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#321: Drama baby!

Ich hab die Free-TV-Ausstrahlung von 300 dazu genutzt den Film (basierend auf einem Comic, inspiriert von einem Film der 60er) auch endlich mal zu schauen. Tja. Das Teil wird wohl so Originalgetreu sein, wie Der Herr der Ringe eine historisch akkurate Wiedergabe des europäischen Mittelalters ist, aber darum geht es ja auch gar nicht. 300 ist einer dieser „Gehirn abschalten und die Achterbahnfahrt genießen“-Filme.

Und als reine, anspruchlose Unterhaltung funktioniert der Film auch super – weitestgehend. Die ganze Action ist spannend, der Farbfilter (brown and grey equals mature and gritty!) schaut cool aus und Eye Candy bekommt man auch geboten, da den ganzen Film über gut trainierte und geölte Kerle, die wenig mehr als einen Lendenschurz tragen, den Sixpack anspannen, so dass selbst Queer as Folk vor Neid erblassen würde. Und für alle anderen wird auch hin und wieder mal nen Pärchen Titten in die Kamera geschwenkt.

Allerdings ist der Film auch häufig genug einfach nur zum Schießen komisch, in der extremen Inbrunst, mit der er jede Kleinigkeit so maßlos überdramatisiert. Besonders das Pathos, in dem die Sprecherstimme daher kommt, bringt einem des Öfteren zum Lachen.

Die Szenen ohne Action sind hingegen eher langweilig und bringen dem Film wenig bis gar nix, das ganze Ding ist gut 20 Minuten länger, als gut wäre und das alle 5 Minuten mal auf Slow-Mow geschaltet wird, egal ob überhaupt was interessantes passiert, schwappt auch bei der häufigen Anwendung ungefähr eine Stunde im Film von cool auf lahm um (würde der Film komplett in normaler Geschwindigkeit laufen, wäre er dann auch nur gut halb so lang).
1.12.09 00:14


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#322: Let's Play ~ Persona 2 - 09. Collective Unconscious

Und durch mit dem Spiel x3 Was bin ich erleichtert. Ich mein, ich find sie ja wirklich toll, zwei der besten RPGs für die PSX und so, aber beide direkt hintereinander zu spielen war trotzdem ein rechtes Unterfangen – nach fast 3 Monten und 180 Stunden Spielzeit verteilt auf beide Spiele, bin ich doch einfach froh, fertig zu sein.

Ok, also nachdem wir Tatsuya eingewechselt haben, geht es nach Torifume (oder was der Name noch mal gleich war), was eigentlich nur der Name dieser Parallelwelt für Xibalba (wir erinnern uns, Finaldungeon von Innocent Sin) ist. Das Layout hat sich zwar verändert, aber die Deko ist gleich und das Teil immer noch 8 Stockwerke. Dafür gibt es nur einen statt fünf oder sechs Bosse. Nachdem wir uns durch geprügelt haben, fliegt es erneut in den Himmel und nimmt die auf sich befindliche Stadt mit. Das bringt immerhin eine neue Stadt-BGM mit sich, die wesentlich hübscher ist, als die vorige (genau anders rum als in IS).

Und das nächste Dungeon, Sumaru Castle, in dem der Anführer der New World Order und der von ihnen angebetete Gott warten, ist auch aufgetaucht. Erneut 8 Stockwerke und beide Bosse später erwachen die Erddrachen und die Stadt wird ins kollektive Unterbewusstsein gesaugt, das diesmal als Finaldungeon hinhält. Und erneut die Stadt-BGM ändert.

In Sumaru Castle konnte man übrigens 3 Spezial-Personae abholen, wenn man die drei dort befindlichen Geister legendärer Persönlichkeiten, die noch eine Rechnung mit dem Gott-Boss aufhaben, einsammelt. Allerdings sind sie extrem nutzlos, da sie nur 2 Skills lernen. Dafür können sie einen Fusion Spell, mit dem man besagten Boss intsant killen kann – der einzige Zeitpunkt im Spiel, wo sie wirklich was Nutze sind. Allerdings ist einer von ihnen eine Fool-Persona… und zu versuchen den Gegnern Fool-Karten abzuschwatzen ist nen Unterfangen, das selbst wesentlich geduldigere Menschen als mich in den Wahnsinn treiben kann. Ergo, Kost-Nutzen-Faktor ist sich nicht im Entferntesten ebenbürtig und ich hab's gelassen.

Eines muss man dem Finaldungeon lassen: Die Musik rockt. Und die Deko sieht zumindest interessanter aus als Xibalba. Die Anzahl der Stockwerke konnte ich mir nicht merken, da das Dungeon nicht in 1F, 2F etc. unterteilt ist, sondern in Bereiche (World of Reason, World of Judgement, World of Emotion etc.) werden wohl auch so 7 oder 8 gewesen sein. Darunter 4 Bosskämpfe. Die ersten beiden sind jeweils gegen Shadows von Katsuya und Ulala bzw. Baofu und Maya, die sie mit ihren Schwächen und Ängsten konfrontieren. Zu guter letzt dann noch ein Doppelkampf gegen zwei Versionen von Nyarlathotep. Nicht bevor der uns gesagt hat, dass Tatsuya eigentlich Schuld dran ist, dass sich die Welt ihrem Ende nähert. Nachdem alle Freunde am Ende von IS versprochen haben ihre Erinnerungen zu vergessen, damit die Parallelwelt geboren wurde, hat er sich geweigert dies zu tun. Und wenn Tatsuya, Jun, Michelle und Ginko eben nicht ihre Erinnerungen an die „Other Side“ aufgeben, wird ein Paradoxon erschaffen, das diese Seite langsam untergehen lässt. Is ja auch egal, wir erledigen also den Crawling Chaos erneut (die Finalform hat zwar immer noch ordentlich Wumms hinter sich, aber ist nicht ganz so cheap wie er als The Great Father in IS war) und Tatsuya geht auf seine Seite zurück. Ende.

Jetzt brauch ich glaub ich erst mal nen kleines Päuschen von RPGs xD Also von vollwertigen, so was wie Dragon Quest Swords lässt sich ja einfach nebenbei immer mal kurz spielen, ohne dass man sich da groß drauf konzentrieren oder einlassen muss.

2.12.09 00:34


#323: Ad infinitum

nd weiter geht es in der Reihe von Kaorus „Bildungslücken“. Ich hab so viel nie mitgenommen, was anscheinend viele andere beim Heranwachsen kennen gelernt haben. Ich habe nie Adventures oder die typischen West-RPGs gespielt, die vielen als Kind zwar etwas zu hoch waren, sie aber doch nicht davon abgehalten hat, sich dran zu versuchen. Nie Godzilla, Star Wars, Transformers oder Indiana Jones geschaut. Nie Karl May, John Sinclair oder Perry Rhodan gelesen. Und was ich ebenfalls nie gelesen hab sind die Bücher Michael Endes. Momo und Die Unendliche Geschichte gesehen ja, gelesen nein.

Allerdings kann man ja alles nachholen. Was ich getan habe, nicht ganz unschuldig (genau genommen absolut schuldig) daran war auch das Michael Ende Special beim Bücherplausch.

Schön ist schon alleine die Aufmachung, selbst vom mir bestellten Taschenbuch. Natürlich isses nicht das supertollige „Zauberbuch“, das Ende für die gebundene Erstauflage durchgesetzt hat, mit rotem Samteinband, Nieten, dem gegossenen Auryn auf dem Einband und von Einhörnern geschissene Regenbögen als Lesezeichen etc. pp. – aber die abwechselnd grüne und rote Schrift ist da, die bebilderten und mit verzierten Anfangsbuchstaben versehenen Kapiteleinleitungen sind vorhanden und auch das Bild vom Auryn auf dem Einband ist mit einem Prägedruck gemacht, wodurch es zumindest leicht hervor steht. Für nen 10€-Taschenbuch kann man da echt nicht meckern.

Überrascht war ich etwas, wie zügig das Buch doch voran geht. Die Kapitel sind recht kurz und etwas episodisch, da jedes genau einen Schauplatz oder eine Begebenheit mit einem der Einwohner Phantasiens behandelt. Wäre das Buch ein Film, wäre jedes Kapitel sozusagen eine Szene, mehr oder weniger zumindest. Apropos Film, der erste davon, den ich liebe, auch wenn Michael Ende ihn verabscheute (Künstler sind halt ein schwieriges Völkchen, nich?), ist dabei sogar überraschend originalgetreu. Zumindest soweit ich mich erinnere, ist ja auch schon einige Jährchen her. Natürlich musste hier und da was geändert werden, besonders auch in den Details und der Darstellung, weil ein Film nun mal anders funktioniert als ein Buch und einige Dinge mit den damaligen technischen Möglichkeiten zusätzlich einfach nicht möglich waren, aber weitestgehend sind sich Film und Buch ähnlich – nur fehlt dem Film der Tiefgang des Buches, die vielschichtigen Untertöne, sondern ist „nur“ ein harmloser Fantasy-Streifen für die ganze Familie. Und er geht nur bis Seite 180, wo Atreyus Reise vorüber ist. Wo Bastian im Film der Kindlichen Kaiserin den Namen gibt und Schluss ist, tut er es im Buch noch nicht, wodurch die Geschichte letztendlich weiter führt… auch wenn er kurz darauf ihr dann doch ihren Namen gibt, allerdings wegen anderer Dinge, und dann nach Phantasien gelangt und seine Geschichte erlebt. Davon greift der zweite Film (der so schlecht auch noch nicht ist) zwar einige Charaktere und Handlungspunkte auf (die Festung in Form einer Hand mit den leeren Metallstreitern, Bastians Verlust seiner Erinnerungen etc.), spinnt daraus aber eine eigene Geschichte.

Und wie bereits erwähnt hat das Buch eine unterschwellige Moral der Geschichte. Der Hauptstrang ist die Bitte doch wieder mehr Fantasie in unser immer trister werdenden Alltag zu lassen, gleichzeitig aber auch die Kehrseite, dass man sich nicht in Illusionen und Realitätsflucht begeben soll. Dazu dann noch diverse andere Dinge, wie den immer wieder kehrenden Kreis aus Leben, Tod und Wiedergeburt; die Lehre nicht dem eigenen Hochmut zu erliegen; sich Entscheidungen zu stellen statt vor ihnen zu fliehen, aber auch mit ihren Konsequenzen zu leben zu lernen. Sich selbst zu akzeptieren; die ständige Unzufriedenheit der Menschen sich sobald ein Wunsch erfüllt ist doch nur sofort was neues zu begehren, gleichzeitig aber auch immer Wünsche haben zu müssen, da man ohne Ziel im Leben doch nur dem Stillstand erliegt; das was man denkt was man will und was man wirklich will nicht identisch sein müssen. Und und und. Man bekommt beim Lesen des Buches einfach das Gefühl das jeder Schauplatz, jeder Charakter, jede Lebensweise eines Volkes, jede Entscheidung, jede Nebengeschichte nicht nur dazu da ist, eine fantastische Geschichte zur Unterhaltung zu erzählen, sondern auch als Metapher für etwas tiefsinnigeres steht. Aber das ohne den Zaunpfahl, sondern es macht einfach automatisch klick und man assoziiert es mit etwas und denkt sich „Hah, das war ne clevere Idee“, oder eben nicht und man ist trotzdem noch gut genug von den eigentlichen oberflächlichen Geschehnissen unterhalten.

Ich sollte den Film mal wieder schauen, der gehörte zusammen mit Das letzte Einhorn und Legende zum großen Fantasy-Epen-Trio meiner Kindheit.

Was mir jetzt ebenfalls erst so richtig aufgefallen ist, sind die Parallelen zwischen Die unendliche Geschichte und Magic Knight Rayearth. Ich frag mich ob die Mädels von Clamp das Buch kurz vorher gelesen hatten xD Auch Cephyro ist eine Fantasy-Welt, die komplett durch den Willen des „Pfeilers“, einem ewig jungen Mädchen, das in einem Kristallturm in der Mitte des Reiches haust, aufrecht gehalten wird. Auch ihr kann kein Bewohner Cephyros etwas antun. Und auch hier kann zwar kein Wesen Cepyhros in die Außenwelt, aber Menschen nach Cephyro gebracht werden, um das Land zu retten.

Bottom line: Tolles Buch :D

3.12.09 00:28


#324: More Monster Madness - Gwoemul

Diesmal gibt es einen relativ neuen Film, und dazu noch einen aus Südkorea: The Host. Angeblich ziemlich gehyped, da der Director auch Memories of Murder gemacht hat, auch wenn ich davon nix mitbekommen hätte. Aber die Zeiten, wo ich mich mit aktuellem Asia-Kino auskannte und was da grad so in ist, sind immerhin auch schon ein paar Jährchen rum.

Der Film öffnet mit einer Szene, in der ein US-Wissenschaftler seinen koreanischen Kollegen anblafft, da es ihm im Labor zu staubig ist. Und ihm befielt die Chemikalien aus allen verstaubten Flaschen in den Ausguss zu werfen, der Han-Fluss ist schon groß genug, um das zu verkraften. Smart move. Aber letztendlich braucht ja jeder gute Monster-Film einen Wissenschaftler, der sich wie der letzte Schwachmat aufführt.

Tjoa, Monster taucht auf, Menschenmassen fliehen, allerdings kann er sich ein Mädchen schnappen und taucht wieder ab. Deren Familie kommt zum Trauern wieder zusammen (alles ziemliche Loser) und wird auch prompt mit allen anderen, die beim Monsterangriff anwesend waren, abgeführt, da dieses angeblich ein Virus verbreitet.

In der Quarantänestation bekommt Sohn 1 (Vater des Mädchens) allerdings plötzlich einen Anruf seiner Tochter auf dem Handy, die sagt irgendwo in einer großen Kanalisation zu sein. Das Monster frisst nämlich die Leute nicht gleich, sondern schafft sie (zumeist allerdings schon tot) in sein Nest, um sie später zu verspeisen. Da sie den Angriff überlebt hat, kann sie sich immerhin vor ihm verstecken, aber nicht aus dem Loch entkommen.

Da Sohn 1 sich aber wie üblich wie ein Vollidiot aufführt, will ihm keiner so recht glauben. Also flieht die komplette Familie einfach mal schnell und macht sich selbst auf die Suche in den verschiedenen Kanalisationsabschnitten.

Die südkoreanische Regierung ist mittlerweile ordentlich in der Scheiße, da man weder was gegen den Virus, noch das Monster noch die entflohene Familie unternehmen konnte und so will die US-Regierung ihrem Weltpolizei-Schtick nachgehen, in dem sie plant über der Stadt „Yellow Agent“ abzuwerfen, das angeblich gegen Virusausbrüche entwickelt wurde. Bevölkerung nicht so happy.

Inzwischen hat die Familie ne Auseinandersetzung mit dem Monster, bei der Vater stirbt, Sohn 1 vom Militär wieder eingefangen werden kann, Sohn 2 und Tochter fliehen können. Sohn 2 wendet sich an einen Freund bei der Telefongesellschaft, der das Signal des Handys zurückverfolgen kann, wodurch er endlich weiß, wo das entführte Mädchen ist. Dummerweise verpfeift sein Freund ihn wegen der Belohnung, er kann aber entkommen.

Als das Monster eine neue Ladung Später-mal-Fressen ins Nest bringt, ist darunter auch noch ein lebender kleiner Junge, der obdachlos ist.

Sohn 1 überhört mittlerweile ein Gespräch, dass es in Wirklichkeit kein Virus gibt und das nur zum kaschieren von Fehlern behauptet wird. Er entkommt erneut.

Die ganze Familie ist mittlerweile dem Kanalisationsabschnitt, in dem das Nest liegt, nahe. Da entdeckt das Monster die beiden überlebenden Kinder und verschlingt sie. Anschließend kommt es raus, da es vom Demonstrationslärm gegen den „Yellow Agent“-Abwurf angelockt wird. Die Demonstranten fliehen vor ihm und „Yellow Agent“ haut das Monster tatsächlich kurzzeitig in ein Koma oder so. Sohn 1 kann seine Tochter und den Jungen aus dessen Maul ziehen, allerdings ist die Tochter bereits tot. Die Familie ownt das Monster in ihrer Rache schön, in dem sie es abfackeln und aufspießen und Sohn 1 zieht den obdachlosen Jungen ab jetzt groß. Ende.

War schon ein recht guter Film, genug Action und Handlungsstränge, um die fast 2 Stunden über zu unterhalten und nebenher auch noch eine kleine Prise Drama und eine große Humor. Hauptsächlich durch die Verlierer-Familie und wie sich diese verhält. Ein wenig Kritik zur sozialen und politischen Situation gibt's auch, es ist also wirklich reichlich was los, um die fast 2 Stunden zu füllen. Und das passt sich wirklich alles recht gut zu einem Komplettfilm zusammen. Doch, ich war ziemlich gut unterhalten x3 Nur die koreanischen Namen der Figuren konnte ich mir partout nicht merken, wie man wohl gemerkt hat :D


4.12.09 03:14


#325: Do it, do it like you mean it!

So, von Dragon Quest Swords: The Masked Queen and the Tower of Mirrors sind nun auch die Credits über den Bilschirm gewandert. Hab ca. 10 Stunden für gebraucht, mir aber auch ordentlich Zeit gelassen. Morgen schau ich dann in das optionale Endgame-Zeug rein, aber meist mach ich das ja eh nicht.

Hat mir schon gefallen, aber nen Reißer isses natürlich nicht. So mal ne Stunde oder zwei am Tag zu spielen, ist eigentlich ganz nett. Zumindest für den Preis, für den man es mittlerweile so bekommt ( 10-15€ ), als Vollpreisspiel eignet es sich eher nicht.

Was ich besonders ganz nett fand, war der Humor. Dragon Quest ist eine so klassische Serie, wie es klassischer nicht mehr geht und auch wenn Swords durch das Gameplay natürlich heraus sticht, recycelt es Serien-üblich trotzdem mit die ältesten Plotpoints des Genres. Und ist sich dessen wohl bewusst, nimmt es mit einem Augenzwinkern hin. So kommentiert Fleurette, nach der geäußerten Verwunderung, dass sie ja das Haus des Helden auf Anhieb gefunden hat, dass dieser ja wohl kaum in einem der Läden wohnt. Nach RPG-Klischee gibt's in der Stadt neben den Läden, Kirche und Schloss nämlich nur ein normales Wohnhaus. Als wir uns sofort dazu bereit erklären, den Bösewicht zu stellen, kommentiert der Kanzler ganz erleichtert, dass er froh ist nicht die übliche Überzeugungsarbeit in Form einer langen, blumigen Rede halten zu müssen. Solche Dinge fand ich halt sehr charmant.

Vom Gameplay her… isses halt nen Rail-Slasher. Auf Schiene durch die Gebiete, hier und da höchstens mal ne Weggabelung die zu eine Truhe führt, und alle paar Schritte halt nen paar Monster im Weg. Allzu schwer ist es nicht, auch wenn das Spiel bei mir immer mal wieder gerne einen Thrust zu einem Slash gemacht hat und umgekehrt – immerhin nicht häufig genug, um wirklich allzu nachteilig zu sein. Und ich bin generell nicht allzu gut, besonders was das schnelle Erreichen der Bildschirmecken oder das Zurückschlagen von Projektilen angeht. Die Abrechnung zu Stage-Ende ist allerdings auch relativ großzügig bemessen, so hab ich recht häufig einen A oder sogar S Rang und an großartigem Können kann das echt nicht liegen xD

Nebenbei wird das mehrmalige Durchwandern schon besuchter Stages auch entlohnt, nicht nur um Items zu horten oder Level zu grinden, sondern auch um Geld und Materialien zum Aufrüsten des Schwertes zu sammeln. Was auch zumindest immer mal wieder gut nötig ist, um sich an den Gegnern nicht nen Wolf zu schlagen, bis sie endlich tot sind.

Was mir nicht gefallen hat, war das letzte Stage. Also der finale Endgegner war schon nen recht cooler und auch intensiver Kampf – der einzige Boss, bei dem ich mehrere Items werfen musste. Aber das Gebiet davor ist mir einfach zu lang. Natürlich ist es das Finale, aber die Stages in Swords machen wirklich nur Spaß, wenn man zügig durch kommt, denn ne lange Pilgerfahrt zum Boss hinter sich bringen zu müssen.

5.12.09 00:48


#326: Don't eat yellow snow

Es ist Nikolaus-Tag, machen wir also etwas Weihnachtliches und kommen zu Jack Frost. Nein, nicht das Atlus-/MegaTen-Maskottchen, hee ho. Auch nicht den Familienfilm von 1998, sondern einem gleichnamigen Film von 1996.

Vor nicht allzu langer Zeit, in einem Land jenseits des großen Teiches gab es einen sehr bösen Mann mit Namen Jack Frost. Der hat Leute tot gemacht. Durch Zufall konnte er aber nach langer Zeit endlich von einem braven Polizei-Menschen geschnappt werden. In der Nacht, in der Frost auf den hell erleuchteten Elektro-Stuhl sollte, war es aber ganz fürchterlich stürmisch und so stießen sie mit einem Chemie-Transporter zusammen, der ganz doll experimentelle Wässerchen mit sich führte. Von denen wurde der böse Frost getroffen und wuff puff löste sich in Luft auf! Aber seine böse DNA spritzte auf den wölkchenweißen Schnee und so entstand der böse Mensch Jack Frost als böser Schneemann wieder auf. Das fand er sogar ganz toll, da ja niemand einen Schneemann verdächtigt und er sich jederzeit in Wasser auflösen und wieder zurück in einen Schneemann gefrieren konnte, um unter Türschwellen und so hindurch zu kommen. Noch immer etwas angefressen, dass er geschnappt worden war, ging er also auf Wanderschaft in das kleine beschauliche Städtchen, in dem der Polizei-Mensch, der ihn festgenommen hat, wohnt und machte da auch wieder ganz viele Menschen tot.

Jack Frost ist trashig, cheesy, aber spaßig. Ein B-Horror-Movie halt, der sich alles andere als ernst nimmt. Gar nicht mal wirklich viel Gore (und der Schneemann im Movie sieht auch nicht halb so gruselig aus, wie das Vieh auf dem Cover), dafür umso mehr dumm-witzige One-Liner (Dante wäre stolz). Alle Klischees behandelt, wie z.B. die obligatorische Schnitte, die in der Badewanne überfallen wird (keine andere als Shannon Elizabeth, von der man in besagter Szene aber weniger Haut zu sehen bekommt, als in American Pie), die Lösung zum Sieg über Jack Frost wird durch Zufall über etwas, was der zurückgebliebene Sohn des Polizisten macht, herausgefunden usw. usf. Wenn man dem Killer in einem Horror-Movie mit Föns zu Leibe rücken kann, weiß man, dass  man seinen Spaß haben wird :D


6.12.09 02:46


#327: Godzilla Monday - 1964 Part 2

Der zweite Film, der 64 erschien, war Ghidorah, the Three-Headed Monster, und führte zum Debüt eines weiteren der beliebtesten Godzilla-Monster. Nebenbei taucht auch Rodan auf, der vorher schon in einem eigenen Film zu sehen war. Und Mothra, allerdings nur als Larve.

Diesmal kommt die Bedrohung aus dem All, so spielt das Wetter auf der Erde verrückt und es werden auch viele Sternschnuppen beobachtet. Zudem gibt es einen Subplot um eine Prinzessin aus einem ausgedachten Land auf Besuch nach Japan, während allerdings ein Auftragskiller sie aus dem Weg räumen soll. Allerdings erwacht in ihr der Geist einer Jupiter-Bewohnerin, deren Zivilisation vor fünftausend Jahren von King Ghidorah vernichtet wurde, und sie nun als Hellseherin durch die Gegend laufen lässt und die Menschen vor ihrem sicheren Untergang warnen will.

Nebenbei erwachen Rodan und Godzilla und kloppen sich gleich ein wenig. Um den übermächtigen King Ghidorah allerdings besiegen zu können, der aus einem der gefallenen Meteoriten schlüpft, müssen die Kräfte der Monster vereint werden. Also rufen die Feen ihre Mothra, damit diese Godzilla und Rodan eine Standpauke hält und alle drei mit vereinten Kräften King Ghidorah vertreiben können.

Der Film war zwar ganz nett, aber auch nicht so der Überflieger. Vor allem dauert es recht lang, bis die Monster-Action so richtig beginnt (obwohl man diesmal sogar 4 zur Verfügung hat), da sich der Film ordentlich Zeit lässt die menschlichen Charaktere und den Jupiter-Plot ausführlich aufzubauen. Die Special Effects sind dafür wesentlich besser als die etwas ärmlich aussehenden in Mothra vs. Godzilla, vor allem was die Blue Screens anbelangt. Für die damalige Zeit natürlich, so sieht man an King Ghidorah und Rodan trotzdem in aller Regelmäßigkeit die Schnüre, aber so zwischen King Kong und Ghidorah macht Mothra doch den Anschein, als hätte man 1964 nur das Special-Effects-Budget für einen Film gehabt und den Großteil davon Ghidorah zukommen lassen. Godzilla fällt auch nicht mehr so viel über seine eigenen Füße, dafür nehmen sich die Kampfszenen wie schon bei King Kong nicht so sonderlich ernst, der Rest des Filmes allerdings eigentlich schon.

Also ganz unterhaltsam war er wie gesagt schon, aber ich hätte mir ein etwas strafferes Pacing in der ersten Hälfte gewünscht und weniger freiwillige Komik in den Kampfszenen. Interessanterweise haben die beiden 1964er-Filme genau gegensätzliche Probleme: Mothra hat bessere Erzählstruktur, dafür die enttäuschender inszenierten Kämpfe und Special Effects, Ghidorah genau andersrum.


7.12.09 06:58


#328: More Monster Madness - Cloverfield

Den Film will ich eigentlich schon schauen, seit er in die Kinos kam. Aber irgendwie vergesse ich das dann ständig wieder.

Die ersten 20 Minuten bestehen im Prinzip aus der großen Abschiedsparty für einen Freund, der nach Japan geht. Das ist alles so nen bissl, als würde man in eine Folge O.C. oder Dawson's Creek einschalten: Hübsche End-Zwanziger, die selbst gemachte Beziehungsprobleme haben, für die man sich nicht wirklich interessiert. Nur das sie hier nicht vorgeben erst Teenager zu sein. Na ja, Kerl hat mit Tussi geschlafen, beide auch ne nette Zeit miteinander gehabt, aber so richtig zusammen waren sie nicht und da er jetzt geht hat sie sich nen neuen angelacht, obwohl beide noch dreamy eyes füreinander haben. Rababa rababa.

Und dann bricht plötzlich die Hölle los. Ein Beben geht durch Manhattan und ein paar Hochhäuser explodieren. Alles in Panik, rennt die Straße entlang, das Militär schießt auf was, noch mehr Manhattan geht zu Bruch, ziemlich schnell stellt sich heraus das es der Angriff eines Riesenmonsters ist etc. Haupt-Held-Charakter macht sich dabei anstatt zu fliehen mit seinen Freunden im Schlepptau wieder jeder Vernunft auf den Weg zum Love Interest, obwohl die genau da wohnt, wo die Scheiße so richtig am Dampfen war. Viel hin und her Gerenne und dabei die Zerstörung halb Manhattans nur wenige Schritte entfernt.

War eigentlich ein richtig cooler Film. So das big budget Monsterfilm-Gegenstück zu Blair Witch Project, da auch alles in gefaktem „so ist das wirklich passiert“ shaky cam gefilmt ist (nur ist Cloverfield im Gegensatz zu BWP gut). Das Monster sieht man natürlich zunächst so gut wie gar nicht beim ganzen Gewackel und da es ständig hinter Staubwolken und Gebäuden ist, dann später mal hier nen kurzen Blick auf ein Teil und da mal einen und im letzten Drittel bekommt man es recht gut zu sehen. Hat etwas von Silent Hill.

Der Film ist vor allem sehr gut darin, einen mit den langweiligen Charakter-Subplots einzulullen, nur um einen dann plötzlich durch das erneute Erscheinen des Monsters oder ne Explosion oder so zu erschrecken :D Zumal vom Riesenmonster auch noch kleiner Spinnen-artige Viecher abspringen. Das ist eigentlich eine recht gute Idee, da dadurch jederzeit und überall Gefahr aus einer Ecke gesprungen kommen kann, die man nicht wie ein Riesenmonster von weitem kommen sieht.

Vergleiche zwischen Godzilla, der aus den Atombombenabwürfen entstanden ist und der Tatsache, dass Cloverfield kein Jahrzehnt nach 9/11 kommt, spar ich mir hier mal.


8.12.09 13:59


#329: Kill Saki Vol.1

Ich hab mir neulich mal einen Teil der Oneechanbara-Serie geholt. Angestiftet, wie so häufig, von HG101 :D Um zu wissen, warum Oneechanbara ist, wie es ist, braucht man aber ein oder zwei kleine Hintergrundinfos. Sie gehören nämlich zum Simple 2000 Lineup, das nicht direkt eine Spielereihe oder –genre betitelt, sondern den Namen führt, da es simple Spielkonzepte (alles von Pinball; Dating-Sims; über ein Spiel, bei dem man einen Notfallwagen lenkt und Zombies über den Haufen fahren muss; einem Spiel, bei dem man ein zur Riesin gewachsenes Bikini-Babe abschießen muss; bis zum Einsteiger-RPG), die unter extrem niedrigen Budget zusammengeklöppelt werden, dafür aber auch nur 2000 Yen kosten (was ca. 1/3 bis 1/4 eines Vollpreisspieles ist).

Dank des niedrigen Preises, dem teilweise spaßigen Trash-Faktors und da in Japan „Kusoge“ (shitty games) sowieso einen etwas anderen Stellenwert als im Westen haben, hat es das Simple-2000-Lineup immerhin auf deutlich über 100 Spiele geschafft. Viele davon unter anderem Namen sogar nach Europa gekommen. Nicht, das dies irgendwer groß bemerkt hätte, bei so Nischenpublishern wie 505GS und Co.

Zwei der beliebtesten Simple-2000-Serien sind Earth Defense Force und The Oneechanbara, die es beide neben 2 S2K-PS2-Spielen (plus 2 mit neuen Kostümen und Charakteren Rereleases bei Onnechanbara) auch mittlerweile als „vollwertige“ Spiele auf die X360 und Wii schafften.

Gekauft hab ich mir Zombie Hunters, einfach weil es am Einfachsten zu bekommen war. Das ist der EU-Titel von Simple 2000 Vol.80: The Oneechamploo, welches wiederum das erweiterte Rerelease von Simple 2000 Vol.61 The Oneechanbara, dem ersten Spiel, ist. Wobei Erweiterung bei so einem Budget-Titel bedeutet, dass es noch mal 1:1 das gleiche Spiel ist, aber zwei neue spielbare Charaktere einfügt, die sich genau wie die vorhandenen zwei spielen und ein paar neue Kostüme, die lediglich palette swaps sind.

Zombie Hunters passt auf eine CD, statt DVD nutzen zu müssen und während das Packaging das Spiel schön Zombie Hunters nennt, wird es im Hauptmenü Zombie Zone: The Other Side betitelt (das Release von The Oneechanbara heißt in Europa Zombie Zone)… dies sollte einem zeigen, mit was für einer Qualität man hier zu rechnen hat :D

Das simple Konzept der Serie? Heiße Mädels in Fetisch-Outfits killen Zombies, Dynasty Warriors Style. Hauptcharakter Aya (in Cowboy-Hut und Bikini) zieht aus ihre Schwester Saki (in Schulmädchenuniform) zu töten, da sie ihren Vater umgebracht hat. Sagt zumindest die Text Scroll only Einleitung zu Stage 1. Davon gibt es für jedes Stage eine, die aber im Prinzip nur „Hier sind Zombies aufgetaucht, also bin ich auch hierher, da Saki in der Nähe sein könnte“ in unterschiedlichem Wortlaut sind. Alle nutzten ein Katana als Waffe. Saki wird, nachdem man sie besiegt, auch spielbar. Die anderen zwei Charaktere kommen aus anderen Simple-2000-Spielen, kämpfen aber wie gesagt gleich, haben ähnliche Outfits an und übernehmen die Rolle von Aya bzw. Saki in der Geschichte. Es ändert sich also nicht viel, egal wen man wählt.

Stages gibt es 6 an der Zahl, aber auch das ist gemogelt, so sind Stage 2 und 3 das gleiche Krankenhaus und Stage 4 lässt einen die Straßen von Stage 1 erneut ablaufen. Spielerisch hack'n slashed man sich durch Horden von auftauchenden Zombies, wobei ich zugeben muss, dass man schon recht viele Moves machen kann, je nachdem ob man still stehend oder in Bewegung angefangen hat, ob man Lock on auf einen Gegner oder nicht setzt und in welche Richtung man den Analogbutton beim Schlagen hält. Zusätzlich spielt Blut eine wichtige Rolle, da die Liter über Liter, die von den Zombies und ihren herumfliegenden Körperteilen produziert werden, die Mädels und ihre Waffen langsam durchtränken. Je mehr Blut auf der Waffe ist, umso stumpfer wird sie, sprich sie macht weniger Schaden und wenn sie komplett besudelt ist, kann sie in den Zombies stecken bleiben, wodurch man einige Sekunden wehrlos ist. Per Button kann man das Schwert aber mit einer schnellen Bewegung jederzeit vom Blut befreien. Die Mädels, deren Besudelung wesentlich langsamer vonstatten geht, allerdings nicht, sondern nur durch einen Besuch bei einer Göttinnenstatue (von der es idR nur eine zu Beginn des Stages gibt) oder Benutzung eines Götinnenitems, sofern denn eines im Gepäck ist. Wenn die Mädels komplett von Blut durchtränkt sind, flippen sie nämlich aus. Das führt zu einer Art Berserker-Modus: Man teilt doppelten Schaden aus, nimmt aber auch doppelten Schaden und zusätzlich verringert sich die Lebensleiste langsam.

Jedes Stage dauert so 30-50 Minuten, ein langes Spiel ist es also durchaus nicht. Und trotzdem kommen einem die Stages zu lang vor. Sich durch die immer gleichen Horden an Zombies zu schlagen macht sicherlich kurz Spaß, aber keine 30+ Minuten am Stück. Und das selbst, wenn man an den meisten Zombies vorbei läuft und nur die Räume kurz und klein haut, in denen die Schlüsselkarten zum Öffnen der Türen des Levels zu finden sind. Zumal wie gesagt Stages gern erneut genutzt werden und man in allen die immer gleiche BGM vorgespielt bekommt. Wenn ein Spiel keine 6 Stunden lang ist und trotzdem zu langatmig ist, ist definitiv was schief gelaufen.

Zusätzlich trifft man ab Stage 3 recht nervige Gegner an. Eine Zombie-Art, die nicht durch normale Angriffe besiegt werden kann, sondern nur im Berserkermodus. Also schnetzelt man erst fast 10 Minuten auf die normalen Zombies ein, bis das Weib endlich komplett voll geblutet ist, damit man die Spezialzombies klein hauen kann, um endlich die Schlüsselkarte zum nächsten Levelbereich zu bekommen. Das man dadurch natürlich auch nen Göttinen- und Heilitem opfern muss ist auch nicht schön. Ab Stage 4 gesellen sich nun Polizisten dazu, die mit Knarren um sich schießen. Sicherlich wären die normalen Zombies etwas langweilig, da sie sich so langsam bewegen, dass man einfach fast nie getroffen wird, aber Distanzangriffe wenn man selbst nur Nahkämpfer ist, sind schon etwas nervig. Zumal man nie wirklich den Überblick über das Kampfareal bekommt, da dafür zu viele Zombies rumlaufen und man keinerlei Kontrolle über die Kamera hat. Nada. Nur wenn man Lock on auf einen Zombie setzt, dreht sich die Kamera in die Richtung, was man aber kaum Kamerakontrolle nennen kann, da das Ziel bei so vielen Zombies um einen rum auch mehr als zufällig ausgewählt wirkt.

Ich glaub eigentlich, ich hör auf das Spiel weiter zu spielen. Die Polizisten zusammen mit Zombies, die nur im Berserk-Modus besiegt werden können, gehen mir einfach zu sehr auf den Sack. Zumal es im Spiel ja so gesehen kein Payoff fürs Weiterspielen gibt: Keine interessante Story, die man verfolgen will; kein spaßiges Gameplay; nichts interessantes zu sehen, da Stages und Gegner dröge sind; keine wirklich neuen Kostüme oder Charaktere frei zu spielen, da sie nur Swaps der schon vorhandenen sind; Fanservice? Abgesehen davon, dass der in diesem Fall bei mir nicht wirken würde... auch mit z.B. halbnackten Kerlen wär das kein Payoff... ich bin keiner 12 mehr und wir haben auch nicht mehr die frühen 90er - mit echtem Pr0n an jeder Internet-Ecke gibt es heutzutage keinen Grund mehr schlechte Spiele oder Filme durchzustehen, nur weil man da leichten Fanservice zu sehen bekommt. Ich hätte gehofft, dass das trashige B-Movie-made-Game Konzept einen gewissen Funfaktor hat, aber mir zumindest kommt da keiner auf.

9.12.09 00:21


#330: More Monster Madness - King Kong

'Tis a movie blog now. Hab nun King Kong geschaut, die Peter Jackson Version von 2005, nicht das Original (das ich nicht kenne). King Kong ist ja - wie die meisten Monster Movies - so ein Konzept, bei dem ich davon ausgehen würde, dass es gut kompakte 70-80 Minuten füllen kann, vielleicht sogar 100, wenn man sich ordentlich Zeit lassen will. So fand ich hatten Cloverfield und Beast of 20.000 Fathoms, die in diesen Rahmen fallen, genau die richtige Länge. Diejenigen Godzilla-Filme, die 90-100 Minuten gehen sind zwar auch nicht schlecht, könnten aber trotzdem durchaus 10-20 Minuten kürzer sein. Lediglich The Host füllt seine 120 Minuten sehr gut.

King Kong ist 187 Minuten lang! Selbst bei 10 Minuten Credit Roll ist das ne ganze Ecke. Und das ist nicht mal der Extended Cut, sondern die normale Version.

Der Film ist eigentlich in 3 Teile von je ca. ner Stunde gebrochen. Der Anfang in New York, in dem der "Bösewicht", dem man die Gelder für den Film streichen will schnell seine Crew und Hauptdarstellerin mit Lügen zusammen treibt und sich dann auf die Überfahrt zur Skull Island macht, und dort dann ein erstes Scharmützel mit dein Eingeborenen erlebt, nimmt die erste Stunde ein.

Der Mittelteil ist dann die "Opferung" von Ann an King Kong und die anschließende Vergessene Welt Episode, in der King Kong und Ann miteinander anbändeln, die Crew versucht sie zu retten und jede Menge Action-Szenen mit Dinosauriern und Rieseninsekten stattfinden, um das ganze auch ne Stunde gehen zu lassen (es ist überhaupt erstaunlich, durch was die Crew alles geht, um ein blondes Weib zu retten).

Die letzte Stunde nimmt dann der Fang Kongs und seine Darbietung als 8. Weltwunder in New York mit anschließender Flucht und Ende unter Tränen Anns auf dem Empire State Building ein.

Und ich muss sagen, Peter Jackson füllt diese geschlagenen 3 Stunden sogar halbwegs gut. Langweilig wird einem eigentlich nie, da viele Charaktersubplots und lange Action-Szenen eingeworfen werden. Und trotzdem könnte der Film gern ne Stunde kürzer sein. Überfahrt und Action-Sequenzen hätten nicht so lang sein müssen und das Rumgeblödel zwischen Kong und Ann auf Insel und nach Wiedersehen in New York ebenfalls nicht.

Dafür versteht es Jackson zumindest dem Affen ordentlich Charakter zu geben. Der wächst einem tatsächlich so richtig ans Herz. Auch Anns wachsende Zuneigung zu ihm ist ganz gut rüber gebracht und der Bösewicht des Filmes (gespielt von Jack Black, den man sonst nur aus unlustigen Comedys kennt, aber in seriöser und ernster Rolle erstaunlich gut ist) bleibt auch nicht komplett eindimensional.

Ja, Peter Jackson weiß schon, wie man einen guten Film macht. Vor allem haben seine Filme auch Seele, da er wirklich nur das macht, worauf er Lust hat, statt unterhaltsame aber Seelenlose Spektakel wie Roland Emmerich oder Michael Bay zu drehen. Aber ganz so lang hätte er ebend doch nicht sein müssen. Peter Jackson hat mal gesagt, es wäre schon immer sein großer Traum gewesen, King Kong zu remaken, da er den Film schon als Kind toll fand. Bei den meisten anderen würde ich das für Marketing-Blabla halten, aber ihm glaub ich das. Aber man merkt das halt doch, King Kong 2005 ist die um viele weitergestrickte Fantasien eines Kindes erweiterte Version des Ursprungswerkes.

Übrigens waren die Special Effects irgendwie sehr... ungleich. Meist sehen sie super aus, aber einige der Dinosaurier-Szenen im Vergessene Welt Teil sehen, sobald Menschen mit im Bild sind, doch erstaunlich fake aus.


10.12.09 05:25


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