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#304: The penis is evil! The gun is good!

Zu Halloween lief irgendwie nur Zeug, das ich schon kannte. Und zwar welches, das ich schon kannte und das ich nicht unbedingt noch Mal anschauen will. Also hab ich nen paar DVDs rausgeholt und mir mal wieder Sleepy Hollow, Vampire Hunter D: Bloodlust und Invader Zim - Halloween Spectacular of Spooky Doom angeschaut. Mal schaun, nachher schau ich evtl. noch Nightmare before Christmas, da hät ich auch mal weider Lust zu.

Worum es hier aber eigentlich gehen soll, ist ein anderer Film, den ich mir Gestern angeschaut habe und der kein Horrofilm, aber wirklich der Horror war: Zardoz. Starring Sean Connery, der zwar ein guter Schauspieler ist, sich aber nie zu schade wurde auch mal in absolutem Müll aufzutreten wie Die Liga der außergewöhnlichen Gentleman. Oder eben in noch wesentlich jüngeren Jahren Zardoz, der aus den 70ern stammt. Und wenn man einfach mal pauschal annimmt, dass beim Schreiben und Drehen des Filmes eh alle auf Droge waren und schnell zur nächsten Kommunenorgie wollten, weil in den 70ern warn halt alle so drauf, erklärt das so Einiges.

Der Film beginnt mit einem fliegenden Kopf, der uns erzählt er sei Zardoz, ist unsterblich und erzählt uns nun eine Geschichte, die für uns noch in der Zukunft liegt, und in der er vorgab ein Gott zu sein. Zehn Minuten im Film wird er dann von Jean Connery erschossen und bis kurz vor Finale nicht wieder gesehen. Äh, ja... Überhaupt ergeben die ersten 10 Minuten erst mal gar keinen Sinn, was aber auch daran liegt, dass die große Plotwendung gegen Ende eben erklären soll, was wieso warum in diesen geschieht.

Um einfach Mal die aufgeräumt Version des Filmes zu erzählen: Es ist die Zukunft und die intelligentesten Menschen haben, als die Welt am Rande des Abgrundes stand, sich vom Rest der Welt abgeschottet und in ihrer kleinen Gemeinschaft ihrer Geisteswissenschaften gefröhnt. Letztendlich sogar die Unsterblichkeit für sich entdeckt, in der Hoffnung mit unbegrenzter Zeit an der Hand auch endlich Perfektionismus zu erreichen. Da dies typisch bunte Zukunftsvision von 70er-Jahre-SciFi ist, statt unsrer heutigen sterilen schwarz-weiß-und-alles-was-irgendwie-grau-ist SciFi, wirkt die ganze Gemeinschaft natürlich eher wie ne bessere Hippie-Kommune.

Aber egal, einer sollte aber auch die Barbaren der Außenwelt unter Kontrolle halten, was Zardoz tat, in dem er in einem großen Steinschädel durch die Gegend flog und sich als Gott aufspielte. Gewisse Barbaren gab er Waffen und nannte sie die Außwerwählten, damit sie wahllos alle anderen über den Haufen schießen, damit sie sich nicht zu sehr vermehren. Daher auch das lächerliche Zitat des Titels "The penis is evil (weil zu Fortpflanzung), the gun is good" (weil man über Mord die Bevölkerung unter Kontrolle hält).

Letztendlich hat er aber im Prinzip sich durch kontrollierte Fortpflanzung als seine Auserwählten Menschen herangezogen, die von ihren Genen sogar seinen unsterblichen Freunden in ihrem Utopia überlegen sind. Denn letztendlich sehen viele es mittlerweile ein, nie Perfektion erreichen zu können und sind ihrer Unsterblichkeit müde. Können aber nix dagegen machen, da sie das Geheimnis dieser, und somit auch, wie man sie wieder rückgängig machen kann, versteckten damit eben nie jemand auf diese Idee kommt und die Sache für alle verdirbt. Na ja, Zardoz trickst Jean Connery dahin herauszufinden, dass alles nur ein von den Kommunen-Mitgliedern aufgesetzer Schwindel ist, lässt sich von ihm erschießen, damit dieser dann in der Kommune Bruchlanden kann und über kurz oder lang ist Connery natürlich der Auserwählte, der der Kommune endlich das Geschenk des Todes bringt.

Der Film endet dann auch damit, dass so ziemlich alle über den Haufen geschossen werden, während Connery sich mit seiner Love Interest irgendwohin zurückgezogen hat, vögelt und dann im Zeitraffer von Geburt das Kindes bis zu dessen Erwachsenenstadium und dann Tod der Eltern durchgenommen wird. Was zur Moral des Filmes - die übliche bei Geschichten um Unsterblichkeit -, nämlich das das Leben nur wegen des Todes lebenswert wird und man den natürlichen Kreislauf nicht durchbrechen darf, passt.

Das oben Beschriebene ist sogar das Fundament für eine richtig gute Geschichte, wenn man sie denn ordentlich umsetzt. Aber Zardoz ist einfach saublöd. Viele Szenen sind todlangweilig und unglaublich in die Länge gezogen. Viel ist schwach- und unsinnig. Und alles wirkt so unglaublich dämlich und lächerlich. Ich weiß es sind die 70er, aber wirklich... dämlich, sinnlos, verschenktes Potential. Unterm Strich einfach 1 1/2 Stunden, in denen sich Jean Connery zum Idioten macht.

Bilder, weil das muss man gesehen haben:

Zardoz zu Beginn des Filmes. Sehr erfurchtgebietend, eh? Ich weiß das soll wie so ne Art Space-Pharao wirken, aber ernsthaft...

Unsre außerwählten, männlichen Barbaren tragen allerernstes DAS! Zwei rote Munitionsgurte über die Brust und nen roten Lendenschurz. Meine Damen und Herren, wie Sie Jean Connery nie sehen wollten.

Aber warten Sie, dazu gehören noch stylische Lederstiefel bis zum Knie! Ja, ja - es waren die 70er, aber trotzdem, selbst dafür sit das unglaublich dämliches Kostümdesign.

Die Leutz in der Kommune kommen auch nicht so super toll weg, hier mag der Es-waren-halt-die-70er-Pass aber noch durchgehen.

Und er hat sogar noch etwas weniger an. Toll. Es ist schon interessant, wie man damals aussehen konnte und trotzdem noch der Held eines Filmes und sexy geltend war.

Und endlich auch ein paar nackte Menschen. War ja unvermeidlich. Was die da machen? Keine Ahnung, die sind einfach da.

Artsy or pretentious or...

...drug-induced? You decide.

Gegen Ende des Filmes ist Connery tatsächlich mal voll bekleidet. Dummerweise ist es ein Hochzeitskleid. Das war nach 6 x James Bond, "er war jung und brauchte das Geld" zieht also nicht.

1.11.09 12:43


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#305: Let's Play ~ Persona 2 - 07. Everyone's a Joker

Ok, irgendwie scheint der Politiker Tatsuzou Sudou eine zentrale Rolle in der ganzen Joker-Sache zu haben. Also besuchen wir doch einfach mal seinen Sohn Tatsuya in der Irrenanstalt.

Warum eigentlich die ganzen ähnlich klingenden Namen? Tatsuzou Sudou, Tatsuya Sudou, Tatsuya Suou, Katsuya Suou... da liest man schon mal schnell den falschen xD Ich nehm mal an im japanischen Original werden sie zwar ähnlich ausgesprochen, aber mit recht unterschiedlichen Schriftzeichen geschrieben.

Die Anstalt ist dann überraschend unheimlich gewesen. Keine Menschenseele da, Ambient-BGM und Tatsuyas Raum war überall voller Photos der Mordopfer, dem Orakel von Maya über die Wände gekritzelt zusammen mit dem großen Auge Nyarlathotheps. Nen bissl Nebel und Rost und schon könnte das Teil direkt aus nen Silent-Hill-RPG sein :D Ich mein, wirklich angsteinflößend ist die ganze Angelegenheit bei einem 32bit-RPG aus der Vogelperspektive nicht, aber eine unheimliche Stimmung hat man dafür doch recht gut rüber gebracht.

Anyways, stellt sich heraus Tatsuya Sudou ist der neue Joker und wir müssen ihm ins Sky Museum folgen. Das ist die genau gleiche Angelegenheit wie in Innocent Sin: Das Ding wird in Flammen gesetzt und man hat 30 Minuten um zum Boss zu kommen und dabei auf jedem Stockwerk die verbliebenen Kinder zu retten, um nach dem Bosskampf dann mit dem Zeppelin zu fliehen. Sudou hat das ganze so inszeniert, damit wir uns endlich an "die andere Seite" erinnern. Und im Bosskampf gegen Sudou hilft und Tatsuya Suou aus. Der ist allerdings auf Level 50ish, also geht er danach wieder fort und ich nehm mal an wir bekommen ihn als 5. Teammitglied erst gegen Ende des Spieles.

Anschließend geht es erneut in bekannte Dungeons, Fitnessclub Gold und dem Club Zodiac, dessen Dekor diesmal zumindest anders ist und in dem die Taiwanesische Mafia residiert. Wie sich herausstellt können verschiedene Menschen zum Joker werden, mit dem Sieg über Sudou ist die Gefahr also noch nicht gebannt.

Und irgendwie hat Guido, der Bösewicht aus Persona 1, evtl. auch die Finger mit im Spiel, die Vermutung äußern zumindest Nate und Ellie (beide ebenfalls aus P1) in einer Besprechung mit den EP-Hauptcharakteren. Beide wollen mehr herausfinden und hier darf man sich nun entscheiden, mit wem von beiden man gehen will, wodurch derjenige vorerst zum 5. Partymitglied wird (wude ja auch langsam mal Zeit). Ich hab mal Nate gewählt. Joa, und da bin ich mittlerweile.

Im Aoba Park ist dabei was total niedliches passiert. Ich hatte Jack Frost als Persona dabei und bin auf ne Gruppe von Frosts gestoßen und die haben von sich aus angefangen, miteinander zu reden. Aww~ supergoldigst.

Was ich bei Eternal Punishment bisher zudem mag ist, dass Geschichte und Setting ne Ecke erwachsener und düsterer wirken, denn das teilweise recht abgedrehte Innocent Sin.

2.11.09 16:01


#306: Halloween Online - Part 39

Wird mal wieder Zeit, aber irgendwie passiert bekanntlich in IMAGINE nicht besonders viel. Und so oft online bin ich eh nicht mehr. Neues, kurzes COMP-Hack-likes Dungeon für nen Quest (-click-). Sind nen paar Robotergegner. Quest-Rewards waren ursprünglich recht gut, wurde dann aber geändert zu Müll.

Look at me float! (-click-), float like a villian x3

Ach ja und Halloween war natürlich. Dreiteilig, beginnend schon zwei Wochen Ende September(!) für Teil 1, dann ne Woche nüscht (warum fängt man dann überhaupt so früh an?) und dann Teil 2 und 3 ebenfalls jeweils 2 Wochen im Oktober, Teil 3 läuft noch bis diesen Donnerstag.

Im Prinzip war aber alles nix besonders berauschendes. Beil Teil 1 konnte man Äpfel aus den Bossroom Kisten bekommen (-click-) und gegen Items eintauschen. Wobei wie schon beim Sommerfest mit den Goldfischen Hunderte für die zumindest halbwegs guten Sachen nötig waren. Teil 2 war dann Items aus Quartz (für Männer) bzw. Susaku Caravans (für Frauen) holen, wobei deren Drop nicht 100% und mir der Scheiß die Sache nicht wert war. Teil 3 ist dann nen bissl Fed-Ex spielen und dafür nen Gruppen-XP-Boost gewinnen. Zu zeigen hab ich im Prinzip nur die Waffe aus Teil 1 (-click-).

3.11.09 16:54


#307: Godzilla Monday - 1954

Ich muss zugeben, beim Aufwachsen hab ich mich nie sonderlich für die Godzilla-Filme interessiert. Nen Gummisaurier, der Pappstädte umwirft, schien mir nie sonderlich interessant. Jetzt hatte es mich aber irgendwie gepackt und ich hab mir vorgenommen mal alle Filme zu schauen - einen pro Woche.

Was doch ein ziemliches Unterfangen ist, wie ich feststellen musste. Das es da so einige Filme gibt, war mir schon klar, aber genau nachgeschaut hat mich die Anzahl dann doch überrascht - alleine in Japan gibt es 28 Filme, dazu dann noch 2 US-Filme, ca. 3 TV-Serien und die Lieblingsmonster wie z.B. Mothra haben dann noch ihre eigenen unabhängigen Reihen bekommen, die theoretisch nix mit Godzilla mehr zu tun haben. Mal sehen, ob mir da nicht die Lust vergeht xD

Langsam ernährt sich das Eichhhörnchen und somit beginnen wir (logischerweise) am Anfang, zu Zeiten von schwarz-weiß, im Jahr 1954 mit dem japanischen Original, simply Godzilla. Oder auch mittlerweile Gojira genannt, in der direkten übergenauen Romanji-Übersetzung, um ihn vom US-Film abzuheben (siehe auch Ring, der in den USA zu Ringu wurde).

Nen paar Schiffchen werden versenkt und an ner Insel trifft ein seltsamer Orkan ein, wegen deren noch ungeklärter Ursachen Japan in Aufruhr ist. Stellt sich heraus es ist... dun dun dun... ein durch Atombomben radioaktiv verseuchter Dinosaurier, der hin und wieder gern mal Landspaziergang macht. Ganz doll überraschend hilft es auch nicht sonderlich dem Vieh einfach noch nen bissl mehr Atombomben entgegen zu werfen - wer hät's gedacht. Kampfflugzeuge helfen nicht, das Vieh unter Strom setzen auch nicht und so ist es recht frei einfach mal Verwüstung über Tokyo zu bringen. Nebenbei gibt es noch einen Wissenschaftler, der dagegen ist, ihn zu töten, ganz gleich wie viel Amokläufe er begeht, sondern ihn studieren will. Da wird im Film aber nie was Größeres draus, weil ihm eigenltich sowieso keiner zustimmt. Und nebenher gibt es noch ein Beziehungsdreieck zwischen seiner Tochter, einem anderen Wissenschaftler, dem sie versprochen ist, obwohl sie ihn eher als älteren Bruder sieht und dem Mann, in den sie wirklich verliebt ist. Daraus wird aber auch nie weiter was Dramatisches, da der Film den Subplot ebenfalls recht links liegen lässt und Kindheitsfreund gegen Ende sowieso per Heldentod das Feld räumt.

Godzilla hat mir schon ganz gut gefallen. Das Pacing ist nach heutigen Maßstäben allerdings etwas langsam. Es dauert knapp über 20 Minuten, in denen alle rumrätseln, warum die Bötchens verschwunden sind, bis das Übel der Sache Godzilla zum ersten Mal überhaupt auftaucht. Wenn man natürlich schon weiß, dass es Rubbersaurus war, steckt in diesen 20 Minuten also nicht gerade mehr viel Suspense. Und erst ca. 50 Minuten im Film geht Godzilla auf die erste richtig große (und einzige) Zerstörungstour des Filmes. Von daher zieht sich die erste Hälfte etwas, danach wirds aber ganz gut.

Zudem kennt ja jeder die Story, dass alles auch nen bissl den Atombombenanschlag auf Japan verarbeitet, weswegen sich der Film natürlich hoffnungslos ernst nimmt. Godzilla ist nicht einfach nur durch sie zur Gefahr geworden, sondern hinterlässt auch dort, wo er an Land geht, gefährliche Radioaktivität und nach seinem Spaziergang durch Tokyo nimmt sich der Film auch etwas Zeit die verletzten Opfer und vor sich hin heulenden Neu-Waisen zu zeigen. Und das Finale besteht daraus, dass man versucht den Wissenschaftler/Versprochenen, der eine Energiequelle entdeckt hat, welche als Bombe genutzt alles Leben aus der Tokyoter Bucht löschen kann, dazu zu überzeugen, diese eben gegen Godzilla anzuwenden - er möchte nämlich nicht unbedingt als derjenige in die Geschichte eingehen, der den nächsten Schritt nach der Atombombe in Sachen Massenvernichtungsmaschinerie erfunden hat (dabei hat er eine "I'm clearly evil"-Augenklappe, dass man denkt, er würde über den Film zum Bösewicht...). Sich selbst so hoffnungslos Ernst zu nehmen, wenn ein Gummimonster durch ne Plastikstadt wütet, funktioniert egal wie symbolisch man das betrachten will, heutzutage natürlich nur noch zum Teil. Wahrscheinlich werden in 50 Jahren auch die Leute, wenn sie aktuelle bierernste Endzeitepen/Katastophenfilme a la 2012 oder The Day after Tomorrow sehen, etwas befremdet sein.


9.11.09 13:22


#308: Days of Insanity

Nachdem ich in letzter Zeit häufiger auf den Cthulhu-Mythos gestoßen bin, ist mein interesse etwas dran gestiegen. Etwas in dem Sinne, dass es nicht genug war Geld für nen Lovecraft-Buch auszugeben, sondern einfach noch Mal Wolfgang Hohlbeins Der Hexer von Salem rauszukramen. Den hab ich garantiert vor 10 Jahren oder mehr bei Weltbild bestellt gehabt, da die dort recht günstig ein Hohlbein-Packet mit 6 Büchern raus gehauen hatten. Darunter auch Der Hexer von Salem, Neues vom Hexer und Der Dagon Zyklus - die ersten drei von sechs(?) Hexer-Romanen.

Ich hab noch einige weitere Bücher von Hohlbein, wenn auch verglichen mit seinem Gesamtrepertoir lächerlich wenige. Er ist für mich auch immer etwas hit and miss, mal find ich seine Bücher ganz unterhaltsam, mal langweilig, zu meinen Lieblingsromanen hat es keiner geschafft. Aber irgendwie ist das zu erwarten, wenn man einen Output wie dieser Mann hat und in ein paar Jahrzehnten gefühlte fünfhundert Bücher auf den Markt schleudert. Ob mir der Hexer damals, als ich ihn gelesen hatte gefiel, wusste ich dann auch prompt nicht mehr. Auch nicht, was darin passiet, außer das Lovecrafts Space-Squids auftauchen - also eine gute Gelegenheit sie erneut zu lesen.

Das interessante am Hexer von Salem ist dann noch, dass die Dinger ursprünglich als diese dünnen Groschenroman-Heftchen auf den Markt kamen und erst nachträglich in gebundene Ausgaben gefasst wurden. Dadurch liest sich das Buch natürlich gleich ganz anders als eines, dass von Anfang an ein Gesamtwerk war. So besteht jedes Kapitel aus knapp unter 100 Seiten (a.k.a einem ursprünglichen Heftchen) und obwohl es eine übergeordnete Handlung gibt, muss auch in jedem dieser Kapitel irgendein in sich geschlossenes Ereignis stattfinden.

Und das hat mir ehrlich gesagt wirklich sehr gut gefallen. Das Buch ist damit wirklich eindeutig gut als leichte Kost für Zwischendurch geeignet. Ich hab pro Tag eines dieser recht kurzen Kapitel gelesen und war dann auch für den Tag damit zufrieden und habe trotzdem eine kleine Teilgeschichte mit Höhepunkt bekommen, anstatt nur Füllmaterial, auf das spätere Teile des Buches aufbauen. Im Gegenzug dazu hält sich das Buch natürlich mit Details stark zurück und ein Großteil der Probleme muss auch in der Kürze eines Kapitels erledigt werden. Dementsprechend hat man es hier jetzt auch nicht unbedingt mit vorzüglicher Lesekost zu tun, sondern eher mit dem Äquivalent zu B-Horror-Movies - kurz, spannend, unterhaltsam, aber eben leichte Kost. War aber auch mal ganz schön so und wenn man die Ursprünge der Kapitel in betracht zieht logisch.

Obwohl die Geschichten spannend waren, fand ich sie aber nicht wirklich sehr unheimlich. Allerdings fand ich große Tintenfischmonster noch nie wirklich sehr angsteinflößend. Klar, wenn vor mir plötzlich wirklich ein vierdimensionaler Tintenfisch-Blob, dessen bloßer Anblick Wahnsinn hervorrufen kann, auftauchen würde, würde ich wohl auch die Kontrolle über meine Blase verlieren - aber in nem Buch beschrieben find ich Lovecrafts Schöpfungen ehrlich gesagt nie so sonderlich unheimlich. Eventuell bringen Lovecraft und andere der bekannteren Leute, die seinen Open Source Mythos interpretiert haben, das auch besser rüber.

10.11.09 18:21


#309: white - red - black

Hab mich jetzt durch Die Bücherdiebin gelesen. Ja, ich bin mal wieder "late to the bandwagon".

Ein tolles Buch. Ein wundervolles Buch.

Es handelt von einem Mädchen, das zur NS-Zeit bei einer Pflegefamilie in einem ärmlicheren Viertel aufwächst. Am Grab ihres Bruders hat sie ein Buch im Schnee liegen sehen und "gestohlen". Lesen kann sie nicht, lernt es dann aber und stielt zu gegebenen Anlässen immer wieder erneut eines. Insgesamt nicht viele. Und letztendlich dreht sich das Buch natürlich nicht nur um ihre entdeckte Lust am Lesen, sondern um das ganze Kaleidoskop an kleinen und großen Ereignissen und Menschen ihrer Kindheit. Teilweise fast fragmentiert erzählt, mal vor springend, dann wieder etwas zurück, kurze Kapitel, eingestreut hervorgehobene Gedanken. Und alles mit dem Tod als Erzähler.

Das Buch ist unglaublich charmant und einnehmend geschrieben, man mag es gar nicht mehr weg legen und das Wort, dass es dabei am besten beschreibt, ein unterschwelliges Gefühl, das man beim Lesen hat, wäre "wohlig". Selbst wenn natürlich bei weitem nicht alles Eitel Sonnenschein ist.

Und dann, auf das letzte Viertel "bittersüß" und zu Ende hin "herzzerreißend".

13.11.09 15:38


#310: Super effective

Ich war mal nen richtig großer Fan von Monstersammel-RPGs. Sogar ein Pokemon-Fan sehr früher Stunde - ich hatte die Blaue Edition zum Deutschlandrelease und auch das Anime mit Erstausstrahlung mitbekommen. Gefolgt sind über die Jahre so einige Editionen und Dragon Quest Monsters (das ich aber damals schon nicht ganz so überragend fand), bis mir mit der Zeit an Monstersammel-RPGs doch irgendwie die Lust vergangen ist. Zu Beginn bin ich zwar eigentlich immer am Süchteln (abgesehen von Devil Children), aber mir vergeht neuerdings dann auch ziemlich schnell die Lust dran. Selbst an Pokemon, wie mir Diamant bewiesen hat.

Gleichzeitig bekomme ich aber trotzdem immer mal wieder Lust darauf, eines zu spielen. Und da Blau sowieso immer noch der beste Teil war, wollte ich zuerst dazu greifen. Um meinen Spielspand auf meinem Modul nicht löschen zu müssen (alle 150! Bis heute die einzige Edition, bei der ich mir die Mühe gemacht hab) und weil die Originale mittlerweile doch ziemlich kotzhässlich sind (ich sag zwar immer gern das Pokemon eigentlich immer das gleiche Spiel re-released ist, aber letztendlich ändert sich in den Minischrittchen, die die Serie voranschreitet über die Jahre doch was), hab ich zum Remake Pokemon Blattgrün gegriffen:

Tsk, man kann sich kaum vorstellen, dass die japanischen Originale sogar noch hässlicher waren, als die Versionen, die im Westen eingeschlagen sind.

Ich mein, wie gesagt ändert sich ja sowieso zwischen zwei Editionen so gut wie nix und so ist Diamant vom Gameplay her immer noch Blau verdammt ähnlich, aber man sehnt sich doch etwas in einfachere Zeiten zurück, als es noch nur 150 Viecher gab, denn 500+ und Wettereffekte die Kämpfe nicht schlussendlich über die Kippe des "zu verdammt langsam" springen lassen haben.

Ich war selbst etwas überrascht, dass Blattgrün meine Aufmerksamkeit diesmal dann auch sogar das komplette Spiel über halten konnte. Zumindest bis nach den Top 4, die optionalen Sachen, die danach aufgehen, hab ich dann zum Großteil nicht mehr gemacht, da mir mit den Credits doch letztendlich die Motivation davonflog. Dafür hab ich aber fast alle Sidequests gemacht, die man davor tun kann.

Verändert hat sich im Remake dann natürlich trotzdem einiges, nicht nur die Grafik. So wurde zwischen den Pokemon etwas rebalancing betrieben, einige Fundorte geändert, solche Kleinigkeiten. Zudem gibt es nun ein paar wenige Doppelkämpfe und einen komplett neuen Inselbereich, der zum Teil während des Spieles und zum Teil im Endgame aufgeht, wo dann auch Zucht möglich ist und sich der 150er-Pokedex den anderen GBA-Editionen zum 386er anpasst. Dadurch hat Lavados jetzt auch endlich ein eigenes Dungeon, als so nebenher auf die Siegesstraße geworfen zu sein. Und das Spiel spielt sich natürlich eine ganze Ecke langsamer, wobei man die Kampfanimationen zum Glück gewohnt ausstellen kann.

Was leider auch wie in den neuen Editionen ist, ist die lächerliche Fangchance bei den Legendaries. In den ersten paar Editionen waren die natürlich schwerer zu fangen, als die normalen Viecher, aber doch durchaus zumutbar. Mittlerweile sind die Chancen so lächerlich niedrig, das es schlichtweg keinen Spaß mehr macht. Dutzende der besten Bälle nach den Vögeln zu werfen, bis man irgendwann mal das Glück, das für einen Lottogewinn besser eingesetzt gewesen wäre, das die Drecksviecher auch mal drin bleiben, ist so ziemlich das Gegenteil von Spielspaß.

Aber auch ich hab mich verändert, was die Art und Weise angeht, wie ich so ein Spiel spiele. Zwar konnte es wieder meine Movtivation bis zu den Credits halten, aber ich hab doch so gespielt, wie ich das mit den neueren mache. Früher, in den ersten paar Editionen, habe ich immer schön ein Team aus möglichst unterschiedlichen Typen gehabt und diese auch relativ gleich gelevelt gehalten, um für alles bereit zu sein, was natürlich etwas länger gedauert hat, aber dafür bei den Top 4 auch schon ein gut getweaktes Team bereit stand.

Seit einigen Editionen habe ich dazu aber den Sinn einfach nicht mehr. Ich nehm sowieso bei jeder Edition immer das Pflanzen-Starter. Und es ist immer so, dass dieses zu Beginn des Spieles leichtes Spiel mit den meisten Gegnern hat, dafür dann aber später nicht mehr so gut ist. Das führt dazu, dass ich fast für jeden Kampf eben auch nur mein Starter nutze, wodurch es bald ~20 Level über allem ist, was mir die Gegner entgegenstellen und es so selbst später, wenn es eigentlich nicht mehr so gut sein sollte, alles platt walzen kann. So auch diesmal, außer dem Starter hab ich nur noch hin und wieder mein Vogelpokemon genutzt. Das rächt sich natürlich dann immer zu Spielende bei den Top 4, wenn man fünf volle Teams mit unterschiedlichen Pokemon in den 60er-Leveln entgegengesetzt bekommt. Da muss ich mir dann immer ein vollwertiges Team nachleveln. So auch diesmal, wo ich mein Level 80ish Starter 4 weitere Pokemon auf Level 50 hab ziehen lassen, bevor ich hingegangen bin. Wodurch dieses dann aber sogar in die 90er kam, und ich letztendlich doch nur die ersten drei im Team nutzen musste, um siegreich zu sein:

Irgendwas im Endgame dann nachzuleveln, um den Pokedex über die 69, die schon eingetragen waren, hinaus zu füllen, hatte ich dann auch keine Muse mehr zu. Btw etwas, was sich dann doch seit Blau in meinem Spielverhalten gehalten hat: Ich fange alles, was mir in die Quere kommt, ohne Ausnahme - aber nie die Weiterentwicklungen, weil ich die entweder selbst entwickeln oder gar nich haben will. 

14.11.09 10:52


#311: Let's Play ~ Persona 2 - 08. New World Order

Natürlich ist Guido, der Bösewicht aus Persona 1, Teil der Sache - durch Gerüchte wieder zum Leben erweckt. Wie bereits erwähnt werden die Leute gezielt mit dem "Joker" infiziert, damit man sie anschließend von ihnen befreien und diese negative Energie ansammeln kann. Man züchtet sich sozusagen Sünden heran :D

Wozu das überhaupt? Natürlich um eine bessere Welt zu erschaffen, ein Utopia bar jeglicher Sünde. Wofür die jetzige, sündige Welt natürlich erst mal untergehen muss, versteht sich. Sobald genug negative Energie angesammelt ist, werden nämlich die Drachen, die die Energie-/Lebensadern unsrer Erde darstellen (a la X) diese reinigen.

Also folgen wir ihnen in die Unterwasserruinen, kommen aber zu spät, Guido hat das erste Siegel bereits gebrochen. Trotzdem erledigen wir ihn erst Mal.

Und anschließend zerrt uns Tatsuya nach Mt. Iwato, dem Flashback-Dungeon. Während sich hier in Innocent Sin die Charaktere an ihre Kindheit erinnert haben, bekommen sie in Eternal Punishment einige Schlüsselereignisse der "Other Side" gezeigt und von Tatsuya die ganze Schoße erklärt, die passiert ist - das Nyarlathotep die Welt zerstört hat, sie dann aber über den "Reset" der Kindheitsereignisse die Parallelwelt erschaffen haben, in denen EP spielt. Anschließend verlässt Nate das Team und Tatsuya ist endlich mit dabei.

Ein neues Sidequest gibt es auch: Map Completion. Vor gewissen Dungeons kann man sich bei nem NPC ne Blank Map abholen und dort dann die Karte des nächsten Dungeons drauf einzeichnen. EP ist erst das dritte RPG, das ich kenne, welches dieses Sidequest hat - und es ist immer Müll. Bei Star Ocean 3 hat es keinen Spaß gemacht, da man pixel perfect stehen musste und so einfach ständig bei 90ish% stand, ohne den blassesten Schimmer zu haben, wo jetzt noch nen Fitzel fehlt. Bei Final Fantasy IV DS musste man wenigstens nur in die Nähe kommen, damit was aufgetaucht ist, anstatt ganz genau in jede Ecke zu kommen. Trotzdem war man hin und wieder bei 99% und hat auf der Übersichtskarte nicht sehen können, wo noch ein Fitzelchen fehlt - und die Random Encounter (die es bei SO3 wenigstens nicht gibt) haben das erneute Ablaufen entsprechend nervig gemacht.

Bei Persona 2 ist es unmöglich Stellen zu überstehen. Die Auto-Map eines Dungeons, das ausgemappt werden kann, bekommt nämlich ein Grid auf dem Boden aufgezeichnet, dass dort verschwindet, wo man war. Man muss also nur regelmäßig die Automap aufrufen und nachsehen, ob man irgendwo noch eins übersehen hat. Was es trotzdem nervtötend macht is, dass wir hier ja in einem MegaTen sind: Random Encounter, nicht kurze Dungeons und Bodenfallen, die einen schädigen oder sogar per Falltüre ein Stockwerk zurück versetzen - und die aktiviert werden müssen, damit sie auf der Map erscheinen. Unter normalen Umständen 100% Map Completion in Persona 2 zu schaffen, ist ein sanity breaker. Zum Glück gibt es den netten Estoma-Skill, mit dem man zumindest schon mal die nervigen Encounter ausschaltetn kann.
15.11.09 07:15


#312: Godzilla Monday - 1955

Kommen wir Heute also endlich zum nächsten Film, Godzilla raids again, der durch den enormen Erfolg des Erstlings auch schon direkt im nächsten Jahr Japan unsicher machte. Und anscheinend eher schlecht ankam, kam der nächste Film doch erst 1962 raus.

Zwei Flieger einer Firma haben eine Bruchlandung auf einer Insel, auf der sie prompt Godzilla sehen, der mit einem anderen Monster, Angilas, kämpft. Wieder zurück in Osaka wird natürlich gleich eine Notfallkonferenz anberaumt zu der auch der Wissenschaftler des ersten Filmes eingeladen ist. Der erklärt erst Mal schnell, dass beide Monster schon zu prähistorischen Zeiten gegeneinander kämpften und das es kein wirkliches Mittel mehr gibt, mit dem man Godzilla aufhalten kann, da ja das welches beim ersten Film funktioniert hat, nicht mehr möglich ist. Allerdings ist Godzilla eine große Motte, die sich zu Lichtern hingezogen fühlt, erklärt er dann noch, bevor er den Film ohne weiteres Aufhebens komplett verlässt.

Sobald Godzilla sich also Osaka nähert, macht man einfach alle Lichter aus und lässt Leuchtbomben abwerfen, die ihn zurück auf hohe See locken sollen. Funktioniert soweit auch. Nur brechen just in dem Moment ein paar Gefangene aus und setzten auf ihrer Flucht einige Benzintanks in Brand, was Godzilla wieder zurück nach Osaka lockt. Angilas taucht ebenfalls auf und die beiden plätten in ihrem Gerangel weite Teile der Stadt, bis Godzilla als Sieger hervorgeht.

Nur sind wir jetzt gerade mal 50 Minuten im Film, also kommt als nächstes nen bissl Padding. Ein paar Szenen mit dem jungen Paar des Filmes (woraus erneut nichts großes wird sondern nur dem Held einen Grund zum nach Hause kommen gibt und ein hübsches Mädel offeriert, das bei den Einsätzen verloren durch die Gegend schauen kann), dem Sidekick und der Tatsache, dass die Fabrik nun auf Hokkaido neu erbeut werden soll. Kaum ist man etwas zur Ruhe gekommen, taucht Godzilla erneut auf und man wirft nen paar Bomben nach ihm, was ihn aber wie üblich nicht weiter kratzt. Der Sidekick-/Kumpel-Charakter des Filmes stirbt beim Einsatz, bringt alle aber dadurch auf die rettende Idee: Godzilla hat sich auf einer Gletscherinsel breit gemacht, also bombt man eben jenige, damit Godzilla unter einer Lawine aus Eis und Schnee eingefroren wird.

Joa, direkt schlecht war der Film nicht. Definitiv mit mehr Action als der Vorgänger, da häufiger was kaputt geht und man es hier mit zwei wütenden Monstern zu tun hat. Gleichzeitig kommt das Zwischenmenschliche, das den Vorgänger so besonders gemacht hat, hier ein ganzes Stück zu kurz, und stattdessen beschränkt sich der Film wirklich hauptsächlich auf die „Monsterkampf bei dem die Stadt nieder getrampelt wird“-Sache. Abgesehen von dem bissl schnell rein geschobenen Padding um die Ein-Stunden-Marke und dem dramatischen Tod des Sidekicks, für den man sich eigentlich nicht wirklich interessiert. Auch verliert der Film auf seine letzte halbe Stunde definitiv ordentlich Schwung, nachdem Angilas aus dem Weg ist.

Über Special Effects so alter Filme zu lästern, ist natürlich etwas arg einfach, aber ich will trotzdem erwähnen, dass die Kämpfe der beiden Monster gegeneinander doch häufig etwas dämlich ausschauen. Der Godzilla-Suit im ersten Film war etwas arg zu steif und sah dadurch teilweise schräg aus, was aber funktioniert hat, weil er ja nur langsam wie eine Naturkatastrophe durch die Stadt bulldozern muss. Hier kämpfen zwei Monster gegeneinander, was natürlich wesentlich mehr Dynamik verlangt. Dementsprechend sind die neuen Monster-Suits nicht nur wesentlich „wabbeliger“, sondern die Kämpfe der beiden werden zusätzlich auch mit einem Zeitraffer leicht beschleunigt, um ihre Bewegungen nicht so schwerfällig wirken zu lassen. Nur sieht es eher blöd aus, wenn zwei so riesige Kreaturen wie Sumoringer auf Speed miteinander balzen.


16.11.09 05:21


#313: Godzilla Friday Special - 1956

1956 ist nicht wirklich ein neuer Godzilla-Film erschienen, sondern lediglich die US-Adaption des Erstlings dort großflächig als Godzilla, King of the Monsters ins Kino gekommen. Deswegen „opfere“ ich hierfür auch keinen vollwertigen Montag, es dauert ja so schon lange genug, bis ich endlich meine Millennium-Box entjungfern kann :D

Keine Sorge, ab jetzt kommt nicht jeden Montag das Original eins Filmes und am Freitag darauf dann was über die geänderte US-Version, mich hat nur beim Erstling der Unterschied mal interessiert.

Das Problem, was sich natürlich gleich zu Beginn stellt ist, dass man in den USA mit ausländischen Filmen kein breites Publikum angesprochen bekommt. Um den Stoff also trotzdem unter die Leute zu bringen, gibt es 2 Möglichkeiten (denjenigen, nur einen Nischenmarkt mit dem Original anzusprechen mal abgesehen): Entweder macht man es wie in Ring, Dark Water, Shall We Dance und Co. und dreht den ganzen Stoff noch mal komplett neu, oder man geht den Power-Rangers-Weg, der auch viel billiger vom Budget her ist und sich vor allem für Stoff mit einer hohen Szenenanzahl ohne menschliche Schauspieler eignet und belässt alle Special-Effekts-/Monster-Szenen vom Original und dreht nur die Szenen, die eindeutig japanische Schauspieler zeigen neu.

Bei Godzilla hatte man aber (zum Glück) anscheinend noch weniger Budget für die Adaption und so hat man eine abgeschwächte Power-Rangers-Masche genutzt: Man lässt nur einen US-Schauspieler als Auslandskorrespondenten in Japan auftreten, der dem Godzilla-Vorfall gewahr wird. So kann man zu 90% die Originalszenen nutzen und muss nur hin und wieder eine neu gedrehte Szenen mit diesem Schauspieler, der auf die Ereignisse im Off reagiert oder mit Doubeln der Originalschauspieler spricht, von denen man nur den Rücken zu sehen bekommt, einfügen.

Die Angelegenheit funktioniert dabei sogar recht gut. Man spart sogar Dubbing-Kosten, in dem man ganz authentisch die Originalszenen zum Großteil in Japanisch belässt und der US-Schauspieler nur als Sprecher aus dem Off kommentiert, worum es da jetzt geht. Zumindest häufig, in einigen wichtigen Storyszenen, wird dann doch synchronisiert. Natürlich stechen die nachgedrehten Szenen doch recht stark aus dem Original heraus; ist es seltsam das die Japaner mal Japanisch und dann weiterhin unter sich selbst plötzlich Englisch reden ganz zu schweigen davon, dass die Synchro recht schlecht geraten ist und die Stimmen plötzlich auch ganz anders klingen, als ihre japanischen Gegenstücke. Aber trotzdem war das eine recht clevere Idee.

Erstaunlicherweise bleibt die Story auch so ziemlich komplett unangetastet, sondern wird nur hier und da verkürzt. Das der Wissenschaftler gegen eine Bekämpfung Godzillas ist, das die Atombomben an ihm Schuld sind und auch das Liebesdreieck sind alle auch in der US-Version, nur um einige Szenen verkürzt. Zudem ist die Reihenfolge einiger Ereignisse leicht geändert, aus dem einen großen Angriff Godzillas auf Tokyo wurden zwei gemacht und der Film hat insgesamt 20 Minuten weniger Laufzeit als das Original. Was insgesamt zu einem wesentlich besseren Pacing führt, als das Original – besonders in der ersten Hälfte – zu bieten hatte.

Unterm Strich gefällt mir das japanische Original dann zwar doch etwas besser, da es im Gesamten einfach etwas stimmiger wirkt, aber die US-Version steht dem nur unmerklich nach.


20.11.09 08:33


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