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#516: Let's Play ~ Harvest Moon AWL - 06. Golden Eggs

Hahaha! Eff you, stupid game! Das zweite Jahr doch endlich beendet bekommen.

Die Hühner geben jetzt hin und wieder goldene Eier, die im Gegensatz zu den normalen wenigstens auch was einbringen. Außerdem haben sie Zuwachs bekommen – mehr oder weniger zumindest –, denn im Teich saßen zwei Enten, die von Lumina gefunden wurden. Sie wollte sie behalten, also habe ich ihr die Freude gemacht, auch wenn die Viecher absolut nutzlos sind, da sie 2 Hühnern den Platz wegnehmen, aber keine zusätzlichen Eier produzieren. Dann wiederum will ich sowieso keine weiteren Hühner, brauche den Platz also nicht. Man weiß ja nie, wann man mal eine Niere oder so braucht und deswegen Leute ihn seiner Schuld haben möchte.

Mein schlauer kleiner Plan einfach die alte Kuh zu verkaufen und eine neue einzukaufen, um die Schwangerschaftszeit zu umgehen, ist übrigens nach hinten losgegangen, da Dora 2.0, nachdem sie endlich ausgewachsen war, trotzdem erst eine Schwangerschaft durchmachen muss, bevor sie anfängt Milch zu geben. Wie nervig. Da ich nun schon das Geld für eine Star Cow berappt habe, hab ich das dann halt nun auch gemacht, überlege aber, ob ich sie beim nächsten Mal nicht einfach mit einem Schaf ersetze. Sich um die zu kümmern ist nicht so nervig. Das Kalb wurde direkt nach der Geburt an den Schlachthof verkauft, da ich mich nicht mit 2 Kühen abgeben müssen will.

Im Sommer und Herbst haben meine im Vorjahr gepflanzten Bäume nun endlich Früchte getragen. Und da Takakura irgendwann mit der zweiköpfigen Alienpflanze Tartan nach Hause kam, kann ich nun aus zwei Samen auch einen Hybriden machen. Zumindest nachdem man Tartan dazu überredet hat, dies auch zu tun, was zu Beginn ungefähr so viel gutes Zureden braucht, wie eine Frau auf PMS, deren Geburtstag man vergessen hat. Nachdem sie sich einmal dazu bereit erklärt hat, ist es anschließend allerdings einfach, die Hybrid-Option zu bekommen. Häufig brauche ich sie eh nicht, da ich sowieso nur Bäume pflanze. Von den 5 Bäumen der ersten Generation habe ich dann auch nur 2 neu gepflanzt und stattdessen 4 lukrativere Hybriden der zweiten Generation dazu gepflanzt. Zu viele Bäume müssen es ja auch nicht sein. Alle auf S-Rang, dank den Upseed-Blumen, die ich letzten Winter gepflückt habe. Auch wenn das nur über drei Ecken geht, da Baumsamen bei Tartan nicht mit Upseeds gekreuzt werden können. Allerdings mit Feldfrüchten, was fehl geht und einfach den Baumsamen erneut ausspuckt – allerdings auf dem Rang, den der höchstrangige der beiden Samen hatte. Feldfrucht Rang B + Upseed = Feldfrucht Rang S, Baumsamen Rang B + Feldfrucht Rang S = Baumsamen Rang S. Praktisch zu wissen, wenn man den Baum nicht mit Dünger tot schmeißen will, um den Rang zu erhöhen.

12.8.10 21:07


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#515: Let's Play ~ Dragon Quest IX - 05. Paradise Lost

Tja, zurück beim Observatorium hat unser Lehrer dort die Früchte abgegeben. Fishy. Wie vorgehabt bringen wir diese ins Reich Gottes… der aber nicht da ist. Sorry, your God is in another caslte. Aber seine Tochter, die zum Yggdrasil wurde, nimmt unsren Anruf gern entgegen. Und wie erwartet: Gott hatte irgendwann mal seine Periode und hat in seinem kleine Wutanfall die Menschheit wegen ihrer Schlechtigkeit ausrotten wollen. Tochter, rebellische Jugend sie nun mal ist, sprang dazwischen und wurde zum schützenden Baum. Jetzt müssen wir eigentlich nur noch das böse Imperium, das gerade zurück schlägt, beseitigen und schon ist alles wider knorke.

Und unser Lehrer ist doch kein Verräter, sondern macht einen auf Maulwurf, versucht den Imperator zu Fall zu bringen, in dem er sich bei ihnen eingeschleust hat. Erwartungsgemäß endet es nicht sehr gut für ihn, doch immerhin können wir den Imperator dann doch umbringen, und die letzten Himmlischen befreien. Das wäre jetzt eigentlich das Happy End, aber DQIX entschließt sich dem Klischee des „Pulling a Necron“ nachzugehen. Denn einer der befreiten Himmlischen wird vom Imperium schon seit Jahrhunderten dort gefangen und schröcklichen Experimenten geopfert, um seine Macht zu nutzen. Hat ihn so ein wenig verrückt gemacht und nun schwingt er sich auf der nächste Gott zu werden und die Menschheit zu vernichten. Wobei „Pulling a Necron“ hier noch nicht mal ganz passt, da er tatsächlich bereits mehrmals im Spielverlauf als build up hierzu erwähnt wurde, und diese Wendung nur überrascht, da bis vor kurzem die Hauptstory so lasch nebenher lief, dass man den schon wieder ganz vergessen hatte.

Bevor wir uns dem entgegen werfen, gab es allerdings ein paar Änderungen. Ich bin bisher die ganze Zeit mit der ursprünglichen Barde, Priester, Krieger, Faustkämpfer Truppe durch die Gegend gelatscht und das ging auch soweit ganz gut. Allerdings wollte ich jetzt vor dem Finale doch ein wenig umstellen, da ich ja auch mittlerweile alle weiteren Jobs frei geschaltet habe – abgesehen vom Rotmagier, fuck that one. Mein Krieger wurde also zum Paladin (damit dieser auch Schwerter tragen kann), der Priester zum Weisen und um weiterhin einen Krieger zu haben, der Barde zu jenem. Und da sowieso schon 3 von 4 Leuten wieder auf einem Level-1-Beruf beginnen, ist der Faustkämpfer halt mitgezogen und nun ein Gladiator. Vorig genommene Berufe wirken sich übrigens positiv aus. Da der Krieger sein Schwerttalentset auf 100 bekommen hat, kann er nun auch als Paladin solche ausrüsten, obwohl der Paladin eigentlich keine Schwerter ausrüsten können dürfte. Da mein Barde sein Schwerttalentset bereits um die 30 Punkte zugeteilt hatte und der Krieger diese Set ebenfalls hat, hat dieser dort diese Punkte bereits auch. Mein Weiser hat dank des vorigen Priesters scheiße viele MP und mein Gladiator ist durch den Faustkämpfer mein schnellster Charakter mit den meisten HP, obwohl Gladiatoren in beidem eigentlich eher unterdurchschnittlich sein sollten. Es lohnt sich also, Berufe etwas zu leveln, welche die Nachteile derjenigen, in die man wechselt, ausgleichen.

Das Spiel lügt übrigens, wenn es um die Reihen geht ;P Charaktere können in vordere oder hintere gesetzt werden und angeblich wird die vordere logischerweise häufiger angegriffen. Mein Weiser ist als einziger Charakter in den hinteren Reihe, während die anderen drei in der bevorzugten vorderen stehen. Und wen versucht jeder Boss umzunieten, in dem er ihn ständig angreift? Den Weisen.

Die neuen Berufe dann traditionell um Level 40 gebracht, hatte der Endgegner auch nicht mehr so viel zu melden. Alle glücklich, er und seine Geliebte in der Nachwelt vereint, das Observatorium mit Himmlischen und Express verschwindet.

11.8.10 04:55


#514: There's more to games than story

Bla bla, jeder hat einen anderen Geschmack, yadda yadda, jeder findet unterschiedliche Dinge „gut“, blub, Verallgemeinerungen sind böse… politisch korrekter Disclaimer bullshit, damit keiner whinen muss und so goes here.

Die Story in Dragon Quest IX ist nicht so schlecht, wie so manche Leute sie hinstellen. Sicherlich, DQ-Handlungen sind nie unbedingt der Reißer und man spielt die eh nicht wegen jenen, sondern wegen dem Charme und spaßigen Gameplay. Auch die Handlung von DQIX ist nicht spektakulär, aber eben auch nicht so übel, wie einige das hinstellen. Vorrangig geht's sowieso um die vielen Nebengeschichten auf der Reise durchs Land und die sind alle wirklich nett umgesetzt. Und gegen Ende hat auch die Haupthandlung hier und da noch was zu sagen. Für das was sie sein will, ist die DQIX-Handlung nicht so übel. Definitiv nicht schlechter als die meisten JRPGs. Zumal die dynamischen Ingame-Cutscenes sie auch gut mitreißend darstellen, aber eben ohne hoffnungslos melodramatisch zu werden als das z.B. ein Final Fantasy IV tut. Was ja auch seinen Charme haben kann.

Ich hab häufig das Gefühl, dass viele irgendwo die Gleichung „viele Worte/Sequenzen = Story“ haben. Und das ist Blödsinn. Das sind diejenigen, die denken Kingdom Hearts 2 hätte einen tollen Plot, weil man ihm kaum folgen kann (ergo muss er zu hoch, ergo intelligent sein) und weil so schön viel Gelabert wird. Das die ganze Sache ein totaler Blödsinn ist, ein übles Klischee das nächste trumpft, kaum je was von Relevanz gesagt wird und die Spiele sich auch noch untereinander widersprechen, scheint da keiner mehr zu sehen. Dann kommt immer, dass man ja alle Spiele kennen muss, um die Story als richtiges Ganzes sehen zu können und es dann plötzlich total den Sinn ergibt. Nö, man nutz nur neuere Spiele, um notdürftig die vorher entstandenen Plotholes zu kitten, weil sich bei den ersten zwei Spielen anscheinend keiner einen Dreck drum geschert hat, ein in sich logisches Handlungsgerüst zu erstellen.

Ist ja auch egal. Anderes nettes Beispiel ist das ebenso overhypte Golden Sun. Im ersten Teil passiert nichts. Zu Beginn werden deine Freunde entführt und du machst dich auf den Weg, sie zu retten. Am Ende des Spieles bist du immer noch auf der Fährte der Kidnapper. Dazwischen liegen 20 Stunden RPG, in denen Charaktere sich in endloses Geschwafel ergehen, in denen aber fast nix von Relevanz passiert. Eine Stunde zugelabert zu werden, wenn all das Gerede keine Aussage hat, ist aber keine gute Story, sondern nur üble Verschwendung von endlicher Lebenszeit.

Sicherlich muss nicht jedes gesagte Wort auch absolut relevant für die Geschichte sein, um in ein Spiel zu gehören. Nebenher ein wenig zu reden bildet die Persönlichkeit von Charakteren und bringt Charme ins Spiel. Gutes Beispiel hierfür ist Tales of Phantasia, das ich gerade spiele. Auch kein Plot, der Bäume ausreißt, allerdings geben die Charaktere immer mal wieder witzige kleine Anekdoten ab. Allerdings wissen sie, wann davon genug ist, bevor ich mich anfange zu langweilen und denke „Kann's jetzt bald mal weitergehen?!“. Ich habe eben keinen Stundenlangen todeslangweiligen Prolog, bei den alle gefühlte Viertelstunde eine Cutscenen läuft, in der die Kamera mehrmals um einen Kirchturm schwingt, auf dem kleine Jungs an Phallusobjekten Eis am Stil lutschen, die Nomura neuerdings so geil zu finden scheint. Es binden mir nicht alle gefühlte 5 Minuten  Mannequins in Kutte Pseudo-philosophischen Mist auf, der nicht mal Twilight-Fanfiction-Niveau erreicht.

Und um mich selbst zu untergraben: Ja, irgendwie mag ich auch manchmal, wenn Geschwafel stattfindet. Immerhin mochte ich Xenogears und den Handlungs-Teil von Xenosaga II. Und wenn jemand mehr oder weniger sinnig philosophisch vor sich hin schwafelt, dass selbst Neon Genesis Evangelion vor Neid erblasst, sind dass die Sagas. Obwohl, die hab ich vor vielen Jahren gespielt, vielleicht ginge es mir mittlerweile ja auf den Keks. Gut, Persona 3 und 4 gehören für mich zu den besten PS2-RPGs und in denen wird auch viel und lang geredet und auch sie haben sehr langsame Anfangsstunden. Hier ist es aber interessant! Hier fühl ich mich nicht, als würde das Spiel meine Zeit vergeuden, die ich mit was Besserem verbringen könnte. Als ein drittes Top-PS2-RPG würde ich wiederum Shin Megami Tensei: Nocturne nennen (ja ja, MegaTen-Fanboy und so – stimmt nicht ganz, aber wenn's euch glücklich macht) und das ist was die Erzählstruktur angeht sehr minimalistisch, mit wenig Text in sporadischen Cutscenes und viel „Handlung/Hintergrund“ durch Atmosphäre und die einen umgebende Welt aufgenommen. Aber ich vergas, Nocturne hat ja angeblich auch keine gute Story. Muss wohl an den stummen Helden liegen, die einem nicht wie Tidus konstant quengelnd im Ohr liegen.

Manchmal bin ich echt überrascht, dass Shadow of the Colossus so ein Erfolg war. Mit seinen vielleicht 5 Sätzen über 3 Cutscenes im ganzen Spiel, ohne jegliches Padding dazwischen.


PS: Mir ist die Ironie dieses Eintrages bewusst, wo ich doch selbst ständig unnötig lange Wall of Texte blogge. Aber wie alle guten Scheinheiligen muss ich was ich predige ja nicht auch leben.

10.8.10 16:00


#513: Let's Play ~ Dragon Quest IX - 04. Dragon Wars

Die letzten beiden Früchte gab's im hohen Norden bei einem “Hilf dem Feigling”-Quest mit Kniff und Campus, dem die Schüler abhanden kommen. Auf dem Weg alle 7 abzuliefern kommt dann erwartungsgemäß eine Wende, unser Lehrer steckt eigentlich mit den Fieslingen unter einer Decke und nimmt sie uns ab. Sein Verbündeter reist übrigens auf dem Rücken eines schwarzen Drachens – das nenne ich mal Reisen mit Stil!

Wir fallen also mal wieder Mitten ins Nirgendwo, in eine neue Stadt voller xenophober Einwohner, kurieren sie von dieser Charakterschwäche und weiter geht's zur Stadt an den Hängen eines Vulkans. Eines aktiven Vulkans. Die Einwohner finden das ganz nett, da die Lava sie selbst im Winter schön warm hält und ja der Drache, der die Schutzgottheit der Stadt ist, auf dem Gipfel wohnt… aber irgendwie halte ich die Idee, eine Stadt an eine Naturkatastrophe, die nur passieren will, zu bauen, etwas riskant.

Na ja, wir treffen Fuchur, die Stadt wird vom schwarzen Drachen angegriffen und Fuchur schenkt uns eine Drachenkrieger-Rüstung und wir ziehen auf seinem Rücken gegen ihn. Drakengard 3? Wir reisen allerdings nicht lange mit Stil, sondern verlieren Fuchur in der nächsten tollen FMV schon wieder (die Zweite im Spiel, oder? Bzw. Dritte, wenn man das Opening vor dem Titelbildschirm einrechnet). Immerhin, wenn Dragon Quest IX die Drachen raus holt, dann so richtig. Drachenkrieger-Rüstung gab's wohl auch hauptsächlich, um ein Standardoutfit für die FMV zu haben :D

Anschließend wachen wir schon wieder woanders auf, nämlich einem Gefängnis, wo wir auch gleich in einen Aufstand geraten und praktischerweise so auch eine Reihe Himmlischer befreien, die gefangen gehalten werden.

Well, story exposition time much, all of a sudden. Geht aber auch dem Ende entgegen.

Was mir bei Dragon Quest IX immer wieder besonders angenehm ins Auge fällt ist, mit wie viel Liebe doch die verschiedenen Orte gestaltet sind. Nicht nur die Oberwelt und die Dungeons (die mir allerdings recht klein vorkommen – liegt aber vielleicht auch daran, dass nicht mehr alle 3-5 Schritte ein Zufallskampf stört), sondern vor allem die vielen Städte und Dörfer. Da gab es zwar auch schon in Dragon Quest VIII einiges hübsches zu bestaunen und auch die eine oder andere Ortschaft in den Remakes von IV und V waren ganz nett, aber bei IX ist wirklich alles bis ins Detail aufeinander abgestimmt.

Jobs müsste ich vielleicht auch bald mal wechseln, aber bisher komme ich immer noch mit meinen ursprünglichen vier gut zu Recht… eventuell warte ich noch auf den Sage.

9.8.10 06:54


#512: Superhero Sunday - The Dark Knight

Man sollte meinen das Auftauchen von Batman habe wieder Ruhe in das von Verbrechen geplagte Gotham City gebracht, und dies war zunächst auch der Fall. Doch von ihm in die Enge getrieben, werden die Mafiabosse langsam immer verzweifelter und so kommt ihnen ein Angebot des Jokers gerade recht. Als Antwort auf einen Helden mit Maske, entstand ein verrückter mit Maske, der Gotham brennen sehen will.

Als Catchphrase des Filmes dient „Why so serious?“, die es entsprechend natürlich auch ähnlich wie die aus 300 kurzzeitig zum absoluten Internet-Meme geschafft hat (Deren Verfallsdatum beträgt aber eigentlich nur wenige Wochen, das ganze Internet ist sie mittlerweile mehr als leid. Wer sich immer noch für clever hält, wenn er „Why so serious“ irgendwohin pappt oder witzig, weil er jedes Mal, wenn er irgendwo die Zahl 300 liest „[This is] SPARTAA!“ schreibt, sollte langsam mal im Jahr 2010 ankommen) und genau das ist es, was ich mir beim Anschauen von Batman Begins dachte: Warum so scheiße ernst? Der Film hatte ja mal gar keinen Spaß mit sich selbst und somit hat man auch als Zuschauer keinen wirklichen Spaß an dem Film gehabt.

The Dark Knight ist hingegen der Film, der Begins schon hätte sein sollen. Er nimmt die Materie zwar durchaus wieder sehr ernst und setzt auf Realismus, weiß aber dabei auch mit sich selbst Spaß zu haben und wann man bei der Action, damit es möglichst cool rüber kommt, ruhig over the top gehen kann. Der Film reiht eigentlich fast eine „Woah… genial“-Szene an die andere. Und natürlich ist es absolut die Joker Show. Auch wenn sich Heath Ledger nicht das Leben genommen hätte, was die ganze Sache natürlich für einige nur umso mehr puscht. Mir war das eigentlich egal, aber auch so muss man zugeben, dass seine Darbietung hier einfach nur toll ist. Ähnlich wie in Tim Burtons Batman macht der Joker hier das Programm. Zwar ist Harvey Dent ebenfalls im Film, was bedeutet, dass wir es auch mit Two-Face zu tun bekommen werden, aber über den Joker interessiert sich weder der Zuschauer noch der Film allzu sehr für ihn. Immerhin wird er nicht ganz so klein gehalten, wie Scarecrow in Begins.

Aber das Schöne ist, dass The Dark Knight dann eben doch nicht total der Joker und sonst nichts ist, ähnlich wie Begins die Batman/Bruce Wayne Show war und sonst kaum was zu bieten hatte. Nein, hier gibt es auch eine interessante, doppelbödige Story und geniale Action, die einen so gut unterhalten, dass man dem Film seine 2 1/2 Stunden kaum anmerkt. Fiese Wendungen, große Explosionen und für den Kopf auch ein wenig die Fragen aufwerfen, wie weit Batman eigentlich gehen darf, um das richtige zu tun, und wann die Opfer zu groß sind, um dem Zweck zu dienen. Nicht zu vergessen, wie schnell man die Bevölkerung doch in absolute Anarchie und Chaos stürzen kann.

The Dark Knight ist wirklich genial, besser kann man's im Prinzip nicht machen. Das einzig Schlechte am Film ist diese dämliche Batman-Stimme, die Christian Bale macht.


8.8.10 01:05


#511: Let's Play ~ Dragon Quest IX - 03. Everything's a pun

So, weiterhin wird einem Einsiedler-Steinmetz, der auf einem Berg verschwunden ist; einer zum Leben erwachten Puppe, die sich Freundschaft erkauft und der plötzlich keiner, der davon profitiert hat, helfen will, sobald sie in Schwierigkeiten gerät; und einer verzogen Königin einer Wüstenstadt mit Haustierproblem geholfen. Drei weitere Früchte, somit insgesamt fünf sind nun gesammelt. Außerdem steckte zustäzlich das obligatorische "Gelange an ein Schiff"-Quest mit drin. Das ist übrigens irgendwie echt schwer zu lenken, zumindest wenn man anlegen will. Und Zufallskämpfe sind auch wieder da, während der Seereise.

Ich muss schon sagen dafür, dass DQIX so light hearted wirkt, mit dem bunten Comiclook, den vielen cleveren bis dämlichen Wortspielen etc. (Widder "Rammbock" zu nennen ist noch einfach, einen Vogel "Pick-Aas" hingegen schon fantasievoller), sind die Sidestories zum Großteil erstaunlich ernst bis fies. Doch gefallen sie mir ganz gut. DQ war ja schon immer mehr über die Nebengeschichten auf der Reise, denn die übergeordnete Alibi-Handlung, doch bei DQIX sind diese besonders schön ausgearbeitet. Vielleicht liegt das an den vielen dynamischen Ingame-Cutscenes, die ihnen mehr Leben einhauchen, als in den älteren Teilen, auch wenn sie noch immer ein wenig downplayed sind, um nicht hoffnungslos melodramatisch zu werden, wie das häufig in JRPGs der Fall ist.

Allerdings kommen mir die Regionen irgendwie erstaunlich... klein... vor. Ich weiß auch nicht warum. DQs haben meist den Stadt > Land > Dungeon > Stadt Ablauf und in DQIX gibt es ja auch all die vielen kleinen Landmarks außerhalb des Hauptweges, an denen Materialien für die Alchemie zu finden sind... aber irgendwie wirkt die Welt bisher trotzdem erstaunlich überschaubar.

Ich habe nun auch meinen ersten "Game Over" erlebt, dank der ersten Grotte. Das sind zufallsgenerierte Nebendungeons, die man erst mal über erhaltene Schatzkarten finden muss. Nur bekommt man die erste Schatzkarte lange, bevor man stark genug für die zugehörige Grotte ist. Aber bald, Hengst der Angst, bald wird die Rache mein sein!

Auch eine neue Entdeckung: Headgear ist so programmiert, dass es natürlich auf den Haaren der Charaktere sitzt - nimmt man aber eine Glatze, schweben sie dadurch über dem Kopf der Person xD Das sieht man bei sowas wie den Katzenohren sehr gut.

Die ersten beiden Missionen, um zusätzliche Jobs freizuschalten, habe ich nun auch hinter mir: Paladin und Gladiator. Ich hab noch ein oder zwei mehr, die klingen mir aber momentan noch zu nervig :D Um Rotmagier zu werden bei Metallschleimen die Magie zu bannen und sie dann auch noch mit demjenigen, der den Bann gesprochen hat, zu besiegen - da alles, bevor die Scheißviecher abhauen... klingt z.B. weniger amüsant.

6.8.10 17:45


#510: Let's Play ~ Dragon Quest IX - 02. Cross-dressing

So, nun haben wir einer von einer Seuche befallene Stadt gerettet (zum Glück manifestierte die sich als Boss, wodurch eine langwieriges Arztstudium umgangen wurde), einem Abt, sowie einem Fischerdorf mit grausamen Ost-Dialekt geholfen. Außerdem das Observatorium besucht, das nicht mehr so prickelnd aussieht, und wo wir einen Traum hatten, in dem Gott die Menschheit vernichten wollte, Jesus sich aber dazwischen geschmissen hat. Nur das der Traum nicht wirklich sagt, wer die beiden waren. Aber eine "Gott ist eigentlich ein Arsch"-Storyentwicklung ist genauso selten in JRPGs wie Weltenbäume und die Suche nach XY magischen Artefakten, somit prädestiniert für DQ. Ach ja, und wir müssen nun die verlorenen magischen Artefakte Ygddrasil-Früchte suchen gehen (2 habe ich bereits), die alle im Kontakt mit einem Menschen jenigen in ein Monster zu verwandeln scheinen. Außerdem scheint jede Sidestory mit einem Geist zu tun zu haben. Scheint mit dem himmlichen Observaterium also wohl wirklich nicht alles so koscher zu sein.

Praktisch ist wirklich, wie gut eineN Dragon Quest IX doch eigentlich fürs Reden mit den NPCs und Erforschen der Weltkarte belohnt: Ersteres durch Zusatzmissionen, die mehr oder weniger gute Preise offerieren, letzeres durch Alchemie-Materialien, die hier und dort zu finden sind. Auch wenn ich bisher noch nichts hergestellt habe, da ich bisher auch so ganz gut durch komme. Auch Jobs kann ich nun ändern, aber auch hier halte ich mich noch zurück, da mein aktuelles Team noch keine Probleme hatte.

Den hiesigen Minimedaillien-Sammler hab'sch auch nun getroffen und den Diebesschlüssel zum öffnen verschlossener Schatztruhen bekommen. Und Online gehen kann ich nun, was bei DQIX allerdings leider keinen Multiplayer offeriert (der ist nur local), dafür aber Zusatzmissionen (die ich noch nicht annehmen kann), einen Shop (mit ingame Geld zu bezahlen) und Gäste (momentan Alena) bietet. Alenas Gewand ist sogar recht gut, weswegen mein Held momentan etwas cross-dressing betreiben muss, auch wenn ich davon eigentlich kein Fan bin. Weibliche Charaktere habe ich nämlich nicht im Team, die mögen zwar eventuell ganz dekorativ sein, sind aber zu launisch, um mit ihnen gut reisen zu können ;P

Übrigens was zum "Monster immer sichtbar": So gesehen spawnen sie erst, wenn sie in den Bildschirm kommen, was beim kleinen DS-Bildschirm leider manchmal dazu führt, dass sie fast direkt in einen spawnen und man kaum ausweichen kann. Außerdem respawnen sie nach kurzer Zeit.

5.8.10 13:30


#509: Let's Play ~ Dragon Quest IX - 01. Angel Falls

Heute angekommen (womit Dragon Quest zusammen mit MegaTen die einzige Serie ist, bei der ich mir Spiele relativ zeitig nach Release hole, statt wie bei allen anderen drauf zu warten, dass es einem billig[er] hinterher geworfen wird) und bereits 5 Stunden gerissen xD

Harmlos genug fängt es an: Wir sind ein Engel. Und als solche werden uns Regionen der Welt unterstellt, in denen wir den Menschen helfen sollen. Das ist eine symbiotische Beziehung, denn den Dank der Menschen können wir dafür nutzen, den Weltenbaum Yggdrasil zu düngen, damit dieser Früchte trägt. Also besteht der Anfang eigentlich daraus, hier und dort ein wenig auszuhelfen, um Dankbarkeit zu sammeln. Das ist eigentlich ganz niedlich, da man goldig durch die Gegend schwebt und da Menschen keine Engel sehen können, die schön erschrecken kann x3 Alles gesammelt ist dies dann auch tatsächlich genug, um ihn endlich Früchte tragen zu lassen. Spiel Ende, alle glücklich.

Natürlich nicht, irgendwas geht natürlich schief, wodurch der Galaxy Express 999 zerbricht, die Früchte verloren gehen und der Hauptcharakter vom Himmel fällt und plötzlich ohne Halo und Flügel wieder erwacht. Quasi als fast normaler Mensch, denn übersinnliche Wesen kann er immer noch sehen. Nicht so wirklich Ahnung habend, was jetzt eigentlich Sache ist, treffen wir auf die Ganguro-Fee, die einfach mal den Vorschlag macht, dass wir weiterhin Menschen helfen, um auf uns aufmerksam zu machen. Keiner, der jemandem wiederspricht, willigt der Held natürlich wortlos ein.

Und damit ist dann auch wohl die Grundlage des DQ-übliche "Haupstory nicht so wichtig, Sidestories definieren die Handlung" gelegt. Die erste davon, einen untoten schwarzen Ritter, der die Gegend unsicher macht, Erlösung zu beschaffen, war sogar recht nett gemacht.

Vom Gameplay her hat sich DQ-typisch natürlich wieder nicht allzuviel geändert. Es wird allerdings ein ans III erinnerndes Jobsystem eingebaut, dessen Vergleich hauptsächlich dadurch kommt, dass hier nicht vordefinierte Charaktere ihre Jobs wechseln, sondern diese komplett vom Spieler selbst gemacht werden. Mit dem Bonus, dass auch einige körperliche Attribute ausgewählt werden können, was zusammen mit am Charakter sichtbaren Equipment schon allein die halbe Freude ist: Dress up spielen :D

Immerhin gibt es viel Zuckerguss über das übliche, starre System. Die genauso strickt rundenbasierten Kämpfe von eh und jeh schauen beispielsweise wesentlich dynamischer aus, da Charaktere und Gegner währenddessen hin und her laufen. Vergleichbar z.B. mit dem starren ATB-System in Final Fantasy vs. dem dynamischer aussehenden, aber im Grunde selben ATB-System in Chrono Trigger. Einzig wirklich neu sind die nun sichtbaren Gegnergruppen. Sehr schöne Neuerung. In X dann bitte auch endlich, dass ich die bis zum nächsten Level nötigen Erfahrungspunkte einfach im Statusmenü abrufen kann, ok?

Auch eine nette, kleine Änderung am aus VIII bekannten Alchemiesystem: Das Ergebnis ist nun sofort fertig, statt erst lang drauf warten zu müssen

Sonderlich schwer war's bis jetzt auch noch nicht, bin aber ja auch noch nicht weit. Bin allerdings bisher sehr flüssig durch gekommen, lediglich sobald ich die 3 weiteren Teammitglieder machen konnte, habe ich die kurz ein wenig gelevelt, damit sie sich etwas dem Level des Helden anpassen. Die können nämlich erst ein wenig später gemacht werden, wenn auch nicht allzu weit im Spiel. Sofern man denn schlau genug ist, auch mit Leuten zu reden, damit man überhaupt weiß, dass es getan werden kann. 90% aller "Ich weiß nicht wo es weiter geht/Ich wusste gar nicht, dass ich das schon längst machen konnte" Probleme in der DQ-Serie stammen nämlich schlichtweg daher, dass nicht mit allen NPCs in jeder neuen Stadt geredet wird. Denn meist sagen die einem durchaus, was Sache ist, man muss sie halt nur ansprechen, anstatt zu erwarten alles Relevante in 15-Minütigen Cutscenes vorgekaut zu bekommen.

Und bombig aussehen tut's sowieso, aber das ist bei Level 5 ja üblich. Sehr hübsches DS-3D (weitestgehend zumindest, alles unwichtigen NPCs sind nämlich 2D-Sprites xD), viele dynamische Cutscenes, die ganz gut davon ablenken, dass die eigenliche Heldentruppe keine Persönlichkeit hat und oben drauf ein üblich generischer, aber durchaus gefällig klingender Sugiyama-Soundtrack. Und ein Toriyama-Charadesign, dass nicht fast gänzlich scheiße ist. Ist ja auch mal erwähnenswert, ne?

3.8.10 19:43


#508: Superhero Sunday - Spider-Man 2

Peter Parker hat Probleme. Im Gegensatz zu Batman und Iron Man mag er zwar richtige Superkräfte haben, allerdings ist er kein Großerbe ohne soziale Kontakte. Und das Leben ist doch recht anstrengend, wenn man jederzeit als Superheld die Bevölkerung New Yorks retten muss, so dass man auf Grund von Unpünktlichkeit jeden Job verliert, Dates mit Freunden nicht einhalten kann und auch die Noten immer schlechter werden. Zudem muss er seine große Liebe eh von sich halten, damit sie nicht ständig entführt werden kann (und es doch in jedem Film wird) und seine liebe Tante May hat auch noch Geldnöten. Nicht zu vergessen sein kleiner taubstummer Bruder, dessen einzige Überlebenschance an einer teuren Operation hängt. Und sein Hund stirbt auch noch. Nun, vielleicht nicht die letzten zwei Punkte, aber Spider-Man 2 drückt schon extrem auf die Mitleidsnummer.

Nebenbei befreundet er auch noch einen genialen Wissenschaftler, der kurz vorm Durchbruch an einer höchst experimentellen Energiequelle steht. Natürlich geht das nicht schrecklich schief, tötet dessen Frau und lässt ihn nun als Dr. Octopus die Stadt heimsuchen. Absolut nicht. Oder vielleicht doch, aber bevor Spider-Man sich ihm in den Weg stellen kann, muss er erst mal über seine Lebenskrise kommen, die ihn den super engen rot-blauen Spandexanzug an den Nagel hängen lässt.

Spider-Man 2 hat im Prinzip alle Problemchen, die auch schon der Vorgänger hatte: Die Charaktere sind schreckliche Klischees, die Handlung ist furchtbar vorhersehbar und die ein oder andere Szene einen Tick zu kitschig und übertrieben. Aber das macht alles eigentlich nichts, wenn das Ergebnis trotzdem so wahnsinnig viel Spaß zu schauen macht. Der Bösewicht mag diesmal über die ganze Krise Peter Parkers etwas arg kurz kommen, aber immerhin liefert er sich trotzdem noch ein ganz gutes Finale mit ihm, im Gegensatz zum gegen Ende schwachen Batman Begins. Interessanterweise beides teilweise in einem Zug. Und trotz der Probleme, durch die Peter geht – zum Glück nie wirklich zum Emo abrutschend, sondern relativ gut gehandhabt – nimmt sich der Film nicht so schrecklich ernst wie Begins. Das macht ihn eine ganze Ecke unterhaltsamer.


1.8.10 11:58


#507: Were she not a woman one would consider her to be an intellectual

Cleopatra, die 1963er-Version mit der Taylor geschaut. Eigentlich wollte ich das schon kurz nach Caligula machen, ungefähr als ich auch die Anime-Version geschaut habe, hatte dann aber doch nie so richtig Bock auf 4 Stunden Film und hab ihn anschließend irgendwie vergessen.

Die Geschichte um seine Entstehung ist fast interessanter, als der Film an sich. Mittlerweile wirbt 20th Century Fox ganz gern mit ihm als einen ihrer all time Klassiker und immerhin hat er auch 4 Oscars abgeräumt und war der Film, der 1963 am meisten Kinokarten verkauft hat. Doch dennoch war das Studio damals nicht sonderlich gut auf ihn zu sprechen. Gelinde gesagt war er eine Katastrophe: Das Filmen zog sich hin, ständig wurde was geändert, Szenen improvisiert, am Ende kostete er statt der 2 Millionen $ ganze 44, was ihn zum damals teuersten Film aller Zeiten machte (und Inflation mit eingerechnet selbst heutzutage noch auf den 2. Platz hieven würde) und damit trotz der meisten Kinobesucher des Jahres ein enormes Verlustgeschäft. Hätten die nachfolgenden Filme nicht gut Kasse gemacht, gäbe es das Studio dank Cleopatra nicht mehr.

Erstaunlicherweise sieht man dem Film an sich dies allerdings nicht an. Man sollte meinen, ständige Änderungen und Improvisationen hätten ihre Narben hinterlassen. Doch hätte ich dies nicht nachträglich gelesen, wäre mir dies nicht bewusst, denn im Film an sich merkt man davon eigentlich nichts. Denn er ist eigentlich wirklich gut und auch weitestgehend stringent. Einem Caligula sieht man schon eher an, dass das Ergebnis nicht mit dem überein stimmt, was ursprünglich geplant war, und es eine halbe Katastrophe war, ihn überhaupt irgendwie endlich in die Kinos zu bekommen. Cleopatra merkt man dies nicht an. Und auch den Klassiker-Status hat er eher verdient, denn Cleapatra ist im Gegensatz zu Caligula auch... gut. Selbst das häufig angekreidete Overacting störte mich nicht wesentlich, irgendwie passt das zu so einem großen, glamourösen Kostüm-Epos sogar. Nur etwas arg lang ist er, über 4 Stunden am Stück verlangen dem Zuschauer schon ordentlich Sitzfleich ab, egal ob der Film gut oder nicht ist. Dennoch kommt er weitestgehend ohne größere Längen aus, allzuviel beschweren kann ich mich also wohl nicht.


29.7.10 07:32


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