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#92: Blood Canticle

So, nun bin ich auch mal dazu gekommen mir Anne Rice's Hohelied des Blutes zu kaufen und zu lesen. Das zehnte und finale Buch der Vampirchronik. Auch wenn es eigentlich die Hexenchronik abschließt und halt nur Lestat aus der Vampirchronik dabei mit rum hüpft. Genau genommen hatte die Vampirchronik ja auch nie eine übergeordnete Handlung, sondern nur einen losen Zeitfaden.

War aber auch nicht so wahnsinnig gut. Es ist nun kein Geheimnis, dass Anne Rice selbst die Vampirchronik mit der Zeit leid geworden ist. Und das sie die Kritik vieler Leser, ihre neueren Bücher wären nicht mehr so gut wie die frühen, auch überhaupt nicht gut aufgenommen hat. Von daher ist Hohelied des Blutes eher eine Art „Hier, bitte! Da habt ihr das Finale zu eurer heißgeliebten Vampirchronik! Damit ist jetzt offiziell Schluss, lasst mich in ruhe!“.

Ich mochte dabei bisher eigentlich alle Bücher. Sicherlich sind die ersten drei definitiv um einiges besser als alles was danach kam, aber auch Buch 4 bis 9 und die beiden Sidestories fand ich immer noch gut. Hohelied des Blutes schafft das nicht mehr. Ein großes Problem ist, dass die früher nicht gläubige Anne Rice mittlerweile nicht nur das Christentum für sich entdeckt hat, sondern regelrecht darin aufgeht. Das sei ihr ja auch gegönnt, eine gläubige Anne Rice produziert vom Stil her allerdings eine ganz andere Vampirchronik, als die frühe Anne Rice – und die gläubige Version tut der Vampirchronik auch nicht unbedingt gut. In den letzten Büchern noch halbwegs im Zaum gehalten, sind in Hohelied des Blutes plötzlich alle, wirklich ausnahmslos alle auftretenden Charaktere, zutiefst gläubig und zitieren alle paar Seiten aus der Bibel. Das war schon irgendwie nervig und passt schlichtweg auch nicht zu allen Charakteren, mal ganz davon abgesehen, dass so eine homogene Charakterriege auch kein gutes Zusammenspiel führt.

Der Schreibstil ist insgesamt auch an vielen stellen irgendwie gehetzt. Sehr nüchtern, kaum noch was da vom früheren ausschweifenden Schreibstil. Das erste Kapitel ist besonders unerträglich, in der sich Anne Rice, aus der Sicht von Lestat geschrieben, mehrere Seiten lang darüber beschwert, wie undankbar ihre Leser doch sind.

Von daher sowohl ein recht dürftiges Buch, wie auch ein extrem enttäuschender Abschluss. Zumal wie gesagt auch wenig mit der Vampirchronik zu tun. Was ist eigentlich aus der beinahe Kriegserklärung der Talamasca aus Buch 8 geworden? Auch einfach im Sande verlaufen. Alles was Hohelied des Blutes geschafft hat ist, dass ich unglaubliche Lust bekommen habe die ersten drei Bücher der Vampirchronik und das erste Buch der Hexenchronik erneut zu lesen. Die waren noch genial.

Spiele sind mittlerweile auch wieder welche durch, ganze drei an der Zahl sogar. Zum einen Phantasy Star Universe - die PS2-Version und nur der Offline-Modus. Anfänglich hat es sogar noch einen ganz soliden Eindruck gemacht, die Story war zwar Müll, das englischen Voice Acting eine Katastrophe und die Mitstreiter-KI auch nur leidlich brauchbar… aber irgendwie war das Schnetzeln durch die Missionen doch ganz nett. Dass man Charakter und Zimmer einkleiden/einrichten konnte, ist für mich sowieso immer ein Plus. Leider hält das nicht so lang an, sondern wird mit der Zeit eher langweilig, zumal die Storymissionen tendenziell von der Spiellänge her auch zu viel des Guten sind. Da wäre es besser gewesen, wenn jedes der 12 Kapitel aus 2 oder 3 kürzeren, aufeinander aufbauenden Missionen bestehen würde, anstatt aus einer großen. Irgendwie vergeht einem oft nach halbem Weg schon die Lust dran.

Apollo Justice: Ace Attorney war als Nächstes dran. Und ich bin zufrieden. Nicht begeistert, aber doch zufrieden. Ein gutes Spiel, steht es allerdings in der Rangliste noch hinter dem dritten und ersten Teil der Phoenix-Arc. Insgesamt sind viele Geheimnisse und die wahren Mörder etwas arg zu schnell durchschaut und das Spiel hat (vor allem in Fall 3) die Tendenz die offensichtlichen Fakten etwas zu häufig zu wiederholen. Außerdem war die Auflösung von Fall 2 etwas lahm. Fall 1 und 4 reißen aber den Gesamteindruck doch ganz gut raus. Insgesamt auch eine in diesem einen Spiel geschlossene Handlung, die sich noch hauptsächlich um Phoenix und was aus ihm geworden ist dreht, noch nicht so sehr um den neu eingeführten Apollo.

Auch auf dem DS ist Puzzle Quest: Challenge of the Warlords geschafft. Bejeweled mit RPG-Einlagen. Erstaunlich süchtig machend. Gerade durch die Story und vielen kleinen Quests. Die geben der ganzen Sache dann doch einen guten Rahmen und roten Faden, anstatt einfach nur ein Browser-Spiel etliche Stunden zu spielen und sich dann zu fragen, warum überhaupt. Die Gegner-KI cheatet zwar zwischendurch immer mal wieder wie Sau, aber das ist man mittlerweile von Minispielen, bei denen Glück auch eine gewisse Rolle spielt, gewohnt.

Ah ja, hier auch noch ein paar weitere der letzteren Gaia-Outfits. Wie man sieht, hab ich ein neues Lieblingsitem
7.5.08 04:19


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