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#145: Let's Play ~ Dragon Quest V - 05. Fiиаlэ & ЭрilФg

So, bin dann auch schon durch. Hab mich in Naridia noch ein bisschen aufgelevelt. Hatte sogar Glück, da in einem der ersten paar Kämpfen ein Großer Drache sich angeschlossen hat, wodurch der auch viel mitleveln konnte - hab für ihn dann endlich den Slime aus dem Gesamtteam geworfen und im aktiven Team die Tocher auf die Reservebank geschickt. Beim weiteren Leveln haben sich dann sogar noch eine Killermaschine und zwei Schneevögel angeschlossen. Die hab ich aber in die Farm geschickt.

Mein Team fürs Finale waren dann also: Held, Sohn, Schleimritter, Großer Drache (aktiv), Tochter, Frau, Chimäre, Bullzebub (passiv). Den Schleimritter hätten wohl einige schon lange ausgewechselt, aber ich fand ihn gar nicht mal so schlecht. Schlägt - gerade mit Metalkönigschwert - ganz gut drauf, kann gut Heilen, hat passable HP/MP und dadurch, dass ich ihn fast das ganze Spiel mitgeschleppt hatte, war er zusammen mit dem Helden auf dem höchsten Level. Die Chimäre habe ich hauptsächlich für Unterstützunszauber (Vollheilung, Multiheilung, Hintertür) in Reserve gehalten.

Mit dem Sand der Zeit kann man übrigens unglaublich gut Mogeln xD Damit ich auf dem Weg zum finalen Boss keine HP/MP verbrauche, bin ich einfach bei jedem Kampf direkt auf Flucht gegangen. Und wenn es nicht geklappt hat, so dass die Gegner angreifen konnten, benutzt man halt einfach den Sand der Zeit und versucht es erneut :3 Ich glaub, ich hab mit dem Leveln auch etwas übertrieben gehabt, so war der letzte Endgegner gar nicht so sonderlich schwer. Nervig war lediglich, dass er sehr häufig mit Energiewelle und Megaschwächung um sich wirft.

Danach hab ich auch das Bonusdungeon gemacht, das aber nicht sonderlich lang ist. Das in IV ist da ein ganz anderes Kaliber gewesen. Das IVer gibts allerdings auch erst seit den Remakes während das vom Ver glaub ich schon im Original war. Der Endgegner da war dann doch um einiges schwerer, da er wesentlich stärkere Angriffe hatte und auch ständig die Energiewelle wirft. Trotzdem habe ich es mit meinem aktiven Team, ohne es erneut leveln zu müssen und ohne jemanden aus der Reserve einsetzen zu brauchen, geschafft. Danach darf man dann auch seinen ultimativen Pachisi-Track machen, bei dem ich aber nach einigen Versuchen aufgegeben habe. Das Teil ist riesig. Man hat 70(!) Würfe mit dem Würfel, um durch zu kommen. Das höchste davor war glaub ich 20  oder 25 Würfe. Das sollte zeigen, wie scheiße lang das Teil ist. Und nachdem ich ständig das Glück hatte, auf Feldern, die Würfe abziehen, Falltüren und solchen Schund zu landen, hab ich dann die weiße Fahne geschwenkt und Dragon Quest V als beendet abgelegt. Im Gegensatz zu IV hat der Epilog ja eh nix zusätzlich zur Story beizutragen, sondern ist halt nur das kurze Extradungeon und die Möglichkeit ein paar neue Monster zu rekrutieren.

Mal sehen, was als nächstes kommt. Persona 4 ist noch 10 Tage entfernt. Entweder spiel ich endlich mal bei Shadow Hearts 3 weiter oder schieb mal Zone of the Enders 2 dazwischen.

1.3.09 14:56


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#146: Suit up!

Ich hab eine neue Serie entdeckt, die ich gern gewonnen habe: How I met your mother. Läuft glaub ich auch auf Pro 7 oder so, habs aber im englischen O-Ton entdeckt und dann auch direkt die 3 Staffeln so gesehen. Die 4. schau ich erst, wenn sie komplett vor liegt, da sie momentan noch im US TV ausgestrahlt wird.

Worum es geht? Tjoa, der Titel kommt daher, dass der Hauptcharaktere im Jahr 2030 seinen Kindern die Geschichte erzählt, wie er deren Mutter getroffen hat. Die Folgen spielen also im Prinzip in einem Rückblick auf unsre jetzige Zeit. Nur anstatt wirklich nur zu erzählen, wie die Mutter angetroffen wurde, erzählt er das ganz Build up drumherum. Das bisher nun schon 3 Staffeln von 20-22 Folgen einnimmt, ohne dass die Mutter überhaupt aufgetaucht wäre xD

Von daher ist es eher eine Serie von der Art wie Friends. Es dreht sich um eine Gruppe Freunde, die in New York wohnen, sich regelmäßig in einer Bar treffen und deren verschiedene Alltagssituationen, die nicht wirklich ganz alltäglich ausgehen, damit der Zuschauer auch was zu lachen hat. Mir gefällts auf jeden Fall sehr, aber ich mochte ja auch schon Friends. Das hier ist im Prinzip eine modernere, witzigere und charmantere Version davon.

Lieblingscharakter ist natürlich Barney, den muss man einfach lieben.

Diesmal hab ich sogar mal mehr Glück - da die Serie schon in der vierten Staffel ist, ist natürlich klar, dass es beim US-Publikum gut an kam und noch einige Folgen folgen werden. Ganz im Gegensatz zu Serien wie Dead Like Me und Pushing Daisies (3 Emmies gewonnen!), die ich beide sehr gern mochte und die beide gefloppt und nach der zweiten Staffel abgesetzt worden sind. Interessanterweise beide von Bryan Fuller, der auch Scripts zu Star Trek: Voyager, Deep Space Nine und die erste Staffel von Heroes geschrieben hat. Immerhin lief mein Gilmore Girls schön lang. Na ja, Desperate Housewives läuft ja immerhin auch sehr beliebt, davon fand ich aber nur die erste Staffel wirklich gut und hab das Schauen dann irgendwann aufgehört. Selbiges mit Six Feet Under, das auch mit jeder Staffel dümmer wurde und wo ich erst wieder beim (ganz guten) Finale eingeschaltet habe. Ich spiele übrigens mit dem Gedanken, doch endlich mal Lost zu schauen, das mir von Pro 7s extrem nerviger Werbekampagne zum deutschen Ausstrahlungsstart vor Jahren verdorben wurde xD

2.3.09 00:05


#147: We hurt others by our very existence. That's just the way we live.

Es ist mal wieder Live-Action-Zeit. Diesmal geht es um Casshan oder Casshern. Die Japaner selbst sind sich da mit der Romanisierung nicht sicher und nutzen mal Option A und mal Option B, damit einem nicht langweilig wird. Auf Nummer sicher geht man natürlich mit キャシャーン.

Gestartet ist das Ganze genau wie Devilman mit einem Superhelden-TV-Anime in den 70er Jahren mit Namen Robot Hunter Casshan. Die kenne ich natürlich nicht und habe auch keinerlei Bedürfnis, nach zu holen. In den 90ern wars dann ganz besonders in, Serien aus den 70ern in kürzeren OVAs wieder aufleben zu lassen. Innerhalb weniger Jahren entstanden einige Remakes, darunter auch das 4-teilige Casshan: Robot Hunter von 1993. Den hab ich mir Heute angeschaut. Und da es in den letzten Jahren einen Trend zu Live-Action-Umsetzungen gibt, ist die Franchise 2004 erneut mit dem Film Casshern: The Last Day on Earth mitgezogen. Man beachte, nun unter neuer Romanisierung. Auch den hab ich Heute geschaut. Nebenbei gibt es seit letztem Jahr auch ein neues TV-Anime mit Namen Casshern Sins, dass ich mir schon seit Wochen runter lade, bisher aber noch nicht angeschaut hab. Genau genommen war es das interessant klingende Sins, das mich nun letztendlich doch darauf neugierig gemacht hat, wie OVA und Movie so sind.

Kommen wir zuerst zu Casshan: Robot Hunter. Als Remake wird es wohl Großteils die Elemente der 70er-Jahre-Serie übernehmen und ob der 4 Halbstünder nur stark komprimieren. Plus eventuell etwas erwachsener und brutaler sein können, da OVA und 20 Jahre später entstanden. Die Geschichte ist eigentlich recht simpel: In der postapokalyptischen Zukunft nach vermehrten Krigen hat ein Wissenschaftler einen Superroboter geschaffen, der darauf programmiert ist, die Erde zu retten. Dummerweise stuft der natürlich direkt erst Mal die Menschheit als größte Gefahr ein und bekämpft sie in einem Terror-Regime mit seiner Roboterarmee, bis er fast die ganze Erde beherrscht. Der gleiche Wissenschaftler hat allerdings auch einen weiteren Roboter geschaffen... eher eine Rüstung, die erst mit einem menschlichen Körper verschmolzen zu einem Android wird. Tetsuya, sein Sohn, opfert sich letztendlich dafür und so wird Casshan geboren.

Relative Standard-Story also. Die 4 Folgen bestehen (abgesehen vom Teil mit dieser Hintergrundgeschichte) nun hauptsächlich aus diversen Kämpfen, die sich Casshan mit den Untergebenen von Black King Boss (besagter Superroboter) liefert, bis er sich zu ihm durchgekämpft hat und die Finalschlacht bestreitet. An der letztendlich beide sterben. Die ganze Sache ist äußerst mittelmäßig und nicht allzu spannend, wenn auch nicht total langweilig, umgesetzt. Einige Dinge, die einfach typisch 70er-Jahre-Superheld schreien, sind natürlich in der eher erwachsenen und düsteren Darstellung der OVA unfreiwillig komisch. Besonders die Kampfmoves von Casshern oder wie er den Roboterhund Friender als Flugobjekt benutzt. Nun ja, bei einer Geschichte, in der der Oberbösewicht allen ernstes Black King Boss heißt, sollte man wohl nicht zu viel erwarten.

Der Live Action Movie Casshern ist dann verglichen mit der OVA wie Tag und Nacht. Es kommen die selben Charaktere vor, aber die Geschichte ist total anders.

Nach 50 Jahren Krieg hat die Eastern Federation dei europäischen Armeen bezwungen und ein eurasisches Großreich errichtet. Auf Grund letzter Wiederstandsbewegungen und wegen ethnischer Säuberung ist der Krieg allerdings noch nicht ganz vorbei. Die Darstellung der ganzen Sache erinnert dabei irgendwie an das Nazi-Regime und die Welt an sich könnte durch ihren Steampunk-Einschlag gut eine alternative Realität der damaligen Zeit porträtieren.

Egal. Die Machthaber haben allerdings trotzdem noch so einige Probleme. Auf Grund von Krieg, nuklearer Verseuchung etc. ist die Anzahl von Krankheit und Mutationen sehr hoch. Da macht Professor Azumo (der in der OVA die Roboter herrgestellt hat)  die Entdeckung besonderer Zellen in einer Bevölkerungsminderheit, aus denen man theoretisch jedes Organ züchten und dieses ohne Abstoßreaktionen transplantieren kann. Da es bisher nur eine Theorie ist, wird der Vortrag nicht unbedingt gut aufgenommen, letztendlich bekommt er aber doch Gelder und Labor für seine Vorschungen bereit gestellt.

Der Haussegen bei Familie Azumo häng allerdings schief. Seine Frau ist selbst erkrankt und Sohn Tetsuya will trotz frischer Verlobung mit Luna (deren Vater ebenfalls Wissenschaftler und guter Freund der Familie ist) seinen Beitrag zum Krieg leisten.

1 Jahr später ist Tetsuya letztendlich trotz des Wiederspruchs seines Vaters in den Krieg gezogen, hat dort große Greuel gesehen und selbst begangen. Und ist gestorben, als er das Baby aus den Armen einer toten Frau genommen hat, die dieses mit ihren letzen Atemzügen mit Hilfe einer Handgranate als Falle nutzte. Mutter und Verlobte nehmen das nicht so gut auf, allerdings geht Tetsuyas Seele ein letzte Mal um und tröstet sie ein wenig. Zur Beerdigung wird seine Leiche zum Labor seines Vaters gebracht. Dessen Forschungen gehen momentan nicht ganz so gut vorran. So schwimmen zwar durch die Neo-Zellen in den Zuchtbecken seines menschlischen Ersatzteillagers jede Menge Organe und Körperteile, so recht kompatibel wollen die aber noch nicht sein.

Plötzlich geht alles erstaunlich schnell. Tetsuyas Seele fühlt sich komisch. Ein Blitz schlägt ins Labor und direkt in die Becken mit den Körperteilen ein und versteinert zu einer Säule. Die Körperteile in den Becken beginnen sich zu Menschen zu formen, die den Becken entsteigen. Das Sicherheitsteam des Gebäudes schießt diese systematisch nieder. 4 können allerdings entkommen, in dem sie den Wagen, mit dem Tetsuyas Familie zur Beerdigung erschienen ist entführen, in dem immer noch seine Mutter sitzt. Professor Azumo ist außer sich, weil seine Frau entführt wurde und schleppt total neben sich stehend Tetsuyas Leichnahm in das Becken, in das der Blitz eingeschlagen hat. Tetsuyas Seele fleht darum nicht wiederbelebt zu werden, hat er doch endlich Frieden gefunden und die Greuel des Krieges vergessen. Hilft ihm aber nicht, er erwacht zu neuem Leben.

Der Vater von Luna steckt ihn erst Mal in einen weißen Anzug, da dieser seinen neuen übernatürlichen Körper, dessen Kraft sonst seine eigenen Muskeln sprengen würde, in Zaum hält.

Die 4 entkommen Menschen sind mittlerweile auf einer Odyssee, da sie aus der Stadt und durchs Land fliehen. Tetsuyas Mutter immer mit dabei, zu der sie Vertrauen geschlossen haben. In einem Schneesturm sind sie letztendlich mit ihren Kräften am Ende und der Anführer schreit seinen Frust aus voller Lunge von sich. Da taucht vor ihnen ein Schloss auf, in dem sie sich wohnlich machen. Kaum haben sie das, setzen sich auch schon Mechanismen im Schloss in Gange, die eine Roboterarmee erschaffen. Auf Rache ob des Massakers gegenüber ihren Genossen sehnend, ziehen die 4 sich nun Neo-Sapiens nennenden Supermenschen mit ihrer Roboterarmee in den Krieg gegen die Menschen.

Dabei versuchen sie auch begabte Wissenschaftler als Geiseln zu nehmen und überfallen so auch Luna und ihren Vater, was Tetsuya erweckt und in einen Kampf mit einem der 4ren verstrickt, bis er sie umgebracht hat. Lunas Vater stirbt dabei allerdings auch. Auf der Straße liefert sich Tetsuya einen Kampf mit dem Anführer, unterliegt letztendlich aber und die beiden fliehen.

Im Rat der Eastern Federation verübt der Sohn des Vorsitzenden mittlerweile einen Coup d'état.

Hier sind wir nur zur Anmerkung gerade mal halb durch den Film. Die zweite Hälfte versuche ich jetzt etwas kürzer zu fassen. Zumal dort viel Schräges passiert, was sich eh schlecht nacherzählen lässt.

Tetsuya und Luna haben mittlerweile Unterschlupf in einem Dorf gefunden. Tetsuya erinnert sich allerdings daran, dass er genau in diesem Dorf Menschen umbrachte, als er noch zum Militär gehört hat. Ein weiterer der 4 Neo-Sapiens stellt ihn zum Kampf und Luna wird in ein Flugzeug des neuen Regimes entführt. Dort trifft sie auf Azumo und dessen mittlerweile recht durchgedrehten Vorgesetzten, da die Forschungen weiterhin nicht ganz so laufen wollen.

Tetsuya und der Neo-Sapien kämpfen bis zum Tod. Der Neo-Sapien unterliegt, aber auch Tetsuya bricht am Ende seiner Kräfte zusammen. Die Armee des neuen Regimes macht sich auf zum Schloss der Neo-Sapien, um sie ein für alle Mal auszuschalten. Der seltsame Blitz taucht wieder auf und befördert Tetsuya vor Ort.

Dort zeigt ihm der Anführer, der ihn als Mitstreiter gewinnen will, seine Mutter, die in ein Himmelbett gebettet ist, seit dem die Gruppe dort angekommen ist. Da sie krank war, ist sie natürlich mittlerweile tot. Die beiden kämpfen wieder und der sowieso schon ramponierte Tetsuya unterliegt erneut.

Als die Armee des Regimes auf die Roboterarmee nahe des Schlosses trifft, scheint das Regime die Oberhand zu gewinnen. Doch mit einem Knopfdruck verwandelt der Anführer der Neo-Sapien das Schloss in einen riesigen Roboter und walzt damit übers Schlachtfeld. Der Initiator des Coup d'état hat es mittlerweile aufs Schloss gebracht und stellt den letzten verblieben Neo-Sapien. Er eröffnet ihm, dass er keine neue Art von Supermensch ist, sondern stattdessen einer Minderheit angehört, die zur Wiege der Menschheit gehört. Er ist also eher ein Urvater der Menschheit denn eine Evolution. Gerede, Geschreie, Gekämpfe und das Schloss sprengt sich letztendlich selbst in die Luft und beendet so die Kämpfe. Tetsuya, Professor Azumo, Luna und die Leiche der Mutter sind erstaunlicherweise unbeschadet in den Ruinen.

Azumo will seine Frau auf die gleiche Art wie Tetsuya wiederbelben, der sich aber quer stellt und seine Mutter in Frieden ruhen lassen will. Also erschießt Azumo kurzerhand Luna, damit Tetsuya den Schmerz jemand Geliebten zu verlieren versteht und einwilligt. Tut er natürlich trotzdem nicht.

Am Ende sterben alle und ihre Seelen machen sich auf die Reise durchs Universum.

So. Passiert ganz schön viel in dem Film und letztendlich ist er auch 140 Minuten lang - also länger als die 4-teilige OVA. Mir hat er allerdings außerordentlich gut gefallen. Nicht nur im Vergleich zu den eh eher geringen Standards der Live Actions (wir erinnern uns, ich fand Devilman LA ganz gut, aber eben nur für einen Live Action, nicht im Vergleich mit "richtigen" Filmen). Casshern war ein toller Film, auch im Vergleich mit Filmen, die nicht auf Anime basieren. Und einer der besten Sci-Fi-Filme, die ich in Jahren gesehen habe.

Was mir besonders gefällt, ist der tolle Einsatz von Farben und Musik, um Atmosphäre zu erzeugen. Der Film ist übrigens komplett per CGI entstanden, bis auf wenige Ausnahmen, die aber meist zumindest nachträglich am PC nachbearbeitet wurden. Lediglich die Schauspiler sind echt. Und wenn man bedenkt, was für eine miserable schauspielerische Leistung selbst Hollywood-Blockbuster Star Wars: Episode III hervor gebracht hat, weil alle ständig vor nem Blue Screen agiert haben, bin ich erstaunt, dass Casshern tatsächlich ordentlich geschauspielert ist. CGI sieht zwar auch hier etwas nach PS2-Spiel denn der Höhe der Zeit aus, aber insgesamt ist es nicht ganz so negativ aufgefallen wie bei Devilman. Trotz der nicht sonderlich hohen Qualität sorgt es immer noch für unglaublich viel Atmosphäre und Style.

Während die OVA im Prinzip als unterschwellige Message die Umweltzerstörunge der Menschheit bzw. deren systematische Zerstörung ihres eigenen Heimatplanetens hatte, ist es beim Live Action Film eher - und immer mal wieder wenig subtil - eine Anti-Kriegs-Message.

Aber wirklich insgesamt ein toller Film. Interessante Handlung mit Message, sehr atmosphärische Szenen, in den Kämpfen durchaus auch Style und Coolness und trotz des Ausgangsmaterials in einem Superhelden-Anime nur selten zu over the top oder too cheesy. Wobei man zum Glück auch das Kostüm von Casshern etwas edgier designt hat und der dämliche Helm wird nie von ihm getragen. Eine gewisse Anime-Optik und over-the-top-ness lässt sich natürlich stellenweise trotzdem nicht vermeiden. Casshern bleibt dennoch eine Perle von einem Film.

Obwohl man viel verändert hat, bleiben allerdings doch viele kleien Nods zum Ausgangsmaterial. So taucht auch hier ein Hund auf, der in den Untertiteln Flender genannt wird (Friender in der OVA, da hat ein Übersetzer nicht so aufgepasst), auch wenn der hiesiege weder ein Roboter noch Begleiter von Casshern ist. Casshern kommt hier übrigens als Name einer Schutzgottheit, von der die Statue auch öfter mal zu sehen ist und den Testuya halb durch den Film adaptiert, vor. In der OVA lebt die Seele seiner toten Mutter in einem Roboterschwan weiter, während im Film die Leiche der Mutter in einem Himmelbett liegt, dass wie ein Schwan geformt ist. Der doofe Helm, den er zum Glück nie anzieht, wird auch mal kurz eingeblendet.

So... welche Live Action komm wohl demnächst? Die TV-Serie Pretty Soldier Sailor Moon, ist doch der Anime einer meiner ersten gewesen? Oder lass ich mich mal auf die Superhelden-Parodie Cutey Honey ein, von der es sowohl einen Live Action Film wie eine Live Action Serie gibt? Oder doch Saikano, dessen Anime-Version ich toll fand?

Zum Schluss noch eine etwas längere Bilder-Parade:

Die Statue bekommt man als Erstes im Film zu sehen. Später noch mehrmals als zerstörte Version, bei der einem dann die Legende des Schutzgottes Casshern erzählt wird. Man beachte auch den Blitz. Na? Na?

Eastern Federation. Steampunk Regime wie in alternativen 30er/40er-Jahren.

In dem Licht und der Einfärbung siehts plötzlich gar nicht mehr so schlimm aus. Tetsuya und Luna in glücklichen Zeiten.

Der Kerl rechts macht es einem aber auch zu leicht. Wie er schaut, agiert, sich kleidet und seine Frisur styled ist einfach klar, dass der nix Gutes im Schilde führt.

Die nicht wirklich glückliche Familie will ein gemeinsames Foto machen... doch natürlich kommt das Gespräch direkt wieder auf Tetsuyas Wunsch zum Militär zu gehen. Von links nach rechts: Professor Azumo, seine Frau (Midori war glaub ich der Name), Sohn Tetsuya, dessen Verlobte Lunar und ihre Vater, ebenfalls Wissenschaftler.

Spätestens, wenn man seine erste wehrlose Frau, die ein schreiendes Baby an ihre Brust drückt, erschießt, schaut der Militärdienst nicht mehr so rosig aus.

Diese Szene ist nur hier, weil ich sie hübsch fand :3

Eines der Becken, in dem die menschlichen Ersatzteile gezüchtet werden. Erinnert nur mich das Ganze unglaublich an Baroque?

Sleeping Beauty. Mit nuttigen Stiefeln.

Der Blitz schlägt ein. Und ist irgendwie viel zu... Blitzförmig für einen Blitz.

So sieht er dann aus, wenn er zur soliden Säule wird. Jenga anyone?

zOMG, es lebt! Wo sind denn die Dorfbewohner mit Fackeln und Heugabeln, wenn man sie braucht?

Besagter doofer Helm. Steht im Labor von Lunas Vater rum und wird glücklicherweise mit ihm zerstört, bevor Tetsuya ihn je aufsetzen kann. Sowas kann man in einem Live Action einfach nicht seriös aussehen lassen.

Ein Mal kurz geschrien und schon erscheint die Rettung als Schloss im Licht (in der OVA residierte Black King Boss btw auch in einem Schloss). Classy hideout is classy.

Gestriegelt, gekämmt, stylisch in rot, schwarz und weiß gekleidet. Nebenher das Schloss auf Vordermann gebracht, Flaggen aufgehäng... ach ja, und die Roboterarmee aufgestellt. Workaholics, diese Neo-Sapien.

So eine Armee will beschäftigt werden und Rache ist sowieso ne feine Sache. Besonders wenn sie durch ein Massaker am eigenen Volk gekeimt ist.

Und hier die Neo-Sapiens noch mal in Groß. Die einzige Frau und die erste, die im Kampf gegen Casshern stirbt.

Der Anführer - durch den roten Umhang schwer nicht zu erraten. Lebt natürlich bis zum apokalyptischen Ende.

Ein Hübscher :3 Er scheint auf die Frau zu stehen, sagt es ihr dummerweise vor ihrem Tod allerdings nicht. Diesen will er natürlich rächen und stirbt als zweiter im Kampf gegen Casshern - bringt diesen dabei aber fast ebenfalls um. Ich glaub er ist der einzige Neo-Sapien, von dem man je den Namen erfährt. Den ich aber schon wieder vergessen habe *shrug*

Der vierte und letzte Neo-Sapien, der das Massaker überlebt hat. Stirbt so nebenbei, weil er eigentlich nie was Wichtiges macht und auch ein bisschen zurück geblieben zu sein scheint. Hat allerdings einen Narren an Luna gefressen, da sie ihm bei der Flucht geholfen hat.

Wieder eine Szene, deren einzigste Daseinberechtigung es ist, dass ich sie schön finde. Irgendwie sitzt in ihnen immer Luna irgendwo rum.

Der wiedergeborene und frisch ausgerüstete Tetsuya hat seinen coolen Auftritt.

Coup d'état: Von jeher die schnellste Art, an Macht zu gelangen.

Warum gibt es in fiktiven Diktaturen immer riesige Bildschirme in den Städten, damit der neue Diktator gleich mit der Volksverhetzung anfangen kann?

Testuya findet seine Mutter in besagtem Schwanenbett.

Mittlerweile auch schon ziemlich ramponiert. 

Großoffensive gegen das Schloss des Neo-Sapien-Anführers startet.

Dessen Geheimwaffe das transformierte Schloss selbst ist.

Finde nur ich, dass der Schauspieler von Tetsuya hier total nach Keanu Reeves aussieht? oÔ

Kaboom. Ein Pilz verschlingt das Schlachtfeld. Die ultimative Notlösung überhaupt.

War. War never changes.

Und zum Schluss noch ein hübsches Seelen-Feuerwerk :3

3.3.09 03:53


#148: She's the girl with the nicest breasts

Und die nächste Live Action, die Kaoru sich reingezogen hat ist *Trommelwirbel* Cutie Honey Live Action Movie. Aber wie immer vorher eine kleine Geschichtsstunde.

Cutey Honey ist wie Casshan und Devilman ein TV-Anime aus den 70ern. Und wie Devilman auch von Go Nagai. Diesmal allerdings nicht aus der Sparte Splatterhorror mit viel nackter Haut, sondern Nagais Schema B: Comedy mit nackter Haut. Genau genommen eine Magical Girl/Superhelden-Serie mit Schuss Parodie aufs eigene Genre. Zusätzlich mit der Besonderheit, dass nicht nur die Heldin, sondern auch alle wichtigen Antagonisten weiblich sind. Männer werden zu den niedrigsten Handlangern bei der Panther Claw.

Und auch hier gab es eines der in den 90ern so gern gemachten Remakes als 8-teilige OVA New Cutey Honey - jetzt mit mehr Fanservice. Das war allerdings erst der Start, CH scheint sich für regelmäßige Revivals zu eignen. So gab es ein paar Jahre später die TV-Serie inklusive Kinofilm Cutey Honey Flash, die auch bei uns im deutschen Fernsehen lief. Die schraubt den Selbsthumor und Fanservice allerdings um einiges zurück und will lieber als normale Magical Girl Serie eine weibliche Zuschauerschaft in den Teenagerjahren und jünger bedienen. Ich hab sie damals gesehen und fand sie auch nicht so besonders, obwohl ich damals Magical Girl noch wesentlich besser vertragen konnte.

2004 gab es dann gleich zwei Projekte: Zum einen mit Re: Cutie Honey eine 3-teilige OVA. Von der hat mir allerdings nur die erste Folge gefallen. Sie ist eine absolut überdrehte, schnelle, stylische Sache, Chaos and Madness non stop - alles ordentlich überdreht und sich selbst nicht ernst nehmend. Good times, good fun. Folge 2 und 3 sind das "Story Exposition"- und "Being Emo"-Time der Serie. Und Cutie Honey ist nur dann wirklich unterhaltsam, wenn viel Action und Selbsthumor stattfindet, nicht wenn man plötzlich auf die halbseriöse Handlung um Nanomaschinen, Androiden, Evolution und den ganzen Quatsch zurück greift. Denn die zugrunde liegende Geschichte bei CH ist einfach relativ müllig, wenn sie ernst genommen werden soll - ein Fehler den schon Flash gemacht hat.

Im gleichen Jahr erschien nur als Cutie Honey der ca. 90-minütige Live Action Film. Und wieder ein paar Jahre später als Cutie Honey - The Live eine ganze Live Action Serie. Aufmerksamen Lesern wird jetzt aufgefallen sein, dass ich mal Cutey Honey und dann Cutie Honey schreibe, was daran liegt, dass man sich mal wieder wie bei Casshan/Casshern in Japan mit der Romanisierung uneins war und die alten Serien Cutey Honey, die neueren Cutie Honey nennt.

Was ich übrigens an der CH-Franchise sehr schön finde ist, dass sie immer den gleichen Opening-Song nur in einem jeweils zeitgemäßen Remix verwenden (aus ihm ist auch der Titel dieses Eintrages). Selbst gewisse Szenen in der Animation sind häufig Nods ans erste Opening aus den 70ern. Gerade das Opening zu Re: Cutie Honey ist einfach nur kultig. Los, geht auf Youtube und schauts euch schnell an, ich warte solange. Aber ein Wort der Warnung: Ihr bekommt es für Tage nicht mehr aus dem Kopf.

...datte nanda ka, datte datte nanda mon~...

*hust* Wo war ich? Ah ja, also wirklich gesehen habe ich bisher nur Cutey Honey Flash und Re: Cutie Honey. Und Heute kam der Live Action Movie hinzu.

Der ist erstaunlicherweise der im gleichen Jahr entstandenen OVA Re:CH sehr ähnlich. Nicht nur die gleichen Charaktere, sondern auch der Storyverlauf ist - zwar leicht verändert - weitestgehend der selbe. Anscheinend hat man zwei Teams die gleichen Charaktere + Storygrundlagen in die Hände gegeben und jede hat dort dann ihr eigenes Drehbuch rausgearbeitet.

Was leider aber auch bedeutet, dass nur das erste Drittel des Filmes wirklich sehenswert ist. Der Chaos & Madness non stop Teil sozusagen. Parodie auf das Magical Girl/Superhelden-Genre, Selbsthumor, over the top Kämpfe, alles recht kultig und mit einem Augenzwinkern im rasanten Ablauf zu einer wirklich extrem unterhaltsamen Achterbahnfahrt verbaut. Der Mittelteil ist dann der "Honey wird Emo"-Teil und das letzte Drittel wieder "Story Exposition Time" und die Finalkämpfe. Endlich etwas weniger depressiv und wieder recht over the top, aber leider sich selbst doch viel zu ernst nehmend.

Allzu schlecht ist es dabei nicht geschauspielert. Auch nicht wirklich gut, aber das kann man genauso gut auch aufs Ursprungsmaterial zurück führen. Cutie Honey ist nun mal keine ernste Geschichte (und wenn sie es versucht klappt es eh nicht) wie Devilman oder Casshern, sondern ein Mädel im pinken Kostüm, das gegen eine Organisation kämpft, die eigentlich nur jede Menge Trubel machen, damit ihre Anführerin Jill was zum Lachen hat. Dadurch hat die Sache als Live Action einen gewissen Power-Rangers-Flair, alles übertrieben dramatisch und "schlecht" zu Schauspielern gehört irgendwie dazu und man nimmt es dem Film als Zuschauer nicht übel, sondern setzt es auf die "Gründe, warum ich so gut was zu Lachen hatte"-Liste. Abgesehen von der schaupielerin von Honey, die wirklich nicht den geringsten Funken schauspielerische Leistung aufbringt. Wenn sie niedlich, neben sich stehend, tollpatschig und übertrieben fröhlich sein soll - was die Rolle als Honey ja zum Glück die meiste Zeit verlangt - ist sie noch erträglich (wenn auch selten wirklich niedlich, wenn sie es versucht zu sein). Aber wenn sie irgendeine wirklich Emotion, noch viel Schlimmer auf Knopfdruck Weinen oder Lachen soll, versagt sie total.

Storyabriss? Honey bekommt einen Anruf von ihrem Onkel, einem Wissenschaftler, der gerade während des Telefonats von der Panther Claw entführt wird. Sie will sich in Cutie Honey verwandeln, ihr fehlt aber die Energie dafür. Also muss sie halbnackt erst mal Onigiri einkaufen und Tütenweise futtern, damit sie die Energie zur Transformation aufbringt. Warum sie keine normale Kleidung hat? Tjoa, wenn man sich in alles transformieren kann, was man will, muss man halt kein teuer Geld für die Kleidung ausgeben, die man sich dann eh an-transformiert.

Am Tatort ist Gold Claw mit ihren Handlangern (die einzigen männlichen Mitglieder der Panther Claw - mit einer späteren Ausnahme) schon von der Polizei und deren Chefin Natsuki gesellt, gewinnen den Kampf allerdings. Honey schreitet ein und rettet ihren Onkel. Der wird dann später allerdings doch wieder entführt. Momentan sind nebenbei auch noch Entführungen diverser junger Frauen am Laufen. Diese werden von der Panther Claw entführt, damit mit ihrer Lebensenergie ihre angebetete Anführerin Sister Jill wiederbelebt werden kann, die unsterblich ist, aber eben regelmäßig diese Energie braucht, um nicht zu altern. Ihre Handlanger sind Gold Claw, Cobalt Claw, Scarlet Claw und Black Claw. Die alles tun, damit ihre Sister Jill glücklich ist. Was hauptsächlich das Beschaffen neuer junger Frauen, Chaos mit ihrer Armee verursachen und goldenes Blingbling heranschaffen ist. Nun hat Sister Jill aber ein Auge auf Honey und ihre speziellen Kräfte geworfen.

Als nächstes greift Cobalt Claw an und zwar an Honeys Arbeitsstelle. Zwar kommt Honey durch ihre Supderheldeneinsätze dort immer zu spät und alle anderen Mitarbeiter erwähnen immer, dass man sie doch endlich mal feuern sollte, aber keiner macht das wirklich. Zumal im ganzen Büro anscheinend kaum einer zu arbeiten scheint. Sie halten zwar alle ihre pünktlichen Arbeitszeiten ein, aber bei jeder Szene im Büro sieht man sie nur Tee trinken, Zeitung lesen, sich die Nägel machen etc. pp. Auf jeden Fall ist Natsuko auch gerade da, weil sie Honey befragen wollte, als Cobalt angreift. Als Cobalt erwähnt, sie sei diejenige, die Honeys Vater umgebracht hat, dreht die durch und tötet Cobalt, wobei sie allerdings ihre eigene Energie überhitzt.

Story Exposition Time. Natsuko hat Honey zu sich gebracht und diese erzählt ihre Vergangenheit. Ihr Vater war ein Wissenschaftler und sie ist eigentlich vor einem Jahr bei einem Unfall ums Leben gekommen, ihr Vater hat sie allerdings durch das I-System (heißt das in den anderen Teilen nicht Ai-System?) erneut als Android nach dem Vorbild seiner toten Tochter erschaffen. Leider fehlen ihr aber bis auf eine Ausnahme ihre Erinnerungen. Durch das I-System kann sie sich auch transformieren, genug Energie vorausgesetzt. Natsuko, die Angst vor zu viel Nähe oder so nen Scheiß hat will sich mit Honey, die wiederum einen Narren an Natsuko gefressen hat, nicht anfreunden und schmeißt sie deswegen raus.

Zusammen mit der Realisierung, dass sie jetzt jeden durch die Angriffe der Panther Claw in Gefahr bringen kann, kommen wir jetzt in den "Honey ist Emo"-Teil der Geschichte. Mehr als rumlaufen, nix tun und miserabel Traurigkeit zu schauspielern passiert eigentlich nicht.

Der Detektiv... dessen Namen ich vergessen habe und der hier nicht ganz so viel tut... obwohl er irgendwie auch zur US-Regierung gehört, was aber auch nie sehr weit erläutert wird... lädt beide zu sich ein und über eine Nacht der Sauferei und des Karaoke ist alles wieder gut. Da kommt eine Nachricht der Panther Claw, die alle 3 in formeller Kleidung (ernsthaft!) zum Finale einladen.

Der Jill Tower, komplett in Gold, kommt wie ein Korkenzieher unterm Tokyo Tower hervor und Honey muss sich erst mal auf der Brücke zu ihm Scarlet Claw entgegen stellen. Die hat zwar ihren gefährlichen Scarlet Beam, aber Honey schlägt ihn einfach in bester Baseball-Manier auf sie zurück, was diesen Kampf erstaunlich schnell beendet (in der OVA war Scarlet ein wichtigerer Gegner als das). Auf dem Weg nach oben läuft sie dann Black Claw in die Arme und hat einen kleinen Kampf auf Leben und Tod. Der Detektiv lässt derweil die Mädchen frei, die als Energiequelle herhalten mussten und Natsuko tauscht sich selbst als Geisel gegen die Freilassung von Honeys Onkel ein. Honey gewinnt gegen Black Claw, ist dabei aber selbst fast am Ende.

Der Showdown besteht dann im Prinzip daraus, dass Sister Jill Honey assimilieren will im Austausch gegen die unbeschadete Natsuko, die bei diesem Prozess dann ein paar Mal dramatisch Honeys Namen schreit. Diese fühlt sich geliebt, entdeckt dass das I-System auch nur die Liebe ihres Vater repräsentiert und blablabla, auf jeden Fall wird sie nicht assimiliert und gewinnt gegen Sister Jill. Happy End.

Wie gesagt hätte der Film (genauso wie die Re OVA) ein extrem chaotischer und kultiger Tripp voll over the top Action und Selbsthumor werden können, hätte man die ganzen 90 Minuten doch nur wie das erste Drittel durchgezogen und nicht plötzlich versucht doch noch etwas ernst zu werden. Ich hab über den Kampf gegen Gold Claw sogar ein paar Mal laut aufgelacht und ich bin jemand, denn man schon seltener zum lol-en bekommt. Ich hasse es einfach, wenn total abgedrehte Comedies, die als solche wunderbar funktionieren, sich nach ner Zeit dann plötzlich doch noch ne desplazierte (halb-)seriöse Handlung aus dem Arsch zu ziehen versuchen, weil jemand dachte, der Zuschauer wäre ohne einem ordentlichen Climax nicht zufrieden, und damit dann alles kaputt machen. CH funktioniert in ernsten Momenten einfach nicht.

Und wieder Bildersken:

Da Honey keine Kleidung besitzt, aber auch nicht genug Energie hat, um sich direkt zu verwandeln, muss sie sich erst mal in Unterwäsche und einem zweckentfremdeten Müllsack auf den Weg machen, um Energie in Form von Tonnen an Onigiri aufzutanken.

Fanservice. Energie aufgetankt, Mülltüte weggeworfen und die Transformation kann beginnen. Man fragt sich, warum sie sich überhaupt zuerst die Mühe mit der Mülltüte gemacht hat...

Natsuko und Gold Claw in einer der witzigsten Szenen. - Nat-chan ins Megaphon: "Wer seid ihr denn?" - Gold Claw: "Wir sind die Panther Claw blabla" - Nat-chan: "Häh? Ich versteh kein Wort" - Gold Claw holt ein goldenes Megaphon raus und wiederholt die Ansprache ganz lässig.

Die Handlanger. Mit goldenen Pistolen. Sister Jill mag das Blingbling.

Ich liebe es, wie over the top der Film ist. Honey befreit den Professor. Handlanger: "Sie hat mich überrumpelt". Gold Claw nimmt ihn, wirft ihn über die Schulter und er fliegt bis an die Wand, wo er hängen bleibt.

Honeys bombensichere Verkleidung als Professor. Jeder fällt drauf rein. Nein wirklich, jeder fällt drauf rein. Anime-Klische pur, man muss nur ne Brille oder andere Klamotten anhaben und schon erkennt einen keine Sau mehr/man hat die ultimative Verkleidung.

Cutie Honey Flash! Hier startet das Opening erst.

Das man faulerweise einfach komplett in gekürtzer Version von der Re OVA übernommen hat. Man macht sich noch nicht mal die Mühe Honeys blonde Haare der Anime-Versionen in die roten der Live Action zu ändern. Zwei weitere Szenen im Film (Story Exposition Time über Panther Claws Machenschaften und Honeys Tod) wurden ebenfalls einfach aus dem Anime genommen.

Over the top madness continues. Honey wehrt mehrere Minuten des Dauerfeuers aus den Blingbling-Pistolen mit ihrem Schwert ab. Die Haufen vor ihr sind die Munition.

Anschließend verteilt sie ein paar Hiebe und Tritte und alle Phanter Claw Handlanger fliegen im hübschen Ragdoll-Verfahren Kilometerweit weg. Hach, great fun.

Der Zopf von Gold Claw ist nicht einfach nur fürs Ego, nein, damit kann man Honey auch schön hin und her schleudern. Ich liebe den over the top Kampf gegen Gold Claw.

3-in-1. Zopf, Waffe und Helikopter.

Ich schauspiele "süß". Finde mich süß. Ich schauspiele "süß".

Jetzt muss man mich doch aber süß finden! Ich bin eine Schauspielerin und versuche süß zu sein.

Onigiri! Es gibt nur zwei Szenen von Honey beim Essen Energieauftanken... aber sie beide dauern mehrere Minuten. Weil süße kleine Japanerinen, die Haufen an Essen in sich rein stopfen lustig sind. Total lustig sind.

Moar Fanservice. Wer braucht schon Kleidung, wenn man sie sich einfach antransformieren kann? Was natürlich die Frage aufwirft, warum sie überhaupt Unterwäsche braucht.

Wichtige Besprechung... auf Trollies. Wir sind noch im unterhaltsam durchgedrehten Teil des Filmes.

Honey in einer ihrer bombensicheren Verkleidungen. Nat-chan ist als einzige keine Idiotin und durchschaut sie. Wobei man ihr wieder Punkte dafür abziehen muss, dass sie denkt, 3 Meter hinter jemandem zu laufen ist eine gute Verfolgungstechnik, wenn man ungesehen bleiben will.

Sister Jill. Sie tut nicht wahnsinnig viel bis zum Finale... und eigentlich auch da nicht so extrem viel.

Cobalt Claw mag Leder, kann ihre Vorlieben aber zum Glück gut verheimlichen. Nicht wirklich. Aber vielleicht wenn sie ne Brille tragen würde.

Ich mag Nat-chan :3

Ich bin Schauspielerin. Ich schauspielere Traurigkeit.

Kurz nach dem Emo-Teil des Filmes stellt sich ein leider viel zu kurzer Hoffnungsschimmer beim halbwegs unterhaltsamen Saufgelage...

...gefolgt vom etwas weniger unterhaltsamen Karaoke-Abend ein. Man beachte ganz links eine Schauspielerin, die "durchgeknallt und besoffen" schauspielert. Can I haz Oscar noaw?

Fanservice, again. Eines muss man ihr lassen - sie mag nicht das schauspielerische Können haben, um in irgendeinem Film mitspielen zu können, aber sie hat definitiv den Körper, um in einer Go-Nagai-Verfilmung nicht ganz deplaziert zu sein.

Auf der Einladung von Panther Claw steht etwas von formeller Kleidung... worauf sich alle in chinesische Kostüme werfen. Kinda random. Zumindest ich käme bei formeller Kleidung nicht darauf, so was anzuziehen... evtl. bringen die Untertitel auch nur die genaue Bedeutung nicht rüber. Sieht Nat-chan nicht viel besser und niedlicher darin aus, als Honey?

Das Enddungeon Der Jill Tower taucht auf. Das ultimate Blingbling.

Scarlet Claw. In der OVA ein kleines Mädchen und mit mehr Spielzeit denn die 5 Minuten, die ihr der Film gibt.

Black Claw. Im Film von einem Mann gespielt. Ich bin mir ziemlich sicher in der OVA war die eine Hälfte männlich, die andere weiblich. Was auch dazu passen würde, dass alle wichtigen Panther Claw Mitglieder in den CH-Serien normalerweise Frauen sind. Vor dem Kampf singt er...

...Honeys göttliche Reaktion auf den singenden Auftritt von Black Claw.

Die Angriffe in dem Kampf sind wieder sehr over the top. Leider nicht wie bei Gold Claw von der Marke, die in einem Live Action auf cheape Art wirklich witzig wirken, sondern von der Art, die in einem Live Action einfach nur dämlich aussehen.

 

6.3.09 01:09


#149: She's a small bottomed girl

Jahaha, Live Action Wochen gehen weiter und Cutie Honey direkt mit der Cutie Honey - The Live Serie in die Verlängerung.

Tjoa, wollte mal rein schauen, wie sie so ist. Bestenfalls halt hauptsächlich komplett überdrehte Action und Selbsthumor non stop, so dass es durchaus unterhaltsam werden könnte, alle paar Tage mal ein paar Folgen zu schauen. Denn ich hab ja bereits mehrmals gesagt, dass Cutie Honey nicht funktioniert, wenn ernstere Story Exposition Zeiten anbrechen.

Das nehme ich hiermit zurück. The Live ist eine wesentlich düstere und ernstere Serie als die Re OVAs oder der Movie. Und trotzdem funktioniert sie, denn insgesamt ist die Handlung tatsächlich ganz interessant. Natürlich gibt es immer noch Selbsthumor und übertriebene bis borderline dämliche Sachen in der Serie, aber insgesamt schlägt man doch auch recht häufig mal ernstere Geschichten an.

Was auch daran liegt, dass man die Panther Claw komplett umgearbeitet hat. Es ist keine Organisation mehr, in der seltsam aussehende weibliche Generäle alles tun, um ihrer Anführerin Sister Jill zu imponieren und bei der die Handlangerarmee total unfähig erscheint. Die Handlanger hier wirken sogar relativ bedrohlich, da sie gerade zu Serienbeginn doch so einige Menschen umgebracht bekommen, tragen meist Knarren oder kleine Handsicheln als Waffen und die Latexkopfmaske erinnert zwar noch etwas von der Form her an der aus dem Orginal, lässt sie hier aber auch eher wie SM-Psychos aussehen xD Die 4 Oberhäupter der Panther Claw sind wie gesagt keine Frauen in goldenen, roten etc. Gummikostümchen. Stattdessen kleiden sie sich sehr stylisch, eher als wären sie Mafia-Angehörige. Zwar tragen sie nicht ganz natürliche Waffen, aber over the top Angriffe gibts auch nicht.

Honey ist natürlich so naiv und einfältig gutgelaunt wie eh und je. Wobei mir die Schauspielerin in der Serie insgesamt wesentlich charmanter und charismatischer rüber kam, als die im Movie. Auch sie war vorher ein Model, hier allerdings ein Gravur Idol. Gravur ist in Japan im Prinzip so was wie ein Hochglanz-Pinup - also schon erotische Aufnahmen, aber nie komplett nackt. Von daher halten sich auch ihre schauspielerischen Leistungen bei den negativen Emotionen stark in Grenzen. Natsuko ist diesmal nur die Schulkameradin, mit der sie unter einem Dach lebt. Ach ja, Honey ist hier noch Schülerin. Seiji ist bereits mit ihr befreundet und er nimmt ihre Hilfe beim Lösen der Fälle, die seine Detektei so erreichen, auch rege in Anspruch. Er lebt dabei in einer Kommune von Obdachlosen, die immer mit ihrem Informationsnetz und diversen gekochten Wald- und Wiesentieren aushelfen.

Später tauchen noch zwei weitere Mädels auf, die sich verwandeln können. Zum einen Miki, die Emo-Bitch. Als ihre Eltern umkamen und sie ihre Verwandlungskräfte entdeckte, die sie nicht ganz kontrollieren kann, geriet sie auf die schiefe Bahn und fristet nun ihr Dasein im Jugendarrest, damit sie niemandem gefährlich werden kann. Sobald die Panther Claw aber auch ihre Anstalt überfallen, nimmt sie den Kampf auf. Guckt ständig böse, sagt selten was und wenn, ist es eben extrem Emo. Von daher sehr unsympathisch, bis sie durch den Kontakt mit Honey etwas weicher wird. Ihr System ist allerdings fehlerhaft. So nimmt sie bei den Verwandlungen immer wieder Fremdkörper auf, die sich dann später wieder gewaltsam den Weg aus ihrem Körper bahnen. Ein paar Szenen, in denen sie sich blutig Nägel, Ketten und andere metallische Gegenstände aus dem Rücken zieht, sind die Folge.

Mit Miki wird dann das Klischee-Dreieck vollendet. Sie ist das ruhige nette Mädchen, das behütet aufgewachsen ist. Zudem verliebt sie sich in Honey. Wenn sie richtig sauer wird, verwandelt sie sich und räumt dann so richtig auf. Sie ist die stärkste und brutalste Kämpferin und wann immer sie verwandelt zu sehen ist, läuft die epischste Musik der Serie. Da ist es natürlich nur naheliegend, dass sie gegen Ende der Serie den Verstand verliert, auf Killertour geht und in den finalen Folgen die Panther Claw auslöscht und sich selbst zum Endgegner Honeys macht.

Zu Beginn der Serie sind die Folgen noch sehr episodenhaft. In Folge 1 geht es um Gefägnisinsassen, die von der Panther Claw befreit werden. Die Wettabteilung der Panther Claw lässt nämlich Wetten auf Menschen abschließen. Hier, wer der Flüchtlinge am längsten auf freiem Fuß bleibt. Die Schwester eines Flüchtlings, der wegen dem Mord an ihrem Verlobten hinter Gittern saß, beauftragt Seiji diesen wieder zu fassen. Letzendlich stellt sich raus, dass sie ihren Verlobten wegen einem Seitensprung umgebracht hat und der heimlich in sie verliebte Bruder sich für sie gestellt hat. Sobald sie ihn findet, bringt sie ihn dann auch vorsichtshalber um, damit er dann doch nix mehr sagt.

Folge 2 ist etwas zahmer. Diesmal finden diverse Leute Koffer mit einem halben Vermögen darin und es werden Wetten darauf abgeschlossen, wer so ehrlich ist, es zur Polizei zu bringen. Die meisten tuns natürlich nicht und müssen sterben. Honey investigiert hier allerdings in einem... Begleitservice oder so ähnlich.

In Folge 3 und 4 machen wir dann Bekanntschaft mit dem zweiten Zweig der Panther Claw: Waffenabteilung. In einem Krankenhaus verschwinden immer wieder Menschen, die von einem Arzt langsam zu menschlichen Waffen umoperiert und dann auf Auktionen versteigert werden, nachdem sie in einem Schaukampf herausfinden, wer der Stärkste ist - nämlich der, der es überlebt.

Miki taucht in Folge 5 auf, die fast komplett in der Besserungsanstalt straftätiger Mädchen spielt. Hin und wieder wird aber auch Honey in ihrem Gutelaune Schulaltag gezeigt, was ein netter Kontrast zu den Szenen in der Anstalt ist, wo sich zwei rivalisierende Mädels schon mal blutig prügeln. 

Zu den restlichen Episoden geb ich jetzt mal nicht extra jeweils ne Storyangabe. Auf jeden Fall gibt es enstere wie auch lustigere und sinnfreiere Folgen. Gerne auch mal beides gemixt. In einer Folge wird z.B. Yuki entführt. Ernst. Zwei Minuten in der Folge stellt sich aber raus, dass der Entführer unfähig ist und Yuki die Aufmerksamkeit und das Adrenalin total toll findet, und ihm bei der eigenen Entführung behilflich ist. Humor. Honey, die Seiji helfen sollte Yuki zu finden hilft letztendlich auch aus. Mehr Humor. Auf die Frage, warum er ob seiner netten Art und Unfähigkeit eigentlich jemanden entführt, antwortet Mr. Entführer, dass er heut Morgen plötzlich in einer Fabrik aufgewacht ist und eine Zeitbombe am Körper trug. Wenn er nicht in 24 Stunden der Panther Claw 5 Millionen Yen bringt, explodiert er. Ernst. Diesmal werden nämlich Wetten darauf abgeschlossen, ob jemand es wirklich schafft, so schnell so viel Geld aufzutreiben. Bisher hat das noch niemand.

Das Kämpfe auch mal etwas ernster und blutiger sein können, hatte ich ja auch schon erwähnt. Etwas Power-Rangers-Rumgehampel gibts natürlich trotzdem. Fanservice hält sich soweit eigentlich halbwegs in Grenzen. Die stärkste Dosis kommt noch durch ein drittes Panther Claw Oberhaupt: Karasugawa ist Direktorin einer Eliteschule, die zukünftige Panther Claw Führung erzieht. Nebenher steht sie aber auch auf Schülerinnen, die sie zu ihren Liebessklaven macht. Und später findet sie Gefallen an Miki, die sich ihr wiederholt wiedersetzt. Wann immer sie auftaucht, gibt es also eigentlich ein wenig angedeuteten Lesben-Fanservice im Kielwasser.

Gegen Ende kann sich die Serie allerdings auch mal wieder nicht ganz zurück halten und es gibt eine zum Glück eher kurze Emo-Zeit, wenn alle herausfinden, dass Honey ein Android ist und sie mobben. Was relativ dämlich ist, da Honey mit ihren Kräften eigentlich nie zurück gehalten hat - wer die für nen normalen Menschen hielt, muss schon etwas zurück geblieben sein. Und natürlich Story Exposition Time, die mal wieder mit Honeys Vater, Professor Kisaragi zu tun hat. Diesmal lief die Sache aber etwas anders. Auch hier ist die Tochter von Kisaragi gestorben. Daraufhin wurde er aber verrückt. Er tötete die Eltern von Miki und pflanzte ihr das System ein, um sie als Tochterersatz zu haben. Sobald allerdings diese Fremdkörper bei Miki zu erscheinen begannen, stempelte er sie als Fehlversuch ab, schmiss sie raus und tötete die Eltern von Yuki, um die Sache zu wiederholen. Honey ist also die einzige Androidin, die er hergestellt hat, Yuki und Miki sind nur "nachgerüstete" Menschen. Miki hat ihn umgebracht, als sie alles heraus fand. Yuki weiß davon allerdings alles nicht und denkt sie ist die einzige "Tochter" Kisaragis.

Sobald sie raus findet, dass es da noch 2 Töchter gibt, dreht sie etwas durch, fängt sich dann aber wieder. Als dann aber auch aus ihrem Körper Fremdkörper auszutreten beginnen und Miki ihr eröffnet, dass sie deswegen nur noch eine kurze Lebensspanne hat, verliert sie komplett den Verstand und will Honeys Körper übernehmen, da sie sich mittlerweile zurecht gelegt hat, dass ihr Vater Honeys Androidenkörper als ihr Ersatzteillager gedacht hat.

Das dauert dann noch etwas, weil die Panther Claw Oberhäupter aus diversen Gründen, meist um daraus Profit zu machen, auch Honey haben wollen. Und so weiter und so fort. Ehrlich gesagt haben mir die kurzen Handlungen der in sich geschlossen Episoden wesentlich besser gefallen, als die spätere übergeordnete Handlung. Aber insgesamt wars schon ok.

Von daher hat mit Cutie Honey - The Live schon recht gut gefallen. Eine mal mehr mal weniger spannende Geschichte mit einer Prise Humor. Natülich wie die meisten Live Actions manchmal etwas dämlich, aber wesentlich weniger häufig, als ich es befürchtet hätte. Außer mir hat die Serie glaub ich aber mal wieder kaum jemandem gefallen. Doch irgendwie bekommen Live Action Filme/Serien ja meist unterirdische Wertungen, während ich in den letzten Tagen von einigen doch recht gut unterhalten wurde.

Bilderparade... ich sollte mal heraus finden, wie man für einen aufklappbaren Hide-tag für die macht, damit die Hauptseite nicht so lang wird:

Bubbly Honey ist wie immer sehr fröhlich und nicht sonderlich helle.

Verwandelt. Schlichteres, ernsteres Kostüm als im Movie. Dem Originalmanga glaub ich auch ähnlicher.

Sidekick Seiji. Sein Darsteller kann überhaupt nicht schauspielern und ist sowieso grundsätzlich nie witzig, obwohl das die komplette Rolle ausmachen soll.

Awww, die arme Nat-chan ist nutzlos, da sie hier nur die Rolle der guten Freundin, die immer mal wieder bei Privat- und Schulszenen mit im Bild sein darf, erfüllt.

Oberhaupt der Glücksspiel-/Wettabteilung der Panther Claw: Nakajou. Gespaltene Persönlichkeit. Mal der ruhige Business Man, dann der böse Killer und dann ein kleiner Junge. Der Schauspieler bekommt die Kontraste sogar recht gut hin. Ja, seine "Messer" sehen aus wie Federn.

Der ist nur hier, weil er so hübsch ist :3 Nein, hier handelt es sich um das Oberhaupt der Waffenabteilung: Duke Seiya Anthony Watary IV. Kurz Watari. Spricht überraschenderweise zu Beginn fast nur Englisch, während er in den späteren Folgen fast nur Japanisch von sich gibt oÔ Flucht gern. Waffen sind Klingen, die er an den Füßen hat.

Miki the Emo is not happy.

Transformed Miki is still not happy.

Prügeleien unter Mädels sind brutalo :0

Direktorin Karasugawa ist für die Ausbildung des Panther-Claw-Nachwuchses verantwortlich. Da fallen auch ein paar Schülerinnen als Liebessklaven, mit denen man spielen kann, ab.

Anscheinend war die Schönheit in ihren stylischen Kostümen, die immer in stilvol eingerichteten Räumen zu klassischer Musik zu sehen ist zu gut für die Serie. Also stopft man Karasugawa (als einzigestes Oberhaupt) für die Kämpfe in dieses dämliche Kostüm. Dafür läuft in ihren Kämpfen tolle Musik.

Die liebenwerte Yuki ist ganz aufgeregt, dass durch ihre Entführung endlich mal Action in ihr Leben kommt. Und nachdem Honey ihr hilft, wird das auch gleich von ihrer ersten Liebe gefolgt.

Die Musik sobald Yuki sich verwandelt macht deutlich, dass mit der nicht zu spaßen ist. Im ersten Kampf macht sie zeitgleich Nakajou und Watari fertig, dem sie in mehreren Kämpfen freudestrahlend die Klingen aus den Füßen reißt.

Das vierte, letzte und einzigste Slapstick Oberhaupt der Panther Claw: Tanaka, verantwortlich für Geldbeschaffung und mit Raketen im Bauch. Agiert wie eine liebevolle ältere Dame und streitet sich ständig sehr goldig mit ihrem Mann. Ich mag sie irgendwie.

Bitchfight! 

Transformierte Yuki schaut, als wollte sie auf ein Audition Filmplakat.

Time's up. Wenn zu viel fremde Materie aus dem Körper entweichen will, ist das gar nicht gut.

Kurzer "Heldin verliebt sich in Bösewicht, weil der nen weichen Kern hat" Klischee-Exkurs endet darin, dass Honey mit Heiratsplänen bei Nakajou ankommt, der plötzlich in einer vierte - weibliche - Persönlichkeit umspringt. Heiratspläne gestrichen und leider jegliche Coolness von Nakajou futsch. Der Transenauftritt gegen Ende ist da dann sozusagen der Höhepunkt.

Kostümwechsel für die Finalschlacht.

7.3.09 20:28


#150: Watching vacation videos from hell

Ein neuer Tag, ein neuer Eintrag. Ich weiß auch nicht, wo dieses plötzliches Blogging-Aufkommen her kommt. Diesmal geht es sogar nicht um eine Live Action, sondern mal wieder um Spiele. Allerdings welche, die ich nicht gespielt hab: Silent Hill.

Ich fand die Serie immer interessant zwecks Story, Atmosphäre und Setting, habe mir aber nie Illusionen gemacht, sie wirklich je selbst spielen zu werden. Ich bin eine Niete, wenn es um Actionorientiertes Gameplay geht. Und dann gerade noch Survival Horror, wo man um so schneller den Löffel abgiebt, wesentlich schlechtere Selbstverteigungsmöglichkeiten hat und manchmal schon alleine den Charakter durch die Gegend zu steuern eine Aktion sein kann (Tank Controlls *brrrrr*). Ich kann lediglich Clock Tower und Projekt Zero spielen, da diese etwas einfacher sind und man sich nicht um Munition etc. sorgen machen muss - Clock Tower (zumindest die ersten 3) durch das Point & Click Interface auch noch erleichtert wird.

Allerdings hab ich mir jetzt mal einfach auf Youtube nen Let's Play zu Silent Hill und Silent Hill 2 angesehen. Und zwar ein "blind" Let's Play, was bedeutet, dass auch der Spieler es zum ersten Mal spielt und alles neu für ihn ist. Ich hab ja schon früher immer mal gerne Leuten beim Spielen zu gesehen, irgendwie macht es Spaß da Ratschläge zu geben etc. Bei einem YT-LP ist man natürlich weniger selbst involviert, aber wenns ums richtige Spiel geht, kann das reine Zuschauen trotzdem noch recht interessant sein. Vor allem, wenns gut kommentiert wird.

Und es scheinen echt tolle Spiele zu sein, vor allem SH2. Der erste Teil sah auch interessant und spannend aus, ist von Setting und Story her allerdings etwas eher typischer Standard-Horror. Vater stranded in verlassener Stadt auf der Suche nach der verschwundenen Tochter und gerät in eine Horror-Alternativ-Version eben dieser Stadt, die auf Grund eines mysteriösen Kultes unter Ausnutzung eines supernatürlich begabten Mädchens entstanden ist. Interessant, spannend, aber relativ typisch.

Silent Hill 2 hingegen ist eine wesentlich... persönlichere Geschichte. Alles in dem Spiel dreht sich um den Hauptcharakter und alles, was man zu sehen bekommt hat seinen Grund. Silent Hill in Teil 2 ist einfach eine Reflektion seiner eigenen Psyche. Auch James stolpert in die Stadt, weil er seine Frau sucht. Allerdings gegen besseren Wissens, da seine Frau ja eigentlich schon tot ist. Obwohl er also wissen sollte, dass der Brief von ihr nicht echt sein kann, geht er dort hin.

Und was trifft er in Silent Hill an? Am ersten Ort, an dem er seine Frau vermutet (im Brief steht, dass er sie an ihrem "besonderen Ort" treffen soll - von dem er aber nicht genau weiss, welcher in der Stadt es genau sein soll), trifft er Maria. Sieht genau aus wie seine Frau, zieht sich aber nuttig an und anstatt sich große Sorgen darum zu machen, in einer Stadt voller Monster gestrandet zu sein, versucht sie meist eher James an die Wäsche zu gehen. Seine verstorbene Frau hieß übrigens Mary.

Auch die meisten Monster sind stark sexualisiert. Allen voran die Krankenschwestern. Im ersten Teil haben sie ganz normale, altmodische Schwesternkleidung an. In Silent Hill 2 haben sie eher ein Fetisch-Krankenschwestern-Outfit an, das man in einem Porno und nicht echtem Krankenhaus erwarten würde. Die meisten andren Gegner haben einen starken BDSM-Einschlag von der Optik her. Und die "Manequin"-Gegner bestehen im Prinzip aus zwei aufeinander befestigten unteren Körperhälften von weiblichen Schaufensterpuppen. In einer Szene trifft James sogar den unbesiegbaren und ihn immer mal wieder verfolgenden Pyramid Head an, in der er es mehr oder minder mit einem Manequin treibt. Auf Grund von fehlenden Fortpflanzungsorganen beiderseits siehts natürlich eher wie try humping aus.

Ein weiterer in der Stadt gefangener Mensch ist zudem eine schwarzhaarige Frau, über die man später heraus findet, dass sie von ihrem Vater früher sexuell missbraucht wird. Und die "Abstract Daddy" Gegner scheinen eines der wenigen Produkte nicht aus James Psycho, sondern ihrer, zu sein. Die Form der Gegner sieht etwas wie ein sich über ein Bett beugender Mann aus und den ersten Gegner davon trifft man auch in einer Cutscene mit ihr an. Zusätzlich wirken sie durch die Wöblung leicht... fast... Pyramidenförmig. Und sie greifen James an, in dem sie ihn an den Kopf springen.

Wie sich letztendlich heraus stellt, war James Frau totkrank. Und gegen Ende ihrer Krankheit kaum auszustehen und natürlich für sexuelle Dinge unbrauchbar. Auf ihren eigenen Wunsch hat James ihr Sterbehilfe geleistet, sich selbst aber nicht vergeben, weil er selbst froh war, die Tortur mit siner kranken Frau nicht mehr durchmachen zu müssen. Seine unbefriedigte Libido und auch emotionale Frustration, die beim Endstadium der Krankheit entstanden sind, ist also der Grund, warum in seinem Silent Hill so stark sexualisierte Gegner erscheinen und er sich als Begleitung eine Frau erdacht hat, die eine immer willige und sich nie beschwerende Version seiner toten Frau ist. Und Pyramid Head ist natürlich er selbst, der versucht, ihn für den "Mord" zu bestrafen.

Von daher ist SH2 wirklich eine meiner Meinung nach um Längen interessantere Angelegenheit als (das wie gesagt auch absolut nicht uninteressante) Silent Hill 1. Eben weil alles dichter und persönlicher mit dem Hauptcharakter verbunden ist.

Mal schaun, worum es in Silent Hill 3 und danach so geht. Und den Kinofilm könnt ich mir ja ach mal anschaun.

8.3.09 16:59


#151: Do you want to see what death is like?

It's Live Action time, surprise, surprise! Diesmal haben wir es mit der 12-teiligen Serie Jigoku Shoujo zu tun. Basierend auf der erfolgreichen Anime-Serie, die in den letzten drei Jahren satte drei Staffeln von je 26-Folgen hervor gebracht hat. Wo von ich die ersten beiden, Jigoku Shoujo und Jigoku Shoujo Futakomori, bereits gesehen und sehr gemocht habe - Staffel 3, Jigoku Shoujo Mitsuganae, ist noch nicht gesehen, aber herunter geladen.

Die Story ist dabei in der Live Action die gleiche wie in den Anime-Staffeln: Momentan ist ein Gerücht gerade sehr populär, dass man um Mitternacht eine Homepage mit Namen "Hell's Corespondence" aufrufen und dort den Namen einer Person, an der man sich rächen will, eingeben kann. Jigoku Shojou (Hell Girl) wird dann für einen die Rache ausüben. Und das Gerücht ist tatsächlich wahr. Allerdings die Angelegenheit etwas komplizierter. Nachdem man den Namen eingegeben hat, ruft Enma Ai - die Jigoku Shojou - einen zu sich und übergibt eine schwarze Strohpuppe, an der ein rotes Band geknüpft ist. Sollte man sich wirklich rächen wollen, muss man nur das Band entfernen und Enma Ai wird die betreffende Person unverzüglich in die Hölle bringen. Allerdings soll dabei bedacht sein, dass dies ein zweischneidiges Schwert ist: Dafür, dass man jemanden per Enma Ai zur Hölle schickt, ist gewiss, dass die eigene Seele nach dem Tod ebenfalls zur Hölle fahren muss. Wähle deine Rache mit bedacht.

Was nun folgt ist die Serien-übliche Episodenhaftigkeit. Die Story ist in jeder Folge in sich abgeschlossen und dreht sich um die eine Person, die Rache will und die Person, an der die Rache verübt werden soll. Es ist wie schon im Anime ganz interessant zu sehen, wie Menschen so weit getrieben werden können, die eigene Ewigkeit nach dem Tod in der Hölle in Kauf zu nehmen, nur um endlich von gewissen Menschen während ihrer Lebenszeit befreit zu sein.

So geht es in der ersten Folge um eine Schülerin, die das Opfer von Mobbing ist. Sie ist kürzlich an einer Universität aufgenommen worden, aber die Mädchengang, die sie mobbt zwingen sie dazu Ladendiebstahl zu begehen und sich mit einem älteren Mann zu verabreden. Und geben die Beweise dafür direkt an die Schulleitung, die die Aufnahme an er Uni sofort rückgängig macht. All das, weil die Anführerin der Mädels selbst auf diese Uni will, Miss Opfer ihr dummerweise aber den letzten Platz weggeschnappt hatte.

In der zweiten Folge begeht ein Vater Suizid und lässt seine zwei Kinder zurück. Da sie immer einen sehr freundlichen und netten Vater hatten, kann sich seine Tochter nur vorstellen, dass er es wegen Stress an der Arbeit tat. Und tatsächlich, sein neuer Chef hielt ihn für zu unproduktiv und hat ihm daher immer mehr Arbeit aufgehalst und immer häufiger zur Sau gemacht, bis er es nicht mehr aushalten konnte. Als die Tochter dafür Beweise findet, lässt der Boss sie von zwei Schlägern überfallen. Sohnemann findet das heraus und stellt den Boss, der behauptet sein Vater hätte sich umgebracht, weil er sich so sehr für seinen Hikikomori-Sohn geschämt hat (Hikikomoris sind Japaner, die eine plötzliche Angst vor der Außenwelt entwickeln und sich nur noch in den eigenen vier Wänden verkriechen - ein sich im modernen Japan immer weiter verbreitendes Problem der Agoraphobie).

Die Frau aus Folge 3 hat eine Affäre mit einem Arbeitskollegen, der allerdings verheiratet ist. Ihr Arzt berichtet ihr, dass sie ungewollt schwanger ist und zwar schon eine Weile. Wenn sie eine Abtreibung machen möchte, muss sie sich bald beeilen, da der legale Zeitrahmen dafür bald abläuft. Allerdings hat sie schon 2 Abtreibungen hinter sich, weswegen die 3. recht riskant werden könnte. Ihr Liebhaber redet auf sie ein, dass er sich von seiner Frau scheiden lassen möchte, ein uneheliches Kind dieser aber bei der Scheidung zugunsten wäre und sie es deswegen weg machen lassen soll. Tut sie und endet natürlich tatsächlich unfruchtbar. Letztendlich findet sie heraus, dass er sich gar nicht scheiden lassen will und seine Ehefrau sogar zur Zeit erneut schwanger ist.

Und so weiter und so fort. Später kommen mit dem freien Journalisten Shibata und seiner Tochter Tsugumi auch zwei Personen aus der zweiten Anime-Staffel hinzu, die der Sache einen gewissen roten Faden verleihen. So hat Tsugumi immer mal wieder Visionen von Enma Ai und ihren Klienten und ihr Vater verwickelt sich auch langsam immer mehr in Recherchen über sie. Findet sogar einen Artikel von vor 50 Jahren, in dem schon mal über ein Purgatory Girl gesprochen wird, das man per Brief, wenn man auf eine gewisse Zeitungsanzeige antwortet, erreichen kann. Ähnlich wie im Anime. Das Ende der Story ist dann allerdings anders. Im finalen Zweiteiler wird Tsugumi entführt und Shibata findet heraus, dass der Entführer einen Hass auf ihn hat, da ein Zeitungsartikel, der Shibatas Namen trug obwohl er ihn nicht geschrieben hat, dessen Leben zerstört hat. Er war es, der vor 5 Jahren einen Pakt mit Enma Ai geschlossen und Shibatas spurlos verschwundene Frau zur Hölle geschickt hat und nun auch seine Tochter umbringen will. Worauf sich Shibata selbst eine Strohpuppe bei Enma abholen geht.

Gerade dadurch merkt man auch wie in den Anime-Staffeln, dass es hier nicht wirklich um Gerechtigkeit geht. Ja, meist sind diejenigen, die Enma kontaktieren die Opfer, die endlich von den Tätern ihrer Qualen erlöst werden wollen. Aber die beiden Finalfolgen zeigen eben, dass jeder mit Rachegelüsten bei Enma jemanden zur Hölle schicken kann - auch wenn die Person total unschuldig ist. 

Ein eigentlich wirklich interessantes und passendes Ende für die Serie. Auch die Einzelgeschichten um die Leute in den 10 Folgen davor fand ich sehr unterhaltsam. Die Geschichten im Anime fand ich zwar einen Tick interessanter und dramtischer/spannender erzählt, aber auch die der Live Action Serie waren gut.

Zumal sich Jigoku Shoujo als eher Drama-Serie sowieso gut als Live Action eignet. Die Hölle wird nie gezeigt und auch die kurze Tortur des zu Bestrafenden, bevor Enma ihn zur Hölle mit nimmt, fällt meist sehr kurz aus. Wodurch eben wenig Special Effekts von nöten sind. Von daher funktioniert das Serienkonzept als Live Action nicht weniger gut als als Anime.

Woran sich nur mal wieder jeder stört ist, dass Enma und Tsugumi ihnen zu alt sind. Im Anime sind beides kleine Mädchen. Ich kann es allerdings verstehen, dass man diese in der Live Action in die Teenager-Jahre versetzt hat. Auch wenn Tsugumi hier etwas seltsam wirkt, da sich der Charakter immer noch vom Verhalten und Kleidung an dem aus dem Anime orientiert - was zum geänderten Alter nicht wirklich passen will. Auch Enmas Schulmädchenuniform scheint nicht ganz für ein Mädchen ihres Alters gemacht zu sein. Aber wegen den beiden - nocht nicht mal zu schlimmen - Altersänderungen gleich die ganze Serie schlecht zu finden, halte ich für etwas arg übertrieben. Mich hat sie zumindest genau wie die Anime-Staffeln sehr gut unterhalten.

Bilder, mal etwas weniger:

Enma Ai, die Jigoku Shoujo. Wirkt doch etwas zu alt für die Uniform.

Auch ihre drei Untergebenen, Hone Onna, Wanyuudou und Ren sind wieder mit dabei.

Das Eingabeformular auf der "Hell's Corespondence" Homepage, die nur genau um Mitternacht kein 404 anzeigt.

Die schwarze Strohpuppe mit dem verhängnisvollen roten Band.

Enma fährt die zu bestrafende Person persönlich mit dem Boot in die Hölle. I shall ferry this revenge to hell.

Jeder, der ihre Dienste in Anspruch genommen hat, bekommt diese Markierung verschafft. Auf das die Person niemals vergessen möge, wo die eigene Seele nach dem Tod hinkommen wird.

Das hübsche Haus, in dem Enma residiert, bis sie von jemanden, der Rache ersehnt, kontaktiert wird.

Freier Journalist Shibata und seine Tochter Tsugumi, deren Frau/Mutter vor 5 Jahren spurlos verschwand.

In der Regel gibt es noch ein wenig Quälerei durch ihre 3 Untergebenen, bevor Enma die Opfer zur Hölle shippert. In der Live Action noch kürzer, als die im Anime schon sind. Jigoku Shoujo legt vom Konzept her eben mehr Gewicht auf das Drama, nicht den Horror.

Das wird weh tun >.<

Hikikomori Daichi aus Folge 3 spielt Ys: The Oath in Felghana :3

9.3.09 05:54


#152: Alessa is back in town

Und es nimmt kein Ende xD Hier nun der zweite Teil der Silent-Hill-Eintrags-Serie. Habe mir nun mal ein Let's Play zu Silent Hill 3 angesehen.

Wie immer scheints ein wirklich interessantes und spannendes Spiel zu sein, SH2 hat mir allerdings wieder besser gefallen. Das liegt hauptsächlich daran, dass SH3 von der Story ein direkter Nachfolger des ersten Teiles mit seiner typischen Horror-Film-Story ist.Dafür hat SH3 meiner Meinung nach das am interessantesten designte Otherworld Silent Hill.

17 Jahre nach den Ereignissen des ersten Teiles gerät Heather plötzlich in die Otherworld. Interessant hierbei ist, dass Heather dies gar nicht in Silent Hill passiert, man also merkt das sich das "böse" SH auch notfalls über die eigentlichen Stadtgrenzen erstrecken kann. Es dauert nicht lang, bis man sich als Spieler denken kann, dass Heather das Baby ist, das Harry am Ende des ersten Teiles erhalten hat. Also die Wiedergeburt von Alessa. Und natürlich will sie der aus dem ersten Teil bekannte Kult erneut in die Stadt locken, damit sie deren Gott gebären kann. Alles nicht uninteressant und wie immer sehr spannend und atmosphärisch inszeniert, aber eben die typische Horror-Geschichte. Mir hatte ja bei SH2 die starke psychologische Ausrichtung der Otherworld, die sich komplett um Hauptcharakters James Psyche orientiert, gefallen. Das fehlt hier natürlich wieder etwas, da die Verschwörung des Kultes im Vordergrund steht.

Ob ich mir weitere Spiele anschaue, weiß ich noch nicht. Zu Silent Hill 4: The Room find ich keinen kompletten Let's Play. Nur einen Walkthrough, in dem jemand komplett ohne Kommentare abzugeben ein Mal durchs Spiel spielt. Ich hab mir mal das erste Video angesehen und muss sagen, dass das Spiel komplett unkommentiert doch recht langweilig anzusehen ist, wenn man nicht der Spieler ist. Was natürlich auch am anderen Aufbau von SH4 liegt. Vielleicht geh ich direkt zu Origins und Homecoming über, oder lass es doch ganz sein. Mal sehen.

Dafür hab ich mir den Silent Hill Kinofilm auch angesehen. Und muss sagen, dass er mir richtig gut gefallen hat. Er ist nicht wirklich unheimlich geworden, aber doch sehr spannend erzählt.

Die Geschichte orientiert sich von den Grundlagen am ersten Spiel: Mutter gerät mit Tochter nach Silent Hill, Tochter verschwindet und Mutter macht sich auf die Suche nach ihr. Im Spiel war es lediglich ein Vater und der Stop in Silent Hill zufällig. Im Film ist es eben eine Mutter, die Tochter lediglich adoptiert und da sie eine Krankheit hat und anfägt ständig Silent Hill vor sich hin zu brabbeln, macht sich die Mutter aktiv mit ihr auf den Weg zur Stadt, um dort evtl. eine Lösung für die psychische Krankheit der Tochter zu bekommen.

Man besucht zudem auch viele Lokalitäten (Schule, Kirche, Krankenhaus) des ersten Spieles, muss ebenfalls einige Puzzle lösen, um weiter zu kommen und ein paar gleiche Charaktere (Polizistin Cybil) tauchen auch auf. Die Monster sind aus allen Teilen genommen und auch der Ablauf einiger Szenen ist ähnlich. Wenn man die Spiele kennt merkt man schon, dass die Macher ihr Ausgangsmaterial kannten und in den Film möglichst viel Fanservice einbauen wollten. Natürlich kommt auch Fanliebling Pyramid Head vor, obwohl der in einem Silent Hill ohne James eigentlich nix zu suchen hat.

Die Auflösung der Geschichte ist dann allerdings anders, wenn auch in kleineren Punkten ähnlich. Im Spiel wird die übersinnlich veranlagte Alessa von einem Kult, der in Silent Hill beheimatet ist, dafür ausgenutzt, ihren dämonischen Gott zu gebären. Was schief läuft, wodurch das Mädchen schlimme Brandwunden erleidet und man ihre Persönlichkeit sozusagen aufsplittet. Die eine ist im ewigen Albtraum des Otherworld Silent Hill gefangen, während ein Teil von ihr als Harrys Tochter wiedergeboren und später nach Silent Hill gelockt wird (auch wenn der Stop dort wie ein Zufall erscheint), um den Versuch den Gott zu gebären wiederholen zu können.

Im Film hingegen hat Silent Hill eine lange Vergangenheit an kirchlichen Fanatikern, die selbst bis zum heutigen Tage noch Hexenjagden betreiben. Beim Versuch die übernatürlich veranlagte Alessa zu exorzieren kommt es zu einem Großbrand, der weite Teile von Silent Hill zuerstört und Alessa als schlimmes Brandopfer zurück lässt. Aus ihrem Zorn bildet sich das Otherworld Silent Hill, in dem sie die Fanatiker einschließt. Der letzte Rest ihrer reinen Seele splittet sich auch hier von ihr ab und wid als Mädchen in ein Waisenhaus gebracht und später vom Hauptcharakter adoptiert. Als diese sie nach Silent Hill bringt und die Fanatiker auf das Mädchen stoßen, wollen sie die Austreibung wiederholen.

Im Prinzip bietet sich der erste Film ja sowieso mit seiner typsichen Horrorfilm-Story für eine Verfilmung an und macht den Machern des Kinofilmes somit wenig Probleme. Die Veränderung der Hintergrundgeschichte wirkt im Film zwar etwas konstruierter, aber nicht zu übertrieben. Zumal sich so auf ein wesentlich dramatischeres Finale hinarbeiten lässt, das für einen Kinofilm einfach besser passt als das Finale des Spieles. Auch wenn es zuerst etwas seltsam wirkt, in Silent Hill eine ganze kleine Kirchengemeinde anzutreffen.

Aber wie gesagt, mir hat der Film gut gefallen. Nicht unheimlich aber spannend erzählt und mit vielen Nods an die Spiele, allen voran den ersten Teil. Auch gefallen hat mir der Effekt, wenn aus dem Fogworld Silent Hill das Otherworld Silent Hill wird. Den gibt es in den Spielen nicht, Silent Hill verändert sich dort durch Szenenwechsel - entweder bricht ein Charakter zusammen und ist plötzlich vom einen ins andere Silent Hill geraten oder wechselt durchs Betreten eines Raumes rüber. 

 

10.3.09 15:29


#153: A sea of writings

Wir erreichen das Ende der Live Action Wochen. Zumindest glaub ich das, da ich momentan zumindest erst mal nicht vor habe, weitere zu schauen. Wer weiß ob sich das Morgen aus einer Laune heraus nicht schon wieder ändert. Für den Schluss hab ich mir ein besonderes Schmankerl aufgehoben gehabt: den Mushishi Film.

Nach dem mir der 26-teilige Anime vor einigen Jahren sehr gut gefallen hat, hatte ich mir einen ganz guten Film erhofft. Zumal sich die ruhige und realistischere Geschichte/Setting von Mushishi auch ganz gut für einen Live Action eignet.

Die grundlegende Story ist gleich: Ginko ist ein Mushishi, der eine besondere Art von primitiver Lebensform, Mushi genannt, erforscht. Nicht jeder kann Mushi sehen und sie sind eigentlich meist auch harmlos. Eher wie Bakterien leben sie sozusagen ständig ganz natürlich neben uns, können aber beim Aufeinandertreffen mit Menschen demjenigen unbeabsichtigt schaden. Auf ihren Reisen helfen die Mushishi nun dort, wo es Reibungen zwischen Mushi und Menschen gibt und erforschen so nebenbei auch die verschiedenen Arten von Mushi.

Die Untertitel des Filmes übersetzen Ginkos "Beruf" dabei auch als Bug Master, da Mushi eigentlich das japanische Wort für Käfer ist. Der Fansub des Animes hat allerdings gleich zu Beginn erklärt, dass diese Übersetzung nicht richtig wäre, da die Mushi in Mushishi ja eben keine Käfer, sondern eine eigene Lebensform sind und deswegen auch den Begriff Mushishi als Eigennamen, zu dem es kein gutes Übersetzungs-Äquivalent gibt, unübersetzt gelassen.

Is aber auch egal. Die erste Hälfte des Filmes nimmt dann ein Teil von Ginkos Reise ein. So hilft er in einem Dorf, das von Ah- und Un-Mushi befallen ist. Diese Sorte lebt eigentlich in den Bergen und ernährt sich von Geräuschen. In tiefen Wintern, in denen der Schnee alle Geräusche schluckt, können sie sich aber auch in Bergdörfern in der Nähe von Menschen niederlassen und diese infizieren, wodurch sie taub werden.

Nebenbei springt der Film immer mal wieder per Flashbacks in Ginkos Vergangenheit. Als Kind hieß er Yoki und wanderte allein mit seiner Mutter durchs Land. Als diese bei einem Erdrutsch ums Leben kommt, wird er kurzfristig von der Mushishi Nui aufgenommen. Obwohl sie ihn kurz darauf wieder los werden will, bleibt er stoisch bei ihr. Wie sich heraus stellt, möchte sie ihm einer Gefahr nicht aussetzen - Nui lebt an einem See, in dem zwei Mushi, Tokoyami (Endlose Dunkelheit) und Ginko (kleiner Silbener) beheimatet sind. Durch das Licht des Ginko erblinden die Geschöpfe nahe des Sees langsam, bis sie irgendwann von seinem Licht angezogen werden und von den beiden Mushi verschluckt werden. Zudem kann der Tokoyami einen in Dunkelheit einschließen, in der man Vergangenheit vergisst.

Es kommt, wie es kommen muss: Nui schickt Yoki mal wieder weg, als sie den Mushi erliegt und stiefelt dann zu den beiden in den See. Yoki kommt wie üblich aber doch wieder und rennt ihr in den See hinterher. Nui kann ihn allerdings aus der Umklamerung des Tokoyami befreien, in dem sie eines seiner Augen opfert. Yoki vergisst seine Vergangenheit und somit auch Nui und seinen eigenen Namen und nennt sich von nun an Ginko.

In der zweiten Hälfte des Filmes wird Ginko dann zu Tanyuu gerufen. Ihre Familie ist von einem Mushi infiziert, den sie dadurch kontinuierlich heilen, in dem sie ihn beim Schreiben von Aufzeichnungen über Mushi benutzen. Auf den Weg zu ihr trifft er auf Kou-san, der seit 5 Jahren nach einem Regenbogen sucht, den er einfangen kann. Ginko verrät ihm, dass diese spezielle Art von Regenbogen ein Mushi, Kouda (Regenbogenschlange) genannt, ist und Kou-san begleitet ihn von nun an auf seiner Reise. Bei Tanyuu angekommen, erfährt Ginko, dass diese in keinem guten Zustand ist, seit dem sie die Geschichte einer blinden Mushishi aufgeschrieben hat.

Diese erzählte ihr, dass sie aus einem Dorf stammt, welches mehrere Jahre hintereinander Missernten hatte. Letztendlich zapfte man eine Kouki-Quelle (eine Ader natürlicher Lebensenergie) an, die die Mushi anzog. Als sie von einer Reise in ihr Dorf zurück kam, war ihre Familie schon einem in den See gezogenen Tokoyami anheim gefallen und sie begann an dem See zu wohnen, bis sie einen Jungen namens Yoki aufnahm. Nui hat also den Zusammenstoß mit dem Tokoyami doch noch überleben können.

Tanyuu kann sich zwar erholen, doch wird Ginko bei seiner Hilfe selbst von einem Mushi angefallen. Tanyuu wiederum treibt diesen aus, wobei aber entdeckt wird, dass schon seit langer Zeit ein Tokoyami in Ginko lebt. Um sich zu heilen, macht Ginko sich mit Tou-san auf den Weg eine Kouki-Ader zu finden. Letztendlich treffen sie dabei auf einen Kouda und so trennen sich die Wege von Ginko und Kou-san wieder.

Ganz am Ende vom Film trifft Ginko auf seiner Suche plötzlich auf Nui, die immer noch vom Tokoyami befallen ist. Und irgendwas passiert. Oder auch nicht, denn in der nächsten Szene trägt er sie plötzlich auf seinem Rücken durch die Gegend. Nur um sie dann doch irgendwo abzusetzen und allein weiter zu gehen. Ehrlich gesagt hab ich nicht so ganz verstanden, was das Ende nun eigentlich wollte.

Ich bin mir über den Film etwas Uneins. Zum einen ist es ganz nett gewesen, etwas mehr über Ginko und Nui zu erfahren. Im Anime wird nämlich nur die Geschichte erzählt, wie er als Yoki von ihr aufgenommen wurde, sie dann dem Tokoyami anheim gefallen ist und er so zu Ginko wurde. Der Teil das sie doch noch lebt, bei Tanyuu vorbei schaut und er sie wieder trifft, kam im Anime nicht vor. Die Tanyuu an sich allerdings schon, genau wie Kou-san auf seiner Suche nach einem Kouda und auch die Geschichte über die Ah- und Un-Mushi. Zusammen mit natürlich vielen anderen Mushi, da ja jede Folge eine in sich geschlossene Geschichte gebildet hat.

Von daher verfolgt der Film ziemlich genau das Konzept und auch einen Großteil der Geschichte des Anime. Und als ruhigere Geschichte in einem relativ realistischen Setting - die Mushi sind ja das einzige übernatürliche und brauchen zur Darstellung keine übermäßigen Special Effekts, da sie so primitive Lebensformen sind - bieten sich für einen Live Action an. Doch irgendwas hat mir am Ablauf der Geschichte nicht ganz so gefallen, auch wenn ich meinen Finger nicht genau drauf tun kann, was mir da genau nicht so gefiel. Und das Ende fand ich halt irgendwie doof. Die Serie hat auch ein offenes Ende, aber da trifft er ja Nui auch nicht erneut und wie gesagt geht es in den 26 Folgen sowieso mehr um 26 kleine Einzelgeschichten um verschiedene Mushi. Der Film wirkt da mehr auf Ginko und seine Beziehung zu Nui gemünzt und man sollte meinen, dass irgendwas Wichtiges geschehen müsste, wenn sie sich wieder treffen. Statt dessen machen die letzten paar Minuten irgendwie keinen Sinn, man weiß nicht so genau, ob jetzt durch das Aufeinandertreffen überhaupt was passiert ist oder nicht und dann stapft Ginko einfach davon. Hmmm.

Bilder: - mehr aus dem Grund, weil ich bisher bei jeder Live Action ein paar gezeigt habe, denn weil ich wirklich zu Mushishi was Besonderes zu zeigen hätte -

Ginko

Nui

Tanyuu. Wenn sie Geschichten über Mushi aufschreibt, wird der Mushi, der in ihrem Körper ist zu diesen Worten, die sie einfach per Anfassen des Papieres auf dieses überträgt.

Die Hörner haben was mit dem Befall durch die Ah- und Un-Mushi zu tun...

...die sich in der Nähe breit gemacht haben.

Ginko und Kou-San am Ende des Kouda... die Bildqualität meiner Version war leider relativ bescheiden.

Nui und Yoki im Wasser mit dem Ginko und Tokoyami

11.3.09 01:35


#154: The lady is a devil

Alternativtitel: Becoming full circle. 16 Einträge in 21 Tagen. Manchmal hatte ich nen ganzes Jahr lang keine 16. Zu den ersten gehörten die beiden Einträge zu Devilman, zuerst der Live Action, dann der Manga. Nun, kurz vor Ende der "10 Tage bis Persona 4 überbrücken"-Phase gibts einen zu Devilman Lady. Oder auch nur Devil Lady, wie sich der Titel der Englisch lokalisierten Version der TV-Serie, die ich über die letzten Tage gesehen habe, schimpft, weil Devilman Lady nun mal blöd klingt.

Auch hier geht es auf den kleinsten Nenner gebracht wie bei Devilman um einen Menschen, der sich in einem Dämonen verwandeln kann, dabei aber seine Menschlichkeit behält, anstatt von den animalischen Instinkten übernommen zu werden und von nun an gegen Seinesgleichen kämpft. Nur hier nicht Dämonen genannt und mit mehr wissenschaftlichem Schmonzens.

So verwandeln sich hier nicht wie bei Devilman die Menschen, weil sie von Dämonen besessen werden, sondern sind eine Art Mutation, da das in ihnen enthaltene Biest Gen sie sich in Biester verwandeln lässt. Wobei sie sich selbst als die nächste Evolutionsstufe der Menschheit ansehen. Das Model Jun ist auch jemand, der dieses Biest Gen in sich trägt, bei ihrer Verwandlung aber eben ihr menschliches Ich behält und von Lan in eine Spezieltruppe integriert wird, damit sie mit ihren Kräften gegen die Biester kämpft, die Menschen umbringen.

Was folgt sind leider fast 20 Folgen, in denen Jun jeweils das Monster des Tages bekämpft und nebenbei hin und wieder etwas angsty sein darf, weil sie die Verwandlung zur Devil Lady hasst und befürchtet langsam ihre Menschlichkeit zu verlieren. Leider sind die einzelnen Kämpfe auch nicht so übermäßig spannend.

Erst gegen Ende der Serie kommt alles so vorhersehbar, wie es kommen musste: Dadurch, dass immer mehr Menschen zu Biestern werden, kann man es nicht mehr vor der Bevölkerung geheim halten, Panik bricht aus und auch Jun wird irgendwann als Gefahr denn Retterin angesehen. Japan wird zum Überwachungsstatt, die Menschen zu einer Impfung gegen das Biest Gen gezwungen. In Wahrheit fördert das Medikament allerdings bei Leuten mit latentem Gen die Verwandlung, so dass langsam alle nacheinander eingefangen und ausgelöscht werden können - auch diejenigen, die ihre Menschlichkeit behalten und sich nicht gegen andere Menschen gewendet haben.

Wie sich heraus stellt war Japan nur ein großes Experiment und Lan diejenige, die hinter allem gesteckt hat. Denn auch sie ist eine Mutation, hat allerdings kein Beast Gen, sondern das Orchid Gen in sich. Sie ist ein Hermaphrodit und hält sich für Gott und die wahre nächste Evolutionsstufe. Allerdings braucht sie dafür die Devil Lady Jun, mit der sie Sex hat und dadurch tatsächlich zu einem großen geflügelten Wesen wird, das überall auf der Welt zu sehen ist und von allen als Kind Gottes gefeiert wird, das eine Ära des Friedens schaffen wird. Jun stirbt und kommt in die Hölle.

Dort verschmilzt sie mit den Seelen aller Biester, die getötet wurden und wird so zum Teufel, der sich dem Kind Gottes zur finalen Schlacht stellt. Und gewinnt. Die Menschheit existiert weiter. Ending Credits.

So wahnsinnig gut hat mir die Serie nicht gefallen, um ehrlich zu sein. 18 Folgen allein für Monster of the Day ohne große Entwicklung war zu lang, die dann folgende Geschichte etwas zu vorhersehbar und die Standards abklappernd und was ich vom Ende halten soll, weiß ich selbst nicht so recht. Drehbuch aufräumen und die Serie auf die hälfte der Folgen entschlacken wäre schon Mal ein Schritt in die richtige Richtung gewesen.

Nackte Haut und Blut gibts natürlich, da von Go Nagai, auch wieder zu sehen, als TV-Serie von 1998 allerdings nichts zu riskantes. Damals war man noch weit davon entfernt, so was wie Elfen Lied oder Gantz ausstrahlen zu können. So gibt es ne Menge Szenen der nackten Jun nach ihrer Rückverwandlung zu sehen, wobei in üblicher Manier allerdings Details wie z.B. Nippel einfach nicht gezeichnet werden. Auch das die animalischen Instinkte als Biest nicht nur einen Blutdurst, sondern auch sexuelle Lust fördern wird zwar angesprochen, aber nie wirklich weiter geführt. Dafür gibts nen paar lesbische Andeutungen. Die Sterberate ist in der Serie ebenfalls sehr hoch, aber auch hier nichts extrem im Detail gezeigt und das Blut der Biester zudem blau dargestellt. Eine Amon - Apocalypse of Devilman OVA, in der sich Dämonen am laufenden Band in Stücke reißen, Menschen geköpft und Kinder bei lebendigem Leibe gefressen werden ist Devil Lady bei weitem nicht.

Zudem soll sich die TV-Serie sowieso stark vom Manga von Go Nagai unterscheiden. In den hab ich auch mal kurz rein gelesen, allerdings nur den ersten von siebzehn Bänden, da dieser als einziger in Englisch - dank Scanlation - aufzutreiben ist. Kein Wunder, wurde die Serie doch bereits 1998/99 ausgestrahlt, während der Manga 1997 startete und erst 2000 beendet wurde.

Viel passiert im ersten Band noch nicht, ist aber schon um einiges anders. Jun ist hier z.B. eine Lehrerin und auch wesentlich tougher dargestellt. Die erste Hälfte des Bandes macht die Geschichte ihrer Verwandlung aus. In der TV-Serie wird sie von einem anderen Biest angefallen und verwandelt sich dann für den Kampf. Im Manga verwandelt sie sich, als sie mit den Mädchen ihrer Klasse von Biestern vergewaltigt wird. Mehr Blut, mehr nackte Haut, und auch - nicht übermäßig detailliert oder lang gezeigt, aber vorhanden - Sex. Auch hier wird sie von Lan anschließend zum Kampf gegen die Biester rekrutiert.

Die zweite Hälfte des Bandes besteht dann nur aus wissenschaftlichen Kauderwelsch, als ihr Vater sie darüber aufklärt, warum genau plötzlich die Gene mutieren und Menschen sich durch sie in Biester verwandeln und das alles mit Evolution zu tun hat und warum ausgerechnet sie als Devilman Lady was besondres ist. Alles wesentlich prätentiöser und langweiliger, als in der TV-Serie, die über solch erfundene Erklärung weitestgehend verzichtet.

Zudem wirkt der Manga sehr... amateurhaft. Eher wie ein in den 70ern entstandenes Werk eines neuen Zeichners und nicht von jemandem gezeichnet, der schon Jahrzehnte im Geschäft ist. Nicht nur hat sich das sehr schlichte Charakterdesign von Go Nagai seit Devilman der 70er-Jahre nicht geändert, sondern seltsame Proportionen und unnatürlich aussehende Bewegungsabläufe gibts zudem. Auch ist die Panelaufteilung nicht das Wahre und die Seiten mit Massen an unnötigem Text zugekleistert. 

12.3.09 04:16


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