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#137: Even stranger gaming moods

So, Mystic Quest Legend ist durch und hat gegen Ende doch nachgelassen... obwohls grad mal 10 Stunden lang ist, ist es länger, als es interessiert.

Danach kam Secret of Mana dran. Das letzte mal habe ich es vor über 10 Jahren gespielt, als es und das SNES noch aktuell waren. War direkt nach Terranigma mein zweitliebstes RPG. Wobei man als Pal-Spieler, der zu jung ist, um eine Ahnung vom Importieren zu haben und englischen Bildschirmtexte wirklich zu verstehen, auch nicht gerade die große Auswahl hatte. Die Final Fantasies blieben uns mit vielen anderen RPGs vorenthalten, Breath of Fire II sah interessant aus, war aber nicht auf Deutsch... selbst Mystic Quest Legend, Soul Blazer und Illusion of Time waren ein Tick zu alt und nicht wirklich gut beworben, als das ich von deren Existenz überhaupt etwas mit bekommen hätte (war Soul Blazer überhaupt auf Deutsch? Ich weiß gar nicht mehr und bin zu faul es in die Konsole zu stecken). Die Zeiten vorm informativen Internet halt. Secret of Mana war definitiv ein Highlight im RPG-Lineup und ein Segen, dass es auch zu uns kam. Mittlerweile - viele Jahre später - hat es dann aber doch an Glanz eingebüßt. Es ist immer noch ein gutes Spiel, aber das Alter macht sich doch ein wenig bemerkbar und insgesamt kann es natürlich nicht den nostalgischen Erinnerungen davon, wie begeistert man als kleiner Stöpsel, der von nix ne Ahnung hat, stand halten. Ich glaube ich verstehe jetzt, wie die für mich extrem durchschnittlichen Golden Suns und Kingdom Hearts so einen Hype verursachen konnten. Sie waren einfach für eine weite Generation an unerfahrenen Spielern zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Wobei sie meiner Meinung nach trotzdem gegen Secret of Mana abstinken. Aber wer weiß, wenn ich zu ihrem Erscheinen grad mal 11 Jahre gewesen und keine Ahnung von anderen RPGs gehabt hätte, wär ich vielleicht auch ein Fan.

In letzter Zeit habe ich sowieso total seltsame Launen, wenns ums Spielen geht. Zum einen habe ich ständig ein anderes Spiel im Hinterkopf, das ich gerne spielen würde. Aber sobald ich dann was zu spielen angefangen habe, vergeht es mir wieder. Keine Ahnung warum. Ich habe ja immer mal wieder eine Phase, wo ich keinen großen Bock auf Gaming habe, aber normalerweise geistern mir dabei nicht ständig Spiele im Kopf rum, die ich gern anfangen, aber nie über die erste halbe Stunde hinweg spielen wollen würde.

Ich glaube ich nehme erst mal eine Pause bis Dragon Quest V erscheint. Oder spiele was angebrochenes wie Shadow Hearts: From the new World weiter. Obwohl dieser extreme Hype um den Chrono Trigger DS-Port mich schon in Versuchung führt dem Spiel nach Jahren endlich eine Chance zu geben... Mother 3 und Dragon Quest VII habe ich auch seit Ende letzten Jahres nicht weiter gespielt. Aber irgendwie motivieren die mich so oder so nicht. Nach dem ganzen Earthbound-Hype hätte ich von Mother 3 doch mehr und vor allem eine wesentlich andere Atmosphäre erwartet...

Warum hat Play Asia dieses Jahr eigentlich keinen New Year Sale? Ich wollte nen ganzen Batzen DS-Spiele schön billig erwerben .__. Nun gut, als US-Importe sind sie umgerechnet natürlich immer noch billiger als unsre offiziellen Releases...

13.2.09 03:16


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#138: Am I too elitist?

Es gibt in letzter Zeit häufig zwei Sparten von Gamern... oder das Internet lässt zumindest die meisten so aussehen, als würden sie in die eine oder andere fallen... erstens diejenigen, die nur Mainstream spielen, weil sie sich kaum informieren und eben diese so viel Presse bekommen, dass selbst der letzte Blindfisch drauf aufmerksam werden muss. Die spielen dann Final Fantasy. Und Final Fantasy. Vielleicht kennen sie neuerdings sogar noch Tales of oder Dragon Quest. Vielleicht. Und dann gibts die hardcore Leute, die über alles bescheid wissen und in der Regel zu elitär sind, um irgendwas mit halbwegs Presse gut finden zu können, sondern nur die RPGs spielen, von denen möglichst wenige überhaupt gehört haben. Die spielen dann Baroque, Xanadu Next etc. Vielleicht noch MegaTen, obwohl da natürlich die Pre-PS2-Spiele viel besser sind als die aktuellen, weil die ja alle im Westen erschienen sind und sich einen halbwegs starken Fankern beschert haben.

Ich sehe mich da immer gern in der Mitte zwischen den Extremen. Ich kaufe durchaus auch Mainstream, wenn es mich interessiert, folge dabei aber eben nicht nur den großen Namen und kaufe mir nicht nur ausschließlich Spiele mit Square-Enix-Logo drauf, weil die ja nichts falsch machen können (*prust* der is gut). Zumindest mach ich mir das gerne vor. Denn eigentlich merke ich schon, wie ich in den letzten Jahren etwas mehr in die elitäre Ecke geraten bin. Ich roll schon gern mal mit den Augen, wenn jemand sich als absoluter RPG-Fan bezeichnet und dann nur SE-Produkte auflistet. Als gäbs sonst nichts gutes. Und ich werde bei News zu Spielen, deren Namen ich noch nicht gehört habe durchaus eher aufmerksam, als wenn das millionste Final-Fantasy-Spinoff etc. angekündigt wird.

Ich würde z.B. sehr gerne einige weitere Falcom-Spiele wie Xanadu Next, Ys Origin, die beiden Zwei!, die Legend of Heroes VI Trilogie, das Dinosaur Remake etc. spielen, wenn sie denn nicht Japan-only wären. Keine Fantranslation vorhanden (allerdings zumindest bei Xanadu Next, Ys Origin und LoH VI First Chapter in der Mache). Ich kaufe mir auch lieber ein konzeptuell sehr interessantes Spiel wie Baroque, das sehr viele Gameplay-Schwächen beinhalten soll, als das neueste feinpolierte aber so extrem by the books gemachte SE-Produkt. Ich bin mir sicher, dass Chocobo's Dungeon z.B. ein wesentlich angenehmeres, flüssigeres und wahrscheinlich mehr Spaß machendes Erlebnis ist, denn das fiese und fehlerhafte roguelike Baroque. Zweiteres ist aber eben wesentlich interessanter, als das bestimmt gute aber unglaublich uninteressante erstere. Von daher, ja ich werde bei weniger bekannten RPGs eher hellhörig, als bei den üblichen Verdächtigen Teil MCVI; ich kaufe mir lieber mal ein vom Feinschliff schwächeres aber interessant klingendes Spiel als Feinschliff-Fließband-Ware 50 in 2009; mich interessiert eine Fantranslation von Ys Origin oder Kyuuyaku Megami Tensei (obwohl ich die SNES MegaTens eigentlich gar nicht so mag) oder das Release vom vierten Devil Summoner und Fragile wesentlich mehr als Final Fantasy XIII oder Star Ocean 4. Ich bin wohl etwas elitär geworden im Geschmack, aber immerhin hälts sich noch halbwegs die Wage, da ich nicht total auf jeden herab sehe und verteufele, nur weil er im Maintream hängt. Wobei ich trotzdem immer wieder gerne betone, dass ich Kingdom Hearts nicht mag, Final Fantasy XIII mich nicht interessiert und Squeenix in den letzten Jahren sowieso total nachgelassen hat und das beste Spiel unter deren Flagge außerhalb von Dragon Quest das fehlerhafte aber total interessate Drakengard ist. Ein Spiel/eine Firma zu bashen, weil sie einem nicht gefallen haben ist aber was anderes, als auf die herab zu sehen, die sie mögen. Auch wenn den Unterschied mittlerweile die meisten Leute anscheinend nicht mehr machen können und anstatt mit einem zu diskutieren, warum sie A gut fanden, ich aber B scheiße, fühlen sie sich lieber gleich ans Bein gepinkelt, als hätte man ihre Mutter beleidigt.

Und solange ich noch die meisten Dragon Quests und Pre-PS2 Final Fnatasies toll finde, kann ich mir auch sicher sein, dass ich Spiele nicht automatisch schlechter finde, nur weil sie bekannt und von vielen gemocht sind.

13.2.09 18:43


#139: Let's Play ~ Dragon Quest V - 01. First Impression

Seit heute Mittag habe ich nun also auch den zweiten Teil der Zenithia-Trilogie hier. Und irgendwie hatte ich, obwohl ich noch gar nicht weit bin, schon mal Lust, was drüber zu schreiben. Gibt's für Muad zumindest mal wieder einen leidlich interessanten Eintrag :P

Ich bin noch nicht mal ne ganze Stunde im Spiel. Habe gerade mal in der ersten Stadt das erste Einstiegsdungeon, das man alleine machen muss - und weswegen ich natürlich erst mal die Level-5-Regel umgesetzt habe - hinter mich gebracht. Was soll man also so weit schon sagen... Dragon Quest ist halt Dragon Quest, zumindest vom Gameplay her. Weit genug fürs was Besonderes wie das Monstersammeln oder das Generationssystem bin ich ja noch nicht.

Was mir aber direkt aufgefallen ist, ist die Grafik. Kann natürlich daran liegen, dass IV jetzt auch schon ein paar Monate zurück liegt und ich mir zuletzt SNES 16bit reingezogen habe... aber mir kommt es doch so vor, als würde V ein Stück besser aussehen. Klar, die Engine ist die gleiche geblieben, aber die 3D-Umgebungen wirken doch noch etwas... glatter, weniger pixelig... und die Monstersprites (zumindest die derjenigen, die es in IV noch nicht gab) kommen mir auch noch mal ein Stück besser durchanimiert vor. Besonders bei den Knastkatzen und den Kakteen, Käfern und Drakies im ersten Dungeon ist mir das stark aufgefallen. Und gab es bei IV auch schon verschiedene "Gegnerreihen"? Also das nun z.B. fliegende Drakies direkt über einem kleineren Bodenmonster platziert werden? Ich dachte zumindest, bei IV wären sie immer noch in einer Linie - wenn auch manchmal etwas versetzt - aufgereiht gewesen.

Das ist eigentlich auch schon alles, worüber ich schreiben wollte: die Grafik :3

Ach ja, das Design vom erwachsenen Helden ist doch eines der sehr wenigen männlichen Toriyama-Designs und wohl so ziemlich das einzige DQ-Hero-Design, das ich irgendwie schon so ein bisschen sexy finde. Liegt es daran, dass man viel Haut zu sehen bekommt? Oder etwa daran, dass er den gleichen Stilberater wie Ryu#1 kontaktiert hat? (-click-). Besonders in dem Artwork gefällt er mir, in denen zum 92er-Original noch nicht mal ganz so.

20.2.09 19:48


#140: I'm not a demon. I'm Devilman

Ich habe keine Ahnung warum, aber irgendwie bekomme ich zwischendurch immer mal wieder Laune drauf, mir ein Werk von Go Nagai rein zu ziehen. Ob nun überdrehte trashige Comedy mit nackter Haut oder trashiger Splatter-Horror mit nackter Haut - der Pool seiner Werke ist dann ja doch etwas weiter gesteckt. Einen gewissen Trashfaktor haben sie allerdings alle und auch einen gewissen Grad an Fanservice. Direkten Hardcore-Porn hat er allerdings glaub ich nie gemacht, man bekommt halt hin und wieder mal nen paar Titten ins Bild gehalten. Qualität und Unterhaltungsfaktor allerdings stark schwankend.

Eines seiner interessantesten Werke ist dabei Devilman. 1973 als TV-Serie umgesetzt und von ihm nebenher in einer für ihn typischeren düsteren Version auch als Manga gezeichnet. Ich kannte allerdings nur die späteren Animes. 1987 und 1990 erschien je eine ca. 50-minütige OVA, die ich vor vielen Jahren mal gesehen habe (ich glaube ich habe die Manga UK Kaufkassetten sogar noch irgendwo). Ich fand die schon ganz unterhaltsam, allerdings erzählen sie beide nur Versatzstücke der Story nach - die erste OVA wie Akira zum Devilman wird und die zweite seinen Kampf gegen das Vogelweib. 2000 wurde dann mit Amon: Apocalypse of Devilman noch eine dritte dreiviertelstündige OVA nachgeschoben, die ich auch vor ein paar Jahren gesehen habe. Die hat mir überhaupt nicht gefallen. Zum einen erzählt sie den Teil um die Apokalypse gegen Ende der Story nach, versucht aber, da man natürlich keine Vorkenntnisse der beiden 10+ Jahre alten anderen OVAs beim Zuschauer als gegeben erachten kann, in Rückblicken auch wichtige Eregnisse wie die Verwandlung zum Devilman etc. einzustreuen. Wofür 45 Minuten natürlich viel zu kurz sind, so dass die ganze OVA nur durcheinander und überladen wirkt. Zumal sie dann noch die Frechheit hat, den entscheidenden Finalkampf zwischen Devilman und Satan nicht zu zeigen, sondern kurz davor zu enden. Frustrierenderweise macht sie aber schon Lust auf mehr, da man unter der ganzen Schoße durchscheinen sieht, dass die komplette Devilman-Geschichte tatsächlich eine ganz interessante Story ist. Wenn sie denn mal komplett durcherzählt werden würde. Schade, dass sich anscheinend nie Geldgeber für eine 13-teilige TV- oder zumindest 5- bis 6-teilige OVA-Serie gefunden haben.

Anyways, so viel Vorgeplänkel wollte ich eigentlich gar nicht schreiben. Worum es nämlich eigentlich geht ist, dass ich nun den 2004er Live Action Film zu Devilman gesehen habe. Von seiner Existenz habe ich vor ein paar Jahren zusammen mit der von der 3. OVA erfahren, aber dann doch nicht nach gesucht gehabt. Im Nachhhinein habe ich sogar rausgefunden, dass der Film seltsamerweise sogar ein offizielles deutsche DVD-Release bekommen hat. Wenn man bedenkt, dass Devilman hier keine Sau kennt, weil sonst nix davon erschienen ist auch auch keine für Deutsche bekannte japanische Schauspieler drin vor kommen, ist das schon ein etwas seltsamer Posten. Gehört auch zu keinem Genre, in dessen Beliebtheitskielwasser es geschwommen sein könnte, wie damals die ganzen Suspense-Horrorfilme aus Ostasion zu Ring-Zeiten.

Und ich fand ihn sogar ganz gut. Im Nachhinein hab ich zwar gelesen, dass er fast universell miserable Kritiken bekommen hat und selbst in Japan nicht gut ankam, aber ganz so schlimm finde ich ihn nicht. Wahrscheinlich geh ich aber auch mit ganz anderen Erwartungen ran. Ich erwarte kein gutes Asia-Kino per se. Ich weiß das es ein Live-Action zu einem Anime/Manga ist. Die sind sowieso alle relativ trashig und nicht wirklich "gut" im Sinne das sie mit "richtigen" Filmen mithalten könnten. Von daher waren meine Erwartungen quasi bei Null und dafür hat er mich doch ganz gut unterhalten.

Eventuell liegt das auch daran, dass er mit ca. 2 Stunden Laufzeit auch tatsächlich endlich mal genug Zeit hat die ganze Geschichte in einem konstanten Faden zu erzählen. Natürlich sind Dinge rausgelassen oder vereinfacht, damit es in die Spielzeit passt, aber alles Wichtige scheint drin zu sein. Die Freundschaft zwischen Akira und Ryou sowie Akiras Verbundenheit zu seiner Adoptivfamilie und Liebe zu deren Tochter wird klar gemacht, die Verwandlung zu Devilman ist dabei, der Kampf gegen ein paar Dämonen inklusive dem Vogelweib, die Panik und sich gegenseitige Ausrottung der Menschheit bis zur Apokalypse ist drin und der Finalkampf mit Ende zwischen Devilman und Satan ebenso. Ich kenne den Originalmanga nicht, aber alles aus den 3 OVAs ist drin, plus die emotionalen Bindungen besser beleuchtet und alles an einem roten Handlungsstrang gut aufgearbeitet. Ich glaube schon alleine dafür hab ich den Film gemocht - endlich mal die mehr oder minder ganze Handlung konstant erzählt, anstatt nur Versatzstücke, die eine nette Geschichte erahnen lassen, aber nie die Zeit haben, diese auch zu erzählen, wie es in den OVAs der Fall ist.

Auch wirkt der Film weniger trashig und kitschig, wie viele andere Live Action. Wobei das auch zum Teil am Ausgangsmaterial liegt. Ein Splatter-Horror im realistischen Japan der Gegenwart bedeutet schon Mal, dass keine Japaner in komischen Kostümchen und quietschbunten Perrücken, die du nur an Anime-Charakteren druchgehen lassen würdest und die an normalen Menschen total dämlich aussehen, auftauchen. Zumal ein paar Dinge auch vereinfacht/geändert wurden, um es der aktuellen Zeit anzupassen und den Trashfaktor etwas runter zu drehen. In der ersten OVA wird erklärt, das die Dämonen früher die Erde beherrschten aber dann zur Eiszeit eingefroren und in Winterschlaf gefallen sind. Jetzt vom Archäologen und Vater Ryous ausgegraben, wurde er von einem besessen und Ryou musste ihn umbringen. Nach viel Gerede kommen sie zum Schluss, dass man die Dämonen nur bekämpfen kann, indem sie einen von sich Besitz ergreifen lassen, aber mit ihrem Geist die Kontrolle ihres Körpers behalten. Also die Kräfte des Dämonen gewinnen, ohne von dessen Geist übernommen zu werden. Das ganze passiert, in dem sie sich mit einem Haufen Hippies besaufen und in einem Disco-Raum Party machen. Der Film kürzt das nicht nur, sondern lässt auch den dämlichen Disco-Teil weg (für den es eigentlich tatsächlich eine gute Erklärung gibt, aber in einem Live-Action-Film und der heutigen Zeit würde das einfach nur lächerlich wirken - ein Anime aus den 80ern kommt damit schon eher weg). Ryous Vater ist lediglich ein Forscher, der eine neue Energiequelle gefunden hat. Diese ist allerdings lebendig, nimmt Besitz von Leuten und verwandelt sie in Dämonen. Als Ryou das Akira zeigt - weil der ihn umbringen soll, da Ryou schon besessen wurde (eine Sache, die er im Anime nicht erzählt) - wird auch Akira infiziert und so zum Devilman.

Natürlich ist die Sache immer noch etwas trashig. Das kommt natürlich vom Originalstoff - Go-Nagai-Werke haben einfach einen gewissen Trashfaktor. Dämonenverwandlungen und Kämpfe werden übrigens nicht in lächerlichen Gummikostümen vor Pappstädten gezeigt, sondern mit CGI gemacht, was auch etwas den Trashfaktor niedrig hält. Allerdings ist es zweit- oder drittklassiges CGI. Sieht eher aus wie die Cutscenes in einem mittelprächtigen PS2-Spiel. Die meisten Kämpfe bestehen dabei aus extrem schnellen Bewegungen vor relativ dunkler Kulisse, so dass man viele Details eh nicht erkennt. Der Gore-Faktor hält sich dabei zum Glück in Grenzen. Die OVAs sind um Welten schlimmer. Ein paar blutige Szenen gibt es, aber ein Battle Royale oder Guniea Pig ist es nicht. Ich glaub der Gore-Faktor der OVAs wäre mir in einer Live Action auch zu viel gewesen.

Die Schauspieler sind allerdings schrecklich. Durch die Bank weg kann nicht einer in diesem Film wirklich schauspielern, selbst wenn ihr Leben davon abhängen würde. Das zieht natürlich jegliche Atmosphäre aus fast jeder Szene und macht einige Dinge unfreiwillig komisch. Die Reaktion, wenn Akira den gepfählten Kopf von Miki findet ist zum Totlachen, obwohl es einer der emotionalsten Momente sein sollte. Allen voran die beiden männlichen Hauptcharaktere Akira und Ryou sind schrecklich. Wie so häufig hat man zwei Idols dafür gecastet. Zwillinge, die zusammen eine Boygroup sind. Ehrlich gesagt wär es mir gar nicht aufgefallen, dass sie Zwillinge sind, würde der Film ihre Ähnlichkeit nicht irgendwann mal extra ansprechen. Die Filmcharaktere an sich sind ja nun mal nicht verwandt und im Original sehen sie sich auch nicht ähnlich. Das ist also was, was sich die Filmmacher ausgedacht haben, weil sie es nett fanden und wahrscheinlich sowieso die beiden gerade angesagten Zwillings-Idols im Auge hatten, damit sich deren Fanschar auch schön in den Film begibt. Ich weiß nicht, wie sie so im Singen und Tanzen sind, das Schauspiel ist deren Ding aber absolut nicht. Die beiden sind schrecklich. Gegen sie wirken die diletantischen restlichen Darsteller schon fast kompetent. Aber gutes Schauspiel habe ich eh nicht erwartet, da das in so ziemlich keinem Live Action zu finden ist. Die casten ja notorisch gerne Pop-Idols, die nix können und Laiendarsteller, die selbst die Pornoindustrie abgelehnt hat.

Oh so viele Worte, wo kam der Schwall jetzt nur her? xD tl;dr: Devilman Live Action ist, wenn man ohne Erwartungen ran geht und weiß, was man in Live Actions sonst so geboten bekommt, ein ganz ordentlicher Film mit wesentlich weniger Kitsch und Trash als erwartet, aber noch einem Stück schlechterer Schauspielerei.

Und noch ein paar Bildchen, weil ichs so will:

Akira und Ryou, menschlich. Ich frag mich das Gleiche. In der Szene freut Akira sich, weil seine Freunding Miki um die Ecke kommt. Ganz großes Schauspiel.

Akira als 12-jähriger Emo zu Fasching. Nicht wirklich. Akira in seiner Form zwischen Mensch und Devilman. Ein paar Charakere haben solche Halbformen. Bild aufgehellt, damit man sogar was drauf erkennen kann - der Film ist viel zu dunkel.

I AM DEVILMAN. Bild wieder aufgehellt, damit man mehr, als von der Hüfte abwärts sehen kann. Der einzig halbwegs gute Ganzkörper-Shot. Der Film zeigt Charaktere gerne entweder in Großaufnahme oder in hektischen Kämpfen. So Ganzkörper bekommt man ihre Formen selten zu Gesicht.

Ryou hat auch eine hübschige Halbform mit Flügelchen. Wie gesagt, offenbahrt er es Akira hier direkt, in den OVAs merkt er ja selbst nicht, dass er schon besessen ist. Wer er ist, sagt er natürlich noch nicht. Gut, dass man sich gegen die Hermaphrodit-Version der 3. OVA entschieden hat und ihm nur Flügel gibt :D

Satan stellt sich in der kompletten Form zur finalen Schlacht.

Klischeehafte aber doch immer wieder coole Szene. Bird bitch enters the stage. Wie heißt sie eigentlich? Der Film untertitelt sie 1:1 nach der japanischen Aussprache als "Silene", die englische Mangascanlation nennt sie angeblich "Silen". Meiner Meinung nach würde eine Übersetzung als "Siren" doch viel mehr Sinn ergeben...

Siren Halbform #1: Flügel eingefahren (Das weiße Federzeug im Haar)

Siren Halbform #2: Wings ready for take-off.

Siren komplett dämonisch, also kampfklar. Ganzkörper-Shot gibt es nicht...

...da sich die beiden direkt in einen hektischen, aber doch recht cool gewordenen Kampf stürzen. Wenn man die PS2-CGI-Qualität verkraftet.

Jinmen vom Anfang der 2. OVA hat auch einen Auftritt. Wieder kurz und von Siren überschattet. Er ist optisch ne Art Schildkröte. Verschlingt Menschen lebendig, deren immer noch voll bei Bewusstsein befindliche Köpfe dann seinen Panzer zieren. Hier einen Schulfreund von Akira, in der OVA war es glaub ich seine Mutter. Bild wieder aufgehellt, aber immer noch verdammt dunkel.

Auch Schulkammeradin Miiko ist infiziert, verwandelt sich 3/4 des Filmes aber nicht, sondern bekommt nur dieses Zeug auf dem Arm. Verhält sich unter Bedrängniss wie ein Stinktier: Die Auswüchse verspritzen Flüssigkeit - die allerdings nicht stinkt, sondern Dinge entflammt. Hier grad den bald nur noch als Asche auffindbaren Schulglobus. Ah ja, sie ist ein Mobbing-Opfer.

Gegen Ende des Filmes verwandelt sie sich dann doch komplett, um einen kleinen Jungen zu retten. Aus Stinktier wird Schmetterling oder so. Halbherzige Sache.

Die lächerlichste Sache im Film. In Einkaufszentren etc. gibt es große Bildschirme, in denen dieser nette Herr mit der Sendung "Morrison's World/News/Whatever" die Bevölkerung ständig auf dem Laufenden hält - komplett in Englisch, was doch bekanntlich kein Japaner verstehen dürfte ;P

Auch er wird gegen Ende ganz kurz zum Dämon. Dank einem noch schlechteren Special Effekt denn Miiko's Flügel.

21.2.09 13:24


#141: I'm the monochrome Devilman

Durch den Live Action Film habe ich jetzt doch Lust bekommen, mir das Manga-Original von Devilman durchzulesen. Im Gegensatz zu vor ein paar Jahren, habe ich das diesmal sogar in die Realität umgesetzt. Scanlation sei Dank konnte ich alle 5 Bände in Englisch auftreiben.

Überrascht war ich dann doch, dass die OVAs tatsächlich einen Großteil der Geschichte abgedeckt bekommen haben, anstatt so große Lücken wie gedacht zu beinhalten. So viel passiert pro Band nämlich eigentlich gar nicht.

Der Erste besteht eigentlich zum Großteil aus langen Gesprächen, in denen Ryou Akira von den Dämonen erzählt, wo sie her kommen, was mit seinem Vater passierte und was gemacht werden muss, um sie zu bekämpfen. Enden tut es dann nach der Nacht in der Disco, wo Akira zum Devilman wird. Also im Prinzip genau das, was die erste OVA auch erzählt. Der komplette zweite Band besteht aus dem Auftauchen und Kampf gegen Siren. Was auch komplett so in der zweiten OVA zu finden ist. Im dritten Band geschieht nicht ganz so viel Wichtiges. Der Großteil wird von Kämpfen des Devilman gegen diverse Dämonen eingenommen. Darunter auch Jinmen, dessen Kampf leicht abgewandelt an den Anfang der zweiten OVA gesetzt wurde. Erst kurz vor Ende geschehen signifikante Sachen. Miiko mit ihrem "Stinktier"-Auswüchsen wird dem Leser vorgestellt und Xenon, der dreiköpfige Dämon zeigt sich der Menschheit, die von der Existenz der Dämonen erfährt.

Band 4 und 5 sind dann sozusagen der Apocalypse-Teil, in dem die Menschen sich langsam aber sicher durch ein bisschen Manipulation der Dämonen gegenseitig misstrauen und abschlachten. Akira erfährt von der Existenz weiterer Devilman und will mit ihnen einen Trupp zur Bekämpfung der Dämonen gründen. Letztendlich verliert er ob der vielen Greueltaten die Hoffnung in die Menschen, zieht aber trotzdem in die finale Schlacht gegen Satan, um Miki zu rächen. In abgewandelter und stark gekürzter Form (und ohne den Finalkampf und dessen Ende) hat man das sogar in der dritten OVA drin.

Trotzdem hat mir der Manga insgesamt besser gefallen, da einfach der große Bruch, der im Anime zwischen OVA 2 und 3 wegen den 10 Jahren entstanden ist, nicht vor kommt - auch wenn ein gewisser erzählerischer Bruch gegen Ende von Band 3 ebenfalls stattfindet. Und der Apocalypse-Teil wesentlich ausführlicher und besser umgesetzt ist.

Dass er in den 70ern gezeichnet wurde, merkt man dann allerdings doch. Nicht nur am Zeichenstil, der besonders in den ersten Bänden etwas amateurhaft daher kommt. Auch das Pacing ist in Band 1-3 nicht immer das beste. Der Charakter von Akira gefiel mir in OVA 1 ebenfalls besser als in Band 1. Im Manga ist er ein totales Weichei und Angsthase, der sich vor seinem eigenen Schatten fürchtet. Als Ryou ihm dann aber plötzlich sagt, er müsse sich mal schnell von einem Dämonen besetzen lassen, erhebt er nicht den geringsten Einwand. In der OVA kommt der Wandel zwischen einem etwas scheuern, schwächern Akira vor der Umwandlung und einem angriffslustigen, an Stärke gewonnenen Akira danach zwar nicht ganz so stark rüber, wirkt dafür aber wesentlich logischer, da sein zurückhaltender Beginn nicht ganz so extrem ist.

So gesehen weist auch der Live Action Movie kaum Lücken auf, sondern strafft die Handlung zusammen und ersetzt die Dinge, die in einem echten Film gegenüber einem gezeichneten Manga bzw. in einem Film von 2004 gegenüber einem Manga der 70er unpassend und lächerlich rüber kommen würden.

Ich hätte direkt Lust, noch weitere Serien zu lesen. Es gibt wohl noch 3 weitere: Neo Devilman und Devilman Lady von Go Nagai selbst und Dark Side of Devilman von einem anderen Zeichner. Zudem ist Devilman Lady auch als 26-teilige TV-Serie erhältlich, die sich wohl stark vom Manga entfernt. Leider gibt es zu den Manga-Versionen keinerlei Scanlation, dem ersten von siebzehn Bänden Devilman Lady mal abgesehen. Die TV-Serie gibts immerhin als US-Version.

22.2.09 00:44


#142: Let's Play ~ Dragon Quest V - 02. 3000 leagues in search of mother

Sodale, Heute (bzw. Gestern, ist ja nach 0 Uhr) endlich mal etwas mehr gespielt als die Vortage. Ich bin nun in der "2. Generation", wenn man so will. Im Gegensatz zum 2 Jahre früher erschienenen Phantasy Star III begleitet man nämlich nicht einen Charakter bis zur Heirat, dann gibt es einen Cut von knapp 2 Jahrzehnten und man spielt als der herangewachsene Sproß dieser Bindung mit einem komplett neuen Trupp weiter, sondern bleibt sozusagen vom Hauptcharakter her in einer Generation, spielt aber zuerst ihn als Kind zusammen mit seinem Vater, dann nach einem Zeitsprung ihn als Teenager bis zur Heirat und dann wieder etwas später ihn mit seinem Kind im Team.

Das macht das Generationssystem von DQ5 wesentlich besser als das von PS3, da man trotz kommender und gehender Mitstreiter eine Konstante behält und Charaktere sowie Story insgesamt wesentlich stärker wirken, während man bei PS3 jeweils ein paar Spielstunden, nachdem man mit seinem Charakter auf Reise gegangen ist, auch schon wieder einen komplett neuen vorgesetzt bekommt.

Überhaupt scheinen Geschichte und Charaktere, soweit ich das bisher beurteilen kann, wesentlich gewichtiger zu sein, als man das von Dragon Quests gewöhnt ist. Es gibt auch einen wesentlich höheren Anteil an Ingame-Szenen, um das zu unterstreichen. In dem Sinne erinnert DQ5 schon mehr an ein Final Fantasy, denn an seine Vorgänger. Ich dachte DQ4 hätte mit seinen Einstiegskapiteln schon vergleichsweise viel Charakterisierung gehabt, DQ5 scheint da aber noch um Einiges zulegen zu wollen - und das, obwohl man viele Charaktere nur zeitlich begrenzt im Team hat, anstatt ständig.

Nebenher ist mir übrigens wieder eine kleine, vage Parallele zwischen DQ und BoF aufgefallen xD In Breath of Fire III spielt man nämlich auch zu Beginn Ryu als Kind, an einem bestimmten Punkt gibt es einen Zeitsprung und das Spiel geht mit einem erwachsenen Ryu weiter, der sich aus der Sklavenarbeit in einer Miene befreien muss. Das wieso/weshalb/warum ist bei DQ5 zwar komplett anders, aber irgendwie fiel mir die Parallele doch auf. Wobei mir beim Spielen der Dragon Quests sowieso immer mal wieder auffällt, dass man sich gewisser Dinge ähnlich auch später in BoFs bedient hat. Kein Wunder mit BoF als klassische oldschool RPG-Serie (V ausgenommen) und DQ als der Archetyp, nach dem sich das, was klassisches oldschool RPG ist, definiert. Dafür gabs die Pionierstadt in BoF zuerst.

Auf jeden Fall bin ich dann noch nicht sehr viel weiter. Zeitsprung, Hero#5 befreit sich mit seinem Freund aus der Sklavenarbeit und dann zur nächsten Stadt getrapt. Jup, momentan ist der Trupp gerade mal bestehend aus 2 Charakteren, einer davon neu. Wie erwähnt, es wird gern Storybedingt ausgewechselt. Dafür kann ich ab jetzt ein paar der Monster mit ins Team nehmen, a la Megami Tensei. Wobei die Rekrutierung wesentlich einfacher ist... man schlägt einfach ganz normal die Zwischengegner tot und mit je nach Monster mehr oder weniger viel Glück will am Ende eines automatisch mit kommen. Lange philosophische Gespräche und Bestechungsversuche benötigt es also nicht. Zudem ist nur ein Bruchteil der Gegner auch rekrutierbar.

Bisher haben sich dann auch erst 2 Monster angeschlossen, so dass mein 4er-Trupp nun genau voll ist: ein Slime und ein Hammerkauz. Da die beiden sowie der neu hinzugestoßene menschliche Charakter gerade mal bei Level 1 beginnen, ist wohl erst mal Levelarbeit angesagt. Überraschend ist, dass der Slime zwar wie zu erwarten zu Beginn überhaupt nix kann, aber relativ schnell levelt und auch beim Level up recht hohe Statusboosts bekommt... sollte er evtl. doch eine halbwegs brauchbare Bereicherung fürs Team werden können? Der Hammerkauz hingegen levelt vergleichsweise langsam und bekommt auch kaum Statusboni. Sogar ausrüsten kann man die Viecher. Mein Slime benutzt gerade einen Silberbumerang(?)... ich habe keine Ahnung, wie er den überhaupt benutzt bekommt. War total überrascht, dass ich ihm den ausrüsten konnte, nachdem ich ihn auf der ersten Pachisi-Strecke gewonnen habe. Jackpott beim ersten Versuch :3 Den Rest des Casinos habe ich mir allerdings noch nicht angeschaut.

Persönlich hoffe ich ja, dass die Charaktere jetzt jeweils etwas länger im Team bleiben, bis sie wechseln und spätere sowie auch stärkere Monster nicht bei jedem Neuzugang mehr auf Level 1 starten... ansonsten darf man ja alle paar Stunden Charaktere/Monster nachleveln oÔ

So, morgen geht es dann voll motiviert weiter. Nett, dass sich DQ5 nicht komplett auf den traditionellen Loorbeeren der Serie ausruht, wie ich es erwartet hatte, sondern tatsächlich sich mal von ein paar guten Ideen anderer Serien hat beeinflussen lassen (Storytelling näher Final Fantasy angelehnt, Teammitglieder aus den Gegnerreihen wie bei Megami Tensei und ein Generationssystem ähnlich Phantasy Star III aber in gut).

23.2.09 02:54


#143: Let's Play ~ Dragon Quest V - 03. Wedding bells & slot machines

Nun ja, das Glück wollte mir im ersten Kasino irgendwie nicht hold sein. Egal ob ich auf das Slimerennen oder die Monsterarena getippt habe, gewonnen hab ich fast nie. Am Einarmigen Banditen hab ich zumindest hin und wieder was gewonnen, aber auch selten wirklich mehr, als ich eingesetzt habe. Wenn man aber mal bedenkt, was für sehr gute Items man als Preise eintauschen kann, sind die Gewinnchancen wahrscheinlich sowieso extra niedrig einprogrammiert. Immerhin ist man noch recht früh im Spiel, da wäre es seltsam, wenn man mit Leichtigkeit an Sachen wie ein Flüssigmetalschwert kommen würde.

Wie ich schon befürchtet hatte, dauert es nur ein paar Sidequests, bis man das Königreich des ehemaligen Prinzen aus der Tyrannei befreit hat und der neu dazu bekommene Charaktere natürlich entsprechend das Team wieder verlässt. Also der Held alleine und die restlichen Slots mit Monstern aufgefüllt. Von denen ich zu dem Zeitpunkt auch gerade mal drei hatte: Schleim, Hammerkautz und Schleimritter. Irgendwie hatten es die Zwischengegner bis dahin nicht so mit dem Mitkommen. Erstaunlicherweise hat sich kurz danach ein ganzer Haufer bereit erklärt. Benutzt habe ich allerdings trotzdem weiterhin den Schleimritter und Schleim plus einen Drachen. Der Drache wurde dann allerdings wieder ausgetauscht, als ich die Säbelzahnkatze aus meiner Jugend wieder zurück bekommen habe.

Und ein paar Spielstunden später trifft man dann auf Kindheitsfreunding Bianca, die sich auch wieder anschließt. Allerdings nur für ein Sidequest, in dem es darum geht, die nötigen Items zur Heirat zu erstehen. Man darf sich ja aussuchen, ob man Bianca, Nera oder im DS-Remake neu Griselda heiraten möchte.

Das Spiel favorisiert Bianca allerdings sehr. Sie ist die einzige, die man schon zwei mal im Team hatte, Nera trifft man im Prinzip erst kurz vor der Heirat als NPC für ein Sidequest um das Zenithia Schild zu bekommen. Griselda hat noch weniger Text. Zudem hat Nera eigentlich schon mit ihrem Kindheitsfreund einen Verehrer, der sie heiraten und glücklich machen will, während Biancas Vater einem sagt, dass er es wohl nicht mehr lange macht und es schön wäre, wenn man sich um Bianca kümmern könnte. Griselda ist sowieso ne Art Paris Hilton Schickse, die keiner leiden kann und niemand erwartet, dass sie je von jemandem unter die Haube gebracht würde.

Ich habe mich nun letztendlich für Nera entschieden. Und schlichtweg deswegen, weil ich möchte, dass meine Kinder blaue Haare haben xD Ich erwähnte es bereits, aber wenn der blauhaarige Sohn des Helden später mal einen ähnlichen Kleidungsstil wählt, kommt dabei Ryu#1 raus :3

Level 19 Bianca hat somit das Team wieder verlassen und ich renne nun mit Level 8 Nera durch die Gegend, die wohl mal wieder erst nachgelevelt werden muss. Somit ist mein Team momentan Held, Nera, Tabbi (Säbelzahnkatze) und immer noch der Schleimritter. Der ist sogar ziemlich gut, kann er doch starke Waffen und Rüstung ausrüsten, hat ganz gut HP/MP und eine Auswahl an Heilzauber.

Mal sehen, wie lang es dauert, bis mir Tabbi und/oder Nera wieder abhanden kommen.

Viel weiter habe ich nun auch noch nicht gespielt. Hab mir dann noch das Schiff abgeholt und bin zum zweiten Kasino gesegelt. Wo ich allerdings außer beim Einarmigen Banditen wieder nirgends gewinne. Dafür scheint die Gewinnchance beim Einarmigen Banditen diesmal höher, ich gewinne zumindest nun häufiger und auch höhere Beträge. Hab mir eigentlich vorgenommen das nun so weit zu machen, bis ich mir für Held+Schleimritter ein Flüssigmetallschwert und die Peitsche für Nera leisten kann. Leider scheint es hier nicht ganz so einfach zu sein hohe Summen zu gewinnen wie in DQVIII mit dem Roulette. Überraschenderweise ist die Auszahlungssumme bei mehrfachen Kirschen die niedrigste... was nach Logik doch eigentlich bedeuten müsste, dass man sie am Häufigsten bekommt. Ich hab sie allerdings so gut wie nie... was ob der niedrigen Gewinnsumme natürlich gut ist... aber wenig logisch.

24.2.09 23:08


#144: Let's Play ~ Dragon Quest V - 04. Castle in the sky... and under the sea

Okay. Beim letzten Mal wollte ich mich ja wieder im Casino probieren, nich? Irgendwie habe ich dafür aber nie das Durchhaltevermögen. Ich nehme schon immer den Einarmigen Banditen mit den 100 Jetons, da dann bei einem eventuellen Gewinn dieser am Höchsten ist. Das Beste was ich bekomme sind aber 4 Melonen oder 5 blaue Beeren, also 10.000 Jetons. Von daher ist es nach der Marke "Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen". Zumal ich mal relativ häufig Gewinne in mehreren Tausend mache und dann wieder ohne Ende zocken kann, ohne wirklich auf einen grünen Zweig zu kommen. Von daher fehlt mir der Nerv, wirklich die 250.000 für die Peitsche zu sammeln. Hab dann einfach für 50.000 ein zweites Metallkönigschwert für den Helden genommen und aufgehört.

Von der Story her bin ich fast am Ende. War dann nach der Hochzeit nicht mehr allzu viel zu tun, bis der Held und Frau in Stein verwandelt werden und das Spiel einen Sprung von knapp 10 Jahren in die finale Generation macht. Übrigends goldig war die Schwangerschaftszeit. Auf dem Weg zur Heimat des Helden bricht dei Frau zwei Mal kurz zusammen und es stellt sich im Schloss Humburg heraus, dass sie schwanger ist. Anscheinend noch nicht lang... wir haben ja erst geheiratet... auch wenn man sich dazu denkt, dass die Reise über die Weltkarte ein paar Wochen dauert, angesehen hat man ihr die Schwangerschaft noch nicht. Anschließend wird man schnell in ein Bewährungsdungeon geschickt, damit man den Thron besteigen kann - das nicht weit vom Schloss entfernt ist, die Reisezeit hin und zurück kann also auch nur ein paar Tage bis maximal ein paar Wochen sein - und wenn man zurück kommt, liegt sie schon in den Wehen. Fastest pregnancy in the history of ever. Ich hab die Kinder übrigens Ryu und Nina genannt... Grund sollte mittlerweile bekannt sein xD

Ist ja auch egal, die eigenen Kinder finden und helfen einem dann ja, Nera ist allerdings immer noch vermisst, da ihre "Statue" woanders hin gebracht wurde... und es dauerte ja schon allein 8 Jahre, die des Helden ausfindig zu machen. Ich hatte also Recht, allzu lang hat man die Frau nicht mit im Team. Die Kinder starten übrigens auf Level 5, genau wie die meisten Monster aus der dritten Generation. Ich weiß wirklich nicht, warum das Spiel so einen Narren daran gefressen hat, neue Teammitglieder auf so lächerlich niedrigen Leveln starten zu lassen.

Ich hab dann den Rest der Generation die beiden Kinder benutzt, damit sie leveln und den vierten Slot im Team weiterhin dem Schleimritter überlassen, da ich zu faul war ein neues Monster zu leveln und sich auch nichts überragend gutes angeschlossen hat. Ich hab mal ne Zeit lang versucht einen Heilschleimkönig, Metalschleim oder Metalblasenschleim zu rekrutieren. Da ich aber schon beim ersten nach einiger Zeit aufgegeben habe, ist ja wohl klar, dass die beiden Metalarten mit ihren extrem seltenen Vorkommen und Hang zur Flucht erst Recht nix wurden.

In der Generation gab es auch einige wirklich hübsche Szenen zu sehen. Schon alleine, wie das Voranschreiten der Zeit zwischen Generation 2 und 3 dargestellt wurde, ist nett. Von einem DQ erwartet man eher eine kurze Texteinblendung der Marke "8 Jahre später". Oder auch wie das Zenithiaschloss vom Meeresgrund auftaucht und in den Himmel steigt. Oder wie Björn erwacht und langsam gen Wachturm schreitet. Wirklich hübsche Szenen dabei gewesen.

Auch kommt es mir so vor, als hätte DQV mehr Puzzle in den Dungeons, als der Rest der Serie. Ich kann mich an keine oder maximal 1-2 Dungeons in DQ 1-4 und 8 erinnern, die mal ein kleines Schalter- oder Verschiebe-Puzzle hatten. In 5 gibts jede Menge wie z.B. das Dungeon nach Zenithia, bei dem man Mienenkarts fahren und Gleise verstellen muss oder das Prüfungsdungeon, in dem Statuen ausgerichtet werden; ein Dungeon, in dem man Bodenplatten auf Markierungen schieben muss, damit die Monster fern bleiben und das Item auftaucht etc. Es gibt richtig viele Dungeons, in denen ein paar kleine Puzzle sind und auch wenn es immer total offensichtlich ist, was zum Weiterkommen gemacht werden muss, ist es doch eine nette Abwechslund davon, einfach ereignislos durch ein Dungeon und dessen Zufallskämpfe zu stapfen, bis man Boss oder Item erreicht.

Einen Trick aus der SNES-Version hat man allerdings anscheinend entfernt. Dort konnte man anscheinend die Truhen und Töpfe, die in Wahrheit Gegner sind, wiederholt besiegen, um davon Minimedallien gedroppt zu bekommen. Zumindest hab ich irgendwo gelesen, dass man so mit genug Durchhaltevermögen sich ordentlich mit den Preisen des Medalliensammlers eindecken kann. In der DS-Version funktioniert dies aber nicht. Von daher hatte ich bisher auch nur ein Mal die 50 Medallien zusammen, um mir das Metalkönigschild zu holen. Es ist auch nicht so wie in DQVIII, wo man, wenn man z.B. 20 Medallien hat, den Preis für 5, 10, 16 und 20 bekommt, sondern wenn man das Metallkönigschild für 50 Medallien nimmt, werden einem die 50 auch komplett abgenommen, die Preise darunter bekommt man nicht, es sei denn, man findet erneut die entsprechende Anzahl.

Momentan bin ich schon in der Unterwelt, habe also die Frau auch wieder dabei. Ich bin genau genommen sogar schon komplett durch das Enddungeon durch und habe mir dort alle Schätze geholt, wollte dann aber erst Mal wieder raus, um mich etwas aufzuleveln - was ich in der dritten Generation bisher schändlichst vernachlässigt habe - und noch etwas in der letzten Stadt aufrüsten, sollte mir währenddessen das Geld dafür ausreichen. Dummerweise war ich dem finalen Boss allerdings, komplett ausgelaugt, schon in die Arme gelaufen und konnte mich nur noch von ihm tot schlagen lassen, um wieder raus zu kommen. Halbes Geld aus dem Enddungeon futsch, aber was solls. Mein momentan aktives Team besteht immer noch aus Held, Sohn, Tocher und Schleimritter. Reserve sind die Frau, der Schleim, eine Chimäre und ein Bullzebub. Ich hätte gern einen Großen Drachen, aber die wollten bisher nicht mit kommen - noch überhaut nichts aus der Unterwelt oder dem Enddungeon, obwohl einige davon sogar Medium anstatt Hart zu bekommen sind. Vielleicht beim Aufleveln.

Irgendwie gibt es zum Aufleveln auch keinen ganz so guten Ort, wie im Vorgänger, hab ich so das Gefühl. In der Unterwelt bekommt man immerhin 1-2k pro Kampf, im Enddungeon sogar bis 3 oder 4k. Aber einen Ort mit Metallschleimkönigen hab ich z.B. noch nicht gefunden, die im 4er ja gegen Ende des Spieles sogar auf der Weltkarte rum liefen. Angeblich gibt es sie hier nur im Enddungeon und Bonusdungeon - auf meinem langen Tripp durchs Enddungeon ist mir aber zumindest keiner über den Weg gelaufen. Auch die beiden kleineren Metallschleimarten scheinen nicht ganz so häufig im Spiel anzutreffen zu sein... aber ich hab irgendwie eh weniger Glück damit, sie zu töten, bevor sie weg laufen, als im Vorgänger.

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Was mir aber in einem gewissen Forum immer wieder auffällt ist, wie begriffstutzig doch einige Leute sind. Da wird ständig gefragt "Was much ich jetzt tun", "Wo muss ich jetzt hin". Die Fragen sollten sich bei DQV aber eigentlich (fast) nie stellen wenn man zwei Augen im Kopf und ein Hirn im Schädel hat. Sobald man eine Stadt betritt sollte man halt mit jedem NPC reden, einer davon sagt einem mindestens wo man als nächstes hin muss oder was als nächstes zu machen ist. Wenn man ein neues Fortbewegungsmittel bekommt, sollte man eventuell auch erst einmal schauen, welche zuvor noch nicht erreichten Orte man damit nun betreten kann. Auch in den Dungeons kann man sich wie gesagt eigentlich nie Verlaufen oder bei einem Puzzle nicht weiter kommen. Es ist schon erstaunlich, was für eine Generation von Blindfischen neuere Cinematic RPGs herangezüchtet haben, die sofort wie ein Reh im Scheinwerferlicht hilflos da stehen, wenn ihnen nicht in einer dreistündigen FMV zwanzig mal eingetrichtert wird, was wo und wie zu tun ist.

28.2.09 01:05





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