf, dass ich noch gar nix zu den Laguna Flashbacks geschrieben habe, dabei gibt es zu Beginn von CD2 schon den dritten. Das liegt hauptsächlich daran, dass sie sterbenslangweilig sind. Laguna ist kein sonderlich interessanter Charakter und in den Sequenzen mit ihm passiert unterm Strich auch nix Wichtiges. Die Idee dahinter ist immerhin ganz interessant aber Breath of Fire IV hat es wesentlich besser umgesetzt, als es sie sich geklaut hat.

Und dann brechen wir alle aus dem Gefängnis aus, in das wir nach dem Attentat auf Edea gesperrt wurden. Cifer versucht aus Squall für Edea das Geheimniss hinter den SEED zu quetschen (später im Spiel finden wir es heraus: Sie sind eigentlich eine Einheit, die für den Kampf gegen Hexen trainiert wird. Genauso wie wir herausfinden, dass Edea das eigentlich wissen müsste >.> ).

Anyways. Im Gefägnis passiert was Interessantes: Die Charaktere kännen ihre Zauber nicht zum Ausbruch nutzen, weil es ein Magiekraftfeld gibt. Das ist grundsätzlich eine interessante Idee. Es ist ja Genre-Norm, dass die Dinge, die in RPGs in Kämpfen funktionieren, nicht auch auf die Story übertragbar sind. Wenn Sephiroth also ein Aeris-Schaschlik macht, kann nicht einfach ne Phönixfeder geworfen werden etc. FF8 möchte hier eine logische Erklärung abgeben, warum es zur Zeit nicht anwendbar ist. Das ganze ist allerdings sehr nutzlos, da es auf den Rest des Spieles nicht übertragen wird. Ja, selbst im Gefängnis selbst können Zauber genutzt werden. Wenn es solche Kraftfelder gäbe, warum würden sie nicht überall aufgestellt? Wenn Zauber und Items auch außerhalb der Kämpfe ihre normale Wirkung behalten, warum schmeißt nicht ständig jemand zur Konfliklösung und Wiederbelebung damit um sich? Warum explodiert nicht der ganze Zug, wenn ich im Kampf gegen den Präsidenten Ifrit sein Höllenfeuer verbreiten lasse? Die ganze Idee fällt also leider sehr schnell in sich zusammen.

Endlich frei finden wir heraus, dass Raketen auf zwei Garden abgefeuert werden sollen. Selphie will den Abschuss auf ihren Garden verhindern, während Squall nach Balamb rast, um sie vor den schon darauf abgeschossenen zu warnen. Selphie soll also den Computer einer Raketenbasis hacken? Ah.... jahhhh. Ich hab ihr mal Quistis mitgegeben, damit jemand mit Hirn dabei ist und Rinoa, damit die alte Kuh abkratzt, falls es doch schief geht. Zudem besteht Squalls Trupp dadurch nur aus pretty boys.

Die Sache mit der Raketenbasis is schnell erledigt, die Sache in Balamb Garden nicht so. Da herrscht das Chaos, da Pro Cid gegen Pro Master kämpfen. Im Trubel finden wir Cid, erzählen von den nahenden Rakten und seine Antwort ist, dass es da ja irgendwelche uralten Maschinen im Keller gibt, die ich ja mal anschmeißen könnte. Anstatt den Garden zu evakuieren setzt man also die komplette Hoffnung auf alte Maschinerie, von der keiner weiß, wozu sie da ist und ob sie überhaupt noch funktioniert. Dramatisch günstig bringt sie den Garden zum Fliegen und so können die schon seit über ner halben Spielstunde langsam auf den Garden zukriechenden Rakten umgangen werden. Dann noch Master Norg besiegt und feddisch mit den Abschnitt.

In Fisherman Horizon begegnen sich die beiden Trupps dann wieder, Squall wird zum Anführer des Garden ernannt, ohne das er vorher gefragt worden wäre und alle geben ein Konzert.

Leider wird Squall zusehends mehr Emo. Dafür war bisher wenig Rinoa Screentime vorhanden. Gutes und Schlechtes wiegt sich also mehr oder weniger auf. Ansonsten ist CD2 bisher noch nicht zu schlecht, war aber auch von den Ereignissen her zum Glück relativ straff gehalten.

3.3.10 12:56


#385: Sandworm Saturday - Dune Reloaded

Nach dem Buch nun auch der Film. Also der Klassiker von David Lynch. In der Knapp über 2 Stunden Version, die einzige, die er zumindest halbwegs mochte, auch wenn er so oder so mit dem Endprodukt wohl nicht zufrieden war. Aber immerhin hat er den Film beendet bekommen, nachdem er ewige Jahre von Studio zu Studio, Regisseur zu Regisseur wanderte und zig Scripte verworfen wurden.

Und der Film ist… anders. Was aber zu erwarten ist. Das Medium Film funktioniert nun eben anders als ein Buch und ist zudem in Sachen Umfang wesentlich eingeschränkter. Dabei hält sich die erste Hälfte des Filmes noch relativ gut an alle Ereignisse bis zum Fall des Hauses Atreides, wenn natürlich gekürzt und stark vereinfacht. Anschließend rast der Film allerdings sehr Fragmentartig durch den Großteil der zweiten Hälfte (evtl. ist hier dei 3-Stunden-Version doch besser, obwohl Lynch sie nicht mag). Dem Finale werden dann wieder 20 Minuten zugesprochen, dafür ist plötzlich fast nichts mehr wie im Buch.

Gefallen hat er mir allerdings trotzdem. Es war schon sehr unterhaltsam alles in allem. Auch wenn ich, hätte ich das Buch vorher nicht gelesen, wohl Probleme mit den Zusammenhängen in der extrem schnellen zweiten Hälfte gehabt hätte. Ein Großteil der Änderungen im Film kommen dann auch aus der Not der Kürze. Vieles musste halt zusammen gezogen oder vereinfacht werden, damit es in den Film passt, und damit diese Version dann auch noch Sinn macht, muss halt auch hier und da schlichtweg was ganz geändert werden. Viele subtile Dinge direkt angesprochen, viel komplexe Wirrungen oder späte Enthüllungen schon frühzeitig angesprochen werden.

Und dann ist natürlich auch so Einiges, vor allem was das Finale angeht, schlichtweg geändert, um spektakulärer zu sein. Das Buch ist toll, aber zugegeben kein großes Spektakel. Das Augenmerk liegt wesentlich mehr auf Gesprächen, Intrigen und Bündnisse. Für einen Film benötigt es da dann aber doch etwas mehr Pep, gerade wenn eben diese Verwirrspiele sowieso stark vereinfacht werden mussten. Da braucht es einen Ersatz.

Sehr interessant war auch das Giger-esque Design. Oder ist Giger sogar daran beteiligt gewesen? Wiki sagt, er war zumindest bei einer der vielen nur in die Postproduktion gekommen Projekte dabei, ob er aber dann letztendlich an der Lynch-Fassung dran war, nicht. Es ist auf jeden Fall alles sehr schräg, sehr düster, geradezu depressiv. Die Kleidung, die Innendekoration der Gebäude, die Maschinerie. Eher wie von einer Alien-Rasse oder einer Alptraumwelt, denn Gebäude, in der Menschen zum Wohlfühlen wohnen würden. Zudem findet fast die Gänze des Filmes in der Nacht statt.


6.3.10 09:54


#386: Animal Crossing Diary - Week Six

Meine Hauseinrichtung hat erneut ein paar Tausend Punkte mehr eingebracht, nämlich nun 64.274. Zudem ist der Kredit abbezahlt, was natürlich Nook sofort zum Anbauen eines weiteren Erdgeschossraumes veranlasst hat, der mich 728.000 Sternis kostet.

Der neue Raum ist der, den ich nun klassisch japanisch einrichte. Bambuswand und –boden, ein paar Bonsais, eine Steinlaterne, eine Pagode und ein Paravan stehen bisher drin. Zudem ein Samuraikostüm, das ich aus dem Müll gefischt habe. Ist schon ziemlich voll, die Anbauräume sind erstaunlich klein geraten, für das Geld, das sie kosten.

Weitere Einkäufe für die anderen zukünftigen Räume sind Designersofa und Parkettboden (Bibliothek) und der Schachteppich. Hat lange genug gedauert, bis dieser verfügbar war, die Tapete fehlt immer noch. Und für mein Outfit eine Augenklappe, arrr. Apropos Outfit: Ein Nachbar hat mir einen Kimono geschenkt, der mich zum Umstyling inspiriert hat. Nun trage ich eben diesen, dazu die Gasmaske und im Haar eine Blume (Himmelsleiter um genau zu sein). Daraufhin hat mich Grazia als Modekönig bezeichnet.

Sonntag war Angelturnier. So wirklich Bock aufs Angeln hab ich aber schon seit Wochen nicht richtig, weswegen ich einfach schnell einen Seebarsch abgegeben habe. Hat aber gereicht um zu gewinnen, mit dem Pokal protze ich auf dem Kamin rum. Samstags drauf war Flohmarkt, aber wie üblich hat niemand was von wert.

Was die Nachbarn angeht, so wollte der gerade erst zugezogene Rafael die Maus schon wieder weg. Hab ich verhindert. Der Hund Keks hat seinen mittlerweile bestimmt 20. Fluchtversuch gestartet und war ausnahmsweise sogar erfolgreich. Aki der Hase hat mich dafür sein Foto gegeben.

Neuer Monat bedeutet auch ne Menge neuer Tiere. Die Museumsausstellung ist somit um einige Fische und Insekten – vorrangig auch endlich ein paar hübsche Schmetterlinge – reicher. Obendrauf sind die Fossilien vom Parasaurus und Triceratops fertig. Das Gemälde diese Woche war allerdings leider ein Fälschung. Meine Versicherung kommt übrigens auch für Bienenstiche auf. Jedes Mal wenn ich gestochen wurde, gab es 100 Sternis.

Ganz so am Süchteln wie vor Jahren bin ich mit dem Spiel aber nicht mehr. Schnell rein, daily tasks erledigen, und wieder raus. Auch Insekten und Fische fange ich nur nach Lust und vorrangig, wenn neue da sind fürs Museum. Und mach mir auch nix draus, wenn ich seltene nicht gefunden bekomme, anstatt da Stunden über Stunden zu Angeln, damit ich Tunfisch oder Quastenflosser nicht verpasse.
7.3.10 08:36


#387: Godzilla Monday - 1991

Nach gesunkenen Kartenverkäufen bei Godzilla vs. Biollante, die man bei Toho dem neuen Monster zurechnete, entschied man sich dementsprechend für die nächsten Filme erst Mal die drei beliebtesten Showa-Monster neu starten zu lassen, beginnend mit King Ghidorah.

Ein UFO wird gesichtet. Allerdings entsteigen ihm keine Aliens, sondern Menschen aus der Zukunft. Diese wollen Japan helfen, da es in ihrer Zeit nicht mehr existiert, nachdem Godzilla den nuklearen Holocaust über das Land gebracht hat. Gleichzeitig findet man heraus, dass 1944 ein Dinosaurier bei einem Kampf im Zweiten Weltkrieg gesichtet wurde, und dieser nach den Atomtests zehn Jahre später zu Godzilla mutierte.

Also reisen alle dorthin und teleportieren den Saurier in die Gegenwart auf den Meeresgrund, wodurch Godzilla nie entstehen konnte. Allerdings hinterlässt eine der Zeitreisenden drei niedliche Dorat-Wesen auf der Insel, die dem Atomtest zum Opfer fallen und aus denen King Ghidorah mutiert. Da die Dorats von den Zeitreisenden gezüchtet sind, haben sie auch über den daraus entstandenen King Ghidorah die Kontrolle.

In Wirklichkeit hat Godzilla nämlich nie den Untergang Japans hervorgerufen. Ganz im Gegenteil, Japan ist in der Zukunft eine unberechenbare Supermacht und um es nie soweit kommen zu lassen, haben sie King Ghidorah erschaffen, damit dieser Japan in der Gegenwart zerstören kann und Godzilla ihm nicht im Weg steht.

Allerdings hat man in dieser Zeit ja Nuklearwaffen und da der Dino hierher geschickt wurde, nutzt man diese, um aus ihm erneut Godzilla erstehen zu lassen. Der kämpft gegen King Ghidorah, welcher zuerst übermächtig erscheint, nachdem der Computer der Zeitreisenden zerstört und somit ihre Kontrolle über ihn gebrochen ist, hat Godzilla aber sehr schnell die Oberhand und vernichtet ihn.

Damit ist die Gefahr nur noch längst nicht gebannt. Da die aktuellen Nuklearwaffen viel mehr Zerstörungskraft haben, als das, was es in 1954 gab, ist der neue Godzilla größer, mächtiger und böser. Und begibt sich so anschließend sofort selbst auf Zerstörungstour quer durch Japan. Die Zeitreisende, die ihre Mitstreiter verraten hat, düst in die Zukunft und kommt mit einem zu Mecha King Ghidroah aufgerüsteten Monster zurück, um Godzilla zu besiegen.

Wie schon die Vorgänger der Heisei-Ära ist Godzilla vs. King Ghidorah ein sehr unterhaltsamer Film. Biollante hat mir zwar ein Stück besser gefallen, allerdings nicht viel. Die 100 Minuten sind erneut randvoll mit Plot, der durch die ganzen Zeitreisen sogar erstaunlich komplex ist. Zumindest für einen Godzilla-Film, bei dem man wie üblich nicht allzu genau über die Zeitreisen-Logik nachdenken sollte.

King Ghidorah ist sowieso ein Plus. Obwohl er leider hier wesentlich schwächer wirkt, als sein Showa-Pendant, auch dadurch, dass der neue Godzilla ja viel stärker ist als der ursprüngliche. Zudem wirken die Szenen mit dem Androiden sehr unfreiwillig komisch, genau wie die melodramatischeren Momente des Filmes.

Viel bleibt trotzdem nicht zu sagen: Sehenswert.


8.3.10 06:07


#388: Sparkling Vampires? Sure is different. And pretty dumb

So, die Twilight-Saga. Es gibt momentan ja kein Entkommen. Die eine Hälfte des Internest – vorrangig die weibliche zwischen 12 und 15 – bekommt spontane Orgasmen bei der bloßen Erwähnung, während die andere Hälfte damit beschäftigt ist, den Schund bei jeder bietenden Gelegenheit durch den Kakao zu ziehen. Da kann ich doch nicht widerstehen und hab mir mal den ersten Film rein gezogen, den mir jemand hat zukommen lassen. Onto the bandwagon with me!

Zugegeben bin ich etwas resistenter, was Emo-Vampire angeht. Immerhin kenne ich die kompletten Vampirchroniken von Anne Rice (die allerdings nach den tollen ersten drei Büchern qualitativ stärker schwanken) und hab mir vor kurzem die ersten beiden Staffeln True Blood angesehen, dessen Hauptpärchen auch schwer erträglich ist (True Blood hat gegenüber Twilight allerdings mehr Sex and Violence zu bieten und interessante Nebencharaktere… und eine Handlung).

Vorweg gesagt: So blöd, wie ich erwartet hatte, war der Film gar nicht. Ein bisschen blöd aber schon. Angeblich wird die Serie mit späteren Büchern aber auch erst so richtig schlimm.

Der Film geht fast 2 Stunden. Davon passieren die ersten 1 1/2 dummerweise gar nichts. Bella und Edward verlieben sich auf ersten Blick ineinander, Edward whined ein wenig rum, wie schlimm es doch ist sich so von ihr angezogen zu fühlen und gleichzeitig den Drang niederzukämpfen ihr das Blut auszusaugen und joa… mehr nicht. Problem dabei ist, dass zwischen den beiden nicht die geringste Chemie herrscht. Was zum Teil auch daran liegen kann, dass beide mehr damit beschäftigt sind in jeder Szene möglichst hübsch auszusehen, denn wirkliche Emotion zu schauspielern. Die lassen einen nämlich nicht gut aussehen. Zum anderen sind die Dialoge zwischen den beiden schrecklich. Es tut echt weh, Bella und Edward miteinander kommunizieren zu sehen. Es hilft natürlich auch nicht, dass die Sache mit der Verliebtheit und sich sogar mit dem Leben vertrauen arg plötzlich und unrealistisch von statten geht. Oder Edward sie ständig – natürlich nur zu ihrem Schutz yadda yadda – von sich weisen will, aber schon die Sekunde darauf das genau Gegenteilige tut. Alles zwischen den beiden wirkt einfach unnatürlich und unecht.

Aber immerhin ist der Film ganz stylisch in Szene gesetzt. Es passiert zwar nix, doch das Nichts sieht immerhin gut aus. Die Schauspieler weniger, obwohl sie ihr Möglichstes versuchen. Ich weiß echt nicht, warum sich jeder männliche Charakter im Film so extrem zu Bella hingezogen zu fühlen scheint. Charisma hat sie nicht. Und eine besondere Schönheit ist Kristen Stewart nun auch nicht, sondern eher ein Mädchen-von-Nebenan-Typ. Robert Pattinson ist immerhin eigentlich recht ansehnlich, aber das Vampir-Make-up im Film tut ihm keinen Gefallen.

Anyways, wo waren wir? Ach ja, lange Zeit passiert erst Mal nix. Edwards Vampir-Familie hat nix dagegen, dass er eine Sterbliche als Freundin hat. Oder ihr von ihrem Vampirsein erzählt hat. Zudem ernährt sich keiner von ihnen von Menschen. Bellas Freunde haben nix dagegen, dass sie mit dem Außenseiter geht. Die Jungs, die sich in sie verguckt hatten suchen sich sofort jemand anderen. Es gibt keinerlei Spannungen in der Geschichte.

Zumindest bis 3 fremde Vampire mal kurz vorbei latschen und sich einer mal schnell dazu beschließt Bella bis zum Tod zu jagen. Das ist zwar zum einen etwas arg random und konstruiert, aber da es der letzten halben Stunde wenigstens etwas Action und Dramatik verleiht, nimmt man's doch gern.

Ebenfalls etwas seltsam sind die innere Monologe von Bella der Marke: „Mein erster Schultag. Es ist bewölkt. Mein Schlüpfer juckt. Da ist Edward. Hab ich den Herd ausgestellt, bevor ich aus dem Haus bin?“. Sprich man bekommt nur zu hören, was man eh weiß, was einen nicht interessiert oder was man in der Szene eh selbst sieht, so dass man das Gefühl bekommt aus Versehen die Tonspur für Sehgeschädigte angewählt zu haben. Zum Glück werden die im Verlauf des Filmes weniger.

Dämlichere Momente, wie das Vampire im direkten Sonnenlicht wie ne Diskokugel glitzern oder wenn Edward eingesteht, dass er gerne in der Nacht in Bellas Zimmer schleicht um sie beim Schlafen zu beobachten (solche Dinge finden Leute wirklich nur in schlecht geschriebenen Filmen/Büchern romantisch, versuch das mal im echten Leben und du findest dich im Knast wieder) gibt es natürlich auch und sind unfreiwillig komisch, aber so richtig zum drüber Lachen ist der Film glaub ich nur zu mehreren.

PS: Zu wenig Sixpacks! Man hat mir versprochen, dass Twilight zwar doof ist, dafür aber wenigstens nen Haufen hübscher Kerle regelmäßig die Shirts verlieren .___. Oder war das New Moon? Nicht das dies ein Grund ist, sich extra einen schlechten Film anzuschauen, wo sexy Kerle doch nur eine Googel-Bildersuche weit entfernt sind.


9.3.10 08:26


#389: Killed by a toilet seat from outer space

Ich hab mir jetzt mal Dead Like Me: Life After Death, das 2009er Direct to DVD Film-Sequel zur 2005 nach zwei Staffeln abgesetzten TV-Serie geschaut. Warum man auch immer nach 4 Jahren einen Film zu einer Serie machen lässt, die keinen großen Erfolg hatte, vor allem wenn man sich dafür anscheinend neue Produzenten hat suchen müssen.

Das Opening handelt dann auch schnell die Vorgeschichte ab, damit man weiß, worum es überhaupt geht. 18-jährige Zynikerin von einem Toilettensitz erschlagen worden, anstatt in die ewigen Jagdgründe einzugehen nun allerdings als Grim Reaper unter uns wandelnd und damit beschäftigt den Seelen der Toten den Weg ins Licht zu weisen.

Im Film geht's hauptsächlich darum, dass die kleine Reaper-Truppe einen neuen Boss hat, der nicht viel auf die Regeln gibt. Wodurch auch sie die Regeln zu missachten beginnen, was so einige Konsequenzen mit sich zieht. Und darum, wie ihre Familie einige Jahre nach ihrem Tod so langsam weiterzumachen gelernt hat.

Das Hauptproblem des Filmes ist, dass er ein Film ist. Die Geschichte hätte eigentlich eine ganz gute 45-Minuten-Folge für die Serie abgegeben, als doppelt so langer Film zieht es sich aber viel zu lang hin und so ist eigentlich erst das letzte Drittel ganz interessant. Zudem weiß er die verqueren Charaktere und den zynischen Humor, der so viel Würze in die Serie gebracht hat, nicht voll zu nutzen. Auch vom tollen Serien-Soundtrack ist nix mehr über. Schade eigentlich.


10.3.10 09:41


#390: Oh my God, it's... it's HAIR!

Der Film-Reigen geht weiter. Habe mir jetzt mal den japanischen Monsterfilm Geharha: The Dark and Long Hair Monster angeschaut. Genau genommen ist es nur ein kleines Special, eine Hommage/Parodie aufs Genre. So geht der Film dann auch nur ca. ne Viertel Stunde (ein Director's Cut von 20 Minuten ist wohl mittlerweile auf japanischer Blu-ray erschienen).

Und es klappert im Eiltempo alles ab, was in so einen Film gehört. Japanisches Fischerboot wird von Geharha versenkt; News fragen sich, was das wohl war; ein Typ, der diese sieht, kommt sofort ganz unlogisch darauf, dass dahinter nur ein Haarmonster stecken kann; er sucht einen Schrein auf, wo das Siegel für dieses gebrochen wurde; Geharha zerstört Teile einer Stadt; ein Wissenschaftler stellt dem unnützen Militär eine Geheimwaffe zur Verfügung; diese ist eigentlich nur ein großer Ventilator, der die Haare von Geharha nach hinten bläst, wodurch sein ungeschützte Haut beschossen werden kann; Geharha fällt zum Sterben in einen See; und jemand sagt sogar noch, dass dies alles nur auf Grund der bösen Umweltzerstörung geschehen konnte, obwohl es dafür überhaupt keinen logischen Grund gibt; Ende.

Aber das war es noch nicht. Kaum steht das „Ende“ dort, wird es von einem UFO zerstört, das Geharha aufsammelt und eine paar Aliens stellen den Menschen das Ultimatum sich entweder zu ergeben oder sie werden Geharha auf sie los lassen. Credits.

Aber das war es noch nicht. Anschließend kommt noch ein kurzer extrem überdramatischer Trailer für den nächsten Teil, voller schreiender Menschen, zerstörten Stadtlandschaften, Geharha, Aliens und Magical Girls. Alles zur Musik vom Godzilla: Final Wars Trailer.

Kurzum Geharha ist unglaublich spaßig. Schnell geschnitten, kurze Szenen, alles Genre-übliche verbaut, ein lächerliches Haarknäuel-Monster, aufgesetzte Umweltbotschaft, super-seriös vorgetragene aber eigentlich dämliche Dialoge, overacting, lächerlich aussehende Aliens, extreme Logiksprünge. Mad Fun.


11.3.10 09:13


#391: Off the island, still lost

Die verkürzte 4. Staffel Lost. Erneut eine Reihe neuer Charaktere, nämlich diejenigen des „Rettungsteams“. Dafür ist der body count der Staffel auch relativ hoch, da man so einige unnötig gewordene Charaktere aus dem Reigen wirft, womit sich das wieder ausgleicht.

Diesmal gibt es kaum Flashbacks, ersetzt werden sie stattdessen mit Ausblicken auf die Zeit, nachdem sie gerettet sind. Die Beantwortung der Fragen, wie sie es von der Insel geschafft haben, warum nur so wenige, warum diese lügen und was mit den anderen ist, bilden dann auch den Handlungsfaden diesmal.

Dazu kommen noch seltsamere Zeitreisen, Erscheinungen und so einige Charakterzusammenhänge werden gelüftet, nur um dadurch wie üblich nur noch mehr Fragen aufzuwerfen. Staffel 4 ist definitiv diejenige mit dem schnellsten Tempo und den meisten WTF-Momente bisher, was auch daran liegen kann, dass die ganze Angelegenheit in ca. 10 Folgen weniger als üblich von statten gehen muss.

Gleichzeitig ist die Serie damit mittlerweile langsam am Punkt angekommen, wo sie so abgedreht und out there ist, dass es mir langsam zu viel wird. Ich bin gleichzeitig interessiert und überrascht, wie ich gedanklich abzuschweifen beginne. Es hilft dabei natürlich nicht, dass noch immer die meisten Geheimnise seit Staffel 1 nicht im geringsten vor der Auflösung stehen, sondern stattdessen die Serie weiterhin notorisch die meisten Geheimnisse kurz nach auftreten fallen lässt und stattdessen mit ner Tonne neuer aufwartet.

12.3.10 09:45


#392: Sandworm Saturday - Dune Retold

Dune zum dritten und finalen Male, diesmal in der TV-Version als Miniserie von 3 Filmen a knapp 1 1/2 Stunden. Einer pro Teil des Buches: Dune, Muad'Dib und The Prophet.

Mit 4 1/2 Stunden kann sich das Machwerk natürlich viel näher am Buch halten, als der Lynch Film. So sind dann auch fast alle wichtigen Szenen vorhanden. Natürlich musste was umgestellt, gekürzt oder vereinfacht werden, da trotzdem nicht genug Zeit für jede Feinheit des Buches bleibt. So muss z.B. Paul nicht nach dem Sieg über Jamis dessen Familie adoptieren und nach der Aufnahme bei den Fremen bekommt er nur seinen öffentlichen, nicht noch extra einen geheimen Namen. Auffällig ist allerdings, dass zwar viele Szenen des Buches in der Serie sind, aber häufig viele Kleinigkeiten und Reaktionen der Charaktere in diesen geändert werden, wodurch zwar alles im Endeffekt aufs Gleiche hinaus läuft, aber doch eine andere Stimmung als im Buch herrscht. Kleine Änderungen, die häufig extrem unnötig erscheinen.

Überhaupt reagieren die Charaktere hier wesentlich emotionaler und… menschlicher… bis unbeherrschter als im Buch. Dort waren alle sehr darauf bedacht sich möglichst wenig Emotionen bei ihrem Intrigenspiel anmerken zu lassen, damit sie Feinden und etwaigen späteren Feinden keine Angriffsflächen bieten. Und auch im Privaten machten Paul und seine Eltern durch ihre Erziehung, ihr Training einen eher beherrschten und unterkühlten Eindruck, obwohl sie sich sehr lieben. Und das macht eigentlich sehr viel der Faszination und Coolness im Buch aus. In der Serie hingegen wirken alle plötzlich extrem leicht reizbar. Das geht soweit, dass gerade Hauptcharakter Paul ziemlich unfreundlich und weinerlich rüber kommt. Keine gute Sache.

Es gibt auch ein paar Szenen, die im Buch nicht sind. So z.B. die der Navigation der Gilde zu Beginn des ersten Filmes, die der vom Lynch Film recht ähnlich ist, während das Buch nie genau sagt, wie sie es tun (nicht im ersten zumindest). Auch gibt es einige Szenen mit dem Emperor, der im Buch zwar ganz tief in den Intrigen mit drin steckte, aber wenig wirklich physisch aufgetreten ist. Und reichlich Szenen mit seiner Tochter, die im Buch mal gar keine Rolle spielt, von der aber Zitate jeweils die Kapitel trennen. Eigentlich ist sie recht gut eingebaut und übernimmt viele Dinge, die im Buch Nebencharaktere getan haben, die für die Serie flach gefallen sind. Zudem bildet sie einen von nur zwei interessanten Charakteren in der ganzen Serie. Der andere ist Baron Harkonnen, bei dem es einfach eine Freude macht, ihm zuzuschauen. Was auch maßgeblich daran liegen kann, dass sie mit die einzigen beiden sind, die einen Funken schauspielerischer Leistung zeigen, während die anderen extrem unterdurchschnittlich sind.

Was komplett fehlt sind die vielen inneren Monologe des Buches, die viele Szenen interessanter und logischer gemacht haben, weil man eben auch erfährt, was unausgesprochen und nur gedacht bleibt. Der Lynch Film hat diese, die Serie streicht sie komplett.

Das Design der Kostüme ist extrem dämlich. Grundsätzlich finde ich das extrem farbenfrohe eine interessante Idee. Es steht im starken Kontrast gegen das depressive Giger-esque Design vom Lynch Film und der Genre-Norm, in der viele Zukunftdesigns extrem steril und farblos wirken. Die Signalfarbe Rot für die Harkonnen, beherrschtes Weiß fürs Haus Atreides zu Beginn, dann Erdtöne sobald sie auf Dune sind, royales Blau und Violett für den Emperor, Schwarz-Rote Uniformen für die Sardaukar, da sind ein paar wirklich interessante Ideen am Start gewesen. Leider wirken vom Schnitt her alle Sachen extrem dämlich und jeder Charakter sieht entsprechend kostümiert aus – und zwar wie in einem Kostüm, in dem er sich nicht sonderlich wohl fühlt.

Und zu all diesen vielen kleinen Problemen kommt auch noch, dass die Serie insgesamt einfach nicht sonderlich interessant ist, die finale halbe Stunde mal außen vor gelassen. Und das hilft nix, wenn man sich die 4 Stunden davor gelangweilt hat.


13.3.10 08:56


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